Beiträge von simonstpauli

    bin immer wieder erstaunt wie viele Techniker ihre einmess Musik vom Telefon abspielen, heute ist es doch keine Sache mehr ein USB Stick dabei zu haben mit den Songs in wav und sie über Smaart, Systune...what ever abzuspielen...

    Das ist wirklich erschreckend. Ich treffe inzwischen auch Techniker mit Beats-Kopfhörern.


    Persönlich bevorzuge ich Smaart, iTunes plus ml:1. So komme ich in guter Qualität auf AES-EBU und XLR analog hinter Trafo ins Pult oder in Controller.

    Und spielst sie dann über 3,5 mm Klinke ab? 8o

    Also ich nehme da fast immer mein ml:1. USB-> AES-EBU und XLR symmetrisch. Damit komme ich in jedes Pult und die Qualität stimmt auch. Die Schwachstelle ist dann nur noch der USB-A am Rechner, da musste ich die Neutrik-Tülle vom Stecker abmontieren. Aber irgendwas ist ja immer...

    Der komplette Abgang sah wie folgt aus:
    - Gitarrenanlagen auf "UltimateHighGain"; anschliessend Gitarren hinschmeissen

    - drei Galgenstative so umschmeissen, dass die Mikros vor den Wedges landen
    - wie die Lausbuben ins Backstage weg rennen
    Ich war derart schock-gelähmt, dass ich mich an meine "Panik-Mutegruppe" nicht mehr erinnerte und statt dessen in allen relevanten Layern einzeln gemutet habe :/

    Ich habe die via TB zur Schnecke gemacht und dabei evt. auch nicht den richtigen Ton getroffen. Beim Changeover habe ich mir einen geschnappt und um die Kontaktdaten aller Bandmitglieder gebeten. Sollte da nichts kommen, gehe ich über den Veranstalter. ich möchte den Jungs wenigstens die möglichen Konsequenzen für den Fortgang im Festivalbetrieb aufzeigen. Ich denke, die sind sich überhaupt nicht im klaren darüber, was da technisch abgeht.

    Normalerweise sorgt die Regel "You break it - you buy it" dafür, daß Künstler wenigstens den monetären Aspekt von solchen Ausfällen auf der Bühne relativ schnell begreifen.

    Vergiss es. Je nach Netzteil des Amp hast Du keine Chance. Wir hatten früher crest 7001, die liefen auch mit gezogenem Stecker weiter :-)


    Solange kein sinus dauerhaft über die Kiste läuft ist das eher Glaskugel. Auf der anderen Seite haben moderne Schaltnetzteil amps teils Krasse Peaks, die kürzer als die Auflösung digitaler oder analoger Anzeigen sind.


    Gab für den ambitionierten Anwender mal Leistungsanzeigen in 19". Irgendwas omnitronic oder so

    Recht haste. In der Tat korreliert die Anzeige nur bei Sub-Amps im Dauerbetrieb mit dem RMS-Wert.

    Peaks kann man so natürlich überhaupt nicht erkennen.

    Was Du auch machen kannst, da Du ja ziemlich tief trennst:

    Zahnlücke über die komplette Bühnenbreite mit Delay außen. Du erhöhst den Nutzbass vor der Bühne und senkst damit gleichzeitig den Bühnenpegel.
    Das wird allerdings dann an der FOH-Position dünn.

    Ich hatte mal ein wildes Konstrukt gebaut:

    Material: 8x Doppel-18"

    Bühne: 80cm meine ich. Kann auch 1m gewesen sein.
    Nutzfläche: Asymmetrisch, eher breit als lang.


    Es sollte untenrum zur Sache gehen, aber die Leute auf der Bühne nicht töten.

    Die Endvariante waren 2 Subs als "Start" und 6 als EFA - "Delays". Nach einer Weile hatte ich den Bogen dann auch raus, meine Nutzfläche ordentlich abgedeckt und auch eine kleine Reduzierung auf der Bühne erzielt.

    Erwarte keine Wunder, aufgrund der Nähe zur Quelle wird der Effekt bei Weitem nicht so groß sein, als stünde das EFA vor der Bühne. Ein CSA vor der Bühne bringt deutlich mehr Dämpfung zur Bühne hin.

