Allen & Heath SQ-5-6-7-Rack - Fragen, Tipps und Tricks

  • "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • Anbei, weil ich heute wieder mal drüber gestolpert bin, ein Beispiel für den ungewollten Home Screen auf der dLive. Selection follows cue ist aktiviert. Du schaltest einen Kanal auf cue, tust was, willst einfach wieder uncuen, damit unselectest du und landest - tataaa - am Home Screen. Danke für nix.


    Bevor jetzt wieder ein Drama passiert. Nein, deshalb sind die Pulte trotzdem super und gut verwendbar. Trotzdem nervt dieser sinnbefreite Home Screen einfach. 😜

  • Quizfragen/Denkanstöße(keine Angst, ich weiß es schon und möchte es bitte nicht vom einschlägigen Experten mit dem üblichen Unterton erklärt bekommen und nein, die Midas Pro / DiGiCo / Mixing Station(!) Option, in der der DCA zum Mix Bus Send DCA mutiert, was sehr schick ist, ist nicht gemeint ;))

    • Was macht der SQ DCA (Master) Fader im 'spill mode', wenn zusätzlich ein Mix/SOF per Mix Taste ausgelöst wird?

    • Welche Varianten wären noch denkbar und möglicherweise hilfreich?

  • OK, da jetzt alle paralysiert sind, mach ich's mal weniger spannend:


    Die Antwort auf die erste Frage lautet: "Macht weiter, was er immer macht" und hätte mich so auch erst mal nicht gestört, aber ... ich höre ja auch anderen Leuten zu und habe hier einen eingefleischten SQ Benutzer, dem ich in MS einen 'Spill on Select' button gebastelt habe und ihn zum Gebrauch der DCA Spill Funktion zu animieren. Der war sehr irritiert, dass es im MIX/SOF modus nun einen Fader (den gespillten DCA Master) auf dem Layer gibt, der nicht auf den gewählten Mix-Bus sondern weiter auf den Master lauter/leiser macht.


    Die Antwort auf die zweite Frage wäre also mit welcher Option man dieser Irritation begegnen sollte, z.B.

    - MIX Taste kickt den DCA Master Strip aus dem Spill Layer

    - MIX Taste macht den DCA Fader funktionslos

    .....

    Mir ist es für meine Anwendung wie gesagt egal, weil in Mixing Station die DCAs im SOF in Mittelposition fahren und den jeweiligen Spill als Master auf den MIX-Bus bedienen, wie ich das von großen Pulten kenne. Den Hardware DCA fader ignoriere ich einfach. Ich kann aber verstehen, dass ein eingefleischter A&H Mix-Bus Bediener ein gewisses Risiko sieht, versehentlich im entsprechenden Betrieb etwas ungewollt aber für alle hörbar auf dem House Master lauter/leiser zu machen.

  • die Spill-funktion in den SQ Pulten nutze ich nicht, weil es einfach nicht so schön funktioniert wie auf meiner dLive (das ist mit zwei Faderbänken auch viel einfacher zu machen).

    auf der SQ6 lege ich mir einfach die kanäle so auf die 6 layer, so dass es für mich sinn ergibt

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • man kann in der dLive eine DCA zu einer MCA machen.

    wenn man dann die mix-taste für z.b. einen auxweg drückt, bewegen sich die MCA-Fader auf die Mitte des Faderweges - und dann kann man alle kanäle, die in dieser MCA Gruppe sind, verhältnissmässig in diesem auxweg ändern.

    ich habe das entsprechend konfiguriert, seit es die möglichkeit gibt. aber ehrlich gesagt habe ich diese funktion bisher nur sehr selten genutzt.


    man hat in der dLive also beide möglichkeiten.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • moin Leuts



    Ihr könnt mir bestimmt Helfen,


    Ich hab selbst kein SQ zur Hand, arbeite aber mit einer SQ6 am WE. Multitasking Aufnahmen hab ich noch nicht mit einem SQ gemacht, der Wunsch danach wurde jedoch geäußert.

    Also das soll ja mit USB Festplatte oder schnellem Stick gehen.


