Beiträge von wora

    War das "Stack des mutigem" denn gegen Umfallen gesichert?

    nun, er hatte jeweils zwei keile vorne unter den bässen... falls du das meinst. :)



    billbo

    wie gesagt, die linearray-theorie haben wir hier ja schon vor vielen jahren lange und tief durchdiskutiert. zumindest die leute, die schon lange dabei sind, sollten darüber also noch bescheid wissen. und die meisten dürften mittlerweile auch ein paar persönliche erfahrungen mit gut gemachten oder zu kurzen linearrays haben. für uns sind die genannten erkenntnisse also nichts neues.

    schön finde ich allerdings, das durch diese beiträge hier kollegen diesbezüglich noch dazulernen können. das finde ich wirklich prima!


    und an diese kollegen möchte ich noch ein wort aus der eigenen erfahrungswelt richten: macht diese linien nicht zu kurz!

    wenn irgendwo mal wieder eine "banane" aus drei elemeten hängt und der zugehörige techniker von seinem "linearray" schwärmt, dann lache ich in mich hinein und weiß, dass er die theoretischen grundlagen nicht verstanden hat. oder sie ihn gar nicht erst interessiert haben...

    ein linearray braucht länge!

    wenn es zu kurz ist, dann wird sich der vorteil des linienstrahlers nur auf einen kleineren teil des frequenzumfangs auswirken, und zwar nur auf die höheren frequenzbereiche (in den ganz hohen frequenzen wieder nicht mehr, denn da sind die abstände der schallquellen zu groß. da hat man aber als techniker keinen einfluss und hier bieten die hersteller in der regel gute kompromisse an).

    als erstes verlieren also die grundtöne ihre energie, wenn wir die systeme zu kurz machen.


    das kann man im sommer oft sehr gut auf kleinen stadtfesten hören, wenn man sich mal von der bühne weg bewegt. der sound wird dann im lomid-bereich immer dünner (so er denn überhaupt vorhanden war), übrig bleiben laute mitten und höhen und in der regel viel bass. aber die ausgewogenheit, die vielleicht in bühnennähe noch vorhanden war, geht flöten. das liegt daran, dass man für die gerichtete basswiedergabe eine möglichst lange linie haben muss. am optimalsten wäre es, wenn diese im bereich lambda/halbe der tiefsten abgestrahlten frequenz liegt. will heißen: wenn man z.b. 80Hz wirklich gerichtet abstahlen möchte, sollte die arraylänge schon über 8,6m liegen. doch das erreichen wir dann wirklich nur bei den ganz großen festivals!

    dieses beispiel dient nur mal als denkanstoß, denn natürlich wird man das eher selten umsetzen können, ist klar. man muss ja immer irgendwelche kompromisse eingehen. aber meiner ansicht nach sollte ein linearray nicht unter 2m lang sein, damit es wirklich sinnvoll arbeiten kann. und je länger desto besser.


    aus diesem grund sehe ich auch hornsysteme im vorteil, wenn die veranstaltungsgröße unter etwa 2000 leuten liegt. das ist jedenfalls meine persönliche meinung.


    das thema "länge der arrays" wird nach wie vor oft vergessen, obwohl die erkenntnisse nun schon viele jahre öffentlich zugänglich und bekannt sind, z.b. in fachforen wie diesem hier.

    also ich habe in meinem bestand noch einige kabel, die ich mir mitte der 90er gekauft habe. die sind irgendwie unkaputtbar (bzw. hatte ich bisher wohl glück mit meinem personal), aber ich habe keine ahnung ob die einen wellenwiderstand von 110ohm haben. für DMX ist mir jedenfalls noch nichts negatives aufgefallen und AES3 verwende ich nicht.

    offenbar hatte ich damals ja einfach glück ;-)

    Esstellte sich jedoch mit der Zeit heraus, dass es beiLiveveranstaltungen auch mit geschlossenem Balkon wesentlich besserist, die oberen Paare einfach mitlaufen zu lassen – der Effekt derbesseren Directivity im Lowmid- Bereich aufgrund der 50% längerenZeile (und/ oder der 50% zusätzlichen Abstrahlfläche) ist deutlichspürbar, der der zusätzlichen Reflektionen von der Hallenrückwandselbst im direkten A/B- Vergleich praktisch nicht zu bemerken.

