Midas Pro 1 vs Midas M32

  • Die Studie der Uni Detmold ist bekannt und wurde in diesem Forum auch über die Jahre schon mehrfach zitiert. Wir sind da großzügig, sowohl was die kontroverse 48/96 KHz Diskussion auch nach dieser Studie angeht, als auch allen gegenüber die hier nicht so akribisch mitlesen und nicht genau wissen, was hier wie oft schon mal dran war. ;)

  • ...daß sich hier nicht die Frage nach den klanglichen Vorteilen einer Samplerate von 96KHz stellt (Für alle Graswachsenhörenden: Diese Frage ist in einer Studie der Uni Detmold schon lange beantwortet worden. Würdet Ihr sie kennen, würdet Ihr es auch nicht hören.)

    diese studie hatte ich hier vor jahren ja auch schon erwähnt.

    wenn man den geschätzten kollegen glauben darf, dann gibt es mittlerweile aber tatsächlich pulte, die im 96kHz modus besser klingen als im 48kHz modus. woran das genau liegt kann man als user natürlich nicht wissen, aber an der samplerate allein sicherlich nicht.

    dennoch möchte ich an dieser stelle mal eine lanze für 96kHz brechen, und zwar ganz einfach wegen der halbierten latenzzeit. das ist für monitoranwendungen definitiv kein fehler.





    EDIT:

    sorry guma, ich hatte deine antwort zum selben thema übersehen. ich muss meinen obigen text aber sicher nicht extra nochmal anpassen.

  • Naja, es wird nicht schaden, höher zu samplen - Krampera von KV2 sampled seine grösseren Systeme ja mit sagenhaften 25 MHz. Dar hat das wohl am Anblasgeräusch einer Querflöte als für gerade noch akzeptabel befunden. Da ich fast nur noch Wort bei meinen VA habe, ist mir vielleicht ungerechtfertigt als nicht so wichtig erschienen.

  • wenn man den geschätzten kollegen glauben darf, dann gibt es mittlerweile aber tatsächlich pulte, die im 96kHz modus besser klingen als im 48kHz modus. woran das genau liegt kann man als user natürlich nicht wissen, aber an der samplerate allein sicherlich nicht.

    Naja, das Thema hatten wir ja vor einiger Zeit im Profi-Brett:


    Man muss halt unterscheiden zwischen Signalübertragung und Signalbearbeitung - bei letzterer können erhebliche Unterschiede zutage treten wenn man die Nyquistfrequenz weiter nach oben verschiebt. Seien es genauere Filterkurven am oberen Ende des Hörbereiches, eine bessere (korrekte) Produktion von Obertönen bei allen Effekten die mit der Zugabe von harmonischen Obertönen ihren Klangcharakter entwickeln (das selbe gilt für digitale Instrumente) oder gar eine präzisere Bearbeitung von Transienten (z.B. die geringstmögliche Attackzeit eines 1176 ist kürzer als eine Samplelänge bei 48kHz)


    Bei der übertragung ist das nicht so relevant, Transienten passen zeitlich auch zwischen die Abtastzeitpunkte (Stichwort: intersample peaks), was zu Störungen führen könnte wird bei der Wandlung vom AntiAliasing-Filter geglättet. Erst das "herumpfuschen" auf digitaler Ebene produziert unangenehme Zusatzsignale, wenn die Effekte da nicht sauber mit Upsampling und Korrekturfiltern programmiert wurden.

    (Wer sich das mal ansehen möchte was ich meine, der nimmt einfach eines der aktuellen Yammiepulte, lädt da Distortion/TapeSimu/Premiumkompressor/-EQ ins Rack und schaut sich das mit Sinusoszillator und FFT-RTA einmal genau an)


    Was davon dann im Beschallungsalltag relevant ist steht noch mal auf einem anderen Blatt, wenn am FoH über 5-10kHz (je nach Entfernung , Positionierung und PA) nichts mehr ankommt...

  • Würde bei uns so eine Entscheidung anstehen, würde es mit ziemlicher Sicherheit das M32 werden. Wir sind eine typische FeldWaldundWiesen-Company, wo die Gastmischer im Live-Bereich eher ebenfalls hauptsächlich im Stadtfest&Co-Geschäft unterwegs sind. Daher hat die M32 neben allen wirtschaftlichen Aspekten wohl auch im Schnell-Erklär-Handling die Nase vorn. Falls sich das verschieben sollte, also wir in einen Bereich kämen, wo die Nachfrage nach Pro-Konsolen höher ist - würde ich wahrscheinlich direkt über eine größere Oberfläche, also Pro 2, nachdenken.


    Viele Grüße, Thomas