Richtantennen

  • Ich würde ja versuchen die Familie den Schnee räumen zu lassen :D . (Bin gerade noch durchs Schneegestöber in ebikon gefahren)

    diesen ansatz würde ich auch unterstützen. (wir sind heute durch das schneegestöber auf der nordseite des Gotthard-massivs richtung heimat gefahren, kurz bevor die strecke dann gesperrt wurde - puh, glück gehabt ;-) )


    zu den tests:

    probier doch erstmal die normalen antennen aus. und zwar nicht beim schneeräumen, sondern in der realen halle. das ist durchaus ein bedeutender unterschied.

    dann kannst du immernoch entscheiden, ob du die paddel wirklich benötigst oder nicht.


    die dämpfung durch das publikum lässt sich nicht wirklich vorhersagen.

    alles was man tun kann, ist möglichst sinnvolle vorraussetzungen zu schaffen. und dazu gab es hier ja gute tipps.

    viel erfolg!

  • Hallo zusammen. Kleiner Zwischenbericht. Habe die Funken zu Hause und bin fleissig am Experimentieren. Es ist schon extrem spannend, wie 1m Positionsunterschied beim Empfängerrack einen dramatischen Unterschied ausmachen kann.


    Erst hatte ich es in der Küche am Boden stehen (zugegeben, etwas erwschwerte Bedingungen so zwischen Kühlschrank, Spühlmaschine, Mikrowelle, etc...). Dort kam es zu zahlreichen Störungen und Rauschen, selbst wenn der Empfang an sich gut war. Dann (nicht zur allgemeinen Begeisterung in der Familie) auf den Esstisch gestellt und die Störungen waren alle weg.


    Ich bin aktuell auch noch an den Frequenzen dran. Ist auch komplizierter als ich dachte. Stimmen folgende zwei Aussagen?


    1. Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, muss man die Empfänger alle in einer Gruppe auf verschiedenen Kanälen betreiben.


    2. Wenn ich den Sender 1 auf 655.000 Mhz habe, 2 auf 656.000 Mhz, dann sind alle Frequenzen im Abstand von 1Mhz problematisch. Also 654.000, 666.000, etc.


    Wenn 2. so stimmt, wie weit geht das? Sind 667.000, 668.000 ... und alle "ganzen" Zahlen aus dem Rennen?

  • Zu 1)

    Nahezu alle Hersteller bieten "Bänke" oder "Gruppen", die in sich sehr intermodulationsarm sind.

    Meistens ist es so, dass die "Kanäle" in den "Gruppen" mit niedriger Nummer intermodulationsfreier sind als mit höherer Nummer.

    Es ist also ratsam, z.B. Bank 1 Kanal 1, Bank 1 Kanal 2, Bank 1 Kanal 3, Bank 1 Kanal 4

    zu wählen und nicht Bank 1 Kanal 1, Bank 1 Kanal 5, Bank 1 Kanal 10, Bank 1 Kanal 15


    Zu 2) Ja, das gilt, grob gesagt, für Intermodulationen 3. Ordnung. - Die Sache ist aber viel komplexer, denn auch Intermodulationen 2. und 5. Ordnung sind relevant.


    Es hängt davon ab, wie linear die HF-Endstufe im Sender arbeitet, wie sehr / welche Störungen vom Gerät erzeugt werden. Das ist hersteller- und geräteabhängig.


    Meines Wissens arbeitet aktuell nur Sennheiser 9000 so linear, dass es als intermodulationsfrei verwendet werden kann. Bei allen anderen Systemen musst du dich an die vorgegeben/empfohlenen Tabellen halten oder selbst rechnen - oder: am besten: Mit einem Empfänger und der entsprechenden Software scannen und das beste Setup für genau diese Umgebung, in der du bist, via Software erstellen.


    Für die Berechnung von Intermodulationen verwende ich immer Programme.

    Diese Formel/Excel-Angelegenheit selbst zu estellen, interessiert mich nicht mehr. - Noch dazu kann ich bei den selbst erstellten Formelsachen quasi gar nicht die Qualität (Kanal- und Intermodulationsabstände je nach Ordnung) berücksichtigen. Sennheiser WSM und Shure Wireless Workbench machen das beide wunderbar.

    Wenn du es unbedingt selbst machen willst (zum Verständnis natürlich klug):

    http://en-de.sennheiser.com/do…66/User_Manual_pro_US.pdf

    http://www.shuredistribution.d…teme/funk-intermodulation

    http://ff.audiotechnica.com/index2.html


    Es gab mal auch ein schönes Video von Audio Technica Deutschland, der wora kann das vielleicht verlinken - ich habe es nicht mehr gefunden.

  • Dem was hermste geschrieben hat, kann ich mich nur anschließen. Zum besseren Versändnis möchte ich noch ein paar Erkläteungen nachschieben.

    zu1

    Du musst Frequenzen einstellen, die zusammen funktionieren. Anders ausgedrückt sind das Frequenzen, die sich nicht gegenseitig stören. Diese kannst Du entweder von einer Software berechen lassen oder aus Tabellen entnehmen. Die Frequenzen, die die Hersteller in den Gruppen hinterlegen, sollten diese Bedingung auch erfüllen. Dass gewisse Frequenzen miteinander funktionieren ist dann aber nicht allgemeingültig, sondern immer von den eingesetzten Geräten abhängig. Verallgemeinert heist das u.a. mit hochwertigerer Funktechnik kriegst Du mehr Frequenzen störungsfrei in einem gewissen Bereich zum Laufen, als mit einfacheren Geräten.


    zu 2

    vereinfacht sind Intermoduletionen, das was zwischen mehreren Frequenzen neben den eingestellten Frequenzen noch passiert bzw. stört. Viele wissen nicht, dass ober- und unterhalb von dem, was sie eingestellt haben, noch mehr passiert. Das was ein Sender sendet, ist auch nicht immer gleich, sondern davon ab hängig, was an Audio übertragen wird.

    Zitat

    Wenn ich den Sender 1 auf 655.000 Mhz habe, 2 auf 656.000 Mhz, dann sind
    alle Frequenzen im Abstand von 1Mhz problematisch. Also 654.000,
    666.000, etc.

    Das kann man leider nicht auf so einfache Folgen herunterbrechen. Es kann gut möglich sein, dass sich Sender 1 und 2 stören, Du aber dazwischen noch funktionierende Frequenzen hast.

  • zu 1. = ja, ich kenne das nicht anders.


    zu 2. = jein.

    die interferenz liegt bei 655 minus 1 und 656 plus 1. die stärksten störungen betreffen also 654 und 657MHz. jeweils +-1 MHz weiter gibt es auch noch interferenzen, aber die sind schon schwächer. und je weiter man sich von den ausgangsfequenzen weg bewegt, desto störungsfreier wird das dann.

    z.b. die 668 ist also nicht automatisch unbenutzbar.