Beiträge von java4ever

    "andariel" schrieb:

    Darf ich dich weiter zerpflücken? So viel Input, du macht mir Freude


    Du mich? Mach mal. Wenn dir sonst nichts eine Freude bereiten kann, sei es dir gegönnt, es zu versuchen.

    "andariel" schrieb:

    konzentriertes Element


    Muss das "Element" angestrengt nachdenken? Lumped Elements nennt man das.

    "andariel" schrieb:

    Grundlage!!!


    Satzzeichen sind keine Rudeltiere.

    "andariel" schrieb:

    Hornresp als ideales Beispiel hat ausschließlich ein analytische Modell als Grundlage!!!
    Auch der Strahlungswiderstand wird ausschließlich als konzentriertes Element behandelt.
    Die Genauigkeit leidet dann, wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt ist. Das tritt vor allem dann ein, wenn die Wellenlänge in den Bereich der mechanischen Abmessungen gerät. Hornresp versagt deshalb bei höheren Frequenzen und großen Hörnern relativ schnell, wohingegen das Modell unten rum hinlänglich gut funktioniert.


    Ach, was hab ich denn anderes geschrieben? Du schreibst ja selbst, dass es bei höheren Frequenzen versagt. Jetzt mittel mal den Bereich, in dem es hinreichend funktioniert, mit dem Bereich, in dem es versagt. Da kommt ganz schnell, selbst bei exponentieller Mittelung ein vernichtendes Ergebnis raus.

    "andariel" schrieb:

    Leidest du an Legasthenie?
    Aus BMS machst du ein BMW...


    Nach den Fähigkeiten mein Geschriebenes zu interpretieren und zu verstehen ist das schon ein starkes Stück.
    Bei dem Preis der BMS Treiber und der Position der der Buchstaben "S" und "W" auf einer normalen QWERTZ-Tastatur, kann das schon mal passieren.

    "andariel" schrieb:

    Ich habe FEA geschrieben. Du dichtest dir daraus ein FEM.
    (Update: Diese beiden Abkürzungen sind fast austauschbar - FEA etwas allgemeiner, jedoch nicht so allgemein, dass die BEM mit darunter fallen würde)


    Eben. Als Referenz dafür ist z.B. das Buch "Fundamentals of
    Finite Element Analysis", geschrieben von David V. Hutton, ISBN 978-0072922363, veröffentlicht im Jahr 2003, McGraw-Hill Higher Education, zu sehen.
    Anschließend die Seite 489 ansehen, den Querverweis von "Finite element analysis (FEA)" zu "Finite element method (FEM)" verfolgen, Seite 1 aufschlagen und dort den ersten Satz lesen.

    "andariel" schrieb:

    Trennen (nicht jedoch hoch- oder tiefpassfiltern alleine) geht selbst mit rekursiven Filtern ohne Phasenverschiebung und nebenher ohne Latenz.


    Dem würde ich jetzt spontan mal widersprechen.
    Ohne Latenz? Heureka! Den DSP würde ich gerne mal sehen (und per Definition sind rekursive Filter IIR Filter).
    Auch an den Gleichungen für diese Filter-Systeme wäre ich interessiert.
    Man könnte natürlich jetzt Approximieren und tricksen und sich folgende Arbeit anschauen:

    Zitat

    S.R. Powell, P.M.Chau, A Technique for Realizing Linear-Phase IIR Filters, IEEE Trans. Signal Processing, Vol 39, No 11, Nov 1991, pp 2425-2435.


    "andariel" schrieb:

    Trennen (nicht jedoch hoch- oder tiefpassfiltern alleine) geht selbst mit rekursiven Filtern ohne Phasenverschiebung und nebenher ohne Latenz.
    Exakt das ist der Punkt. Daumen hoch gut aufgepasst. Man kann das Abstrahlverhalten (eines einzelnen Waveguides) nicht verändern und auch nicht das des Horns davor. Sehrwohl kann man aber Anpassungsprobleme (Reflexionen) im Hornweg kompensieren.
    Shading und Allpässe helfen nicht wirklich selbst wenn man komplett getrennt ansteuert. Verändern kann man damit zwar etwas, aber nicht allgemein verbessern. Denn die Bedingung für einen Linienstrahler muss vom Waveguide erfüllt sein um zu funktionieren.


    Das ist so ungefähr das, was ich gesagt habe. Man kann die Auswirkungen der Konstruktion mildern und teilweise bekämpfen, aber nicht das Problem an sich vollständig lösen, denn dafür müsste man den Waveguide anders konstruieren.
    Was jetzt ein Linienstrahler mit einem Waveguide zu tun hat erschließt sich mir nicht ganz, denn das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

    "andariel" schrieb:

    No Sir.
    Thomas J. Danley spricht selbst die Hornlänge für die Theorie seines Tapped Horns an. Alles deutlich unter einer Viertelwellenlänge Hornweg ist aufgrund seiner eigenen Definition KEIN Tapped Horn.
    Jetzt wird es aber trotzdem lustig. Möchtest du diesen MBH-118 simulieren... verwendet man eigentlich exakt die gleiche Grundlage wie man das für ein Tapped Horn tut.


