Beiträge von simonstpauli

    Ethercon ist aber vom Handling her schonmal ein enormer Fortschritt gegenüber RJ45 allein. Man kann sie nicht falsch rum reinwürgen (das geht bei RJ45 allein! Schon erlebt!), sie sind trittfest und deutlich zugfester. Sie reißen nicht von allein raus, weil sie nicht nur an einer kleinen Plastiklasche hängen. Und genau das sind die Punkte, warum man wenn es schon um RJ45-basierte Netztechnik geht, mit Ethercon eine gute Ecke besser beraten ist. Wenn Ethercons dran sind, zwingt einen ja niemand dazu, auch Ethercon-Stecker reinzustecken. Normale RJ45 passen ja immernoch. Aber man KANN, wenn man auf das Plus an Sicherheit Wert legt. Auf einer Bühne würde ich niemals nur mit RJ45 arbeiten, da sind Probleme vorprogrammiert. Man kann sagen: Wenn Ethercon erstmal steckt und läuft, dann läufts auch die Veranstaltung durch. Bei RJ45 dagegen... einmal am Kabel gezogen, das kanns dann gewesen sein.


    4polige XLR sind heute keine Lösung mehr dafür. Gbit-Ethernet ist quasi Standard, und da brauchts alle acht Adern. Hier hätte man punkten können, indem man XLR einfach auf 8polig aufgebohrt hätte, mit entsprechenden Vorkehrungen für die Signalintegrität.

    Ein X-Codierter M12 wäre die professionelle Variante. Aderpaare im Stecker metallisch abgeschirmt, robuste Steckverbindung, CAT7-tauglich, millionenfach in der Industrie bewährt.
    Die erwarte ich allerdings nicht bei so einer Serie.

    Wir haben aktiv IQ8er im Einsatz und ich kann mit grosser Bestimmtheit sagen, dass die Dinger (und bestimmt auch die 12er) in 100'000 Jahren nicht an die UPA's herankommen. Da kann bei diesen Ohringer-Dingsen noch so viel Klark draufstehen. Für den Preis absolut ok und besser als manches Vergleichsprodukt in der Plaste/Elaste-Liga - aber auch nicht mehr.

    Sowas in der Art ahnte ich. Völlig andere Zielgruppe, wie schon geschrieben.

    Mein erstes Mischpult ist leider verschollen. Es gibt auch kein Foto mehr davon. Es war grün.

    Mein Vater hat das Gehäuse aus Metall gebogen und lackiert, ich habe das Innenleben gestaltet. 2x Stereo, 1x Mono auf 1x Stereo, kein EQ. Anschlüsse waren zeitgemäß 5-pol- und 3-pol DIN. Muß direkt mal auf die Suche gehen, ob das Ding noch bei den Eltern in der Garage steht.

    Gut mal Spaß beiseite:

    Das Zeitalter der Digitalpulte hat uns nun beides in die Mischgeräte gepackt und wir sollten uns darauf einigen, dass wir "fürderhin" eine 'patch matrix' von einer 'mix matrix' unterscheiden.

    Is ja nich so schwer, näch... :)

    Total simpel.


    Inputs und Outputs. Entweder nur Patch (nur ein Eingang pro Ausgang, aber mehrere Ausgänge pro Eingang möglich), oder Patch plus Gain (Mischmatrix, dann oft auch mehrere Eingänge auf einen Ausgang möglich).


    Ich illustriere das mal anhand einer CL-Serie von Yamaha:


    1. Dante-Matrix

    2. Input-Patch

    3. Inserts

    4. Haupt-Mischmatrix (die bekannte Mischpultfunktion, Kanäle auf Busse)

    5. Matrixmischer (die Matrix-Busse)

    6. Output-Matrix

    7. Dante-Matrix

    Dann gibt es noch das Konzept der Tie Lines, die mit den Mischfunktionen überhaupt nichts zu tun haben müssen, also einfach nur Eingänge eines Mischpultsystems auf Ausgänge routet.

    Das Konzept des Matrixmischers ist ein grundlegender Baustein unserer Arbeit. Wenn man das verstanden hat, hat man schon viel gewonnen. Dann noch der externe Signalfluß und die Pegel. Der Rest ist dann die Kür.

