Beiträge von wora

    Was verstehen wir hier unter einem "mittelen Job"? 1000 Pax Club-Konzert?

    ja, so 1000 bis 2000 pax sehe ich durchaus als "mittlere größe" an.


    und ja: wenn das irgendwie für alle verpflichtend wäre, dann könnte man da vielleicht dran drehen.

    aber wer wird die (zweifellos erforderlichen!) kontrollen denn durchführen?

    ich hatte ende der 90er mal ein defektes M88.

    das hab ich damals zu beyer geschickt und bekam es nach kurzer zeit zurück... sogar mit messschrieb. und der preis war auch super.

    in sofern kann ich also zustimmen: auch bei beyerdynamic ist man sehr fair und um seine kunden bemüht.


    allerdings habe ich vor etwa 10jahren eine sehr negative geschichte mit beyer erlebt, besser gesagt mit einem damaligen vertriebsmann von denen. da das aber eindeutig zu "i don´t need" gehört und der seltsame herr dort auch nicht mehr arbeitet, werfe ich das hier nicht in die waagschale. ;-)

    also:

    beyerdynamic = auch toll! ;-)

    nicht die schlechteste idee, weil dann sicher ein paar echt unnötige acts einfach gar nicht mehr stattfinden könnten ;-)


    aber wie ist denn die realität?
    diesen von dir beschriebenen rythmus gibt es ja nun schon seit mehreren jahrzehnten.


    früher, als ich noch bühnenbau gemacht habe (anfang-mitte der 90er jahre) hatte ich teilweise sogar noch längere schichten. es kam nicht selten vor, dass man da über 24 stunden am start war.

    aber das hab ich zum glück schon lange hinter mir und mir ist nicht bekannt, ob es sowas heute wirklich noch gibt.


    die produktionen, die zu uns in die halle kommen, haben aber nicht selten exakt die von dir beschriebene arbeitszeiten. vielleicht morgens ein bisschen später am start, aber ansonsten stimmt das schon so.


    aber so lange die mehrzahl der techniker solche arbeitsverhältnisse cool findet, wird es das auch noch weitere jahrzehnte geben. ich kann mir jedenfalls nicht wirklich vorstellen, dass man das in absehbarer zeit besser hinbekommen wird. bei großen produktionen vielleicht, aber die mittleren jobs können dann aus finanziellen gründen möglicherweise gar nicht mehr stattfinden.

    I want more of...


    ich habe mir ein weiteres Schoeps mikrofonpaar gekauft, gebraucht. das war zwar nicht wirklich billig, aber für mich in ordnung. ich kenne ja die qualität der produkte schon und weiß, das auch 15jahre alte mikros elektronisch gesehen quasi fast noch neu sind ;-)

    so weit, so gut.


    dann bin ich mit Schoeps in kontakt getreten, sie haben die seriennummern gecheckt - kein diebesgut. wunderbar! ;-)

    dort hat man mir dann noch angeboten, die mikrofone gründlich zu überprüfen - dieser service kostet wirklich nicht die welt. deshalb habe ich das angebot dann auch angenommen.

    aber der service ging noch weiter: als ich die mikros persönlich vorbei gebracht habe, wurde ich vom vertriebsmitarbeiter noch durch die firma geführt, und überall traf ich nur freundliche und gut gelaunte menschen, die mir ohne aufforderung etwas über ihren beitrag zum produkt erzählten!


    was ich damit sagen möchte:

    die qualität der produkte ist ja bekannt, aber dass dort auch noch so ein überaus angenehmes betriebsklima herrscht, das wollte ich echt mal erwähnen ;-)

    Riesenbühnen, ausschließlich In Ear,dezente Hintergrundband, optimal eingerichtete Hallenbeschallung. Woist da jetzt das Problem? Man sollte allerdings vom Versuch absehen,das so in einen 150er Punkclub- Betonkeller übertragen zu wollen.

