Allen & Heath SQ-5-6-7-Rack - Fragen, Tipps und Tricks

  • Naja...

    Verwendest du die Signale dann im Mix?


    Ich loope analog, wenn ich ein summiertes Sidechain Signal benötige, aber dann kommt das Signal nicht "in den Mix"...


    David sollte sich A&H als Vorbild nehmen, und ADDONs für MS anbieten.

    Bus -> Bus, Bus -> Channel, ein Bundle, ....

    :S :S :S

  • Ja, den pitch shifter gabs auch in der GLD. Dass sie den für SQ gestrichen haben, ist auch so ein IDN. Als Ersatz habe ich mir jetzt, nachdem mir ADT nicht das gewünschte Ergebnis geliefert hat, Symphonic + das offset delay auf zwei inputs mit dem „Hardware-Loopback-Handtäschchen gebastelt. :rolleyes:

  • In der Nachbereitung noch über was gestolpert, was ich im Pult nicht gesucht habe, weil das SQ MixPad es nicht anbietet.


    Im MixPad sieht es so aus, dass es für 'Socket' keine Auswahl gibt. Auch mit vielen Rumtap-Versuchen will sich kein Auswahlfenster öffnen:


    Der input patch findet dem Augenschein nach ausschließlich im i/o patch menue statt.


    Im Pult gibt es jedoch diese Option. Man kann sich im SC nochmal schnell in der Kanalbeabeitung über touch n’ turn den 'socket' anders belegen, ohne dazu in die patch matrix zu müssen. Klar, das steht im Manual, aber wenn man 20 Jahre gewohnt ist, dass Editoren verschiedener Hersteller weitestgehend das machen, was die Pulte machen, sucht man nicht mehr, was man im Editor nicht findet.


    Schickerweise finde ich das feature in meiner Lieblingsremote:


    Also das MixPad kann mich jetzt, da ich endlich ein ordentliches Gigerprobtes Showfile beisammen habe, Mixing Station sowieso viel mehr kann und das SQ6 Pültchen als Bedienoberfläche so einigermaßen durchgeht aber man fragt sich schon, wie dann eine Rackversion ohne richtigen Editor erfolgreich sein kann???

  • ich nutze mein SQ-Rack auch mit Mixing Station, meist sogar mit dem iPhone.


    obwohl ich die SQ MixpadApp insgesamt sehr gelungen finde, sind es hier genau die angesprochenen kleinigkeiten, die es da nicht gibt oder die etwas umständlicher als am pult selbst zu bedienen sind.


    für die jobarbeit mit unseren normalen SQ6 pulten auf der bühne, zum einstellen der monitorwege und solche dinge, finde ich MixpadApp aber nach wie vor nicht falsch.

    denn ich habe die input-sockets dann bereits am pult eingerichtet - und die FX bediene ich sowieso nicht per tablet.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Ich benutze Mixpad hauptsächlich zum Anzeigen der Szenen, damit ich am Screen nicht am Szenen View sein muss. Kommt nicht oft vor.


    Auf Mixing Station ist der Cursor leider nicht wie am Pult.

    music is the best - Zappa

  • Ich benutze Mixpad hauptsächlich zum Anzeigen der Szenen, damit ich am Screen nicht am Szenen View sein muss. Kommt nicht oft vor.

    Dazu habe ich mir die Szene vor und zurück Buttons sowie Szene laden auf 3 einzelne UDKs gelegt. Damit kann ich blättern und mit der 3. Taste laden. Wenn eine neue Szene geladen wurde, drücke ich gleich auf den Button *vor* und sehe so schon den Namen der nächsten Szene oben auf dem Bildschirm...wenn auch klein. Wenn die aktuelle Szene dann vorbei ist, einmal auf laden und einmal auf vor, dann siehst du wieder direkt den Namen der Szene die als nächstes geladen wird. Erspart vielleicht sogar die Setlist. So als minimalste Anzeige was als Nächstes kommt finde ich das gut gelungen. Wenn du eine komplette Übersicht brauchst ist irgendein Editor aufm Tablet natürlich deutlich von Vorteil.


