Beiträge von Seven

    ...offensichtlich hatte er "alles dabei", was er für seine Art zu Mischern brauchte. Das ist gerne mel etwas mehr, als es in einem WYSIWYG Rock/Punk/Underground-Club in der Lige unter 500pax hat...

    WYSIWYG bedeutet eben nicht, daß Veranstalter (oder Club) bereit sind, das doppelte an Budget für die Gage nochmal an Technikbudget on Top zu zahlen.

    Dafür brauch ich nicht in die Underground-Clubs gehen. Ich kümmere mich bei "meiner" Band auch ein wenig um Management/Organisation und das drumherum. Wenn ich mit einer Agentur, Unternehmen oder Stadt um 150 € Gage eine Diskussion führen darf, brauch ich die Frage nach 150 € für zusätzliches Material eigentlich gar nicht erst stellen. Dem Veranstalter ist es egal, ob die Band 150 € mehr kostet oder das eigens angemietete Mischpult 150 € Kosten verursacht. Was im Endeffekt bedeutet: Wenn Du es genauso haben willst, bring es selbst mit.

    Ich bin ein Fan davon, den Zugriff am FOH zu haben aber es nicht über das Pult zu realisieren. Also gerne als fernbedienbarer Controller und Controlling und Mix bitte nicht in einem Gerät. Insbesondere wenn es komplexer wird und es eine Person für den Mix und eine für das System gibt.


    Ich hatte grade erst den Fall: "Bitte starte nicht mit Deinem File auf unserem Pult, wir haben da etwas komplexeres im Pult gebaut mit Line Array, Sub, Nearfill, Delay, Empore und zwei weiteren Zonen und wir müssen mit dem Pult ja auch noch weitere Programmpunkte fahren." Gut zu erfahren. Beim Get-In. Dann kommen drei wichtige Leute nach und nach an und dann darf mir der Systemer im laufenden Programm im Pult schrauben, weil irgendwelche Zonen angepasst werden müssen. Gefällt mir nicht, auch wenn es auch dank des sehr netten und kompetenten Kollegen jetzt kein großes Problem war.

    Was ich mir im X32 gebaut habe:

    Speichern von Fader-Positionen, Panorama und FX-Send je nachdem welche meiner 4 Vocals in dem Track grade Lead und welche Backings singen. Lead Vocals stehen 3-4 dB raus und sind als einzige mittig im Panorama. Backing Vocals gehen dezent aus der Mitte und via FX dezent weiter nach hinten. Das Ganze wird in ein Snippet gespeichert und dann einfach Recalled.


    Was ich dort schade finde: Das ich dort Panorama und Faderposition nicht getrennt halten kann.

    Ich finde ebenfalls, man/ich sollte das öfter tun, das über die Schulter schauen. Manchmal erinnert einem das auch an Dinge, die man eigentlich weiß oder wissen könnte, aber trotzdem nie so richtig ins eigene Verhalten eingebaut hat.

    Erlebtes Beispiel, noch gar nicht so lange her: Der Kollege der vor mir mischt, hat einen supertollen Snarehall auf einem M7CL. Ich muss schauen, wie er das macht, stutze weil es der gleiche Algo ist, den ich selbst nutze und sehe dann, dass er den mit hi- und lowpass einfach sehr viel energischer begrenzt hat als ich. Bingo!

    +1 ^^ (Wenn auch nicht auf nem M7CL)

    Grundgedanke finde ich sehr charmant. Insbesondere der Teil wo ich mir keine Gedanken machen muss, was ich wo eingesteckt habe, weil sich jedes Device am System anmeldet. Wenn ich dann noch Zugriff auf (fast) jedes Device habe ist das ganze nicht verkehrt. Man stelle sich vor: 4 Subcores auf der Bühne mit jeweils X Inputs und Y Outputs. Und es ist völlig egal, was ich wo einstecke, weil jede Breakoutbox bzw. noch besser jedes Mikrofone und jede Box sagt "Hallo ich bins". Oder auch "Hallo ich bins und ich glaube ich bin kaputt.".


    Aus meiner Sicht braucht es aber trotzdem eine zentrale Einheit um das Ganze zu verwalten und zu steuern. In jeder Breakoutbox die komplette Hard- und Software für 32 in 32 vorzuhalten stelle ich mir zu aufwändig vor.