    ...

    das sehe ich genau so. wenn die bühne nicht brüllend laut ist, die pa weit genug weg und der beschallungspegel so dass der normalhörer keinen gehörschutz braucht, dann ist das kein problem.


    wenn man der aufnahme ein bisschen aufmerksam zuhört, dann erkennt man ja, dass das mikro tatsächlich offen ist und auch benutzt wird.

    na ja, wenn eine privat geführte firma gut läuft und der eigentümer nicht mit dem gedanken spielt in den (gut bezahlten) ruhestand zu gehen, oder es sonstige gründe für den verkauf gibt, dann gibt es ja auch keine veranlassung sich auf einen verkauf.


    das soll also nicht heißen, dass es grundsätzlich allen firmen irgendwie schlecht ging, als sie verkauft wurden. aber ich denke einige waren schon kandidaten, die wahrscheinlich nicht alleine überlebt hätten.

    jepp, das phänomen "müde beim abbau" dürfte weithin bekannt sein.

    auch die damit verbundenen probleme, weil man in sochen situationen oft risikoreicher agiert als wenn man frisch und ausgeschlafen ist.


    der kostendruck lässt aber oft nicht zu, dass es zwei teams (oder zumindest eine ergänzung durch ausgeruhte techniker) geben kann.

    wäre nett, wenn du das herausfinden könntest.

    auch an diesem thread dürfen ruhig alle mitarbeiten ;-)


    sobald neue erkenntnisse vorliegen, trage ich sie in die erste antwort auf die ausgangsfrage ein, so dass man nicht immer den ganzen faden durchlesen muss

    so, da ich bandmischungen in letzter zeit nur auf Soundcraft konsolen abarbeiten konnte, bin ich erst gestern abend zum ersten livemix über meine dLive mit der neuen firmware gekommen.


    also ich muss sagen, dass die neuen Dyn8 Dynamikprozessoren echte waffen für unliebsame frequenzabhängige pegelausrutscher sind.

    ich betreue z.b. seit knapp 20jahren eine sängerin, die je nach song sehr starke anteile im mittelton hat. das konnte ich mit einem Dyn8 in ihrem kanal auf anhieb deutlich entschärfen. gefällt mir ausgesprochen gut!


    die 1176 kompressoren habe ich für snare, keyboard und bassgitarre verwendet.

    am keyboard hat er mich noch nicht so beeindruckt, aber das kann ja auch an den einstellungen liegen, die ich noch finden muss. an bass und snare hat mir dieser kompressor aber sehr gut gefallen, ich denke dafür werde ich das modell sicher noch häufiger nutzen.


    der ducker macht auch einen super job, wunderbar, das ist genau was ich brauche.


    den neuen Chorus habe ich mal mit der akustikklampfe ausprobiert. also auf mich macht er einen guten eindruck, aber wie gesagt habe ich da nicht so die großen vergleiche.

    stimmt, IP8 controller hab ich ja auch.

    ich muss das jetzt endlich mal probieren, wie das in zusammanarbeit mit einem laptop läuft. man braucht ja dann am FOH sicher noch einen netzwerk-switch, damit man nicht zwei netzwerkleitungen zu bühne ziehen muss.


    IP8 lassen sich übrigens bis zu 16stück anschliessen, das wäre dann wieder ein ganz schön ausladender FOH-tisch ;-)

    wie gesagt: es gibt ja alternativlösungen, falls die systemeigenen surfaces ganz und gar nicht erwünscht sein sollten.

    ob da in zukunft auch noch andere surfaces geplant sind, kann ich natürlich nicht sagen. das hängt sicher sehr davon ab, was der markt fordert.

    @Volker:

    ach herrjeh, ist es wirklich schon so weit gekommen?

    darauf zu hoffen, das es den bands selber auffällt, das etwas nicht stimmt, ist sicher illusorisch.


    die einzige lösung die ich dabei sehe:

    ein ernstes gespräch mit den verantwortlichen, das man in zukunft wieder vermehrt auf die sprachverständlichkeit achten muss.

    denn es ist ja auch nicht im sinne der akteure auf der bühne, dass man ihre texte nicht versteht. und die veranstaltung leidet ja auch darunter.

    in sofern sollte da ein hohes interesse bestehen, eine praktikable lösung zu erarbeiten.

    sehe ich auch so.

    mein einziger wirklicher kritikpunkt an der 1500er ist, dass sie so wenige fader hat ;-)


    es gibt aber eine lösungsmöglichkeit, wie man das alles noch kompakter bekommen kann. natürlich mit den entsprechenden kompromissen!

