Beiträge von cruelty

    Und wie fühlt sich das beltpack an? Ich bin natürlich günstigeren Lösungen nicht grundsätzlich abgeneigt wenn sie als professionelles Werkzeug taugen :)

    Anfühlen..hm...also kuscheln tue ich mit dem Ding nicht. ;) Aber es macht einen stabilen und soliden Eindruck. Der Clip hält. Der Lautstärkeregler ist ausreichend schwer gängig, dass sich die Lautstärke nicht aus versehen verstellt. Ausgangspower ist ausreichend um die Ohren dauerhaft zu schädigen. Der Limiter greift wirkungsvoll. Mit Limiter reicht mir die Lautstärke gerade noch aus (mit den Shure SE215). Batterielaufzeit ist gut. Anzeigen sind alle da die man braucht. Ich habe da nie was vermisst.

    Ich habe mir letztes Jahr das LD System M1000 G2 geholt. Wir brauchen es nur für zwei Leute und da gab es dieses Paket für 450,- € https://www.thomann.de/de/ld_systems_mei_1000_g2_bundle.htm

    Die mitgelieferten Ohrhörer sind natürlich Schrott, darum habe ich da nochmal je ein Paar Shure SE215 geholt. Damit ist das System klanglich okay. Funktion war bislang einwandfrei und ohne irgendwelche Probleme oder Störungen.

    Kann bis auf 10 Systeme erweitert werden.

    Einzelsystem kostet 300,- € und gibt es auch für die "Pro-Frequenzbereiche".

    Damit liegt das System natürlich preislich noch unter Deiner angepeilten Klasse. Aber ich dachte ich berichte trotzdem mal ;)

    Nochmal vielen Dank an alle für die zahlreichen Kommentare und Einblicke ins "Arbeitsleben". Gerade die z.T. sehr unterschiedlichen Sichtweisen und Standpunkte helfen mir wirklich weiter, zu verstehen, warum ihr tut was ihr tut. Und das gibt mir natürlich mehr Möglichkeiten an die Hand zu erreichen was ich will (oder eben auch zu akzeptieren, dass es manchmal eben nicht zu 100% so sein kann, wie ich es gern hätte).

    Von den Geräten die ich früher im Budgetsektor so benutzt habe war es echt der Voicemaster...

    Danke für den Tipp! Das Teil kannte ich noch nicht. Habe mich aber auch noch nie mit Channelstrips beschäftigt. Der Funktionsumfang klingt aber tatsächlich perfekt!

    Ein paar Fragen dazu:

    Das Ding gab es in der original und später in einer Pro Version. Sind beide geeignet oder ist die Pro sehr viel besser?

    Ich denke mal das Ding wird intern z.T. auch digital arbeiten, oder? Damit wäre wieder ggfs. ein Latenzproblem gegeben, wenn ich dem FOH parallel ein unbearbeites Signal liefere, oder?


    Machst du Mixing und Mastering selbst? -13 dB PAPR (vor dem Mastering) ist immer noch ein Haufen Holz.

    Ja, und stimmt.

    Die -13 dB sind aber nach dem Mastering. Das mach ich auch für die Live Backings - vor allem um die ungemasterten Tracks klanglich und von der Lautstärke aneinander anzupassen. Ein Brickwall Limiter kommt dabei bei mir immer zum Einsatz. Allerdings achte ich natürlich schon darauf, dass der Pegel nicht permanent "oben anschlägt". Vielmehr fange ich damit im Prinzip nur vereinzelte "unnütze" Pegelspitzen ab.

    EBU R128 sagt mir natürlich auch was. Für elektronische Musik im allgemeinen und der härteren Gangart im besonderen ist das aber absolut nicht machbar und imo auch nicht sinnvoll. Mit meinen ca. -13 dB (bzw. ca. -10 dB auf der Platte) bin ich da eigentlich sogar noch verhältnismäßig zahm unterwegs. Tatsächlich klingt diese Musik damit im Vergleich z.B. zu einer Rockplatte aber immer noch verhältnismäßig leise, da im Vergleich zum Rock sehr viel mehr (Tief)Bass enthalten ist (der da auch sein muss).

    Inhaltlich hast Du prinzipiell aber natürlich vollkommen recht. Und es gibt auch mal leise Passagen, die dann natürlich auch deutlich leiser sind. Aber wenn es zur Sache geht, dann geht’s halt zur Sache ;)

    ich empfehle nochmals, das playback zu entschärfen. nur damit kannst du der feedbackspirale bestmöglich entkommen.

    Ich hab es oben glaub ich schonmal geschrieben: So RICHTIG dynamisch funktioniert diese Musik imo nicht wirklich. Aber ich versuche tatsächlich meine Live Backings etwas dynamischer zu lassen als das auf der Platte der Fall ist. Aber wir reden hier dann von vielleicht -13dB Durchschnittspegel anstelle von -10 oder so. Also schon etwas mehr aber eben keine Welten... Bei noch mehr Dynamik klingt es dann einfach auch nicht mehr so wie es soll.