    Richtig, seines Tapped Horns. Es besteht soweit ich weiß kein Schutz der Wortmarke "Tapped Horn", auch das Patent trägt nicht den Titel "Tapped Horn". Seine Definition ist also nicht allgemein gültig.

    "andariel" schrieb:

    Zusammengefasst: Praktische Konstrukte sind sehr sehr häufig Mischformen die man nicht absolut einordnen kann. Um den Weg zu Ende zu gehen. ARLS Subwoofer. Das Brettchen etwas weniger steil, der Treiber etwas weiter im Freien. Schwierig? Nicht zu simulieren, nicht zu messen, aber zu definieren in welche Gehäuseform Schublade er fällt auf jeden Fall.


    Es ist nicht unüblich, dass ein Gehäuse nicht nur in eine Kategorie fällt.
    Um Missverständnisse zu vermeiden, bitte ich um eine Zeichnung.


    "andariel" schrieb:

    Wie sieht diese Multi-Weg Technik im Inneren aus, woher resultieren die Probleme konkret technisch beschrieben?
    Welche Bedingungen sollte ein ideales Waveguide für dich erfüllen?
    Hast du jetzt nur Patente angeschaut und ins Blaue geschätzt, oder wie behauptet jetzt endlich wirklich etwas simuliert?


    Die Probleme resultieren aus ungleichen Pfadlängen. Wie diese Multi-Weg Technik im Inneren aussieht lässt sich ergoogeln.
    Das wird obenraum nicht wirklich sauber, siehe Limmer 288.


    Ich kann nur nochmal betonen, dass FEM für Akustik ungünstig ist, denn hier muss ich vorher festlegen, an welchen Orten ich den Schalldruck errechnet haben möchte, bei der BEM bin ich frei.


    Aber da das ja eh nur bunte Bildchen sind, warum bist du dann so scharf drauf?

    "Dosenfutter" schrieb:


    Schade, daß daran leider so rein garnichts digital ist.


    Meine Rede.
    Wurde wohl am Computer entworfen... Also sind in Zukunft wohl nahezu alle Boxen digital, denn gezeichnet wird ja heute oftmals am PC.

    "andariel" schrieb:

    Alle von dir aufgezählten Programme sind analytische Simulationstools und setzen konzentrierte Bauelemente voraus.
    Spannend wie du alles zerpflückst, schlecht machst und das eigene Know How bisher doch überschaubar ausfällt. Technisch verwertbarer Input fehlt bisher.


    Zur Aufklärung: Nummerische Simulation ist woran du dich versuchst, also z.b. eine BEM.


    Analytisch ist vielleicht ein CB, Bassreflex oder BP4.
    Aber alles, was mit Strahlungswiderstand und komplexeren Konturen daherkommt, ist numerisch (und wenn es analytisch versucht wird leidet die Genauigkeit stark...)


    Nachdem von den Lambda-Labs Fanboys in diesem Thread BEM schon als Untergebiet der FEM bezeichnet wurde, muss ich dazu wohl nichts sagen, oder?


    "andariel" schrieb:

    Warum ist ein Waveguide dieser Art oder generell ein Waveguide nicht mit FIR Filtern korrigierbar? Wo liegen die Bedingungen für Korrigierbarkeit?


    FIR Filter sind toll, um zu trennen und Frequenzgänge zu korrigieren ohne eine Phasenverschiebung hinnehmen zu müssen. Sie können keinen schlecht abstrahlenden Waveguide zu einem CD Waveguide machen.
    Korrigieren kann man Fehler im Frequenzgang, aber beim einzelnen Waveguide nicht die Abstrahlung.
    Bei mehreren Waveguides kann man mit Shading und Allpässen etwas tricksen, aber das bekämpft das Problem und nicht die Ursache.

    "andariel" schrieb:

    * Was ist am diesem Waveguide schlecht? Was könnte man besser machen? Noch immer nicht dargelegte schon längst getätigte Simulationen untermauern deine Aussage.


    Dieser Waveguide nutzt wieder diese komische Multi-Weg Technik, die, wenn man sich die Patente anschaut, nur mäßig funktioniert.
    Die einzigen Waveguides, die tatsächlich sehr Optimal Funktionieren und tatsächlich identische Pfadlängen entlang des Waveguides/Wellenformers sind das vom Dr. Heil, Herrn Hughes und der Elliptische von Norton


    Der MBH-118 ist ein halbierter EV MTL 1X ohne das horizontale Brett.
    Was das ist, kann man sehen wie man will, Aber es geht in Richtung kurzes Tapped Horn (Denn niemand hat eine Mindestlänge bei Tapped Hörnern festgelegt oder festzulegen).