    AD und DA Wandlung direkt an den Quellen bzw. Boxen hätte auch einen gewissen Charme.


    Und dann eben das Thema Latenz in so einem Netzwerk. Da würde mich auch die Praxis interessieren.


    Ob man das Ganze am Ende auf nem Tablet oder einer Blechkiste mit 2 Touchscreens, 24 Fadern, 24 Potis und 48 Tastern mischt ist eine Frage die sich für mich erst viel später stellt. Ob die konkrete Lösung hier nun "das Ding" ist sei dahingestellt. Der Grundgedanke ist aus meiner Sicht sehr gut.

    Ich bin aktuell zu 90% mit einer ganz passablen neunköpfigen Band zusammen wo relativ viel auf der Bühne musikalisch passiert. Ich nehme eigentlich immer den Mix in Stereo auf und höre mir das bereits auf dem Heimweg und dann auch später immer mal wieder an. Ich entdecke eben hier und da immer wieder Kleinigkeiten in Arrangements, die ich live eventuell zu wenig auf dem Schirm hatte und die ich künftig besser rausstellen kann. Auch Unterschiede in den Sounds der Saiten und Tasten-Fraktion kann man wohl im Ansatz etwas identifizieren, sich das Ganze merken und sich künftig besser drauf einstellen.


    Ansonsten versuche ich immer von Kollegen zu lernen, frage viel nach und sauge in Foren und auf Youtube erstmal Ideen auf, die ich dann teilweise versuche umzusetzen. Das hat aktuell auch einiges mit Plugins zu tun, die ich zunächst zu Hause und dann auf dem Job "teste". Da überzeugt mich dann nicht alles auf Anhieb. Bislang bin ich aber zumindest nicht auf die Schnauze geflogen mit dem Experimentieren. Aber das es manchmal ohne Experimentieren besser geklungen hätte, will ich gar nicht ausschließen. Aber letztlich lerne ich auch nach über 20 Jahren immer noch gerne dazu.


    Vor 3 Jahren habe ich einmal auf einer großen Bühne mit einer nicht ganz so tollen PA, suboptimalem Hörplatz und einem dezenten Hangover einen eher mittelguten Job abgeliefert. Das ging soweit, dass die Band auf sozialen Netzwerken für den schlechten Sound angezählt wurde. Die Band stand da bedingslos hinter mir ("Du bist unser Mann. Jeder in Band hat mal einen schlechten Tag.") Die letzten beiden Jahre (selbe Rahmenbedingungen) gab es von allen Seiten sehr großes Lob für meinen Mix. Aber das mit dem Zuspruch zum Kaltgetränk am Abend vor dem Job hab ich seitdem auch etwas zurückgefahren. Das ging früher besser ;)

    Ist auch für mich auf den zweiten Blick eher ein Qu Nachfolger als ein GLD-Nachfolger. Und auch näher am Qu als am GLD; sowohl was Features, als auch Optik und Preis betrifft. Lässt auf jeden Fall noch ausreichend Platz für ein Modell zwischen SQ und dLive.


    Attraktiv aus meiner Sicht primär durch den Preis. Es mag zwar preislich über Qu liegen, aber ich bin gespannt ob es auch spürbar mehr Akzeptanz als die Qu (oder X32, oder...) findet. Hoffentlich gibt es wenigstens einen Offline-Editor ;)

    Da ich zwar (seit meiner Kindheit) gerne Wunschzettel schreibe, mich aber nicht beschwere wenn nicht alle Wünsche erfüllt werden, werde ich da manchmal mit meiner Truppe "zwangsresettet". Da steht dann auch mal ein alter analoger FOH oder Digitalpulttechnik 1.0 mit entsprechend weniger Möglichkeiten als heutige Geräte mitbringen. Und ja ich nutze aktuell doch so einiges von den hier zitierten Dingen (Snare Bottom, 2x Kick, Kompression in Kanal & Gruppe etc.) und bin damit recht zufrieden. Und das sind sowohl Musiker, als auch Zuhörer und sogar anwesende MuPo in der Regel ebenso.


