Zahlungsziel

  • Scyte : mir geht es nicht um die Firmierung, sondern und die Tatsache, dass jeder Unternehmer in der Lage sein muss, kaufmännisch zu handeln. Dazu gehören die Grundlagen kaufmännischen Wissens.

    -> Branchenspezifische Schulung zu Lenk- und Ruhezeiten und digitalem Tacho
    -> Betreuung als Fachkraft für Arbeitssicherheit

  • Üblich im Rechtsverständnis ist aber, dass erst die Sache und dann das Geld kommt.


    Wichtig und das ist hier noch gar nicht beachtet worden, ist die Unterscheidung, was da für ein Vertrag gemacht wurde.

    Wenn´s dumm läuft dann ist da ein Werksvertrag zustande gekommen. Da kanns tDu auf die Rechnung schreiben was Du willst, "sofort", Bis zum Datum", "hinterher", "zwischendurch", "beim nächsten Vollmond" oder was auch immer.

    Damit gerät der Kunde nicht in Verzug, wenn er die Leistung nicht abgenommen hat.


    Ansonsten bin ich geschockt, was die IHKs oftmals an Falschinformationen auf ihren Websiten verbreiten.

  • erst die Sache und dann das Geld kommt.

    Dann wäre Vorauskasse obsolet und dennoch findet das tag täglich statt.


    Zitat

    Werksvertrag...

    ...wenn er die Leistung nicht abgenommen hat.

    Prima und wer soll das dann Abnehmen/Beurteilen? Der Kunde mit ohne Fachkenntnis oder eine unabhängig Person, welche Sach- und Fachkenntnis hat und falls ja wer bezahlt diese Person bzw. bestellt diese? Muss die Person dann über die gesamte VA Dauer da sein (Festival 3 Tage) oder wird eine Stichprobe gemacht? Was wird dabei protokolliert? Soundqualität subjektiv oder Messung mit Rückstellmuster per USB Stick mit geeichtem Aufnahmeequipment?


    Ich hatte mal ganz ganz ganz zu beginn, also vor so 20 Jahren, eine Anfrage von einer Hobbyband (würde ich heute sagen). Die wollten einen Livemitschnitt. Also das notwendige Equipment dahin gekarrt und mehr oder minder irgendwie verstöpselt. Das ganze sollte ein Stereomitschnitt aber eben mit separater Mischung werden. Also das ganze im Nebenraum mit Nahfeldabhöre aufgebaut und die paar Signale (ich meine es waren ganze 12 Kanäle und die Band hatte sich selbst gemischt) per Splitter aufs Pult geschickt. Soundcheck, alles gut. Die waren aber so was von daneben, der Drummer haute mehrmals daneben, die Rhythmusgruppe flog immer wieder davon und die Vocals waren auch eher unterirdisch. Sie waren mit ihrem Gig zufrieden und alles war super. Auf der Aufnahme hörte man dann jeden Fehler und dann hieß es dass sie deswegen keine Gigs mehr bekämen und dass meine Leistung unangemssen sei und deswegen nicht bezahlt wird. Damals hatte man sich dann auf 40% der Gesamtsumme geeinigt, heute hätte ich die Vögel vor den Kadi gezerrt.


    So viel zum Werksvertrag mit nicht Fachleuten.

  • Edit: Das ist ein Werkvertrag. Ohne "s".


    2 Böxlein, 2 Mikros, ein Pult und 8 Lampen incl. Personal - ganz klar Werkvertrag; nicht nur, wenns dumm läuft. Nur sind es bei mir im Regelfall keine Holzkistchen.



    Eine Abnahme findet bei uns im Regelfall immer statt: Die obligatorsiche Runde mit dem Kunden, die je nach Kunde mit (oder ohne) eine Unterschrift endet.

    Erst wieder am Samstag so praktiziert: Runde mit dem Kunden bzw. dem Auftraggeber / Agenturmenschen.


