Welcher Beamer für mobile Zwecke? Ultrakurzdistanz?

  • Hallo in die Runde,

    es geht mir darum zwei neue Beamer für die kommende Saison anzuschaffen.
    Der Einsatzzweck sind hauptsächlich Präsentationen auf privaten Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstage & Firmenevents.
    Bei dem Videomaterial handelt es sich zu 99% um durch den Kunden eingespielten Content (Bilder, Videos, Präsentationen). In Vergangenheit war das meiste nicht HD tauglich, weshalb ich auch keinen großen Wert auf HD Auflösung lege.
    Eine native Auflösung mit 1280 x 800px genügt mir völlig.
    Bezüglich der Helligkeit werden die Geräte meist im Sommer (sehr späte Dunkelheit) in der Dämmerungszeit eingesetzt, oder zumindest in einem leicht abgedunkelten Raum. Ich dachte hierbei an Minimum 3000 Ansi Lumen, da ich mit dem Wert bisher sehr gut gefahren bin.

    Nun bleibt die Frage nach einer praxisgerechten Beamertechnologie.

    Grundsätzlich steht der Beamer direkt vor der Leinwand immer im Weg. Stellt man diesen auf den Boden, können die Gäste darüber stolpern, befindet er sich auf einem Stativ, ist dieses meist direkt im Sichtbereich der Gäste auf die Leinwand.

    Daher empfand ich den Ultrakurzdistanzbeamer mit Projektionsabstandswerten weit unter 0,5:1 wirklich praktisch. Der Beamer könnte an einem stabilen Stativ oder Traverse direkt vor der Leinwand auf entsprechender Höhe montiert werden. Das Teil ist damit niemals im Weg und der Projektionsabstand bleibt äußerst gering. Daher wird nicht zu viel Raum eingenommen.

    Nun habe ich allerdings gelesen das aufgrund des hohen Lichtaustrittswinkels des Bildes aus dem Objektiv des Beamer bereits wenige Millimeter Veränderung der Leinwand das Bild unbrauchbar machen.

    Das klingt für mich so als müsste die Leinwand möglichst starr und stabil sein, was bei einer einfachen ausziehbaren Leinwand nicht gegeben ist. Hier punktet der "normale" Beamer, da diese Veränderungen weniger problematisch sind.
    Oder ich muss eben eine zusätzlich stabile Konstruktion für die Leinwand bauen.

    Was meint Ihr? Wie praxistauglich sind Kurzdistanzbeamer für den mobilen Anwender?

    Vielen Dank Euch!



  • Hallo,


    grundsätzlich sind die Kurzdistanz Projektoren mit einem Optifaktor unter 0.5 : 1 in den letzen Jahren immer besser geworden.


    Die Bilder sind auch nicht 100% gerade, in den Ecken sieht man oft einen leichten Verzug (gerade bei Leinwand Projektionen, da die Tücher meist nie 100% plan sind)

    Projektonen auf die Wand oder ähnlichen sind qualitativ oft besser (vorrausgesetzt die Fläche ist entsprechend glatt und reflektierend).


    Aber unbrauchbar würde ich das Bild dann nicht nennen.


    Es ist einfach ein Kompromiss.

    Die Dinger sind gut, aber eine Projektion mit einem Optik Faktor grösser 1.2 ist immer besser.

    (scharf bist aussen, kein Hotspot).


    Ich raten einfach einmal ausprobieren ob das Bild den ansprüchen genügt.


    Mit Gruss


    Simon

  • Welche Bilddiagonale/Breite/Höhe wird denn max. angestrebt?


    Evtl. wäre ein entsprechend großes Display (oder auch mehrere) eine alternativ bessere Lösung. Gut, vom Transportvolumen her ist die Beamergeschichte nicht wirklich zu toppen.

  • Welche Bilddiagonale/Breite/Höhe wird denn max. angestrebt?


    Evtl. wäre ein entsprechend großes Display (oder auch mehrere) eine alternativ bessere Lösung. Gut, vom Transportvolumen her ist die Beamergeschichte nicht wirklich zu toppen.


    Ich bewege mich immer im Bereich um die 2m (90%) - 3m (10%) Bildbreite. Für Projektionen auf 1m Leinwänden habe ich einen Beamer für Rückprojektion.



  • ich Habe einen Ultrakurzdistanz, kann dir also berichten:


    Das Verschieben des Beamers in Achse zur Leinwand um 1 cm macht das Bild bereits mindestens 2cm grösser oder kleiner. Also hast du Ruckzuck ein zu grosses oder kleines Bild.


    Wenn die Leinwand jetzt oben 1 cm hin und her wackelt, ändert das die Grössenverhältnis stark.

    Somit hast du ein "Grössenpumpen" des Bildes oben.

    Die Leinwand muss absolut stabil stehen sonst siehts sche...sse aus.


    Da die Ultrakurzdistanz keine Zoom haben (nur elektronische) ist die Ausrichterei kritisch.

    Als Standfuß brauchst du also was, was sich im Millimeter (mindestens cm)-Bereich höhenverändern kann.

    Und auch das "Eintaumeln" auf gerade Kanten muss exakt funktionieren.


    Ich habe einen Epson, da ist eine "Einrichteinheit" dabei, um alle Neigungen im Millimeterbereich per Justierrad einzustellen.


    Ohne sowas wirst du nicht glücklich werden....



    gruß

  • Vielen Dank für Eure Hilfe und Tips,

    ich werde mir morgen einen "Benq MW853UST" anschauen und ausgiebig testen.
    - 3200 Ansi Lumen
    - 1280 x 800px
    - Variables Weitwinkelobjektiv zum einstellen des Projektionsverhältnis 0,35 - 1
    - Lensshift für Feineinstellung

    Eine Halterung für die Wand ist bereits dabei. So werde ich mir bei der Leinwand eine gewöhnliche Rollleinwand im Aluminiumgehäuse kaufen und eine entsprechende Halterung bauen. So das die Leinwand nach dem ausfahren rückseitig gegen Wind fixiert wird und sich das Teil noch immer an einer Truss oder Windup hochfahren lässt.

    Dazu aber später mehr.