Kaufberatung Crown XTI 4002 vs. LAB Gruppen IPD 2400

  • Hi zusammen,
    bei mir steht im Moment die Anschaffung einer der beiden oben genannten Verstärker an...
    Konntet ihr schon bei zufällig hören und vergleichen? Ich kann mich nicht entscheiden welche es werden soll und preislich sind ja vergleichbar...


    Leistungstechnisch sind sie für meinen Zweck auch identisch.
    Pros bei der LAB IPD 2400sind für mich derzeit dass sie nur 1HE hat, über LAN gesteuert werden kann und einfach dass es eine LAB Gruppen ist.
    Ein deutlicher Nachteil ist für mich die Tiefe...mit 43cm müsste ich mir ein neues Case anschaffen wobei dieses dann immerhin eine HE kleiner werden kann als mein altes Case...


    Vorteile von der Crown XTI 4002 geringe Einbautiefe, weite Verbreitung zwecks Dry Hire(ist aber eher sekundär) und dass sie ein bisschen günstiger ist.
    Der einzige Nachteil sind die 2 HE gegenüber der LAB.



    Der Einsatzbereich wird zu 75% Topteilbetrieb und 25% Sub-Betrieb sein.


    Könnte ihr mir bei meiner Entscheidung faktisch helfen? :D Danke im Voraus.


    Ich bin auch für Alternativen in der Preisklasse bis 1200€ und min 1kW@4Ohm offen. Jedoch muss es mit Gewährleistung (also keine Gebrauchten) sein.

  • Ich sehe den Unterschied zwischen den beiden Amps anscheinend als sehr viel größer an als Du, ich finde, die Amps sind eigentlich keine Alternative zu dem jeweilig anderen.


    Die Crown hat einen sehr simplen Peak-Limiter, es sind 6 Eingangs- und 8 Ausgangs-EQs und ein Peak-Limiter vorhanden. Die Bedienung über das (sehr grobe) Display und die 3 Tasten ist IMO recht nervig, es ist kein Jog-Dial vorhanden. Temperaturkontrolle nur über PC.


    Die IPD 2400 ist da komplett anders gestrickt. Zusätzliche digitale Eingänge (AES3), Management-Software, Alle Betriebsparameter schon über das Display ablesbar, Jog-Dial für die Bedienung. Software für das Management nicht nur einer sondern aller LAB Endstufen. 40 param. EQs pro Kanal, dBu oder Ausgangs-Spannungskontrolle beim Limiter.


    Vorteile Crown: Deutlich mehr Leistung an 2 Ohm, Gainregler an der Front. Gut erkennbare LEDs für Pegel.
    Nachteile Crown XTI 4002: Simpler Controller, schlechte Bedienung, kein echtes Management für mehr Amps, da alles über USB laufen muß. Keine digitalen Eingänge, kein Ethernet.


    Vorteile LAB IPD 2400: Digitale Eingänge, super Management über Ethernet, sogar Apps zur Steuerung, sehr viel bessere Bedienung, 100 Presets. Limiter direkt für die Ausgangsspannung einstellbar. Reparaturfreundlich durch separate DSP-Platine.
    Nachteile LAB: An 2 Ohm nur 800W (vs. 1600W beim Crown), teuer.


    Edit: Muß es denn ein interner DSP sein? Das macht IMO nur Sinn, wenn man die Amps vom selben Hersteller nutzt, damit das unterschiedliche Verhalten der DSPs nicht in die Suppe spuckt bei den Setups, die verhalten sich NICHT identisch. Außerdem ist es nervig, wenn man beide/alle Amps mit jeweils anderer Software einstellen muß. Ein separater Controller ist da oft die bessere Lösung.

  • Habe IPD2400 und bin absolut begeistert davon.
    Absolut super Sound, pro Seite 2x18 RCF und 15"/2" eine IPD, macht richtig Alarm ;-)
    Fliegengewichte sind die Teile definitiv, Bedienung via Laptop oder IPad, macht absolut Spaß!
    Limiterumrechnungen entfallen, da direkt die Leistung eingegeben werden kann in der App.
    2 Ohm brauche ich niemals...

  • Danke euch beiden für eure Antworten!



