Definition von Profis

  • hach, den Horst hab ich ja schon lange nicht mehr gesehen. habe vor etwa 10jahren mal einige zeit mit ihm zusammengearbeitet. er machte monitor, ich durfte mich am foh austoben. auch damals arbeitete er am liebsten mit dem PM1D... seine lockeren monitoransagen habe ich immer sehr gemocht!

    aber er spielt eben auch in einer anderen liga.


    mit Roger konnte ich leider nie zusammenarbeiten, aber immerhin hatten wir mal eine zeitlang Kontakt. ein sehr angenehmer zeitgenosse.


    die anderen kollegen kenne ich leider nicht, gehe aber selbstredend davon aus, dass sie ebenso in der profilga spielen:):)

  • Jau. Die Halle muß man annehmen. Ich hatte auch mal das Vergnügen, mit etwas geringerem Budget. Möglichst tief fliegen ist genau der richtige Ansatz.

    Bei Yello waren ja mal richtig gute Leute am Start. Und sie hatten die Möglichkeiten, das gut zu machen.

    Als Defintion von Profi ist es trotzdem ungenau, denn auch der Kleine, der nur Karnevalssitzungen beschallt, das zum Gelderwerb betreibt und seinen Job gut macht, ist natürlich auch ein Profi.

  • Selbstverständlich waren das Profis bei Yello. Und es gab noch eine ganze Reihe mehr Menschen, die an der Umsetzung beteiligt waren.


    Die ursprüngliche Definition von Profi ist allerdings ja so, dass diese lediglich aussagt, dass man mit der Tätigkeit Geld verdient. Ob man das gut oder schlecht macht, sagte die Bezeichnung Profi erstmal nichts aus.


    Heutzutage werden natürlich eher die Qualität der Arbeit und andere Aspekte damit beurteilt.

  • Muss da den Kollegen Test, Simonstpauli und Jamhot beipflichten: auch wenn der Vergleich Spaß macht, so greift er für 'Profi oder kein Profi' bei weitem zu kurz. Nach diesem Schema wären KaDeWe und Feinkost Käfer Profis, Lidl oder Aldi hingegen nicht. Frag diesbezüglich die Vermögensberater der Familien Schwarz und Albrecht ruhig mal, wie die das so sehen.


    Und wenn Keyboarder Karl mit seiner Karaokeanlage und ein paar Chinalampen 12 Stunden lang Polterabendbespaßung macht, dann liegt er mit seiner Nettogage incl. Trinkgeld gewiss nicht in gänzlich anderen Sphären als die bekannten Kollegen mit ihren Macbooks und Messprogrammen aus der verlinkten Produktionstechnik- Leistungsschau bei ihrem Technikertagessatz. Da bin ich mir ziemlich sicher.

    Und, geradezu tragisch: je nach Baustelle erwartet ihn dort u. U. auch noch das exklusivere Catering. ;(


    Mit freundlichem Gruß

    BillBo

  • Es wird wohl nicht die Definition geben. Aber mir gefällt ein Teil dessen was Wikipedia dazu sagt ganz gut.

    Insbesondere "Problemlösungskompetenz" kann eventuell gut separieren. Der durchschnittliche Amateur kann mit Routine viel erreichen, kommt aber bei neuen Problemen/Aufgaben ab und an nicht weiter.


    Trotzdem haben die besten Jungs - zumindest die ich kenne - keine formale Qualifikation, sondern einfach jahrzehntelange Erfahrung. Trotzdem wird die formale Qualifikation immer wichtiger. Ob damit Veranstaltungen "besser" werden? Ich vermute zumindest, dass Veranstaltungen sicherer werden...

    Zitat

    Im Allgemeinen erwartet man von einem Profi eine formale Qualifikation...

    ...Es wird ein erhöhtes Maß an Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, eine besondere Problemlösungskompetenz ...

  • Seven und billbo : Ihr habt die unterschwellige Provokation verstanden.


    Profi ist für mich jemand, der den Job super macht und dafür auch so viel Geld verlangt, das er davon leben kann.


    In meinen über 25 Jahren "on the Road" habe ich genug "Profis" kennengelernt, die zumindest ein Kriterium an dem Tag nicht erfüllt haben. Das trifft sogar auf mich zu, nicht jeder Tag läuft ideal.

  • Der Profi

    • beherrscht sein Metier und ist offen für dessen stetige Veränderung und Weiterentwicklung,

    • bestreitet damit nachhaltig seinen Lebensunterhalt und akzeptiert Rückschläge dabei auch als Chance zum Lernen aus persönlichen Fehlern,

    • ist sich dessen bewusst, dass das überhaupt nichts Besonderes ist, und tritt dementsprechend auf.


    Der Nichtprofi

    • kann wenig oder nichts und mag auch nichts dazulernen, sofern das mit Arbeit verbunden ist,

    • liegt mit seinem kostspieligen Hobby anderen auf der Tasche und empfindet Rückschläge dabei als unerhörten Angriff auf seine Person,

    • hält sich selbst für der Größten und lässt das jedermann jederzeit ungefragt wissen.


    KEINER von uns ist immer nur Profi. Aber das Mitlesen/ Mitdiskutieren in einem Forum wie diesem kann zur Standortbestimmung diesbezüglich mitunter genau so unterhaltsam wie aufschlussreich sein. :)


    Mit freundlichem Gruß

    BillBo

  • genau. und für diese sehr übersichtliche und meiner ansicht nach auch in vielen fällen wirklich passende beschreibung hat der gute billbo auch ein daumenzeichen von mir bekommen :)


    denn auch meine erfahrung sagt mir:

    je mehr profi, desto weniger arschloch. :P

    (sorry für das harte wort, aber mir ist einfach nichts zutreffenderes eingefallen / einschränkung: einige wenige ausnahmen bestätigen natürlich die regel!)

  • Naja, der zwinker Smile deshalb, weil ich doch schon einige Leute kennenlernen "durfte", die das scheinbar anders sehen und trotzdem ihr Brot damit verdienen. Und was das "anderen auf der Tasche liegen" angeht, dies ließe sich auch auf so manche etablierte (mit Fremdkapital hochgezogene) Firma anwenden - oder gar auf Kultureinrichtungen (aktuell hier in Luzern durchaus thematisiert).


    Ich würde es eher unterteilen wollen:

    - Ein Profi ist jemand, der mit der zugehörigen Tätigkeit seinen Lebensunterhalt bestreitet.

    - Professionell arbeiten tut jemand, der seine Tätigkeit Lösungsorientiert strukturiert - das Wort "Routine" möchte ich in diesem Zusammenhang nicht verwenden, Routine kann sowohl positive wie negative Auswirkungen haben.


    - Ein Profi der professionell arbeitet hat's zum einen leichter, wird anerkannt (sofern das Umfeld ähnliche Ansichten vertritt) und somit auch mehr Spaß an seiner Tätigkeit.