    Ja geht. Aber besser gehts nicht. Und obwohl weniger Drehmöglichkeiten vorhanden, dauert es ohne vorbereitetes (besser noch vorbereitet, getestet und live erprobtes) File leider doch länger. Fairerweise gesagt: Noch länger kann es dauern, wenn man einen Bug im File nicht findet. Wobei wir aber auch wieder bei der Frage wären, welche Fähigkeiten man in dem Job mitbringen sollte.


    Sehr pauschal:

    Bei altem Holz kann ich mich nach etwas Eingewöhnung mit dem meist trockenen Bass (wieder) anfreunden. Über das Pfund im Grundtonbereich und darunter freue ich mich immer sehr. Aber bei der Differenzierung im Mittelhochtonbereich bin ich bei altem Holz in der Regel unzufrieden. 2-Stromgitarren-Bass-Schlagzeug macht da richtig Spaß. Komplexe Geschichten oft weniger.




    my 2 cents

    Ich meinte ganz abstrakt erstmal "Besser als iLive oder X32". Extra-Display an Encoder könnte eine Lösung sein. Aber ein guter topischer Bezug wäre auch ein Ansatz. M7CL Layout wäre da aus meiner Sicht durchaus besser als iLive, GLD oder X32.


    Wobei mir das Layout des Selected Channel beim PM1D auch lieb wäre.


    Eine weitere grundsätzliche Frage wäre, ob ich als Hersteller einen Weg vergebe, mit dem mein Pult zu bedienen ist. Oder ob man grundsätzlich mehrere Herangehensweisen zulässt. Oft entwickelt man ja eine Arbeitsweise auf seinem Lieblingspult und ist dann enttäuscht, dass ein anderes Pult davon kaum etwas zulässt.


    Ich stelle durchaus fest, dass jüngere Kollegen beispielsweise lieber eine EQ-Kurve sehen wollen. Kann ich auch mit arbeiten. Mir wären aber auch Darstellungen in alphanumerischer Form (siehe PM1D) sehr recht.

    Das iPad Mini hat einen 8" Screen, das normale iPad einen 10" Screen und das große iPad Pro 13". Ich unterstelle mal, dass sich hier der Hersteller über sinnvolle Größen Gedanken gemacht hat, auch wenn natürlich sich die Use Cases unterscheiden. Aber bedienbar muss sowohl ein Tablet als auch ein Mischgerät sein. Ich denke auch, dass 10" auch bei Mischgeräten eine gute Größe ist.


    Für mich ein wünschenswerte Punkt wäre eine feinere Darstellung der Parameter bei/neben den Hardware-Encoder als es beispielsweise bei X32 oder auch bei GLD oder iLive der Fall ist. Anders: Ich will nicht anhand von 13 LEDs (X32) oder noch weniger (iLive) sehen was ich grade drehe. Und ich will auch nicht an einer Stelle am Encoder drehen und dann auf einem Screen einen halben Meter weiter schauen, wo ich grade stehe. Als grobe Orientierung ist das ja in Ordnung. Zumindest ich wünsche mir hier eine bessere Darstellung der Parameter in direkter optischer Nähe zum betätigten Encoder.

    Wenn man mit seiner Kapelle auf ein Stadtfest kommt, auf dem es in der Vergangenheit immer etwas zu wenig JBL VRX gab und man unverhofft den Satz "Ich habe mal paar ARCS und paar SB18 mehr als nötig gestellt." zur Begrüßung hört.

    Es gibt (besser: ich kenne) mittlerweile einige Firmen/Personen, die in den letzten Jahren mit den Tagessätzen mutig und deutlich nach oben gegangen sind...und dabei kaum Kunden/Aufträge verloren haben. Das freut mich persönlich sehr, funktioniert aber mit Sicherheit nicht mit allen Kunden. In die Karten gespielt haben dürfte die Tatsache, dass in der Region sich einige aus dem Geschäfts zurückgezogen haben, nachdem sie gemerkt haben, dass es irgendwann nicht mehr "cool" ist, schwere Kisten jedes Wochenende durch die Gegend zu wuchten und dafür nur kleines Geld zu kassieren.


    Ich denke insbesondere über das Thema "Sicherheit" kann man sich heute und künftig bei den zahlungskräftigen Kunden ganz ordentlich positionieren.

    Entspannte Changeover-Zeiten.

    "Es gibt hier genug Bühnen mit Programm auf dem Fest. Daher machen wir immer 2 Stunden Changeover. Und ein wenig Ruhe schadet keinem."