Beiträge von rockline

    ....dX Expander, AR Expander, DX Stageboxen, AR oder AB Stagebox, DEEP Plug-Ins, DX-Extensions, DX 32, DX168, sLink, dSnake UND DX, DX Hub, GLD Stageboxen....


    Als bekennender A&H Laie habe ich von euren Problemen nichts verstanden. Was ich aus dem Thread verstanden habe ist folgendes: es gibt einen neuen Fan Artikel von Allen & Heath, das Gerät sollte doch bitte riderfest werden, und es gibt vielleicht ein paar Plug-Ins für umme oder zu kaufen, ohne die man in Zukunft eine Musikkappelle nicht mehr besonders gut mischen kann. Und es ist billig. Das habe ich verstanden. Alles andere ist was für Insider aus der Welt von Allen & Heath.

    Das weiß ich leider nicht genau. Ich habe mehrere 01V96 mit defekten Fadermotortreibern repariert. Immer das gleiche Thema mit den Transistoren. Vermutlich ist das Alterung aufgrund von hoher Belastung. Der Transistor ist klein (SMD), und hat in der Art wie er verbaut ist eine recht geringe Verlustleistung. Dennoch ist das ein 1A Typ (und kann sogar 80V C-E), aber irgendwie scheint er seiner Aufgabe nicht zu 100% auf Dauer gewachsen zu sein. Es gibt auch keinen gescheiten Alternativtypen als diese Rohm Epitaxial Dinger, so dass man eigentlich auf eine 1:1 Reparatur angewiesen ist.

    In dem Zusammenhang würde mich interessieren, ob die kleine Schwester namens UPJ-1P ähnlich gute Treiber aufweist bzw. ob Ihr sie als ebenso gut klingend bewerten würdet!?

    Da kann ich leider nichts zu sagen. In dieser UPJ wurde aber - soweit ich weiß - ein Treiber mit 3/4" Öffnung eingebaut. Zwar auch wieder mit der eigenen 3" Membrane, aber halt kleinerer Ausgangsöffnung. Meyer hatte ja irgendwann mal (nach der Yamaha Zeit) begonnen mit dem MS1401M einen "eigenen" (Radian) 1,4" Treiber zu fertigen. Der 2" mit 4" Membrane aus eigener Fertigung war dann der MS2010, der endgültig den modifizierten JBL 2450 ablöste. Aber bedingt durch die eigene Fertigung wird sich der Treiber in der UPJ mit Sicherheit ebenfalls Spitze anhören. Der Rest ist ein wenig EQ im Controller. Ausprobieren....mit Sicherheit ist das besser als der ganze modische Kram, den man inzwischen überall sieht und anhören muss.

    Fabian - höre ich mir gerne mal an. Mit dem 18S NSD1480N habe ich Erfahrungen, ziemlich viel sogar, und finde den aber ganz eigenartig. Laut ist der, aber schön ist anders. Wenn ich mir dagegen den wesentlich kleineren HF des 10er Coax 10CX650 anhöre, dann liegen da klangliche Dekaden zwischen. Natürlich ist dieser kleine Treiber nicht 1:1 vergleichbar, aber nur als Beispiel für die sanfte Tendenz im Sound. Ich mag keine Treiber die plärren, oder so klingen als würde man damit Glas schneiden können.

    rubicon - der EV DH1 ist aber ganz schwierig. Der ist so dermaßen auf Pegel konstruiert, da bleibt für Klang kaum noch was übrig. Mit EV Treibern hatte ich lange Jahre in einer Diskothekeninstallation zu tun, diese Teile fand ich nie gut.


