Bax-shop.de

  • Ich habe mich bei Meinl vor zwei Wochen mit einem Herrn vom Music Store Köln über den Laden unterhalten.
    Das ist wohl ein stinkreicher Unternehmer der teils deutlich unter EK verkauft.
    Musicstore und andere haben teils echte Probleme. Man hofft, dass der sich irgend wann in nächster Zeit so schnell auflöst wie er gekommen ist.
    Pioneer hat auch schon versucht dagegen zu steuern, bisher ohne Erfolg.


    Der Laden ist ne richtige Seuche ... wer das Unterstützt geht über Leichen.

  • Mir geht es in erster Linie um die Seriosität dieses Anbieters und das scheint ja zu funktionieren. Da unser Budget leider sehr beschränkt ist und bin ich auf solche Angebote angewiesen um auch hochwertiges Material einkaufen zu können. Das mit den 60 Tagen ist obendrein der Hammer zu mal da ja eigentlich eine gesetzliche Verschlechterung eingetreten ist.

  • Zitat

    Der Laden ist ne richtige Seuche ... wer das Unterstützt geht über Leichen.

    Genau das haben sich die Besitzer hunderter lokaler und regionaler Szenemusikläden (die in den 70ern den traditionellen 'Musikalienhandel' verdrängt hatten) sicherlich auch gedacht, als plötzlich Billigversandhäuser wie Musicstore oder Thomann die Regie übernahmen.
    Es heißt 'Handel und Wandel'. Spätestens seit dem Mittelalter.


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Nunja, der Thomann war einst auch einer dieser "Szenemusikläden" in einem winzigem Kuhdorf.
    Wer schonmal dort war, wird's bestätigen. Kann mich noch daran erinnern, das es 2005 rum noch nichtmal richtig Handyempfang hatte.
    Nur hat man dort halt früh die Zeichen der Zeit erkannt...
    Mich wundert nur; das man am alten Stammsitz geblieben und nicht z.B. nach Bamberg in ein Gewerbegebiet gegangen ist.


    Musicstore war ich auch letztens erst; läßt sich halt ob der großzügigen Ausstellungsräume schön einkaufen dort.


    Von dem anderen Laden höre ich heute das erste Mal...

  • "billbo" schrieb:

    Genau das haben sich die Besitzer hunderter lokaler und regionaler Szenemusikläden (die in den 70ern den traditionellen 'Musikalienhandel' verdrängt hatten) sicherlich auch gedacht, als plötzlich Billigversandhäuser wie Musicstore oder Thomann die Regie übernahmen.
    Es heißt 'Handel und Wandel'. Spätestens seit dem Mittelalter.


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo



    +1

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  • Zitat

    Mich wundert nur; das man am alten Stammsitz geblieben und nicht z.B. nach Bamberg in ein Gewerbegebiet gegangen ist.

    In Städten mit schicken Gewerbegebieten gibt's meist auch schicke Gerwerbegrundstückspreise, Erschließungskostenbeteiligungen, Gewerbesteuerhebesätze, und sonstige zivilisatorische Errungenschaften.
    Nicht ganz zufällig sind überdurchschnittlich viele der wirklich großen, nicht auf örtliche Kundschaft angewiesenen Touring Companies (nicht nur Technikausstatter, sondern z.B. auch Trucking-/ Busfirmen, Caterer, etc.) und natürlich auch Versandhäuser daher lieber hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen angesiedelt. Wer als Firmengründer die handfesten Vorteile von Papas alter Scheune gegenüber der schicken Gewerbehalle der Konkurrenz wirklich verstanden und zu schätzen gelernt hat, bleibt seinen Geschäftsprinzipien vermutlich gerne ein Leben lang treu. :wink:


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Ob das mit dem Finanziellen wirklich den Ausschlag gab.?
    Logistikcenter baut doch keiner ins Dorf, sondern an die Autobahn. Der Platz da musste sicher aus eigenen Kosten erschlossen werden samt ganzes Stück neuer Straße. Dazu Wasser, Abwasser, Strom, mords Datenleitungen. Das wird mal des Bauers Feld gewesen sein...


