Beiträge von simonstpauli

    jepp, das phänomen "müde beim abbau" dürfte weithin bekannt sein.

    auch die damit verbundenen probleme, weil man in sochen situationen oft risikoreicher agiert als wenn man frisch und ausgeschlafen ist.


    der kostendruck lässt aber oft nicht zu, dass es zwei teams (oder zumindest eine ergänzung durch ausgeruhte techniker) geben kann.

    Es kommt darauf an. In den letzten Jahren haben viele Firmen in meinem Umfeld erkannt, daß es nicht mehr Geld kostet, eine Auf- und Abbaucrew und eine Showcrew zu haben. Die Showcrew wäre sonst deutlich teurer und nicht so effizient wie eine Abbaucrew. Das ist inzwischen teilweise sehr gut organisiert, mit anständiger Übergabe in beide Richtungen. Die Auf- und die Abbaucrew ist dann jeweils auch mit Technikern besetzt, die ihr Gewerk koordinieren.

    Auf Tour bzw. Festival ist das so eine Sache. Wenn ich auf einem Festival in der Spätschicht arbeite und den Bandtechniker des Headliners (oder gar des Deadliners) treffe, der schon seit 8 Uhr auf den Beinen ist, frage ich mich schon, wie das funktionieren soll. Und ob ich das wollen würde. Gut, der hat zwischendurch Ruhezeit, aber ob das so nachhaltig ist, im Nightliner hinter der Bühne?

    Es wäre für alle hilfreich wenn sich jemand um den Fall-Hergang, den Auslöser und die zukünftige Vermeidbarkeit kümmern würde. Ich würde gerne daraus lernen wollen und hätte gerne mehr infos dazu. Dadurch kann man sensibilisieren, die Aufmerksamkeit in diese Richtung lenken, safety first...gerade für Ausbildungsbetriebe sehr hilfreich!


    Vll. kann sich der ISDV in Verbindung mit der zuständigen BG kurzschließen und bei Beendigung der Untersuchungen uns mit Informationen versorgen?


    Mein Beileid für alle Betroffenen.

    Das würde ich auch begrüßen.

    Die Ursachenforschung wird wahrscheinlich eine Weile dauern, jemand sollte dranbleiben, damit das Ergebnis dann nicht untergeht.

    Persönlich stelle ich fest, daß meine Phobie gegen Höhenarbeiten direkt über mir wohl durchaus berechtigt ist. Ich habe schon mehrere Male einen Hallenbereich verlassen, wenn oben wild gewordene Rigger unterwegs waren.

    Die Einordnung fällt mir schwer.

    Wenn man unbedarft an das Pult rangeht, wird man sicher auch einen anständigen Mix hinbekommen, ob man das dann "flüssig" nennt, ist Geschmackssache.

    Mit einer Schulung und/oder guten Einarbeitung wird das Pult schnell genug für seine Klasse. Auf jeden Fall sollte man Makros einsetzen, die genannte Aux-Übersicht ist eines der wichtigsten.

    Im Prinzip ist es ja bei jedem Pult mehr oder weniger so, Grundfunktionen können fast immer relativ einfach umgesetzt werden, schnelles, effizientes Arbeiten erfordert durchaus viel Wissen um die Bedienoberfläche. Auf fast jeder Schüssel gibt es noch Abkürzungen, die ein unbedarfter Benutzer nicht mal erahnt.

    ...und was macht man wenn die Situation schnelles Handeln verlangt? Abwarten, Tee trinken bis es dem Pult genehm ist dass man die passende Aktion durchführen kann? Hmmm;):evil:;)

    Eine Aktion geht eigentlich immer. Das Problem sind stakkato-artige Fließband-Bedienungen. Es ist aber auch schon besser geworden.

    ich hab das pult noch nicht mal in der freien wildbahn gesehen... und ihr habt alle schon drauf gemischt?

    das macht mich echt fertig.... ;-)

    Ein Verleiher, für den ich arbeite hat das Pult direkt auf der Messe gekauft, nachdem wir dort eine Demo bekommen haben und er dann mit dem Vertriebler über Konditionen gesprochen hatte. Damals war die Oberfläche noch ein bißchen zäher und es war auch klar, daß eine iPad-App noch Zeit braucht. Trotzdem konnte sich das Pult in seiner Preisklasse gegen andere durchsetzen.
    So konnte ich schon einige Erfahrungen auf dem Tisch ansammeln. Man sollte nicht versuchen, schneller zu sein als das Pult, das geht mit Sicherheit in die Hose. Also vorher überlegen, was man machen will und das zügig, aber ohne Hast, umsetzen.

