Beschädigungen an Traversen

  • Hallo alle zusammen,


    ich habe hier 2Stück F34 Traversen - 3m lang.

    Diese waren verliehen und kamen leider beide mit Beschädigungen zurück.

    Eine scheint angeeckt zu sein - da ist eine recht tiefe Delle drin.



    In der anderen ist ein recht scharfkantiges Loch - vermutlich ist sie auf einen spitzen Stein gefallen.



    Was haltet ihr davon? Ich hätte bedenken die beiden Traversen weiterhin einzusetzen und würde sie ausmustern.


    viele Grüße



    Robert

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  • Mutwillen möchte ich nicht unterstellen.

    Bei Abholung und Rückgabe war man wirklich vorsichtig - gute Ladungssicherung, alles kam sauber und ordentlich zurück.

    Bis auf die beiden Traversenteile (insgesamt waren es noch einige Meter mehr, die verliehen waren).

    Ich vermute, das es Aufbauhelfer gab, die nicht vom Fach wahren und mit allem sagen wir mal sorglos umgegangen sind.


    Er hat mich sogar selbst auf die Schäden hingewiesen und möchte die Sache regeln.


    Ich wollte nur sichergehen, das die Teile auch wirklich hinüber sind und ich nichts ungerechtfertigt in Rechnung stelle.

  • Was sagt der Kunde denn; wie das passiert ist?

    Für mich sieht das eher nach Transportschaden aus bzw. es ist was schweres draufgefallen. Vielleicht die Ecke eines Bütecs bei dem mit Loch. Oder die Laderampen-Ecke.

    Nimm' mal einen alten Haken mit abgefallenem Plättchen und versuche; dem Truss solche Dinger beizubiegen. (ist eh weitestgehend Aluschrott) Selbst mit Zange müßte man da mächtig drücken...

    Oder schlage kräftig mit dem Hammer drauf. Das ist zäher, als es scheint.

  • Als Schrott würde ich das nicht bezeichnen. Zwar ist diese Traverse per Definition ablegereif; es spricht allerdings nichts dagegen, diese Traverse noch an Punkten einzusetzen, an denen sie kaum belastet wird. Man sollte sie nur eindeutig kennzeichnen und nur noch selbst verwenden (also nicht mehr vermieten).

  • wenn man derart schrottreife Traversen im Lager stehen hat, riskiert man, dass in der Hitze des Gefechts genau eine solche Traverse an einer kritischen Stelle verbaut wird. Deshalb sollte imho diese Traverse mindestens so modifiziert werden, dass sie nicht mehr verbaut werden kann. Absägen der Konusverbinder?


    Wie schon gesagt, gibt es schon noch Anwendungen für so ein Teil. Aber eben nur noch liegend oder so...

  • Ich kenne solche Schäden nur von Kunden die meinen die Truss ohne Stapelleisten in den Transporter direkt auf dem Boden zu verfrachten und mit aller Kraft den Spanngurt darüber fest ziehen. Die aufretenden Impulse beim Fahren machen dann ihr übriges.

    Ich würde die Truss an deiner Stelle behalten und für Sonderstücke aufheben. Evtl. kannst du mal die 16 Konusverbinder und Rohre zum verschweißen für ein Sonderteil benötigen. Da gibt es übrigens eine ganz nette Firma in Leipzig die dir das inklusive Zertifikat herstellen kann ;-) 

    Oder man macht die Truss einfach kürzer. Ob der Preis für das Verschweißen beim Fachmann dann gerechtfertigt ist kann ich dir jedoch nicht sagen :) 

  • Bin voll bei zegi - nicht mehr in Griffweite lassen, das birgt mehr Risiko als Nutzen.


    Dem Kunden verkaufen, der macht einen Haftpflichtschaden draus und alles ist erledigt. Für ein paar hundert Euro Materialwert die Gesundheit anderer oder das eigene Material riskieren - no way!


    Kürzen wird mit dem Fachwerk nicht klappen.

  • U.a. deshalb verleiht man so was auch nicht. Sondern vermietet es, zu angemessenem Preis und (auch) haftungsrechtlich hinreichend genau festgelegten Bedingungen. ;)


    Wobei gerade in diesem Fall sowohl Vermieter als auch Kunde doch ganz offensichtlich kompetent und honorig miteinander umgehen – gelegentliche 'Materialunfälle' und Beschädigungen sind im Vermiet-, Baustellen- und Transportgewerbe nun mal an der Tagesordnung und kaum zu vermeiden.


    Mit freundlichem Gruß

    BillBo