Benefiz-VA - GEMA - Veranstaltungstechnik - Erlös?

  • Hallo alle zusammen!


    Eine bekannte plant derzeit ein benefiz Konzert zu Gunsten kranker Kinder. Der Erlös soll gespendet werden.


    Ausschlaggebend ist das 50. Jubiläum einer 5 Mann Band die an diesem Konzert eben gagenlos spielen soll.


    Der komplette erlös soll gespendet werden. Nun soll ich mich um die Veranstaltungstechnik, sprich Licht und tontechniker sowie Stromversorgung etc. kümmern. Allerdings soll ich das auch Gagenlos machen.


    Die Veranstaltung soll öffentlich sein ... Der GEMA wird alles gemeldet.


    Allerdings muss ich das doch nicht für umme machen oder doch? Schließlich habe ich mit der MusikwiedergAbe nichts zu tun. Ich bin doch gleichzustellen mit dem GetränkeLieferant ... Der liefert ja auch nicht für umsonst. Oder?


    Wie verhält es sich da? Ist doch der Gema total egal? Ihr geht es ja nur um die Musikwiedergsbe live gespielter gema-musik?


    Hätte hierzu gerne eure Meinung.


    Vielen dank!

  • Zur GEMA:

    Der GEMA ist es vollkommen egal wer da was wie und wo gestellt hat. Die GEMA interessiert nur welche Art der VA das ist und ob da Eintritt verlangt wird.


    Wenn kein Eintritt verlangt wird kuckst du hier:

    https://www.gema.de/musiknutzer/tarife-formulare/tarif-u-st/


    Falls doch Eintritt verlangt wird, dann gilt dies:

    https://www.gema.de/fileadmin/…sicht_veranstaltungen.pdf


    Nun zur Frage ob du die technische Aussstattung kostenneutral durchführen wirst.

    Die GEMA verlangt in jedem Fall etwas. Der Getränkelieferant wird es sich schwer überlegen, evtl. gibt es einen Sonderrabatt. Die Fressbude wird die Currywurst auch nicht unentgeltlich abgeben. Also warum soll unser Gewerke mal wieder etwas für umme hinstellen? Ich würde da nicht mitmachen, bei aller Liebe und der Kinder wegen. Letztendlich musst aber du das selbst mit dir, deinem Gewissen und deinen finanziellen Hintergründen abwiegen. Wenn ich aber lese

    um die Veranstaltungstechnik, sprich Licht und tontechniker sowie Stromversorgung etc. kümmern

    dann liest sich das nach vollem Programm. Hast du denn ein Aggi entsprechender Größe? Hast du entsprechend Stromleitungen und Verteiler? Was möchtest du an Licht stellen und was an Ton? Bringt die Band selbst was mit?


    Ich sag mal so: Wenn das ein Kofferjob ist, ich nur am Mischpult stehe und sonst keinen Finger krumm machen muss, was Auf- oder Abbau angeht, ich da evtl. noch als i-Tüpfelchen mein Pult mitschleppe, dann könnte ich mich unter der Auflage der freien kulinarischen und getränketechnischen Versorgung dazu hinreissen lassen.


    Wenn ich aber die Planung dessen, die Durchführung nebst von mir gestellter oder gar zugemieteter technischer Mittel machen soll, dann geht mir persönlich das zu weit. Man kann über eine Sonderrabatt nachdenken, welcher als Sponsoring oder Spende behandelt wird, aber das war es dann auch.


    Ich würde dem Veranstalter klar kommunizieren, dass dies nicht geht. Solche Benefiz-VAs werden in der Regel über Sponsoren und Spenden finanziert, wobei letzteres nicht mehr so einfach abzusetzen ist. Der Veranstalter muss selbst dafür sorgen, dass die bei der VA entstehenden Unkosten, aus welchen Quellen auch immer, gedeckt werden und eben auf Sponsorenfang gehen.

  • Um welche Größenordnung geht es hier? 250 oder 2500pax? Drinnen, draußen oder Zelt?


    sowie Stromversorgung etc. kümmern.

    Licht und Ton kann streßfrei sein: Du kennst deinen Bedarf; hinstellen und alles wird gut.

    Bei der Stromversorgung für Dritte kann es aber komisch werden.

    Strom bis zum Übergabepunkte nach Anforderung oder Fullservice incl. Anschluß aller Geräte?

    Ganz wichtig: Kommunikation direkt, nicht über Umwege.

  • 1. Da ist sie wieder DIE unbekannte Bekannte. Es liest sich so, als müsstest du dir Gedanken dazu machen, was du von ihr willst, und dann dein Vorgehen überdenken.


