Unterschiede zwischen Feedback Destroyern

  • ein FB-Dest. kann einem das Leben erleichtern, wenn man weiß, wie man mit ihm umgeht.


    "Tödlich" ist das Ding einschalten und dann unbeaufsichtigt laufen lassen - was dann irgendwann noch aus dem Monitor herauskommt ist mehr oder weniger Müll und auch nicht frei von Feedbacks.


    Sinnvoll _kann_ sein, ihn für das grobe Einpfeifen zu verwenden - also in der Art "Mikro hin, Pegel bis zum 1. Feedback, warten, weiter bis zum 2. Feedback, warten, ..." - solange bis man die "üblichen" 3-5 Frq. finden hat lassen. Dann das Ding auf fix stellen und den Rest mit einen 31er / Param. EQ machen. Evtl. die dann noch gefundenen Frqs. in die evtl. noch freien Speicherplätze übernehmen - sorgt für einen sauberrer ausehenden GEq im Monitorsiderack und wird meist nicht gern gesehen, da Techniker meistens gerne sehen, was passiert.


    Anders herum (Safe-Setup per EQ, "dynamsches Finden" durch den FB-Dest.) würde ich nur bei reinen Vocal-Monitoren machen - ansonsten beschwert sich der Basser, Keyboarder oder Gitarrist, daß sein Monitor immer anders klingt und immer der Ton, den er länger als 1 Sec. spielt plötzlich verschwindet.


    Generelles Problem bei den Dingern ist, daß die meist zu langsam sind - die "üblichen" FB finden sie schon, die kleinen nervigen, die nur "immer wieder mal kurz" auftauchen nicht. Da ist weiter Handarbeit angesagt.


    Zusammengefasst: Sie können einem die Arbeit erleichtern (gerade, wenn man alleine auf dem Job ist), können aber nichts, was man mit ein wenig Übung nicht auch manuell hinbekommt. Als alleiniger EQ im Siderack fürs Monitoring taugen sie nichts und stoßen meist auf Skepsis bei Fremdtechs.


    "Funktionieren" tun sie alle mehr oder weniger gut, die meisten sind auch mehr oder weniger verrauscht und die x HE, die man für sie braucht sind mit einem Fuhrmann und einer Rackbeleuchtung oder eine Schublade meist sinnvoller belegt.

  • "Marco Birchler" schrieb:

    Hallo? oO 130 dB sind bei jedem normalen Menschen die Schmerzgrenze und bereits 10min Einwirkzeit reichen für bleibende Gehörschäden!!!


    weil man ja auch IMMER und KONSTANT 130 db hat, wa?


    bei metalkonzerten sind monitore voll aufgerissen für sänger eher die regel als die ausnahme.

  • "treibsand" schrieb:

    Manch Musiker steht auch mit Gehörschutz (Taschentuchfetzen) im Ohr auf der Bühne - weil: es is da ja so laut... :evil::evil: 
    Aber macht es in solchen Situationen nicht Sinn, nicht mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen, sondern mit Schrot? Viele gut verteilte Kugeln statt einer fetten? Alternativ Gesamtpegel drosseln und das Wichtige hervorheben - nicht selbiges über den Rest drüberprügeln.


    schlagzeug hat keinen lautstärkeregler.

  • Ich habe (ist aber wohl schon ein paar Jahre her...;-) als die Sabine Feedbackdestroyer neu waren... einen mal zum recht ausgiebigen Testen bekommen.
    Unbedarft sinnvoll einzusetzen, wenn man nicht weiß was man macht, ist das Ding schon mal gar nicht.
    So jemand kann mit einem normalen Terzband im Monitorweg weniger Unfug anrichten.
    Wenn man sich damit wirklich Mühe gibt (und die Kiste mal verstanden hat) dann profitiert man von den viel schmalbandigeren Filtern im Vergleich zu einem Terzband, der ja auch nie die Feedbackfrequenz trifft, sondern eigentlich immer knapp daneben liegt... ;-) und dazu noch sehr breitbandig absenkt.
    Ich hätte das Gerät nach dem Testen dennoch nicht haben wollen, weil es mir einfach unbehaglich ist wenn so eine Kiste da ständig mit einem gewissen Eigenleben irgendwelche Dinge macht von denen ich das meisste nicht sofort mitbekomme.