    Ich habe auch noch JBL2445, 2450, 375, diverse Altec 1", B&C, BMS, Faital, TOA, und halt viele Meyersound Treiber zum permanenten Vergleich hier. Richtig gut spielen die TOA Treiber, und halt diese Meyersound Konstrukte. Ich habe mich nie so wirklich fundamentell mit der Sache auseinandergesetzt, aber ich glaube inzwischen fest daran, dass nur Aluminium und Beryllium Memnbranen richtig klasse klingen. Vor ein paar Monaten hatte ich Gelegenheit ein paar Treiber eines italienischen Premiumherstellers zu checken, und fand zu den Teilen klanglich keinen Zugang. Das war auf maximal SPL konstruiert, und man hatte den Eindruck das bei Hörvergleichen das Produkt durch lautes Quaken überzeugen soll. Das ist natürlich alles sehr subjektiv beschrieben, und ohne ordentliche Entzerrung spielt heute kein System mehr anständig, aber was sich aktuell bei manchen Herstellern für ein Soundtrend entwickelt, ist schon höchst erstaunlich. Handyhörkultur triffts am besten.

    Vielleicht muss ich mal einen breiten Hörvergleichstest mit allen möglichen Treibern starten, könnte ganz aufschlussreich sein.

    weitere infos werden euch die nette mitarbeiter von meyer geben können ;)

    Mit den netten Mitarbeitern von Meyersound Deutschland ist es nicht so einfach in Kontakt zu kommen. ich hatte die schon mal angemailt, aber bisher keine Antwort auf ein paar speziellere Fragen bekommen.

    Zu den Meyer UPA-1A (also die erste passive Version) muss man noch erwähnen, dass für die Yamaha 6681b Treiber (also der MS1401A) keine Ersatzmembranen mehr verfügbar sind. Zu allem Unglück ist das auch noch eine 66mm Schwingspule, so dass es auch keinen Aftermarket-Ersatz gibt. Aber auch für diese Treiberbestückung besteht Hoffnung, da Radian aus USA quasi einen 1:1 Ersatz anbietet. Radian ist ja auch das Stichwort was die zweite Generation Hochtontreiber in der UPA angeht, denn der MS1401B kam aus diesem Hause. Zwar auch wieder in typischer Meyersound Modifikation - aber dafür sind zumindest schon mal Ersatzmembranen erhältlich, und nicht nur aussschließlich bei Meyersound. Der Yamaha Treiber ist ja legendär, aber wenn man sich mal eingehender mit ihm beschäftigt tun sich manche Überraschungen auf, und die Legende relativiert sich. Trotzdem ein unglaublich gut spielender Hochtöner! In einer der kommenden tools Ausgaben beschäftigen wir uns vielleicht mal eingehender mit der UPA-1, sowohl mit den passiven als auch den aktiven Versionen. Dann kann vielleicht der ein oder andere diese Kisten auf dem Gebrauchtmarkt besser beurteilen, und auch die ein oder andere sinnvolle Verbesserung dran vornehmen. Mal schauen was mir da so einfällt.

    BTW...wer hat denn mal einen Tipp für einen wirklich klasse klingenden 1,4" Treiber? Den teste ich dann mal gerne 1:1 gegen die UPA Bestückungen.

    Zum einen würde ich weiterhin den Service von Yamaha mit dem Problem kontaktieren, auf der anderen Seite hast Du dir immerhin ein Servicemanual besorgt, und kannst dementsprechend (wenn Du es kannst) den Fehler besser einkreisen? Hat das Dante Netzwerkmodul noch Betriebsspannung? Die Yamaha CL Mischpulte (aber auch QL, PM5 usw.) werden mit 24V zentral versorgt. Alle lokalen Spannungen intern werden in einzelnen DC-DC Wandlern erzeugt. Dann schau doch mal was das Dante Modul an Betriebsspannung benötigt, und ob der zuständige DC-DC Wandler seinen Dienst eingestellt hat? Erscheint mir zwar ungewöhnlich, aber wenn so gar nichts mehr geht....?