    Wir lagern übrigens auch in unserem Eigentum :wink:

  • Für mich kostentechnisch wegen Eigenerschließung aber eine Milchmädchenrechnung.
    Eher aber ungünstiger wegen höherer Logistikkosten. Nachmittags brauchs bis zur Autobahn schonmal eine Stunde Fahrzeit.
    Bei Verhandlung um die Raten mit dem Paketdienstleister oder Spedi nicht zu vernachlässigen. Bei dem täglichen Aufkommen sind paar Cent richtig Kohle, zumal Versand inklusive ist. Auch wegen Sachen wie spätmöglichster Bestellung. Andere wie Amazon oder RS bauen deshalb extra in die geografische Mitte Deutschlands.
    Bei T wirds wohl Lokalpatriotismus sein...
    Nich wie bei HARIBO. :wink:


    Aber zurück zu Bax; so ein Ding kann die bisherigen Global Player ganz schnell aus der Bahn werfen. Beim T. wollen jeden Monat 1000 Leute Kohle sehn. Neben anderen Fixkosten.
    Da können 5% Umsatzrückgang über paar Monate ganz fix problematisch werden. Zumal die Margen vermutlich überschaubar sind und sich bis zur Einkaufsrabattierung fortsetzen.
    Familienbetriebe dieser Größe sind ohne problematisch, weil se nich einfach mal schnell paar neue Aktien auf den Marktverfen können, um an frisches Kapitel zu kommen.


    Wie schnell's geht; hat man z.B. beim Praktiker gesehen. Da stand mal die fette Metro dahinter. Und Karstadt sind die nächsten...

  • "madmax" schrieb:

    Zumal die Margen vermutlich überschaubar sind und sich bis zur Einkaufsrabattierung fortsetzen.
    Familienbetriebe dieser Größe sind ohne problematisch, weil se nich einfach mal schnell paar neue Aktien auf den Marktverfen können, um an frisches Kapitel zu kommen.


    Deshalb sind ja auch Bankkonditionen zum Teil wesentlich schlechter für Einzelunternehmen. Die Banken wissen schon, wie sie das Risiko zu bewerten haben.


    Herr Thomann wird aber schon genügend Geschäftssinn beweisen, dass es auch mit einem weiteren Billiganbieter in Europa funktionieren wird. Schließlich setzt er ja zunehmend auf Service, der auch zu einem der besten und zugleich günstigen der Branche gehört - zumindest was ich so bisher in Kontakt mit denen hatte. Sämtliche eingeschickten Geräte kamen markenunabhängig sauber und perfekt repariert zurück. Da darf das gerne mal etwas kosten. Schließlich sitzt ja auch für so ziemlich jedes Instrument ein Profi in der Serviceabteilung :D


  • Intressantes Halbwissen :D 
    Ich glaube das Management bei Thomann weiß genau, was es tut. Gerade wenn man sich ein paar Details anschaut und durch die Zahlen geht, brauchen die sich glaube ich keine Sorgen zu machen. Und Treppendorf wird es Thomann sehr attraktiv machen, vor Ort zu bleiben. Eine guter Hebesatz gleicht die etwas höheren Logistikkosten um ein vielfaches aus. Und Haribo ist da ein gutes Beispiel, die sind genau deswegen weggegangen...

  • "madmax" schrieb:

    Ach ich hab' da mal kein' Zweifel; das der Hans weiß, was er tut.
    Wollte nur sagen, das's Gleichgewicht recht schnell aus dem Lot geraten kann; wenn's einer drauf anlegt, der's kann...


    Das sehe ich ähnlich.
    Und solange Volksmusik noch etwas abwirft, wird die Familie Thomann auch nicht verarmen.

  • Thomann ist imho DIE Referenz in der Branche. Hier in der Schweiz gibt es geradezu einen eigenen Geschäftszweig von Leuten, die neue Ware von Thomann über Onlineauktionsplattformen weiter verkaufen (primär die T-Eigenmarken). Das scheint sogar lukrativ zu sein.


    Nebst dem grossen Angebot, den tiefen Preisen, der schnellen Verfügbarkeit und dem klasse Service hat Thomann mit den Eigenmarken einen weiteren Trumpf im Ärmel. Die ganzen T.Box, T.Bone, Stairville etc. sind in P/L unschlagbar und qualitativ sind sie zumindest meinst überraschend gut.


    Sowas muss ein Mitbewerber erstmal aufbauen - das geht nicht von jetzt auf gleich, auch nicht, wenn man einen billigen Chinesen mit ins Boot holt.

  • Kann ich mir schon vorstellen; wenn die Marge der Plattform der erzielte Mengenrabatt beim Einkauf ist.
    Vielleicht gibts da ja auch einen Deal. Weiß bloß nich, wie sich's mit der Garantie verhält.


    Größerer Vorzug vom T ist auch; das ich dort auch hochwertige Geräte zu annehmbaren Preisen kaufen KANN; bin ich nicht prädestiniert, diese über einen Vertrieb beziehen zu können.
    Die meisten verticken oft nur Partykram bis maximal unterste Schiene Semi.


    Einen Nachteil habe ich auch ausgemacht; wenn man ein Problem hat, das sich über eine bestimmte Zeit hinzieht, ist es schwierig; das telefonisch zu bearbeiten. Selbst wenn ich beim ersten bzw. jeweiligen Anruf NICHT vergessen habe, mir den Namen aufzuschreiben.
    Aber das ist bei der Fülle der Mitarbeiter eher normal....