Beiträge von falcocgn

    Hi Hanseat, die Texte sind ja kein Widerspruch, die Rechtsbezüge müssen nur sauber getrennt werden. Ich schrieb ja schon weiter oben genau dazu. Nach Baurecht(!) > VStättVO ist ein VfV erforderlich. Die Quali richtet sich nach der Gefährdung. Gefährdung wird schriftlich ermittelt. Nach Unfallverhütungsvorschriften (Vorschrift 17 bzw.18) ist eine "Bühnenfachkraft" immer(!) erforderlich bei Auf-, Ab- und Umbau von Veranstaltignstechnik, egal ob drinnen oder draußen. Qaulif richtet sich nach Gefährdungsgrad nd auch z.B. nach den Tabellen in der 215-310. Die UK NRW sagt auch ganz klar, dass eine aufsichtführende Person geschult sein sollte und UNTER LEITUNG UND AUFSICHT einer Bühnenfachkraft stehen muss. Also en Meister, der ggf. schwierigeres abnimmt und an die AFP für den Abend übergibt.

    Hallo Hanseat, Du solltest sehr genau aufpassen, welche Schuhe Du dir anziehst. Die Verantwortlichkeiten müssen ganz klar geregelt sein. Als Techniker bist Du Techniker. Punkt. Im Rahmen Deiner Fähigkeiten, Kompetenzen und Befugnisse, die übrigens auf jeden Fall schriftlich fixiert und übertragen werden müssen, solltest Du handeln. Mehr nicht. Sonst begibst Du dich in eine Garantenstellung, die Du nicht haben möchtest. Dein Rektor hat hier die entsprechenden Pflichten.


    Was das Stativ im Außenbereich angeht, musst Du die Vorgaben des Herstellers beachten und auf Deine Verkehrssicherungspflchten achten. In der Regel ist vorgesehen, dass ab Windstärke 6 abgelassen werden muss. Eine Ballastierung kannst Du machen, das ist natürlich über eine Berechnung darzustellen. Bei einer Abspannung wird es schwierig, weil entsprechende Quer- und Druckkräfte auftreten. Da muss zwingend ein Statiker ran.

    Hallo Hanseat, einige Links und Infos hast du ja schon gefunden und Du machst Dir Gedanken, was auch sehr gut ist. Es ist ja auch grudsätzlich egal, ob Veranstaltungen im schulischen Rahmen oder kommerziell/gewerblich stattfinden. Der Veranstalter, bzw. der Betreiber einer Versammlungsstätte/eines Gebäudes hat immer die Verkehrssicherugspflicht. Hier solltest Du dir grundsätzliche Gedanken über Deine Rolle machen. Bist Du "nur" ein Techniker? Oder bist Du offiziell benannter Vertreter des Betreibers (Schule)? Oder offiziell benannter und qualifizierter Vertreter des Veranstalters? Das wäre diejenigen, die sich zuallererst Gedanken machen müssen im Rahmen ihrer Kontroll-, Aufsichts- und Verkehrssicherungspflichten. An weiteren sehr guten Informationen kann ich Dir die Schriften der VBG empfehlen, die einen Fachbereich zu Bühnen und Studios haben: http://www.vbg.de/DE/3_Praeven…nen_und_Studios_node.html Dort besonders die DGUV Information 215-310: http://www.vbg.de/SharedDocs/M…blob=publicationFile&v=11

    So viel widersprüchliches ist da gar nicht, wenn ich mir die Rangfolge der Gesetze ansehe. Im Löhr/Gröger (der Gröger, der auch an der MVStättVO mitgeschrieben hat) stehen beide Absätze. Allerdings zuerst der untere und danach im Kasten der obere. Generell gilt, dass spezielles Recht das Allgemeine bricht. Und so ist die Erläuterung der ARGEBau auch vollkommen richtig zur Klarstellung. Im GG wird gesagt, dass Religionsgemeinschaften ihre Angelegenheiten selber regeln. Im Baurecht (VStättVO) dann wird das bestätigt und selbstverständlich auf die Widmung bezogen. Da die ARGEBau durchaus im Leben steht, haben sie den nicht so seltenen Fall einer nicht-liturgischen Veranstaltung im gewidmeten Raum erläutert.