    Wenn man so etwas einsetzt dann vorab, beim "Einpfeifen" (ähnlich wie beim normalen Terzband) nur eine begrenzte Zahl an Filtern setzten lassen, und dann nur noch wenige während der Vorstellung "dynamisch" setzen lassen die aber dann nicht mehr fest drin bleiben sollen, sondern nach dem jeweiligen Feedback sich wieder sich "zurücksetzten".


    Vielleicht sind ja die aktuellen "teuren" Geräte da schon etwas besser, aber ich denke an der Grundproblematik hat sich da wenig geändert.
    Auf alle Fälle hilft eine vernünftige Positionierung der Monitore und Mikrofone, geeignete Auswahl beider und sachkundige Bedienung wesentlich mehr als so ein Gerät zu "richten" vermag.


    Gerade aber für einen unkundigen Benutzer, oder ganz das Teil alleine mit einem Redner sich selbst überlassen, da hallte ich so einen Feedbackdestroyer für total ungeeignet.

  • Hi zusammen,


    wir werden in einem 10m breiten und 20m langen Saal mit circa 3m Deckenhöhe eine neue Ton-Anlage fest installieren. Es werden 2 Lautsprecher auf der schmalen Seite unter der Decke montiert, um den Saal dann der länge nach zu beschallen. Jetzt finden in diesem Saal allerdings auch öfter mal Termine mit 2 Funkmikros statt, die an fast jeder Position im Raum von technisch nicht versierten Menschen benutzt werden.
    Da nicht immer jemand mit Ahnung vor Ort ist würde ich gerne einen Feedbackdestroyer einsetzen.
    Im Vorfeld werde ich natürlich mit einem EQ die anfälligen Frequenzen bestmöglich entfernen, aber man weiß ja nie...
    Meint ihr für solche Zwecke wäre ein Behringer FBQ 2496 empfehlenswert oder gibt es noch bessere Geräte?
    Den Feedbackdestroyer würde ich dann zwischen den zwei Mikro-Empfängern und dem Mischpult einsetzen. Im Musikbetrieb hätte man also keine Auswirkungen.


    Viele Grüße
    Oliver

  • Wird wohl ein Soundcraft Ui12, Lautsprecher sollen RCF Art 712-A MK II werden. Ein Handsender hat eine SM58 Kapsel, beim anderen bin ich mir gerade nicht sicher. Ist also schon ordentliches Zeug.
    Ich will die Anlage halt so robust und unproblematisch wie möglich machem.

  • Die völlig unzerstörbare Anlage ist eine Illusion. Und komplett Narrensicher kann man es auch nie machen. Das Ui hat ja einen RTA. Damit kannst du im leeren Raum einmal ausprobieren, wo die problematischen Frequenzen sind und welche Positionen im Raum kritisch sind.


    Damit kannst du das Worstcase-Szenario simulieren. Danach kannst du vielleicht mit gezielten EQ-Einsatz etwas entschärfen. Wenn du danach noch die Maximallautstärke (mit Hilfe des Kompressor/Limiters) so einstellst, dass du unterhalb der Feedback-Grenze bleibst, ist die Anlage schon ziemlich sicher.

  • Was Feedbackdistroyer besser können als Digipulte sind Notchfilter setzen.

    Man schleift ihn ein versetzt ihn in den Setupmode und bringt dann die Anlage zum Koppeln. Jetzt zieht der Destroyer eine Frequenz raus. Mit viel steileren Filtern als mit Q=10. dann Gain noch mehr anheben bis es koppelt-> Frequenz fliegt schmalbandig raus.

    Einfach jemanden mit Micro auf die Reise schicken und langsam den Gain hoch.
    Der Destroyer kann halt eine bestimmt Anzahl an Filtern setzen. Die sind aber so schmal, das man es nicht hört das einige winzige Frequenzbereich ganz fehlen.


    Warum es so was nicht auch in billigen Digitalpulten gibt ist mir ein Rätsel!!!!

    Das vermisse ich schon lange.


    Gruß

    Scyte