    Ich habe mich heute nach euren Antworten für die LAB IPD 2400 entschieden und freue mich jetzt schon drauf!


    Da ich kein Mono-Betrieb benötige und aus Prinzip kein 2 Ohm Betrieb mache, ist die höhere Leistung eher uninteressant für mich.


    Auf einen DSP kann ich leider nicht verzichten da ich den Amp auch ohne separaten DSP für meine passiven Subs in Verbindung mit meinen Lambda TX-2A(haben eine eingebaute Weiche) einsetzen möchte. Für die Anwendungen bei denen ich einen Controller dranhängen habe, wird er einfach auf Durchzug gestellt :D


    Den Preis finde ich in Anbetracht der Qualität für die der Hersteller bekannt ist, der Bauhöhe und allem voran den 5 Jahren Garantie okay.


    Auf den Limiter bin ich dann mal gespannt! Hört sich interessant an!


    Danke für eure Entscheidungshilfe :wink:

  • "merbe" schrieb:

    Danke euch beiden für eure Antworten!


    Ich habe mich heute nach euren Antworten für die LAB IPD 2400 entschieden und freue mich jetzt schon drauf!


    Bitte und gratuliere! :D


    "merbe" schrieb:

    Da ich kein Mono-Betrieb benötige und aus Prinzip kein 2 Ohm Betrieb mache, ist die höhere Leistung eher uninteressant für mich.


    Das sehe ich auch so, ich wollte die Unterschiede nur klar herausstellen - immerhin ist ja grade das für manche ein wichtiger Entscheidungsgrund.


    "merbe" schrieb:

    Danke für eure Entscheidungshilfe :wink:


    Bitte, gerne doch. ;)

  • Hey!
    sorry eben erst gesehen...


    Jap der Verstärker läuft super! Erfüllt genau seinen Zweck :wink:


    Obwohl ich von Verstärkerklang aber einer Gewissenqualitätsliga nichts halte, musste ich außerdem feststellen das der LAB deutlich anders und vor allem angenehmer klingt als die QSC GX-7 die vorher verwendet wurden. Der Hochton klingt viel weniger gestresst als vorher. Als Referenzlautsprecher wurden zwei Jobst Audio MT1514 eingesetzt da ich diese eh bei dem Job dabei hatte.



    Bevor aber vlt jetzt wie im Homehifi-Bereich eine Voodoo-Diskussion losgetreten wird, möchte ich es gleich mit meinem Resümee beenden: Sehr tolles Teil mit massig Funktionen auf kleinstem Raum bei kleinem Gewicht. Kann ich empfehlen! :grin: :grin:

  • soo nachdem die LAB Gruppen ein paar Monate läuft wollte ich kurz meine Erfahrungen mitteilen.


    Das Haupteinsatzgebiet des Verstärkers sind meine MT1514. Dort bin ich immer noch öfters aufs Neuste überrascht. Sie kann einfach alles besser als die alte QSC GX-7. Sie klingt angenehmer(weniger spitz als vorher, kickt knackiger bei FR Einsätzen), das Gewicht ist genial (nie so leicht einen Amp durch die Gegend getragen) und der interne DSP gefällt mir auch richtig gut von der Bedienung. Selbst im Vergleich mit meinen RedRock M15 klingt sie besser.
    Der Verstärker läuft öfters zusammen mit meinen EV ETX15SP Subs(Durchgeschleiftes Signal) dort sind mir bisher keine Latenzunterschiede von dem EV DSP zum LAB DSP aufgefallen. Ebenso machte er keine Probleme mit meinem Driverack Venu360 wobei ich dort mit Delays arbeite und daher wohl in dem Fall eh keine Latenzprobleme hören sollte...


    An den Subs hatte ich die LAB Gruppen bisher erst einmal hängen aber da war ich nicht so begeistert wie an den Tops. Da konnte einfach kein großer Unterschied im Vergleich zu der RedRock festgestellt werden.
    Da macht eine FP9000 im Vergleich doch nochmal mehr Spaß aus klanglicher Sicht :grin:


    Also mein Resümee nach einem 3/4 Jahr: Wenn man bereit ist ein paar € mehr auszugeben, eine absolute Empfehlung. Ich würde mir den Verstärker jederzeit wieder holen!