    "albrecht89" schrieb:


    Das ist eine komplizierte Frage, die wir vermutlich nicht mit einem handelsüblichen Konstruktionsprinzip abfertigen können. Jedenfalls macht sich das DH-18 beide Membranseiten als schallabstrahlende Fläche zunutze und ist in der allgemeinsten Form ein Rear Loaded Horn. Doch auch das trifft es nicht ganz, denn bei einem auch Back Loaded Horn genannten Prinzip sind weder diskrete Hornabschnitte im Spiel, noch würde laut Lehrbuch die Hornmundfläche für die Wiedergabe bis unter 30Hz annähernd groß genug sein.


    Ja, nennt sich auch Tapped Horn.


    "albrecht89" schrieb:

    sind weder diskrete Hornabschnitte im Spiel


    Konstruktionssache. Die Bauart als Rearloaded Horn schließt das Einbauen von Sprungstellen nicht aus.


    "albrecht89" schrieb:

    exzellenten akustischen Abschluss substituiert.


    Fundierte Erklärung bitte (und kein Marketinggeschwafel).


    "albrecht89" schrieb:

    Das Lautsprecherchassis befindet sich ähnlich wie bei einem Tapped Horn mit seiner Rückseite im Gehäuse.


    Bezugnehmend auf das 4. Bild von Rechts würde ich das eher Vorderseite nennen, aber gut.


    "albrecht89" schrieb:

    Ein Tapped Horn würde den in das Horn rückwärts einlaufenden Schallanteil nutzen und ein Hornsegment nach dem Anzapfungspunkt erfordern. Beim DH-18 befindet sich die Membranrückseite jedoch direkt am Hornmund.


    Nö, ein Tapped Horn erfordert das nicht. Außerdem haben wir durch die Seitenplatten ein, wenn auch nicht wirklich langes, Hornsegment.

    "albrecht89" schrieb:

    Auch bei einem nach dem Lehrbuch entworfenen Back Loaded Horn gibt es eine rückwärtig einlaufende Welle. Simulationen haben gezeigt, dass diese sowohl für ein konventionelles Rear Loaded Horn als auch für unser Digitalhorn keinen nennenswerten Einfluss hat. Weiters noch wird die rückwärtig einlaufende Welle durch die diskreten Hornsegmente sogar gezielt verhindert und wieder nach außen reflektiert, um Resonanzen durch ungewollte Laufwege erst gar nicht anzuregen.


    Das würde ich dem Bereich der Brüder Grimm zuordnen.

    "albrecht89" schrieb:

    Digitalhorn


    Ist ein ganz schlimmes Wort. Wieso Digitalhorn? Weil es numerisch optimiert wurde? Dann müsste jeder Sub der bei/vor der Entwicklung simuliert wurde ein "Digitalsub" sein, denn alle Simulationstools arbeiten numerisch (Hornresp/WinISD/AjHorn/etc.)

    "albrecht89" schrieb:

    Das Transflex Prinzip nutzt einen Transmission Line Effekt mit sehr tiefer unterer Grenzfrequenz und Vereinigung von Direktschall und Hornschall direkt am Hornmund schon seit Mitte des vorherigen Jahrhunderts. Im untersten Frequenzbereich sind der DH-18 Subwoofer und ein Transflexaufbau von Ihrer Wirkungsweise tatsächlich sehr ähnlich, da die tieffrequenten Wellen die diskreten Hornsegmente wegen ihrer räumlichen Ausbreitung als kontinuierlichen Verlauf wahrnehmen. Der Transflex nutzt jedoch keine diskreten Hornsegmente und unterliegt deshalb einer stark limitierten Übertragungsbandbreite.


    Oh wow, wieder so ein Pseudo-Alleinstellungs-Merkmal. Ob ich jetzt Sprungstellen einbaue oder nicht ändert doch nichts am Prinzip?

    "albrecht89" schrieb:

    Der Name Digitalhorn erklärt sehr schön das Funktionsprinzip eines Back Loaded Horns mit gezielt platzierten Unsetetigkeitsstellen im Hornverlauf um Interferenzerscheinungen zu unterdrücken und ein glattes Übertragungfrequenzband zu erzielen. Der Gewinn, für die im Vergleich zu einem Front Loaded Horn reduzierte Bandbreite, ist eine extrem hohe Empfindlichkeit bis in den Tiefstbassbereich und extrem hohe Belastbarkeit durch exzellente Wärmeabfuhr.