    Nochmal danke! So werde ich es zukünftig dann wohl handhaben. Idealerweise erreiche ich den "Örtlichen" ja schon vorab und kann mich mit ihm (via Mail) austauschen. Dann gibt es am Tag X keine Überraschungen für beide seiten und ich schleppe eben das mit, wie es jeweils am besten passt.


    Stichwort "Aufpasser":

    Wie empfindlich würdet ihr (als FOH) denn reagieren, wenn ich euch einen "Aufpasser" zur Seite stelle? Ihr müsstet im Prinzip ganz normal euren Job machen - also Einpegeln, EQen, usw. Der "Aufpasser" würde dann lediglich noch "schlaue" Kommentare abgeben, wie z.B: "Vocals etwas leiser", etc.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das für den Tonmann relativ nervig wäre. Und schlecht gelaunte Tonis braucht man als Band nun ganz sicher nicht ;) .

    Andererseits denke ich schon, dass das Ergebnis am Ende eher dem entsprechen würde, wie ich es mir vorstelle...

    Wow, vielen Dank für die rege Diskussion und vielen tollen Beiträge!


    Da waren jetzt wirklich einige Sachen dabei, die ich bislang so nicht erkannt und gehandhabt habe, zukünftig aber berücksichtigen werde (die Idee mit dem Verlinken zur eigenen Musik im Rider war z.B. Klasse! Ob der "Örtliche" das Angebot dann nutzt oder nicht, bleibt ihm ja überlassen...).


    Zum Kompressor eine Frage:

    Ich hatte zuletzt für die Vocals einen t.c. C300 dabei. Den hab ich als Gate (bzw. Expander) und Limiter genutzt. Zusätzlich kommt eine Multieffekt (BOSS SE70) und ein Delay (BOSS DD500) zum Einsatz. Zum FOH habe ich das unbearbeitete Signal geschickt (im Prinzip nur als Backup, falls durch die Effekte zu heftiges Feedback entsteht), dann das bearbeitete Signal (also mit C300 und SE70) und das Delay nochmal separat (in Stereo). Soll ich die Kompression dem Tonmensch vor Ort überlassen? Der hat in der Regel ja ein paar Kompressoren am Start (entweder direkt im Pult oder sonst halt old-school im Siderack). Oder soll ich direkt meinen C300 nutzen? Auf das Gate würde ich nur ungern verzichten, da sonst durch das Delay ein ziemlich unnötiger permanenter Klangbrei entstehen könnte (?). Anstelle des Limitings könnte ich aber auch kräftig komprimieren mit relativ niedrigem Treshold. Falls Anpassungen während des Gigs nötig wären (z.B. wegen Feedback), wäre das aber relativ schwierig (ich bin ja mit Trällern und Bespaßen der Leute beschäftigt ;) ).



    Edit:

    Noch was zur Sprachverständlichkeit:

    Ja, das ist generell ein Thema bei dieser Art Musik. Wie gesagt, sind die Vocals relativ heftig bearbeitet (Pitch Shifter, Flanger, Phaser, Distortion, Delay, ...). Da ist es mit der Sprachverständlichkeit ohnehin etwas schwierig. Das ganze klingt auch nicht mehr wirklich nach Mensch (muss es auch nicht ;) ). Das ist für den Toni, der das nicht gewohnt ist sicher ungewohnt und er versucht womöglich etwas zu retten, was keiner Rettung Bedarf. Noch bessere Kommunikation scheint nötig. Aber vermutlich ist es einfach schwierig, einen erfahrenen Mann mal eben beim Soundcheck (= in einer mehr oder minder stressigen Situation - vor allem auch für mich selbst ;) ) über Jahrzehnte zementierte Grundsätze über Bord werfen zu lassen.

    Vielen Dank soweit! Das hilft schonmal!


    Das man Backings und Vocals bezügl. des Dynamikumfangs irgendwie angleichen sollte klingt logisch. Das Problem der erhöhten Feedback Gefahr sehe ich dabei aber auch. Die Dynamik bei den Backings kann man in diesem Genre leider nicht wirklich größer machen (bzw. lassen), da es sonst einfach nicht mehr knallt (bzw. so klingt wie es soll ;) ).


    Die technischen Mittel sind natürlich auch begrenzt. Wie im verlinkten Video ein paar dicke Eventides und Distressor kann ich jedenfalls live nicht mitbringen. Und ich fürchte, die auf nen Rider zu schreiben, hätte auch nur wenig Erfolgsaussichten ;)


    Und ja, die Vocals sind in diesem Genre tatsächlich häufig eher in die Musik eingebettet als zentral im Vordergrund. Und wie oben geschrieben versuche ich das natürlich auch zu erklären und dem Tonmenschen vor Ort zu vermitteln. Bislang hat das aber leider nicht wirklich geklappt...