    UPA1 in Aktivversion ist schwer zu finden. Vor allem wenn es preiswert sein soll. Ich hatte vor einiger Zeit einen ganzen Schwung UPA's in der Ausführung ohne integrierte Endstufe gekauft. Allerdings mit den originalen Controllern dabei, und habe das dann zusammen mit Lab FP2400 in Betrieb genommen. Der Sound ist trotz des Konstruktionsalters unfassbar gut, ich würde fast sagen unerreicht. Der Grund ist zum einen in dem Meyer MS12 Chassis für den Grundton (und beachtlichen Bass) zu finden, aber vor allem in dem hervorragenden Hochtontreiber. Dieser von Yamaha als OEM (Im Original hieß der 6681) für Meyer gefertigte Hochtontreiber MS-1401 glitzert obenrum unbeschreiblich, unerreicht! Ich kenne keinen 1,4" Treiber mit diesem Sound. Wer auf diesen Sound steht, die Abstimmung von Meyer-Sound akzeptiert (und mag), der sollte keine "ähnlichen" Kisten suchen. Gibt es nicht. Vergleiche mit RCF kann ich auch nicht ganz verstehen, denn das sind soundgeschmacklich zwei völlig verschiedene Welten.

    Ich weiß leider nicht was bei Meyer-Sound innerhalb der langen Baureihe UPA alles so an Treibern verbaut wurde, jedoch sind die Ersatzmembranen für die Yamaha OEM Treiber nicht mehr zu bekommen. Zumindest ist das mein Informationsstand, und man sollte bei Anwendungen der UPA's als Beschallungsbox diesen Umstand im Hinterkopf behalten. Auch der Ciare OEM als 12er ist nicht "eben so" zu bekommen. Für maximal SPL als DJ irgendwo in der Ecke eines Saales ist das also nichts, da einfach zu hochpreisig im Unterhalt. Als kontrolliert spielendes In- oder Outfill, als standalone für dem Anforderungsprofil geeignete Hauptbeschallung, oder einfach nur als Abhöre für max.Hörspaß aber eine ganz klare Empfehlung.

    Was mich interessiert: wer weiß mehr über die Verwendung der MS1401 innerhalb der UPA Baureihe? Wir haben zwei Stück im Bestand, die im HF noch offener klingen als die anderen. Ich habe noch nicht reingeschaut (keine Zeit), jedoch gibt es auch innerhalb der Baureihe geringfügige Modifikationen.

    Wie gesagt - das kann man mit Oszilin probieren, oder austauschen. Viel problematischer finde ich den hohen Aufwand bei Reparatur einer MC², sollte man denn versuchen auf Bauteilelevel hier was richten zu wollen. Ich finde das Gerät ist nicht besonders einfach zu reparieren. Viel SMD Zeug. Muss aber nichts heißen, wollte das nur mal am Rande erwähnen.

    Dagegen sind die Potis austauschen ja noch was für die Kaffepause.

    Bei krachenden Potis ist immer der metallische Schleifring - der den Mittelabgriff des Schleifrings auf der Widerstandbahn kontaktiert - die Ursache. Das ist einfache Oxydation/Korrosion...wie immer man das auch nennen mag.

    Abhilfe schafft zerlegen und reinigen, oder direkt austauschen. Sprühzeug hilft nur sehr bedingt und kurzfristig, wenn überhaupt dann höchstens Oszillin Spray (Teslanol).

    ok, weil mein Tipp nicht gleich verissen wurde, und Du gerne bereit bist das JTS zu testen ein paar Worte dazu.