    Also haben wir doch ein Tapped Horn oder ein komisches Back Loaded Horn, wie man es eben nennen will...


    Alles in allem war das mehr Marketing als Erklärung.

    Oh je...
    Maßlose Genauigkeit sähe anders aus.
    Die einzige Gemeinsamkeit zwischen BEM und FEM ist, dass es numerische Methoden zum Lösen partieller Differentialgleichungen sind.
    Bei der FEM muss der komplette Betrachtungsbereich diskretisiert werden und künstliche Randbedingungen eingeführt werden, dies ist bei der BEM nicht der Fall, denn hier betrachten wir nur die Ränder.


    Eine zeitabhängige Lösung erfordert erhöhten Rechenaufwand, denn die Gleichungen sehen da aufgrund fehlender Fourier Transformation nochmal anders aus.

    Nix FEA.
    Hat einige entscheidende Nachteile, die ich hier jetzt nicht ausführen werde.
    Und weil es so toll ist:
    Boundary Element Methode, Dual Burton Miller Integralformulierung (Fast Multipole).
    500 Frequenzen, f0=20Hz, f1=30000Hz, MeshFrequency=40000Hz (somit bessere Ergebnisse), NoNodes=1.400.000


    Es geht ja nicht allein nur um den Waveguide, sondern auch um die 2" Hörner.
    Und wer ein System mit "nicht gut, sondern perfekt" tituliert und das auch noch verteidigt hat keine andere Antwort zu erwarten ;-)


    Natürlich habe ich das nachsimuliert (ABEC und andere Tools) und bin zu dem schluss gekommen, dass das maximal unter die Kategorie "primitiver Wellenformer" fällt und imho selbst mit FIR kaum glatt gezogen werden kann. Das davor gesetzte Diffraktionshorn hilft da auch nicht wirklich.


    Wir reden hier von Wellenlängen um die 2-3cm, da ist das nicht mehr ganz so schön...

    Ich bin ja da von der faulen Sorte...
    Taschen hab ich rausgeschmissen, die nervten nur und sind nicht wirklich nötig.


    Verstaut sind diverse Mikrofone in diversen Koffern (Großes Drumset, Sprache, Chor+Spezial).
    Diese Koffer sind abschließbare IP67 Peli Koffer, ausgekleidet mit 50mm Noppenschaumstoff und gefrästem Schaumstoff Inlay.
    Wenn die Dinger nicht grade im Lager sind ist, aus lauter Paranoia und schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit, ein GPS-Peilsender unter den Mikrofonen versteckt.


    Grüße

    Wenn man sich die wenigen, verfügbaren Bilder anschaut, sieht das Ding von der Größe aus wie eine T-24N, wenn nicht sogar noch kleiner.
    Mit "Horn" ist da maximal im Hochton was, im Mittelton ists dann wohl (mal wieder) ein Bandpass...


    Grüße

    Da kommt es natürlich auch entscheidend auf das Gelände drauf an.
    Schauen wir uns das diesjährige Rock der langen Wege an, ist das eine wahrscheinlich noch gefährlichere Option.
    Der Weg vom Konzertgelände bis zu den Parkplätzen hatte Locker 1km und aufwärts, teilweise mit Passagen, wo nichts hohes in der Nähe war.
    Die Leute da drüber zu schicken wäre in dem Moment noch unverantwortlicher gewesen und hätte sicherlich zu noch mehr verletzten geführt.


    Grüße

    Das ist wieder das typische Problem:
    Möglichst viel Entscheidungsgewalt haben wollen, aber Verantwortung? Nö, lass mal lieber.


    Noch besser sind aber Securities, die während einem Unwetter noch den Nerv haben, Techniker bei ihrer Arbeit zu blockieren... Gibt jemandem eine Uniform und sofort wird er zu einem anderen Menschen. Bewahrheitet sich leider in 99% der Fälle.


    Grüße

    Der aller wichtigste Punkt imho:
    Frühzeitige Information.
    Es kann nicht angehen, dass, wie bei Rock am Ring, um jeden Preis der Zirkus Halligalli Auftritt durchgeprüfelt wird, weil da extrem viele Gelder geflossen sind, und dann 3 Minuten vor dem ersten Einschlag gewarnt wird, aber die nächsten Tage Stunden vorher!


    Grüße

    Es wäre definitiv vernünftig gewesen.
    Allerdings hätte der Kollege Lieberberg dann so dermaßen viel Verlust gemacht, dass das letzte mal gewesen wäre (Gage für die Bands, umgetauschte Karten, Straßensperrung, etc.)
    Außerdem wäre ich dann nicht verwundert, wenn ein aufgebrachter Festivalbesucher den Marek lyncht, weil er extra Urlaub hatte und nix stattfindet.


    Grüße