    2. Keine Gage ist nicht das gleiche wie keine Kohle für die Technik. Gage ist dein Lohn für deine Arbeit. Darauf kann man ausnahmsweise verzichten, wenn man den Zweck gut findet und sich engagieren will. Kohle für die Technik braucht man trotzdem, sonst legst du ganz klar drauf!


    3. "müssen" tust du gar nichts. Kannst der Bekannten ein Angebot machen. Kostenaufstellung minus deine "Spende" und am Ende kann sie entscheiden, ob sie die Summe aufbringen kann/will. Ausser eben Punkt 1 läuft da irgendwie im Sinne eines Interessenskonfliktes dagegen.


  • Ich darf doch sicher nochmal:

    Allerdings muss ich das doch nicht für umme machen oder doch?

    Ähm, ja, doch: Du musst. Sonst mag dich die Bekannte nicht mehr. Das Leben kann grausam sein.

    Wer über Holzkisten verfügt, hat Freunde, die er ohne Holzkisten nicht hätte.8o

    Aber keine Angst, die Sache mit den Holzkistenbekannten und Holzkistenfreunden legt sich mit der Zeit. Erfahrungswerte. ;) 


    Spielen wie das einmal in Gedanken durch:

    Im Laufe der Planung oder sogar am VA-Tag merkst du, daß es materialseitig irgendwo klemmt.

    Hier noch ein Verteiler (du hast ja gesagt, du kümmerst dich drum...) und da noch ein Kabel und Lampen an eine Bar (könntest du nicht noch schnell...). Kein Problem: mit einem Anruf kann u.U. auch kurzfristig Material herbeiorganisiert werden. Von Menschen, die den Sponsoringgedanken nicht so verinnerlicht haben wie du: Die schreiben dir dann eine Rechnung.:P


    Kurz: Siehe zegi. Material berechnen, Zeit für Umme.

    Dabei sollte aber mindestens eine Einladung zur Pizza rausspringen - und Crewcatering sowieso.


    Ansonsten gilt der Grundsatz KKKK:

    Keine Kohle Keine Kunst

    Keine Kohle Kein Krach

    oder

    Keine Kohle Kein Kartoffelsalat (Wenn Caterer involviert sind)

    ;)


    BTT: Wie groß ist die VA?

  • Ist das so eine Band mit wenig Jobs, die endlich mal ein größeres (oder überhaupt ein) Konzert machen will, aber keine Kohle hat für die Anmietung der Technik?

    Es gab da mal vor ein paar Jahren so ein Phase, da ist man mit entsprechenden Anfragen von Bands regelrecht zugeschüttet worden, alles unter dem "Benefiz" Deckmantel damit es möglichst billig wird bzw das Risiko jemand anders trägt. Zum Glück ist das vorbei. Ich habe mich damals echt gefragt ob dieser Vorschlag gerade in irgendeiner Musikerzeitschrift stand.


    Es spricht nichts gegen Benefiz, aber bitte nicht auf Kosten einzelner.

    Der Onkel von Shell wird Dir den Sprit für den Generator oder den LKW genauso wenig umsonst geben wie Herr Osram und Frau Philips die Leuchtmittel. Natürlich kann man auch mal was umsonst machen, wenn es denn unbedingt sein muss, aber ne komplette Produktion mit Personal, Technik und Infrastruktur finde ich doch schon etwas viel. Der Musiker kommt mit der Gitarre unter Arm, der Sänger evtl. mit dem Fahrrad...

  • Der Benefiz Wahn muss sich in Grenzen halten.

    Es kann sein, das eine Band mal 2 Stunden gratis spielt und sich von den Besuchern bewundern lässt.

    Aber die Dienstleister, welche locker mal 10 - 15 Stunden (pro Person) für so eine Veranstaltung arbeiten, müssen bezahlt werden. Es reicht, wenn die Hälfte gespendet wird.

  • Benefiz?


    Malefiz!

    Wikiperia - Dornröschen (1959) schrieb:

    Im ganzen Königreich herrscht Aufregung, weil König Stefan mit seiner Frau eine Tochter bekommt. Von überall her kommen die Leute, um Aurora, die junge Prinzessin, zu sehen. Darunter ist auch der befreundete König Hubert, dessen Sohn Prinz Philip sogleich dem Neugeborenen versprochen wird. Unter den Gratulanten sind auch die drei Feen Flora, Fauna und Sonnenschein, die Aurora jede eine Gabe mitgeben wollen. Bevor die dritte ihren Zauber aussprechen kann, erscheint die böse Fee Malefiz und belegt die Prinzessin mit einem Fluch