Neve Portico 5045 plugin


  • Das Hardware Gerätchen gibt's ja schon ne Weile aber als echte Audio-Innovation hat das Forum das Teil ja bisher nicht wahr genommen.


    - Ist das nun wirklich die Lösung für ein Problem, welches die Livemischer 40 Jahre lang mit einem Noisegate nicht lösen konnten und für das als einzige Krücke bisher das Optogate zur Verfügung steht?

    - Funzt das tatsächlich zeitsynchron zur Nutzquelle?

    - Schafft das Teil tatsächlich fehlleistungsfrei die Übersprechung aus einem lauten Wedge in das Vocal Mikro zu eliminieren?

    - ist das auch eine Lösung für sofort denkbare andere Anwendungen um "leakage" zu verringern wie z.B. Drums?

  • wo ist da genau der Unterschied zu einem klassischen Gate? Scheint mir sogar so zu sein, dass die Parameter eines ordentlichen Gates mit Threshhold, Attack, Release, Hold, Floor noch besser einstellbar sind als das Teil...


    Wenn man hinhört hört man auch, dass das Hintergrundgeräusch nicht weg ist wenn er redet, es ist dann genauso laut wie im Bypass. Nur in den Pausen wirds runtergeregelt. Wird ja auch gesagt "es werden keine Filter benutzt". Ich sehe da keinen Unterschied zu einem Stinknormalen noisegate mit Floor Parameter.

  • Gibt es auch von Waves


    https://www.waves.com/plugins/…xpander-quick-plugin-demo


    laut Aussagen einiger Kollegen funktioniert die Waves Hardware noch einen Tick besser, aber sehr ähnlich, ich kenne leider weder Hardware noch das Plugin von Waves.


    Im Prinzip schon eine Art Noisegate, allerdings wird das Aus/Einblenden intelligenter/besser geregelt, so das man es fast nicht hört. Auf Backingvocals etc. wirklich eine tolle Sache, und funktioniert auch ganz ordentlich wenn der Sänger die ganze Zeit auf einem Laufsteg vor der PA herumhüpft.



    Auch keine "Wunderwaffe", aber schon ein guts Helferlein in der Not ;-)

  • Das Problem an dem Yamaha-Video ist, dass das PlugIn als Noisereduction wie ein Studiotool vorgeführt wird - ist es nicht.

    Dafür gibt es bessere Gerätschaften/Software, z.B. von Cedar.


    Hintergrund ist einen höheren bzw. direkteren Beschallungsnutzpegel bei Mikrofonen in grossen Räumen und Arenen ohne Echo- und Reverbschleifen zu bekommen.

    Ein normales Gate kann man da vergessen und auch die meisten Expander kommen da nicht ran, wenngleich die Funktion fast die selbe ist. Die Hüllkurve ist halt anders.

    Manche Tools muss man tatsächlich erst im Liveeinsatz erleben um den Mehrwert zu verstehen.

  • seit vielen jahren benutze ich gates in digitalkonsolen auf fast allen kanälen, auch auf den gesangskanälen.

    auch damit kann man etwas erreichen, man muss die gain-reduction ja nicht unbedingt immer gleich auf -60dB stellen ;-) darauf weist ja auch das video hin. die regelzeiten muss man mit den gates in den digipulten natürlich an die jeweilige signalquelle anpassen. den threshold setze ich meist eher großzügig, so dass das gate auch wirklich früh genug aufmacht. auf lauten bühnen bringt es mir also eher wenig.

    in sofern kann ich mir schon vorstellen, dass man mit diesem plugin brauchbare ergebnisse erzielen kann. bei lauten bühnen, wie erwähnt, wird das aber auch keine chance haben.

    es ist auch immer abhängig vom programm, bei klassik und jazzmusik würde ich sowas jedenfalls nur extrem sparsam einsetzen.