    Gibt es Racksysteme mit denen ich sehen kann wie viel Watt gerade durch die Lautsprecher gehen?


    Es gibt Amp-Management-Software (d&b fällt mir akut ein), die das anzeigt.

    Grob kann man natürlich auch an der Stromverteilung ablesen, wie viel Strom die Amps gerade grob ziehen und das auf die Ausgänge runterrechnen.

    Ich muß mich korrigieren, Cobranet läuft grundsätzlich über WLAN, es wird aber niemals so stabil laufen, wie wir uns das wünschen. Das WLAN-Layer1 ist einfach zu schlecht für die Synchronisation, weil eine stetige Propagation der Clock-Signale nicht gewährleistet werden kann. WLAN ist einfach nicht für derart zeitkritische Layer2 und Layer3-Protokolle geeignet.

    Demzufolge kannst Du alle gängigen Layer2 und Layer3 - Audio-Protokolle über WLAN nicht betreiben.

    Was funktioniert, ist Streamin mit wenigen Kanälen und Abstrichen bei der Latenz und der Ausfallrate von einzelnen Paketen. Streams können unter diesen Bedingungen relativ stabil laufen.

    bloss nicht - microUSB ist mechanisch noch eine grössere Katastrophe als 3,5mm Klinke.

    Viel sinnvoller wäre ein internetunabhängiger Softwarestandard mit dem sich die Dateien schnell und unkompliziert, gerne auch per BT an ein vor Ort stehendes Abspielgerät mit professionellen Audioausgängen übermitteln lassen. Starten kann man die Tracks meinetwegen dann ja per App auf dem Smartphone.

    Das Rad der Zeit werden wir nicht zurückdrehen. Direkte Datenübertragungen von Mediendateien auf mobilen Geräten gab es mal, sind aber von den Herstellern nicht erwünscht. Die Frühen iPhones und Nexus-Geräte konnten das ja z.B.

    Wobei jetzt Betonsperren auch wieder Fluchtwege einengen können.


    Durch meine Arbeit habe ich inzwischen auch im Privaten die Tendenz, unbekannte Orte auf Fluchtwege und andere Aspekte zu checken. Ein Fluchtweg hilft ja im Notfall auch nur dann weiter, wenn man grob weiß, was danach kommt.

    Mal abgesehen davon, daß die Kabel-und-Klett-oder-nicht-Diskussion ja schon ganz schön OT ist, hier noch eine Variante:

    Ein Mini-Zurrgurt. Ohne Flachs, hab das so bei einer dänischen Firma gesehen, die hatten die Dinger für alle Kabel, die ich gesehen habe. Beim Aufbau werden die Gurte zu freien Radikalen und zum Festmachen und Bündeln von Kabeln oder auch für artfremde Befestigungen genutzt. Beim Abbau kommen sie wieder an die Kabel. Etwas spare gehört natürlich in die Kabelkiste, damit man nicht blöd suchen muß.

    Ich fand das System spontan fremdartig, aber gut.

    danke, das ist ein guter hinweis!

    diese Neutrik OpticalConDUO buchse macht auf mich erstmal einen guten eindruck.

    wie verhält sie sich denn bezüglich "schmutz"? optische verbindungsstellen müssten da ja sehr empfindlich sein.

    erfahrungswerte?

    Hab mit Verschmutzungen noch keinen Streß gehabt. Wohl aber mit Einbau der Buchsen auf labbrigen 19"-Blenden. Das geht in die Hose, weil man doch ein wenig Kraft aufwenden muß, um den "Kontakt" herzustellen.

    auf jeden fall gehört die terrorabwehr nicht zu unseren aufgaben.

    sonst müssten wir ja auch bei Schlagermusik sofort die lautsprecher abschalten... ;)


    mal ohne scherz:

    unser beitrag kann nur sein, der polizei eine einsprechmöglichkeit in unsere anlage zu ermöglichen. also quasi ein "bullen-mikro" bereitzuhalten. ich habe das schon vor einigen jahren so gemacht, dass ich ein schaltermikro auf der bühne bereitgelegt habe, das immer ohne Mute auf die anlage ging.

    Das hast Du schön gesagt.

    Augen offen halten, Meldeketten aufbauen, PA für Durchsagen betriebsbereit halten.