    Dann gibt es da noch die Veranstalter, die dazu keine Zeit haben, obwohl man gerne eine Abnahme machen würde.

    Ich würde mal ganz frech behaupten:

    Veranstaltung; Alles läuft; der Veranstalter freut sich dessen. Konkludentes Handeln, Werk abgenommen.

    Zitat

    Üblich im Rechtsverständnis ist aber, dass erst die Sache und dann das Geld kommt.


    Klar ist das üblich - es ist aber auch normal, daß es vereinzelt Kandidaten mit einer eher etwas zähen Zahlungsmoral und not leidendem Bankkonto gibt.

    Da kann dann Vorkasse das Mittel der Wahl sein. Erfahrungswerte.

    KKKK - Keine Kohle.... aber das hatten wir schon.

  • Zitat

    Edit: Das ist ein Werkvertrag. Ohne "s".

    Geschenkt!:sleeping:



    Das spielt letztendlich doch keine Rolle. Das ist doch bei vielen Gewerken so, dass man es nicht wirklich beurteilen kann. Dann entscheidet wahrscheinlich letztendlich ein Gutachter, ob abgenommen werden kann.
    Aber so komplex scheint das ja hier nicht zu sein. Bei mir bestätigt der Kunde die Abnahme des Gewerkes nach der Einweisung. Ggerne ist da sein DJ etc. dabei und damit fahre ich seit Jahren gut.

    Mir geht es ja auch um die "Kunden" die Wege suchen sehr verspätet oder nicht zu zahlen.


    Ich habe das geschrieben, weil ich den Verdacht habe, dass der Threadstarter, weder die Unterschiede zwischen B2B und B2C, noch zwischen Werk- und Dienstleistungvertrag beachtet.

    Zitat

    Klar ist das üblich - es ist aber auch normal, daß es vereinzelt Kandidaten mit einer eher etwas zähen Zahlungsmoral und not leidendem Bankkonto gibt.

    Da kann dann Vorkasse das Mittel der Wahl sein. Erfahrungswerte.

    KKKK - Keine Kohle.... aber das hatten wir schon.


    Da sind wir beieinander.
    Es kann ja auch nicht meine Aufgabe sein, sein unternehmerisches Risiko zu tragen.


    Wenn ich so was hier lese:


    Zitat

    Oft genug sind es ja auch die finanzschwachen Kunden, die mich direkt aus Ihren Abendeinnahmen bezahlen und sich Vorkasse bzw. Zahlung beim Soundcheck gar nicht leisten können.


    Dann stelle ich mir die Frage, was ist, wenn zu wenig Publikum kommt? Bekommt man dann kein Geld?

    Nicht einzusehen. Wenn eine Bank dem Kunden, keinen Kredit gibt, damit er mich davor bezahlen kann, werde ich bestimmt nicht, anstelle der Bank den Kredit vergeben.

    Da verzichte ich lieber. Es sei denn mich juckt der Betrag und der folgende Aufwand nicht.

  • Dann stelle ich mir die Frage, was ist, wenn zu wenig Publikum kommt? Bekommt man dann kein Geld?

    ich hab schon größere Events erlebt, da kam die Crew nicht mehr zum Abbau, weil sie alle davon ausgingen eh kein Geld mehr zu bekommen, nachdem sie gesehen hatten, wie wenig Publikum kam... 8|


    Es gibt leider einige Auftraggeber, die meinen es ist selbstverständlich so, ihr Risiko auf die Subunternehmer abwälzen zu können. Hab da in einem Fall im Messebau, sogar eine größere Insolvenz miterlebt, wo der Auftraggeber den Messebauer, nach weit hinter den Erwartungen geblieben Besucherzahlen, einfach nicht bezahlte.


    Nein, sowas soll und darf nicht sein; aber man muss sich halt auch an die eigene Nase fassen, wenn man sich auf Zahlungs- und Vertragsbedingungen einlässt, bei denen sowas passieren kann.