    Ich habe das 3 x an Installationskunden verkauft. Mein Initialerlebnis damit war eine fertiggestellte Installation und ein kundeneigenes Sennheiser 835 UHF Mikrofon, welches beim Vergleich zu dem kabelgebundenen JTS einen deutlich dumpferen Sound hatte. Ich war selber extrem erstaunt wie transparent dieses doch eher sehr preiswerte Mikrofon klang! Zudem hatte es ein stattliches Metalgehäuse und wirkte alles andere als billig. Einen ausführlicheren Test haben wir dann während der Aufbauphase eines ordentlichen PA Systems gemacht, wo ich meinen FoH Kollegen im Blindtest erraten lies, welches denn das "besser klingende Mikro" wäre? Im Vergleich war dabei Sennheiser 935, Shure SM und Beta 58, und besagtes JTS. Im Ergebnis gab es staunende Gesichter und Ohren zu dem JTS, wenngleich das Mikrofon in der Disziplin "Griffgeräusche" nicht ganz vorne war. Hätte es keinen Ein/Aussschalter, dann würde ich das ohne Skrupel viel öfter Live einsetzen. Im Vergleich zu beispielsweise einem Audio Technica ATM41HE (für mich ebenfalls ein Billigmikro als Dryhire Option gegen gerne von irgendwelchen Arschgeigen eingesackte Beta 58's) klingt das 50.- JTS wie ein Studiokandidat. Das alles ist meine persönliche Meinung und die meiner damit "getesteten" FoH Schrauber, und hat keinen Anspruch auf amtliche Gültigkeit. Probiere es aus, als Talkback ist das immer noch wesentlich besser als die komplett Versammelte 50.- Versandhandelklasse.

    Bei einer Isolationsmessung werden die Netzanschlüsse L und N gebrückt, und komplett (bei intakter Netzsicherung und eingeschaltetem Hauptschalter) gegen Gehäuse gemessen. Bei einfachen Geräten mit Niederfrequenz-Netzteil passiert dabei genau so wenig wie bei Schaltnetzteilgeräten. Grund zur Sorge bereiten gedanklich die Ableitkondensatoren (Y) zwischen Gehäuse und (Primär)spannungsführenden Bereichen. Hier darf aber nichts passieren, da diese Kondensatoren ausnahmslos für effektive Netzspannung und deren Vss Werte ausgelegt sein müssen. Waren vor Jahren hier noch Typen mit 250V~ zu finden, so ist seit der Einführung der 230V Netzspannung nur noch die 275V~ Variante zu verwenden. Solche Kondensatoren haben eine wesentlich höhere Impulsspannungsfestigkeit als man denkt, und insbesondere MP Typen sind nebenbei bemerkt "selbstheilend" sofern tatsächlich was durchschlagen sollte. Abgesehen von den alten RIFA (Knallfrösche) Entstörkondensatoren der 70/80er Jahre Geräte, fertigt die Industrie aktuell eine recht ordentliche Qualität an KP und MP Kondensatoren. Diese überstehen auch einen Isolationstest ohne Bedenken. Wichtig ist halt immer alle Kontakte der Stromversorgung zu brücken, und dann auch nur gegen die "echt" geerdeten Metalteile eines Gerätes zu prüfen. Pin 1 einer XLR Buchse, der Ring einer Klinkenbuchse, oder das Blech eines USB Ports zählen nicht dazu! Man sollte schon ein wenig genauer hinschauen was man macht. Ich verwende zu Messzwecken ein Gossen-Metrawatt Metratester5+, der vieles aufgrund seiner klaren Strukturen vereinfacht. Aber auch die Methode mit manueller Messung unter Verwendung von Isolationsmessgerten beispielsweise während der Validierung von Neuentwicklungen, Erstmusterprüfungen etc. ist bei mir gängige Praxis. Und selbst bei 1000VAC Prüfspannung passiert es nahezu nie, dass bei sachgerechter Prüfungsdurchführung Bauteile zerschossen werden. Von daher kann ich die allgemeinen Bedenken gegenüber Schaltnetzteilen nicht teilen. Was wohl schon mal vorkommen kann ist ein nicht bestandener Isolationstest . Da muss man dann mal schauen, warum der Grenzwert nicht eingehalten werden konnte? Dafür gibt es dann aber auch wieder Ursachen.