    ich kenne ja dein "heimatvenue", zumindest hab ich dort einmal gearbeitet, wenngleich das nun schon wieder ein paar jahre her ist. das ist dort eine ganz andere vorraussetzung.

    bei uns ist alles eher ebenerdig, es gibt keinen balkon (wurde ursprünglich geplant, aber nicht umgesetzt). aber es gibt im bereich über dem publikum heftige reflektionsflächen.

    es ist natürlich wichtig, den raum dazu zu betrachten. und das ist ja auch die herausforderung für die tourenden techniker, die müssen sich immer auf neue situationen einstellen. den einen gelingt das besser , den anderen nicht.

    wie gesagt haben wir für die letzteren akustische maßnahmen ergriffen, die fehlbeschallungen zum teil ausgleichen können. das haben auch schon einige leute bemerkt ;-)

    Macht Ihr es mit einfachen Mikrokabel? Es soll ja heißen DMX mit 110 Ohm sollte/müsste erst ab ca. 20m Länge?

    ähem.... ???:/


    die signalübertragung vom pult zum amp (oder controller / oder subwoofer mit controller) erfolgt meist über ganz normale, symmetrische XLR kabel.

    die sogenannten "mikrofonkabel".


    wenn du die digitale AES/EBU schnittstelle benutzt, dann kann man das in der regel ebenfalls über solche kabel machen. bei langen strecken sollte man dann darauf achten, dass die kabel 110Ohm wellenwiderstand haben. das entspricht den vorgaben bei AES3 (AES/EBU).

    glaub ich... ;-)

    die entscheidung, ob gestackt oder geflogen wird überlassen wir natürlich den produktionen. in diesem falle war es sogar so, dass deren lichtfraktion eigene traversen mit frontlicht an unseren hängepunkten geflogen hat - und die tonfraktion diese aufhängungen nicht nutzte.

    über die wahren gründe für dieses vorgehen kann ich leider auch nur spekulieren.


    ThoSchu :

    es ist also in arraycalc nicht vorgesehen, dass man so eine lange banane auf den bässen stackt? ich meine mich auch erinnern zu können, dass mehr als drei tops nicht vorgesehen sind. das muss aber nicht stimmen, da ich kein d&b user bin und daher keine erfahrungen damit habe.

    bei dieser sachlage frage ich mich gerade: hätten wir als hallenbertrieber da einschreiten müssen? ich kläre das mal am montag mit unserem TL.

    und nein, wir waren nicht der veranstalter. der veranstalter ist mir aber bekannt, er hat von technik nicht sehr viel ahnung und hätte das daher ebenfalls nicht beurteilen können. somit sehe ich die verantwortung hier durchaus beim anlagensteller, oder liege ich da falsch?

    ...Aber nur mal angenommen, bei den 6 Tops warenalle Konuslautsprecher in Betrieb, jedoch lediglich bei den unteren 3oder 4 auch die Treiber – dann hätte der Kollege ALLES richtiggemacht und die Aufgabe mit den ihm zur Verfügung stehenden Mittelnbestmöglich gelöst. (Ich weiß, dass bei simplenPassivweichensystemen à la 'Q' solche Möglichkeiten erst mal nichtvorgesehen sind. Aber u.U. wiegt der Effekt 'weniger Mulm' trotzdem weitaushöher als das bisschen HF- Reflektion von der Hallenrückwand.)...

    "hätte" ist aber nicht "hat".:)

    die länge spielt bei einem linearray eine wichtige rolle, das wissen wir hier im forum ja auch schon seit einigen jahren ;-)

    doch wie du schon selbst bemerkt hast, ist das abstellen des HT in der Q nicht so ohne weiteres möglich. man müsste die HT in den oberen boxen schon abklemmen. aber dann hätten sie sicher auch entsprechende aufkleber oder markierungen, damit man sie nicht aus versehen unten einbaut... :/:S


    wir haben in unserer halle mittlerweile darauf reagiert, solche geraden stackings an der rückwand möglichst viel energie zu rauben: wir haben einige tausend euro in traversen mit viel stoff dran investiert! sehr wahrscheinlich lag der ausreichend gute sound eher daran als an der tatsache, dass "das bisschen HF-Reflektion" keine rolle spielt ;-)


    ich bin weiterhn der ansicht, dass man es hätte besser machen können - und zwar wie yamaha4711 passend erwähnte: mit dem fliegen der systeme!