    Bei der S21 ist das genau ein Klick. Auf dem linken Bildschirm oben auf der Makro-Reihe auf das entsprechende Makro klicken - fertig. Das eine oder andere Makro sollte man sich da anlegen, macht das Pult etwas schneller.

    Aus Erfahrung: Die 4 Stunden mit 4 Leuten gehen nur unter Idealbedingungen: Trailer schon ausgeräumt, Boden absolut eben. 6 Stunden mit 6 Helfern sind bei normalem Gelände realistisch, plus eine halbe Stunde Trailer positionieren.

    Bei Stagepartner baut man eine Unterkonstruktion an den Trailer an. Die Böden liegen in 12x2,20(?) Platten übereinander auf dem Trailer und werden mit dem Dachhub auf Position gebracht.

    Auf der Facebookseite von Trilerstage gibt es ein Video: https://www.facebook.com/trailerstage/?fref=ts

    bei den großen Bühnen von Kultour sind 2 Böden "ineinander" geschoben

    Hab mir mal das Video angesehen. Was wirklich schneller geht: Das Dach. Ansonsten wird dort auch eine Unterkonstruktion gebaut und überhaupt. Ich kann mir gut vorstellen, daß eine fitte Bühnenbau-Firma das unter gleichen Bedingungen mit 6 Helfern auch in 6 Stunden hinkriegt. Wenn es fitte Helfer sind. Ich hab das mal auf einer Tour erlebt, daß die Produktionshands im Stau standen. So haben dann also die 2 Bühnenbauer erst mal alleine angefangen und waren trotzdem pünktlich fertig. Trotz Untergrund = Wiese und Bütec. Hab vergessen, wie das Timing war, ist mehr als 20 Jahre her.

    ...

    - Sends on Fader kann sehr umständlich sein. Denn in der Input-Spalte ist nur Platz für 4 Aux Sends. Will man zu den nicht angezeigten, muß man scrollen (wipe). Das könnte aber auch ein User Fehler sein, der Babysitter hat es mir aber so gezeigt ;)

    ...

    Es gibt einen Aux-Übersichts-Modus, der auf dem rechten Bildschirm angezeigt wird. Ist ein Makro. Ohne dieses Makro wäre ich bei einem Job auf der S21 gnadenlos untergegangen (8 Wege Monitor wetterbedingt ohne nennenswerten Soundcheck).

    In der Tat, all zu viele Anbieter mit Trailerbühnen dieser Größe gibt es nicht. Das Mindestmaß der Bühne ist fest vorgegeben und dass es eine Trailerbühne sein soll ist der geringen Aufbauzeit geschuldet. Da ist eine Bühne, die in 3-4h steht ein großer Vorteil.

    Für eine Traversenbühne braucht es dann doch schon etwas mehr Zeit, die wir leider nicht haben.

    Selbst ein Lowliner hat nur 3m hohe Außenwände. Da komme ich auf 8,5m Bühnentiefe bei einem Aufklappsystem. Wie werden denn größere Bühnentiefen überhaupt realisiert? Und wie schnell ist das aufzubauen?

    Die Große von Stagepartner ist in der Tat mit 4 Helfern / 4 Stunden angegeben und hat fast 10m Tiefe. Interessant.

    Ich bin mir bei der Größe nicht sicher, aber Showtime Bielefeld wäre einer meiner ersten Ansprechpartner.

    EDIT:


    Deren größte Bühne ist wohl 8,00m x 7,70m

    Es wird ja auch hintenraus eng, gerade auch bei der Bühnentiefe. Da muß man für 10m ja schon sehr ausgefuchst arbeiten, damit das mit der Fahrzeugbreite und -höhe noch hinkommt. Ein einfaches Klappsystem muß hier scheitern.

