• Hatten da neulich ein ganz interessantes Statement eines Fremdtechnikers:

    Die Oma 2 hat jeder bekommen, man musste nur zur Bank gehen und einen Kredit aufnehmen, den hat auch jeder bekommen weil die Teile auch nach Jahren noch für knapp unter Neupreis gebraucht verkauft werden.
    Gibt es den Nachfolger zum gleichen Preis werden die 2er gebraucht plötzlich deutlich weniger wert, die Banken überlegen sich dann eher, ob sie Kredite für die 3er so bereitwillig anbieten.

    Das führt zu dem Absurdum, dass die 3er wohl besser verkauft wird, wenn sie teurer wird, einfach weil mehr Kunden Kredite dafür bekommen.

  • Das denke ich auch.

    Zwischen einer gebrauchten 2er light (stand jetzt) und einer neuen 3er light liegen immerhin über 10k €.


    Ich denke dass die Preise für die 2er Ultralite und drunter bis hin zum OnPC fallen werden, weil die einfach niemand mehr neu kauft und der Markt dann gesättigt ist. Ne onPC mit Motorfadern zum o.g. Preis (der mir natürlich bekannt war, aber ich wusste nicht inwieweit der kommuniziert werden sollte daher meine 6k) ist doch schon ne Ansage für den normalen Anwender.


    Für ne normale Bude ist es aber auch ein Unterschied ob man beispielsweise etwa 20k für ne gute gebrauchte 2er (auf vernünftigem technischen Stand) oder ü30k für ne neue dreier bezahlt und damit mit etwas weniger Anspruch auch zwei (ältere) 2er light kaufen könnte.

    Wenn man natürlich sagt, dass man auch mit ner XT klarkommt, dann sieht die Sache schon anders aus - aber wer will ne XT ohne die neuen kleinen Bildschirme ? ;-). Es will ja auch keiner ein IPhone 8 nachdem es auch das X gibt... ;-)


    Warten wir mal ab. Wie das alles läuft zeigt sich dann im Herbst nach der Sommersaison.


    Das hier finde ich viel schlimmer:

    http://www.malighting.com/en/n…ainst-product-copier.html


    Schade dass sowas nötig ist.

    Wenn irgendein Chinese statt ner optischen 1:1 Kopie jetzt ein Pult auf den Markt wirft, was blau statt schwarz und andere Taster und Räder hat, mit irgendeiner rudimentären Software beschissen aber mit der Omma-Software zufällig und natürlich völlig unbeabsichtigt perfekt spielt... vergessen wir das.


    Ich freue mich jedenfalls die Omma3 mal in Frankfurt zu sehen, ein panikartiger Verkauf unserer 2er light erfolgt jedoch nicht.

  • [...] zum o.g. Preis (der mir natürlich bekannt war, aber ich wusste nicht inwieweit der kommuniziert werden sollte [...]

    Moin,


    was steckt eigentlich dahinter daß Preise nicht offen kommuniziert werden? Dass es zwischen Listenpreis & Straßenpreis einen Unterschied gibt ist ja kein Geheimnis, niemand kauft sich ein Auto zum Listenpreis, und wenn das Pult soviel kosten soll wie ein PKW, dann darf doch verhandelt werden....


    skippa

  • Ich finde immer wieder faszinierend, wie Licht dem Ton immer ein kleines Stück voraus ist. Als Licht bereits farbige, große Displays hatte, gurkte Ton noch mit kleinen monochromdisplays durch die Gegend. Wenn ich mir nun die GM3 anschaue, ist das erst einmal ein ganz schönes Schiff... aber... und das finde ich das Geilste an dem Teil... die vielen Displays können einfach mal runtergeklappt werden und das Transportvolumen wird dadurch einfach mal halbiert! Wieso bekommt Ton sowas nicht anständig hin?

  • Oder was sie auch schon seit Jahren haben... anständige Faderboards für eine PC-Steuerung. Man kann ein Full-Size-System sehr komfortabel auf den PC runterbrechen und überall mit hinnehmen.

    Wenn ich mir dann sowas wie SAC oder LV1 mit Tactus und Co. anschaue, kommt sowas erst jetzt ganz laaaangsam ins rollen.

    Manchmal hab ich das Gefühl, dass Tonleute deutlich mehr Angst vor Veränderung haben, als die Licht-Leute.