    damit haben wir hier in der halle bisher die allerbesten erfahrungen gemacht.

    aber man weiß ja wie das meist läuft: wenn es nicht gut klingt, ist immer die halle schuld - und meistens stimmt das ja auch - aber eben nicht immer ;-)

    Je größer und professioneller die VA wird, desto weniger sieht man Tablets. Das ist fakt und wird sich hoffentlich auch nicht ändern.


    Auch das was Karel schreibt, kann ich nur zustimmen. Die neue Generation der Faderschubser sind mit damit überfordert sich eine EQ Kurve selbst zu visuallisieren. Die verlassen sich vermehrt dann auf die nette Grafik auf dem Tablet anstatt auf das wichtigste Werkzeug: Die Ohren.

    beiden punkten möchte ich zustimmen.


    was die anfänger heutzutage so benutzen, kann ich nicht sagen. momentan habe ich dazu keinen zugang.

    aber ich würde auch erstmal jedem anfänger ein kleines analogpult mit wenigen kanälen hinstellen, mit zwei oder drei potis für die klangeinstellung und je einem pre- und postfade auxweg. damit kann man anfänger erstmal gut beschäftigen!

    zum mixen per app mal eine kleine anekdote:


    ein burgfest in karlsruhe, diverse bands hintereinander im festzelt, es gab wenig umbauzeit und keine vorab-check-möglichkeiten.

    also hab ich mit einem iPad in der hand die monitore eingestellt.

    so weit, so gut.

    als ich gerade sanft den fader eines monitorweges hochgezogen habe und dabei gleichzeitig ins (nach vorne raus gemutete) mikrofon gesprochen habe, geschah die katastrophe: der schräg hinter mir stehende gitarrist rammte mir aus versehen den gitarrenhals in den ellenbogen, worauf hin mein finger einen schnellen wisch über den touchscreen machte... natürlich nach oben!!

    das sofort entstehende, infernalische feedback aus der PS15 box war gigantisch.


    natürlich versuchte ich nach der ersten schrecksekunde den virtuellen fader zu erwischen und wieder nach unten zu ziehen...

    aber es gelang mir nicht, weil ich einfach viel zu hektische bewegungen machte... derweil fing das ganze zelt an zu pfeifen und zu buhen.

    was hätte ich in diesem moment für einen fader gegeben, den man einfach ruterziehen kann!!

    ich hab dann das funkmikro aus der stativklemme gerissen und die funkstrecke abgeschaltet. das ging in der situation allemal zuverlässiger als mit dem iPad!


    seit diesem erlebnis bin ich sehr vorsichtig geworden, was das mixen per streichelbrett angeht. ich schaue immer genau hinter mich, wer da so hantiert!

    aber mitten ins publikum zu stehen und gefahr zu laufen angerempelt zu werden, das kommt mir mit sicherheit nicht in die tüte! 8)


    ich weiß das es mittlerweile veranstalter gibt, die sowas gerne sehen. das kommt sicher von kollegen, die damit prahlen und die eine solche negative erfahrung noch nicht gemacht haben.

    und auch von musikern bin ich schon gefragt worden, ob ich mir das vorstellen könnte...


    ich habe ja schon mehrfach darauf hingewiesen, dass ich diesen (in meinen augen sehr negativen) trend schon kommen sehe.

    wora : ich frag mich gerade mehr: Bleibt das überhaupt alleine stehen?

    ja, daran hab ich auch gedacht.