    Ich hab bei einem Kindertheaterstück kapituliert, Sennheiser MKE2 bestellt und die Kinder ihre Headsets selbst biegen lassen. Da es nur ein paar Aufführungen waren habe ich dann nur entgratet und die Mikrofone mit Tesa am Bügel befestigt. Wenn es längere Einsätze sind, kann man das sehr schön mit Schrumpfschlauch realisieren. Auf jeden Fall passten alle Headsets perfekt.

    Diese billigen Drahtkleiderbügel eignen sich mäßig als Ausgangsmaterial, weil etwas zu schwer zu biegen, Schweißdraht kann wieder etwas zu weich sein. Hab den perfekten Draht noch nicht gefunden.

    Schön ist auch dieser Link für ein Selfmade-Earset:
    http://www.masquesound.com/wir…-techniques-production-3/

    D.h. aber auch, dass die Störquellen im Zweifelsfall erst mit Einlass in die Location kommen und ich mich nicht auf die Situation von Soundcheck/Aufbau verlassen kann.

    Reichen denn die Handys allein als Störquelle aus (weil sie diesen Bereich scannen)oder braucht es schon ein entsprechendes Angebot des Netzbetreibers?

    Meine Erfahrungen mit Uplink-Blöcken sind die, daß die Endgeräte bei schwachem Downlink am heftigsten stören, weil sie dann durch erhöhte Sendeleistung eine bessere Verbindung herzustellen versuchen.

    Auch Scans nach einem nicht vorhandenen Downlink können schon erheblich stören.

    Meine Erfahrungen beziehen sich natürlich auf LTE800, ich könnte mir aber vorstellen, daß es bei LTE700 ähnlich sein wird.

    Daher meide ich Uplink-Blöcke, sobald es Endgeräte gibt, die diese beherrschen.

    Ich formuliere es noch deutlicher, die B2 sind Sublows, dazu braucht man noch eine komplette PA.

    Ja, es gibt den Modus, in dem der B2 bis 100 Hz spielt, aber man verschenkt das Potential der B2. Die können grummeln und das gut, aber sonst nichts.


    Das unterschreibe ich so.

    Dabei fällt mir ein, in Hamburg macht das Klubsen zu, da werden B1 und F2 freigesetzt. Ich hab nicht direkt im Kopf wie viel davon und ob das schon jemand beansprucht. Das passt auf jeden Fall super zu B2. Wie auch 402/C4.

    Grundsätzlich ist der Gedanke, dezentral zu beschallen, gut.

    Das Hauptsystem kann ja trotzdem gerne eine Nummer größer sein als die weiteren Systeme. Wichtig ist hier, gezielt nur das Publikum zu beschallen und nicht unnötig den Raum anzuregen.

    Akustisch wirst Du dann noch mit den Lowmids und einigen höherfrequenten unvermeidlichen Reflexionen zu tun haben. Auf diese kannst Du dann die Subsysteme verzögern.

    Wie Du das Ganze technisch aufbaust ist von vielen Faktoren abhängig. Einige Möglichkeiten:

    Zentralmatrix und zentrales Amping:

    + wartungsfreundlich

    - lange LS-Kabelwege

    Zentralmatrix und dezentrales Amping, analoge Signalführung:

    - Strom an den dezentralen Punkten nötig, Sternverkabelung empfehlenswert
    - lange NF-Kabelwege


    Zentralmatrix und dezentrales Amping, digitale Signalführung:
    + sehr flexibel
    - Strom an den dezentralen Punkten nötig, Sternverkabelung empfehlenswert

    DSP und Amping dezentral:
    + flexibel

    - lange NF-Kabelwege

    Bei Self-Powered Lautsprechern braucht man dann trotzdem wieder eine Zentralmatrix mindestens für die Delays und ich finde es unpraktisch bei der Wartung.

    Mein Favorit ist in der Tat alles zentral oder Zentralmatrix und dezentrales Amping, wenn ich lokale Eingänge ohne die Matrix einbinden möchte (dann Amping mit Matrix-Fähigkeit wie z.B. die M-Modelle der Lucia-Serie).