    (diesmal ohne Rechtschreibfehler)

    Aaaalso... Im Kommentar von Löhr/Gröger steht eine Passage aus der Sitzung der ARGEBau dazu. Dort heisst es, dass "der Widmungszweck immer dann verlassen wird, wenn der kirchliche Raum dauerhaft oder wiederholt planvoll für kirchenfremde Zwecke benutzt wird und dadurch Belange des öffentlichen Baurechts in einer Weise berührt weden, die die Genehmigungsfrage neu aufwirft. Dies ist bei z.B. gelegentlichen Benutzungen von Kirchenräumen, z.B. für Kirchenkonzerte, nicht der Fall."


    Zu einer erhöhten Brandgefahr bei Veranstaltungen zählen: Vorhandensein möglicher Zündquellen, feuergefährliche szenische Handlungen, Art, Menge und Form der brennbaren Materialien, Brandverhalten der Bau- und Werkstoffe, Brandverhalten der Requisiten und Ausschmückungen.


    Hilfreich dazu ist ein Blick in die DGUV Information 215-316-Brandschutz im Dekorationsbau. Dort findet sich auch eine schöne Risikoanalyse als Vorlage für eine Gefährdungsbeurteilung.

    http://www.vbg.de/SharedDocs/M…_Information_215_316.html 

    Jetzt bin ich überrascht über die Aussagen zu Mastertent. Vor Jahren schon habe ich bei EZ-UP, Quickup und noch einem anderen Hersteller schriftlich angefragt. Es gab nur einen der mich anrief und sich am Telefon echt rumwand. Am Ende steht maximal "Starker Wind" im Raum. Ab da wird es eng. Starker Wind ist BFt. 6 mit bis zu 51,8km/h. Das steht auch im Zertifikat von MT drin. Allerdings müssen dann die 30Kg-Gewichte auf die Füße gelegt werden. Super Sportprogramm für den Zeltbesitzer... Und wenn ich die Seite 23 von dem MT-zertifikat lese wird es ganz komisch. Demnach muss ich das Zelt einfahren auf 80cm?

    Mal ganz grundsätzlich...: Die BGV C1 wurde vor mehreren Jahren schon umbenannt in DGUV Vorschrift 17, ergänzt wird die Vorschrift durch die Regel 115-002. Eine DIN stellt i.d.R. Normen für die Herstellung dar. Nicht vergessen wollen wir die Betriebssicherheitsverordnung, in die der Teil der Prüfvorschriften der alten C1 übergegangen ist.


    (Augen roll) So ein bisschen regelmäßige Fortbildung kann nicht schaden...

    Lieber 1uwe, mir scheint, es gibt massive Kommunikationsprobleme in Deiner Firma, zwischen Dir und Deiner Firma, zwischen Dir und der BG, zwischen Dir und uns. Liegt es nun an all den anderen, dass sie DICH nicht verstehen oder könnte es nicht vielleicht durchaus im Bereich des Möglichen sein, dass DU und DEINE Art der Kommunikation ursächlich sind? Wir geben uns ja alle viel Mühe... Dennoch: wenn Du nicht in der Lage (oder willens) bist, den Ausgangssachverhalt in wenigen Stichworten zu schildern, und das auch noch nach mehreren Aufforderungen, dann hast DU ein massives Problem.

    Also lieber 1uwe, Deine Texte waren vor drei jahren schon nicht einfach zu verstehen. Jetzt, nach drei Jahren wärmst Du mit einem elend langen Text die Debatte wieder auf, ohne einfach mal nur Nettotext zu sprechen, denn ich werde nicht an den Anfang des Fadens gehen. Bitte mal ganz konkret und stichwortartig den Sachverhalt (den ursprünglichen Anlass) schildern. Nicht lamentieren, nicht jammern. Einfach nur die Frage beantworten: was war der konkrete Anlass?