• Was mich bei der ganzen Diskussion am meisten wundert: Wie ist es 2018 möglich, dass es fast allen Herstellern möglich ist, ein vollausgestattetes digitales Tonpult für knapp 2500 Euro zu bauen, welches so ziemlich jedes essentielle Feature enthält, was man für nen Job braucht - aber es für 2500 Euro eben kein "richtiges", modernes Lichtpult. Wenn ich das richtig überblicke, fangen die ersten "Kompaktlösungen" bei knapp 5000 Euro an - und auch von MA gibts für die Kohle eben nur die Rechnerlösung. Versteh ick nich :-)

  • Ist eine Frage der absetzbaren Stückzahlen. Jede Tanzkapelle, jeder Kinderchor, jeder Gemeinde- oder bessere Kneipensaal 'braucht' (bzw. leistet sich) heutzutage ein X32 oder vergleichbares Konkurrenzprodukt. Aber so gut wie niemand aus dieser Massenzielgruppe benötigt die Möglichkeiten eines ausgewachsenen Lichtpultes – da reicht auch 2018 in den meisten Fällen noch 'On' / 'Start- Stop' und 'Sound to Light'.

    Dass die 2k5 Teile durchaus auch auf manchem 50.000er Festival als Bandpult taugen (und dort auch tatsächlich auftauchen) ist da in Sachen Verkaufszahlen eher ein unbedeutender Nebeneffekt.


    Mit freundlichem Gruß

    BillBo

  • genau so siehts aus.

    ton wird quasi überall benötigt, wo es darum geht inhalte zu befördern. und das ist sicherlich bei so gut wie jeder veranstaltung der fall, egal wie klein sie auch sein mag.

    lichpulte werden dagegen insgesamt deutlich seltener benötigt.

    viele bands reisen heute mit eigenem pult (zumindest fürs InEar), eigene lichtpulte trifft man deutlich seltener an.

    es ist einfach auch eine frage der stückzahl.

  • viele bands reisen heute mit eigenem pult (zumindest fürs InEar), eigene lichtpulte trifft man deutlich seltener an.

    Und die mit den 2k5 Pulten werden dann eh nachmittags um 14:00 von der Augustsonne gegrillt - da kann der (Band-) Lichtler allenfalls für ein bisschen Bodennebel zur Abkühlung sorgen... :P

  • Oh Gott wieder so billige Taster...
    Also ich finde langsam viel Gefallen an einer Zero88 FLX, so dass wir wohl endlich eine Alternative gefunden haben.

    MA hat nur noch die größere Kundschaft im Sinn.. Schade aber naja.. Leben geht weiter.

    Dennoch finde ich es sehr interessant was mit den größeren MA Pulten mittlerweile alles möglich ist. Gerade im Festivalbetrieb und der Netzwerkmöglichkeiten bietet sich da doch eine ganze Menge.

  • Hmmm..... und was ist mit Chamsys?

    Da funktionieren manche Dinge einfach so, ohne dass man irgendwelche Prozessorunits noch zusätzlich benötigt. Die Software ist kostenneutral, nur die Hardware kostet und das ist ja individuell zu ordern, so wie man es braucht.

  • meines Erachtens ist eine Oma so teuer weil sie es kann.

    Klingt erstmal doof. Aber zum einen funktioniert das Pult und ist internationaler Standard, zum anderen ist so ein Pult heute nötig zum Steuern von Bergen von Licht und Videoservern.

    Zielgruppe ist dabei auch weniger die Kapelle, die sich so ein Gerät anschafft, sondern der gewerbliche Vermieter, der es als vernünftiges Arbeitswerkzeug oder ggfs auch nur als Geldanlage anschafft. Der Vermietpreis von Lichtequipment ist ja im Vergleich zu Immobilien eher hoch...

    Außerdem ist es doch ehrlich gesagt finanziell wurscht, wenn man als mittlere Bude 48 Wackler für je 10k kauft, kommt es doch auf 30k-40k für ne Diätoma3 nicht mehr wirklich an.

    Ich denke im Verglich zu Lichtpulten sind große Tonpulte eher ein Prestigeobjekt der Hersteller. Die Verkaufszahlen einer Yamaha Rivage oder Vergleichbar sind vermutlich eher überschaubar.


    Wer hat eigentlich beschlossen die Messe Frankfurt erst im April zu machen? Die gehört ans Januarende :-).

  • Ich bin da auch bei Karel Noon: Wenn jemand das "Licht-X32" baut, mit vernünftiger Software, PC-Editor, Ipad-Anbindung und Faderwing, wird man 2-3 Jahre später eine andere Lichtwelt antreffen. Sowas könnte dann auch plötztlich bei den Grossmüttern Auswirkungen haben.


    Eigentlich bin ich überrascht, dass Behringer noch nicht etwas in der Art rausgehauen hat.

  • Im Selbstbau wäre so etwas recht schnell zu realisieren:

    z.B. 2 Öhringer BCF2000, ' DMX-USB-Modul, 'ne DMX- Software (gibt ja zu genüge), 'n Mini-PC mit Win oder Linux, 'nen Monitor mit Klapp-Halterung, noch ein kleines Case für die Hardware inkl. Tastatur und Trackball-Maus, und fertig wäre das ganze...

    ...sind unterm Strich keine 1,5k €



    sec

  • das allein ist ein eindeutiges indiz, das die stückzahlen solcher lichtpulte einfach zu gering ist... wenn da mehr gehen würde, wäre B. sicher längst am start.

    Früher gabs ja auch nix bezahlbares, wozu man ein solches Pult zum steuern gebraucht hätte. Das einzige was sich eine Band / Chor / Kleinkunst leisten konnte waren Dimmer und Halogenlicht. Im Gegensatz dazu gabe es beim Ton schon lange viele günstige Signlquellen. Ob da ein 20€ oder 200€ Mikro dran hängt ist egal. Manbraucht halt für jedes nen Kanal mit evtl. Dynamics.

    Aber jetzt mit den 200€ LED-Wackellampen wird der Bedarf an günstiger Steuerhardware sicher auch steigen.

  • Naja, diejenigen welche sich solche China-Billigstwackellampen oder gar nur irgendwelche LED Funzeln einsetzen, werden auch das entsprechende Chinapult mit äußerst beschränktem Funktionsumfang und eingeschränkter Kanalanzahl einsetzen, da eben auch billig.


    Das Problem im Lichtsektor ist eben, wie hier schon erwähnt, dass es nicht wirklich etwas in der Mittelklasse gibt. Der Bereich 800 - 2500 € ist einfach nicht wirklich sinnvoll abgedeckt, zumindest was Consolen so angeht.