    und ich gehe auch schwer davon aus, dass eines der beiden hauptargumente gegen eine bessere ausrichtung auf das publikum (also die banane mehr zu neigen) genau hier zu suchen ist! 8)

    das zweite argument dürfte die auf/abbauzeit sein. stacken geht eben scheller als fliegen.:|


    aber ich betreue die veranstaltung nicht, das machen die kollegen. deshalb kann ich auch nicht nochmal nachfragen. und ich kann auch nicht mehr an diesem turm wackeln. ich hab feierabend ;-)

    nur soviel: das publikum dürfte in der hauptsache über 60sein, die gefahr der bühnenerstürmung durch fans tendiert daher gegen null. und auch die musiker selbst werden mit 100%iger sicherheit nicht auf den boxen herumturnen, da sie eine ähnliche altersklasse haben. und auch unsere bühne ist keine podestbühne, sondern steht bombenfest. da wackelt nix.

    insofern bin ich da entspannt, solange man das ding eben nicht weiter neigt :D


    wie sind hier eigentlich die empfehlungen des herstellers bezüglich stacking?

    weiß das jemand?

    na ja, also ganz schlecht hat es ehrlich gesagt nun wirklich nicht geklungen.

    doch es hätte eben noch besser sein können, wenn man nicht diesen groben startfehler gemacht hätte.


    und was die sache mit den ungeschulten benutzern angeht:

    in meinem leben habe ich schon sehr viele schlecht aufgebaute und schlecht eingestellte d&b anlagen gesehen/gehört.

    trotzdem genießt der hersteller einen sehr guten ruf.

    daran kann es also nicht wirklich liegen.


    die vorgehensweise von L-Acoustics mit dem geschulten personal sehe ich trotzdem ausschliesslich positiv!

    Dessen "Systemtechniker" hat die Arrays immer als Welle gebaut. Hängen sie an der Decke, strahlen die oberen Richtung Decke. Immer. "Die müssen eine Welle machen, wegen den Schallwellen"

    oh, das hatte ich jetzt noch nicht. :)

    da ist also noch luft auf der nach oben offenen unsinns-skala...

    ...jetze noch schnell zwei Paletten drunter, dann hat das Stehtischchen wenigstens eine ausreichende Höhe für mein Pils-Püllecken...

    ich würde da eher eine zweite box empfehlen, sonst sind die paletten so im weg...

    so, heute haben wir wieder einen "ich-nutze-ein-linearray-und-baue-es-falsch-auf-aber-geht-schon-es-ist-ja-d&b" beschaller im haus.


    6er banane d&b Q-serie gestackt, die obere hälfte des arrays strahlt dabei etwa 4m über die köpfe der zuhörer... aller zuhörer. und natürlich hinten gegen die rückwand!


    als ich den kollegen frage, warum er die hälfte der energie so weit über das publikum richtet, kommt die unvermeidliche antwort:

    "ach, das geht schon":S


    hallo Audionator-0815,

    willkommen im pa-forum!


    zu den FP6400 möchte ich sagen, dass diese damals an unseren 18ern recht unterschiedliche ergebnisse lieferten. mal war die wiedergabe sehr gut, ein andermal klang es irgendwie kraftlos. wir haben damals vermutet, das dies an den wechselnden stromversorgungen liegen könnte.

    diese erfahrungen habe ich mit FP10000 (und clonen) nicht mehr gemacht.

    ich hatte da mal 2 Rapper die ihre playbacks per Handy einspielten und dann kam plötzlich ein Anruf.... Uhaaaa...

    :D:D:D:P



    ich hatte mal zwei rapper, die nach jedem zweiten satz sagten: "ey, mach ma laudaaa"... selbst als es schon rückkopplungen über die wedges gab!

    solche wandelnden hohlkörper braucht wirklich niemand auf ner bühne.:evil:

    ich bin auch kein freund des mischens über streichelbrettchen.

    für die soundcheckphase möchte ich diese lösung aber nie wieder missen!


    ich wurde letztes jahr aber tatsächlich mal gefragt, ob ich für den bandmix mit nem iPad klarkomme - "oder ob man das mischpult in den weg stellen muss"... 8|

    so weit ist es schon gekommen

    ich glaube diesbezüglich müssen wir uns in den kommenden jahren noch warm anziehen, denn es gibt tatsächlich kollegen, die da keinen schmerz kennen und den bandmix tatsächlich auch live mit einem brettchen machen. das hab ich jetzt schon öfter gehört.