    Ich schmeiß mal die TURBOSOUND IQ Serie in die Runde, die hat doch hinterlegte Presets und soll dann exakt so klingen wie Produkte der Mitbewerber, meines wissens ist da auch Meyer hinterlegt.....


    Es dürfte schwer werden, die Off-Axis-Signatur von verschiedenen Lautsprechern nachzuahmen. Bzw. ist das unmöglich.


    Was machbar ist, ist der Frequenzgang auf Achse. Der macht aber nur einen ganz kleinen Teil eines Lautsprechers aus und wäre ggf. auch mit Bordmitteln eines Pultes oder Controllers zu erreichen. Klarer Fall von geschicktem Marketing für die Zielgruppe.

    Ich denke, es sollte mit relativ wenig Aufwand machbar sein, einen stabil bleibenden Speicherpfad für die Remote-Auto-Sicherung zu programmieren. Vielleicht täusche ich mich aber.

    Gibt es eigentlich schon eine Rückmeldung von DiGiCo, guma?

    Ich verstehe allerdings nicht so ganz, warum hier zwingend das Symptom bekämpft werden soll - die Ursache ist doch ganz offensichtlich in der Digico-Software zu finden. Dieses Verhalten (wenns denn nicht ein Userfehler wegen falsch eingestelltem Laufwerk oder so ist) ist ein schwerer Bug, gehört gemeldet und korrigiert.

    Das sehe ich genau so.

    Alles andere ist Herumdoktorn am Symptom.

    Ich kriege da immer Nackenschmerzen vom quer gucken ;-)

    Bauste Dave-Rat-Style auf, kannste den Channel Strip und die Bühne gleichzeitig sehen. Voll gut!


    Andererseits ist es auch ewig her, daß mir jemand eine Si hingestellt hat.

    Deine Einschränkung auf self-powered-Lautsprecher macht die Suche nach Alternativen schwerer.

    Ohne diese würde ich sagen, hör Dir mal die gute alte Apogee AE5 an. Oder die UPA 1C. Beide Lautsprecher waren mal recht verbreitet und schwirren auf dem Gebrauchtmarkt rum.

    EDIT:

    Die Kling&Freitag CA1215 wäre auch mal eine Hörsession wert.

    Man sollte mal zur Entschuldigung von Soundcraft erwaehnen das die SI 1 Serie aelter ist als das I Pad1. Die Fernsteuer Mode war also nicht vohersehbar.

    Da ist was dran.

    Dafür sind es für mich die einzigen Pulte aus der Si-Serie, die ich mag.

    Dann würde das bedeuten:

    Einen Router auf der Bühne, ca. 20 Meter Netzwerkkabel zu jedem Stack, bei jedem Stack ein Switch und mit 3 x 2 Meter zu jedem Lautsprecher. Das gleiche noch mit Strom und Signal? Was ist das für ein Wust, wenn hinter jedem Stack so viel Gerümpel rum fliegt? (Steckdosenleiste, Netzteil-Switch, der Switch selbst....)

    UND es kommen da Unmengen Kabel zusammen, schließlich wird ja die Delay-Line auch noch so verkabelt?


    Gibt es da nichts eleganteres?


    Relativ elegant wäre:

    Ein Switch an der Bühne, an gleicher Stelle Stromverteilung und Signalverteilung.
    Von dort mit Hybrid-Kabeln (Strom + Signal + Netzwerk) zu den Lautsprechern.
    Von dort Signalzuleitungen vom FOH, von dort Stromleitung und Netzwerk zum FOH.

    Oder Unter-Verteilungen dieser Art an den beiden Main-PA-Stacks, zu den Delays einzeln.

    Ich kenne jetzt Deine speziellen Bedürfnisse an die Verkabelung nicht, aber es gibt auf jeden Fall verschiedene Lösungen.

    Gibt's in unserer Branche auch; nennen sich Aufbauhelfer oder neudeutsch Stagehands, und sind auf jeder ernstzunehmenden Baustelle ganz selbstverständlich anzutreffen.