  • Ja, ist mir schon klar. Ich habe vor Jahren (anlässlich der Einführung von SD8 z.B.) schon darüber gemeckert, dass man bei jedem popeligen 500 Euro Laptop ganz selbstverständlich den Bildschirm so einstellen kann, wie man ihn braucht – das gleiche aber bei 50.000 Euro angeblichen Pro Mischpultsystemen offenbar ein Ding der Unmöglichkeit ist. Hat meine innere Einstellung zur "Pro" VT – Szene durchaus ein bisschen geprägt. ;)

    Insofern sind (und waren) die Omas tatsächlich leuchtende (aber leider ziemlich einsame) Beispiele dafür, dass sich ein Hersteller dessen bewusst ist Arbeitsgeräte zu bauen und keine bunten Angeberspielzeuge.


    Mit freundlichem Gruß

    BillBo

  • also mir hat mal ein helfer das relativ schmale case meiner früheren Soundcraft K3 umgeworfen.

    dabei gingen zwei pultkanäle kaputt... die versicherung hat den schaden zwar bezahlt, aber der ärger war trotzdem erstmal groß.

    das relativ breite case meiner aktuellen konsole wirft dagegen niemand so leicht um. 8o 

    und weil die displays dieser pulte so schön steil sind, gibt es auch keine probleme mit reflektionen :saint:


    andererseits finde ich die idee mit den klapparen displays aber auch sehr gut!

    in den 90ern hatte ich mal mit einem pult zu tun, dessen meterbridge auch runtergeklappt werden konnte... ich weiß aber beim besten willen nicht mehr was das war...


    hätte nicht gedacht, dass ich mal in einem licht-thread scheibe.:S

  • andererseits finde ich die idee mit den klapparen displays aber auch sehr gut!

    in den 90ern hatte ich mal mit einem pult zu tun, dessen meterbridge auch runtergeklappt werden konnte... ich weiß aber beim besten willen nicht mehr was das war...

    das gab es als Original und Fälschung, falls wir jetzt das gleiche meinen ...


    Ich find die 3er sieht echt schick aus, und stelle mir auch schon länger die Frage warum das z.b. Beim S6L nicht auch möglich wäre, also an ein paar Tausendern mehr im Preis wird es am Ende wohl nicht liegen...


    Wenn ich aber sehe wie der kleine Bruder die S3L teilweise behandelt wird kommt mir das mit dem angeberspielzeug sehr realistisch vor, selbst wenn der Hersteller da einiges falsch gemacht hat.


    Bleibt denn die 2er vorerst im Programm oder wird direkt ersetzt?

  • yamaha 01v 1998


    GrandMA 1: 1997. Ob das die erste Konsole mit Motorfadern war oder andere Hersteller schneller waren, weiss ich allerdings nicht - dafür bin ich zu jung.


    Aber ganz ehrlich: who cares?

    Natürlich verläuft die Entwicklung völlig anders. Mit Einführung von "intelligentem" Licht explodierte die notwendige Kanalzahl und es bedurfte einer grundlegenden Änderung der Bedienphilosophie (HTP vs. LTP etc.). Mit Einführung von Matrixeffekten, Video, Pixelmapping, etc. explodierte die notwendige Kanalzahl abermals. Einfach zu erlernende und zugleich lange im Einsatz befindliche Pulte wie ScanCo und Licon wurden plötzlich rückständig und unpraktisch bis unfähig, die neuen Anforderungen zu erfüllen. Und abermals änderten sich Bedienkonzepte (Medienserver statt Farbpresets, deutlich mehr Vorprogrammierung,...). Von zunehmendem Pyro-Einsatz und sich neuerdings auch noch bewegenden Lichttraversen mal ganz abgesehen.

    Selbstverständlich hat sich beim Ton auch extrem viel entwickelt (Line Arrays, Beam Steering, 3D-Visualisierungen, Audionetzwerke, Virtual Soundcheck, Effekt-Plugin-Server, und und und), aber das grundlegende "Mischprinzip" hat sich doch nicht geändert - mal ganz plakativ zusammengefasst: 1 Band, 40 Kanäle, jeder mit Preamp, Kompressor, Gate, EQ und vielleicht noch 1-2 Effekten, alles zu Gruppen zusammengefasst und auf einen Main zusammengemischt. Das war vor 30 Jahren analog so und ist heute auch digital noch so. "Nur" der Weg ist anders.

    Irgendwie ist es einfach ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Die Lichtler schauen neidisch auf die billigen Tonpulte, die Tonler neidisch auf die Gehäuse der Lichtpulte. Auf der anderen Seite vom Zaun ist das Gras eben doch immer grüner.