    man nehme als "surface" einen klapprechner (egal ob Win oder Mac) und schliesse daran ein beliebiges USB-Midi faderboard an. die dLive lässt sich meines wissens nach über den editor (Director) und Midi ansteuern. damit lässt sich eine sehr kompakte steuerung basteln.

    wie man das programmieren muss, entnimmt man dann den handbüchern.

    ach herrjeh... mein größtes beileid an die hinterbliebenen!

    meine güte, 19 jahre alt... das ist wirklich bitter.


    die Schleyerhalle ist wirklich hoch. es grenzt ja an ein wunder, dass der herabstürzende kollege nicht ebenfalls dabei gestorben ist. was wird der sich wohl für vorwürfe machen, wenn er wieder genesen ist? eine unvorstellbare situation.


    nein, solche nachrichten möchte man wirklich nicht haben.

    doch sie zeigen mal wieder, das selbst bei großen produktionen mit profis fehler passieren. die unfallvorschriften, die manche kollegen für übertrieben halten, beruhen leider alle auf tatsächlich passierten unfällen. dieser aspekt wird ja hin und wieder vergessen.

    mir ist es vor einigen jahren mal passiert, dass ich beim soundcheck nach einem sehr, sehr hektischen aufbau plötzlich keine stimmen auf die front mischen konnte.

    alles andere ging problemlos, monitor war auch vorhanden. nur die vocals im mix fehlten.


    auch das direkte routen auf die summe brachte keine besserung!=O


    die situation war in sofern peinlich, als ich gerade einen kollegen neben mir stehen hatte, dem ich ein paar minuten zuvor nach sagte:" kein problem, ich hab ja meine iLive dabei..."

    da wurde ich dann auch noch hektischer, weil ich nicht begreifen konnte wo der fehler lag.

    egal was ich routete, kein vocal im mix.

    irgendwann, nach endlos erscheindenden und gefühlt superpeinlichen minuten, fand ich den fehler dann doch noch: ich hatte in der hektik statt der FX-DCA gruppe aus versehen den fader der VOC-DCA runtergezogen... =O<X

    und da die DCAs auf einer anderen faderebene lagen, hatte ich das zunächst überhaupt nicht gesehen.


    PS

    ich muss ehrlich zugeben, dass ich in dem moment wirklich kurz über einen möglichen defekt meiner damaligen iLive nachgedacht habe. so nach dem motto: "so ein scheißpult"... das jahrelange gelaber von wegen "A&H taugt nix" hatte in meinem gehirn damals doch irgendwie seine spuren hinterlasen... aber das pult konnte mal wieder absolut nix dafür8)

    habu :

    induktionsschleifen gibt es in "unserer" halle leider nicht.

    der herr trug aber entwedergar kein hörgerät, oder ein wirklich unsichtbares. ist aber auf jeden fall ein ansatz, darüber nachzudenken ob es auch damit zusammenhängen könnte.


    guma :

    jepp, genau sowas denke ich auch.


    gerade solche faschingsveranstaltungen zur massenbespaßung haben mich schon sehr früh gestört... und zwar genau wegen den typen, die unbedingt spaß haben wollten - und die überhaupt keinen spaß verstehen, wenn man ihre ansicht in dem moment nicht teilen kann. und genau in diese schublade hat opa ganz perfekt gepasst.

    irgendwie ganz schön schräg.


    heute hat das kopfweh übrigens deutlich nachgelassen.

    das kommt jetzt wieder sehr auf die rocker an... ich kenne da persönlich welche, die sehr leicht reizbar sind, und deren attacken man mit sicherheit nicht so einfach ausweichen kann. zum glück alte freunde aus jugendtagen... ;-)

    was die normale heavymetal-fraktion angeht, gebe ich dir aber vollkommen recht. die sind froh wenn man sie in ruhe ihre musik hören lässt. und zwar LAUT! :)

    in der verwaltung ist man überrascht, das so etwas überhaupt passieren konnte. aber da sogar der OB zeuge war, dass es eben nicht zu laut war, gibt es immerhin keine kritik an meiner arbeit. das ist ja schonmal was.

    jetzt wird darüber nachgedacht, wie man das problem beim nächsten mal vermeiden kann. eine lösung wäre, die senioren vor dem nächsten besuch so einer veranstaltung darauf hinzuweisen, das es laut werden könnte - und auf den tischen gehörschutz auszulegen. mal sehen ob das etwas bringt.