    Warum also Aufträge annehmen/ durchführen, bei denen solche zwar benötigt, aber nicht gestellt und/ oder bezahlt werden?


    Mit freundlichem Gruß

    BillBo

    Absolut. Ich habe mit dieser Spezies uberwiegend gute Erfahrungen gemacht. Das schwere Zeug ist einfach nach einer gewissen Zeit oben bzw. unten. Voll magisch, irgendwie.

    Doch, das kann sein.

    Du benötigst zur Verkabelung des Steuernetzwerkes einen oder mehrere Netzwerk-Switche.


    Es gibt auf dem Markt auch Geräte, in denen schon ein Switch eingebaut ist, so daß dann zwei Netzwerkanschlüsse vorhanden sind, an denen man einfach durchschleifen kann. Das birgt aber die Gefahr, daß bei größeren Setups die Performance in die Knie geht. Offensichtlich hat man sich bei der SRX800-Serie dagegen entschieden, Switche zu verbauen. Deshalb: externe Switche nutzen.

    Hmm.

    So unterschiedlich kann die Medaille direkt vor Hamburgst Stadttoren sein...


    Wobei:

    Ich habe eher das Gefühl, seitdem der Nachwuchs da ist, ist das Geld auch irgendwie "knapper" - egal wie man verhandelt. In den Nachverhandlungen mit der allerbesten Frau der Welt verliert man doch. Und manchmal wünscht man sich etwas merh Qualitätszeit auf einem Job fern der Heimat anstelle eines Wickeltisches mit ausgebreitetem Windelinhalt.

    Ich weiß, was Du meinst. Man verhandelt aber auch für den Nachwuchs mit.

    Der Geruch Wacken - Windeln war allerdings vergleichbar. Da habe ich lieber den vom eigenen Nachwuchs in der Nase, als den von irgendwelchen anonymen Rindviechern. ;-)

    Andererseits gibt es in der Tat Jobs, auf denen man sich von der Familienzeit "erholen" kann. Aber nicht weitersagen. ;-)

    So war es dann auch. Der Kunde, der uns eigentlich in der Location mit Zwangsbindung an einem bestimmten Dienstleister haben wollte, um einen mittleren vierstelligen Betrag zu sparen, hat die Location gewechselt. Er fand die Vorgehensweise des Anbieters ziemlich unseriös. Zu dieser "Zwangsabgabe" für nichts gab es wohl aber auch noch andere verdeckte Kosten, die mit der Zeit an das Tageslicht kamen.


    Ja, so bereinigt sich der Markt dann selbst. Ob sich so ein Konzept bewährt? Also dem Kunden möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen und darauf hoffen, daß es genügend Leute gibt, die das nicht merken?

    Na ja, das Konzept klingt irgendwie nach Kapitalismus.

    So viel Ertrag, wie möglich.

    Und am Ende zählt ja nur der Endpreis und die gesamt erbrachte Leistung. Ob das dann eine höhere Saalmiete, ein Aufschlag oder sonstwas ist, ist doch am Ende egal. Anderswo gibt es dann keine Saalmiete, dafür Mindestumsatz an Speisen und Getränken, die Branche ist da sehr kreativ.

    Im Übrigen gibt es auch Locations, die die Rigging-Firma vorschreiben und nicht mal für Korkgeld eine andere Firma zulassen. Das kann ja auch andere Gründe haben, als nur monetäre.

    W:O:A 2017


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    ;(

    Das war in der Tat das Lustigste auf dem Wacken dieses Jahr. Man riet wohl auch dazu, sich mit den Nachbarn zu vertragen, um nicht unnötigen Ärger zu provozieren.

    Der Jongleur auf der Faster Stage hatte es dagegen nicht so drauf. Mikros werfen - super, Auffangen muß er noch üben, der Herr Manson... ;-)

    Seit ich Vater bin, fällt es mir leichter, zu verhandeln. Im Zweifel hab ich dann Qualitätszeit mit meiner Familie. Oder halt einen anständig bezahlten kurzfristigen Job. Die meisten Anfragen kommen aber von Firmen, bei denen ich eher nicht verhandeln muß. Man kennt sich und die Sätze sind klar.