    Hier meine Fragen dazu:


    Den USB Stick/ SDD muss ich besonders Formatieren?

    Wenn wo?


    Wähle ich die Spuren die ich Aufnehmen möchte im Routing Input aus?


    Wo starte und beende ich die Aufnahmen?



    Lieben Dank

    Rebecca

  • Mit der SQ kannst du gleichzeitig via USB Kabel auf einen Laptop und via USB Port auf einen Stick oder eine HDD aufnehmen. Mit einem aktuell neuen Sandisk Ultrafit 128GB Stick hab ich letztens 6 Tage problemlos aufgenommen.


    Das Routing mach ich mit Tie Lines, damit bist du komplett unabhängig von allem, was im Pult passiert. Zum Aufnehmen verwende ich immer zwei DX168, welche ich 1:1 via Tie Line (Slink -> USB) durch patche. Am USB Stick werden immer alle 32 Kanäle (wenn alle geroutet) aufgezeichnet, sprich egal was du ansteckst und im Pult machst, alles von den DXen wird immer aufgenommen. Wenn möglich, sprich ich nur max. 30 Kanäle habe, hole ich mir einen Stereo Mix aus dem Pult, um der Band schon mal was geben zu können. Hauptsächlich um Takes auszuwählen. Es gibt aber nur einen USB Patch der für Stick und Laptop gleichermaßen gilt.


    Formattieren geht am Pult.


    Aufnahme ist im USB Audio Menü, kann man sich aber auf einen Soft Button legen.


    Summa Summarum ein super Pult zum Recorden.

    music is the best - Zappa


  • Also das soll ja mit USB Festplatte oder schnellem Stick gehen.

    Ja, aber das Pult ist da etwas wählerisch. Hier nochmal die Liste von A&H (ein Google Dokument):

    https://www.allen-heath.com/usbdevicelist


    Ich habe einen Sandisk Extreme Pro 128Gb der funktioniert ohne Probleme seit ca. 3 Jahren. Formatiert habe ich ihn auch im Pult.


    Recording mache ich über Direct Outs, also in das I/O Patch Menü Outputs->IP Direct Outputs->USB und die entsprechenden Kanäle auswählen. Bei mir meist 1-24 durch und auf 31-32 die Pultsumme / MainLR (Outputs->MixOut->USB). Und im Routing unter Direct Out kannst du noch einstellen an welchem Punkt der Direct Out abgegriffen werden soll, bei mir Post Preamp. Damit kann ich dann sowohl meine virtuellen Soundchecks zu Hause oder vor Ort machen und meine Kapellen sind über die Einzelspuren happy und können damit gut arbeiten bzw. bekommen auch die Stereospur vorab schonmal zum reinhören. Für meine kleine Mischwelt reicht das so.


    Aufnahme start und stop habe ich mir auf die 2 UDKs (Nr. 9 und 10) direkt neben dem USB-Stick gelegt. Finde ich praktischer als erst durchs Menü zu müssen - wenn man will geht das auch nur mit einem Button.

    Ansonsten Utility->SQ Drive->Multitrack. Sobald ein Aufnahmemedium angeschlossen ist werden die Buttons bedienbar, dann musst du einfach nur die Aufnahme starten, den Rest legt das Pult selbst an. Und wenn du z.B. 2 Std. am Stück aufnimmst lass dem Mischkübel nachdem du Stop gedrückt hast einen Moment Zeit, bevor du den Stick entfernst oder runter fährst. In dem Menü sieht man noch wie er die einzelnen Tracks abschließt. Das dauert nicht lange, aber ein sofortiges Abziehen des Sticks hätte vermutlich? einen Datenverlust zur Folge. In dem Menü siehst du außerdem die aktiven einzelnen fürs Recording ausgewählten Kanäle mit weißem Kanalnamen. Und wenn der Kanal nicht beschriftet ist steht da halt Beispielweise IP1 - auf jeden Fall immer irgendwas weiß Geschriebenes wenn der Kanal aktiv ist. Nur wenn der Kanal nicht gewählt / aktiv ist, steht da eben nichts und man sieht nur das Metering.


    guma Die Spillfunktion habe ich bislang auch noch nie genutzt, kann dazu also nichts beisteuern. Ganz aktuell nutze ich nichtmal DCAs, nur ein paar Gruppen.