    Bring deinen eigenen Tonmann mit. Dem kannst du deine Wunschvorstellungen beibringen; wenn du ihn gut bezahlst, setzt er das bestimmt gern für dich um.

    Klar, das wäre die einfachste Lösung. Aber woher soll ich den denn nehmen? Und die Gagen für kleine Bands reichen heutzutage ja kaum für die Fahrtkosten. Ordentlich bezahlen ist also auch nicht wirklich drin.


    Aber wie gesagt: Die Leute vor Ort sind ja in der Regel gut und haben Erfahrung. Kennen ihre Anlage natürlich auch bestens. Ich bemühe mich auch stets vernünftig mit denen umzugehen. Und wie gesagt: Das betrifft ja nicht nur uns. Sondern ich erlebe das bei praktisch jedem Konzert wo ich bin. Und natürlich ist das auch nicht nur mein ganz persönlicher Geschmack sondern auf Nachfrage höre ich die gleiche Meinung von den meisten anderen Besuchern auch. Auch im Gespräch mit anderen Bands wurde mir schon mehrfach von dieser Erfahrung berichtet. Ich sehe hier also zumindest für dieses Musik Genre ein generelles Problem.

    Ich würde nur gerne verstehen, warum das so ist...

    Hi,

    mir ist als Konzert Besucher sowie auch als betroffener "Künstler" folgendes Phänomen aufgefallen:


    Bei Electro Bands (in meinem Fall so grob aus der Düster/Gothic Ecke) wird in quasi allen Fällen, wo die Band keinen eigenen Tonmann am FOH hat, der Vocal Sound VIEL zu laut gemischt.


    Übliches Setup sieht bei so Bands häufig wie folgt aus:

    Großteil des "Live" Sounds kommt als Backingtracks von irgendeinem Einspieler (Smartphone, Laptop, ...).

    Zusätzlich gibt es vielleicht noch ein, zwei Keyboards/Synths für ein paar zusätzliche Sounds und hin und wieder kommt auch mal ein E-Drum Set zum Einsatz.

    Oft kommen als wirkliches Live Element aber tatsächlich nur die Vocals. Diese werden häufig relativ heftig mit Effekten bearbeitet (Pitcher, Modulationen, ...).

    Im Grunde aber alles relativ einfach zu handelnde Signale mit unkritischem Dynamikumfang. Der Mischer hat hier während eines Gigs in der Regel nicht wirklich was tun, wenn der Soundcheck sauber über die Bühne ging.


    Zu meiner eigentlichen Frage: Hat von Euch vielleicht jemand eine Erklärung, warum die Vocals in solchen Kombinationen praktisch immer deutlich zu laut gemischt werden? Klar, die Tonmenschen mischen üblicherweise andere Musik (zumeist wohl Rock und Metall). Aber da passt die Mischung ja meisten wunderbar. Die Leute mit denen ich bislang zu tun hatte waren allesamt auch absolut kompetent und keineswegs taub oder so. Wenn ich selbst mal auf der Bühne stehe, sage ich dem FOH auch beim Soundcheck schon immer: "Pegel so wie Du denkst und dann mach die Vocals mindestens 6 dB leiser." Bringt bislang leider nichts. Vocals sind immer noch zu laut.


    Also, woran könnte das liegen?

    Was kann ich tun, dass der Sound so gemischt wird, dass es passt. Von der Bühne selber machen will ich das wirklich nicht (nutze zum Monitoren auch InEars. Monitormix mach ich selber auf der Bühne).


    Würde mich über jeden Kommentar und auch Erfahrungsbericht freuen. :)

    "wora" schrieb:


    ich glaube nicht, das man dazu das ganze pult in salatöl tauchen müsste... :-D 
    auch mit anderen reinigungsmethoden solltest du hier besser mit angefeuchteten lappen vorgehen.
    es gibt bei Würth auch reinigungstücher, die man allerdings nur in grösseren mengen bekommt.
    artikelnummer: 089090090


    achso, das hatte ich dann wohl falsch verstanden ;)


    danke für den tipp mit den tüchern! das werde ich mal testen.

    ich häng mich hier mal rein, da ähnliches problem:


    gaffa auf mischpult armauflage (soundcraft live8). wie bekomme ich das rückstandslos runter ohne die armauflage komplett zu zerstören? flüssigkeiten sollten nach möglichkeiten auch nicht ins mischpult eindringen, das ganze sollte (zumindest nach einer angemessenen lüftungsphase) geruchs neutral sein und rückstandsfrei natürlich auch.
    bei dem salatöltipp bin ich da skeptisch...