  • Unbedingt immer auf Stop drücken und abschließen lassen, sonst ist die Aufnahme beim Teufel! Auch teilt das System die Files alle 2 (?) Stunden. Es zahlt sich also durchaus aus, in ruhigen Momenten zu stoppen und dann die Aufnahme wieder zu starten. Ich würde auch nicht nur am Stick aufnehmen, wenn man hierfür Geld bekommt/verlangt. Primär nehme ich immer am Laptop auf, der Stick/die Platte ist Backup.


    Direct Outs würde ich nicht nehmen, ist eine unnötige Fehlerquelle. Tie Line vom Socket ist 100% das rohe Signal und den Direct Out kann man dann immer noch beliebig für anderes verwenden. Genau dafür sind die Tie Lines (auch) gemacht.

    music is the best - Zappa

  • Unbedingt immer auf Stop drücken und abschließen lassen, sonst ist die Aufnahme beim Teufel!

    Man kann solche Aufnahmen retten. Man muss aber die Struktur kennen und sich aus den Rohdaten eine wav mit korrekten Header basteln. Mit Wavelab kann man z.B. auch Rohdaten einlesen und das Format manuell einstellen.

  • guma Die Spillfunktion habe ich bislang auch noch nie genutzt, kann dazu also nichts beisteuern. Ganz aktuell nutze ich nichtmal DCAs, nur ein paar Gruppen.

    Klar, wenn das Pult SQ6 ist, die Band 20 Input strips Mono oder Stereo braucht und Du 4 FXe auf Fadern haben willst, brauchst Du, wenn Du mit den DCAs nichts besonderes vor hast, weder DCAs noch deren Spill und musst, während die Band spielt, nicht mal den Layer wechseln. Ausserdem gibt es, wie wora schon argumentiert hat, nur eine Bank und man haut mit einem Spill alle anderen Kanäle vorübergehend aus dem Layer. Auf den ersten Blick hilft DCA Spill bei einem SQ5 mit weniger Fadern eher mehr. Finde ich auch bissi doof, dass man die 24+1 Fader am SQ6 und 32+1 am SQ7 nicht irgendwie teilen kann. Spillen würde hier deutlich mehr Sinn machen, wenn durch einen geteilten Layer ein Teil der Strips erhalten bliebe wie bei den großen Schwestern der A&H Familie oder einem Wing fullsize. :saint:

    Bei meinen Layer settings sieht es so aus, dass die DCAs trotzdem helfen:

    1-2 Layer , auf denen die Inputs einfach komplett aufliegen, wie ich sie beim line check abarbeite.

    Ein Show Start layer, bei dem die 24 Strips z.B. so belegt sein können:

    DCA Kit, DCA Snare Top+Bot+Rev, DCA Bass Mic+DI, Git SRC Git SRD, Git SLC, Git SLD, Git offsetL, Git offsetR, A-Git, Key1, Key2, Tracks, DCA Horn, Voc 1-4, VocSpare/Mod, LaLa, DCAFXsend, DCAFXret, Group Instr, Group Voc = 24

    Ein Mix1 Layer:

    DCA Kit, DCA Snare, DCA Bass, 7 x Git , DCA Keys/Tracks, DCA Horn, Voc 1-4, Fx Ret 1-4 Stereo, FX 5-6 Stereo mit Offset Delay = 4 Mono Strips = 24.

    Ein Mix 2 Layer:

    10 Drum Strips + 2 Drum FX strips, DCA Bass, DCA Git, 3 Key/Tracks Strips, Sax, Tromp, 4 Voc Strips, FXRet = 24

    Ein Bus Layer:

    In dem dann auch genutzte Matrizen, Rauschen+LaLa und ein repräsentatives Voc Mic aufliegen fürs System tunen.

    Oder ähnlich … :)

    Dann machen DCAs und manchmal auch Spill Sinn.