    Edit: Und wahrscheinlich ist dafür die SQ-6 oder 7 von Vorteil, damit man 3 UDKs dafür verschwenden kann. Ich nehme da bei der SQ-6 gerne die 3 nebeneinander über den frei belegbaren Potis (Soft 4-6).

  • Gibt mal wieder ein kleines FW Update auf die 1.6.3.

    V1.6.3 Maintenance release

    February 2026

    Issues fixed:

    ID-2358: Failure to automatically update firmware of some expanders on connection to SLink port

  • Habe mir gestern noch mal willig und ausgeruht 5(!) Stunden mit den A&H FXen im SQ6 im leeren Venue gegeben:

    Tut mir leid das sagen zu müssen aber je intensiver ich mich damit beschäftige, um so frustrierender finde ich das. ADT unhörbar oder eiern, nichts wirklich Brauchbares dazwischen, sämtliche SMR Reverbs bestehen aus einem immer gleichen dünnen Grundgeschattere, welches in den sogenannten Expert Parametern entweder garnicht oder irgendwie verändert aber nicht wesentlich verbessert wird. Selbst das Delay macht nicht wirklich das, was ich davon erwarte. Nicht lustig.

    Ebenso finde ich das Verhältnis von Beleuchtung und Displayhelligkeit auch mit viel Hingabe im dunklen Club nicht so einstellbar, dass Display und LEDs nicht blenden und gleichzeitig die gedruckte Beschriftung von Buttons gut lesbar ist. Das gelingt erst befriedigend mit Zusatzbeleuchtung.

    Klar kann man sich an alles gewöhnen aber: „Finde die Talkback-Taste“ ist ein doofes Suchspiel und hat ausser mit Beleuchtung auch was mit Ergonomie zu tun. (hier fehlt ein echtes Kopfschüttel Emoji)


    Ich kann Deine Aussagen nachvollziehen, komme mit etwas selber Schrauben und kombinieren aber zu durchaus brauchbaren Ergebnissen.


    ADT läuft bei mir zusammen mit dem Chorus (hintereinandergeschaltet) und funktioniert so für die üblichen Vocalanwendungen imo gut. Immer noch subtil aber das soll es für meinen Geschmack auch sein.


    Reverb: Praktisch alle Reverb Presets sind auch mir deutlich zu sehr scheppernd. Man muss hier vor allem einfach die Höhen deutlich dämpfen, dann klingt es auf einmal auch gut. Hab hier daheim mit Kopfhörern mal eine halbe Stunde oder so rumgeschraubt und hab jetzt ein Standardpreset, was für mich live immer super funktioniert (Anpassungen der Decayzeit sind dann je nach Anwendung ja schnell gemacht).


    Delay: Ich hab immer ein 1/4 und ein 1/2 Noten Delay im Zugriff. Für die 1/4 Noten nutze ich das BBD. Das funktioniert für mich super, wie es ist (bisschen Filter und Feedback je nach Situation einstellen, fertig). Für das 1/2 Noten Delay nutze ich das Stereo Delay. Da muss auf jeden Fall Reverb hinten drauf, dann ist es auch super.


    Die ganzen Kompressor PlugIns sind aus meiner Sicht unnütz. Wirklich Sound machen die kaum. Wenn ich zusätzlich Färbung brauche, nehme ich lieber den Tube PreAmp. Ansonsten ist der Stock Kompressor aber ideal. Der tut einfach was er soll, ist sehr flexibel und übersichtlich.


    Insgesamt liefert das SQ bei den Effekten keine Studioqualität. Muss es aber imo aber auch nicht. Effektiv und gewinnbringend nutzen kann man die Effekte aber in live Situationen sehr wohl. Ich hatte jedenfalls noch nie den Wunsch zusätzliche externe Effekte einzuschleifen.


    Und Licht: Japp, die eigene Beleuchtung der SQ alleine reicht nicht. Das war der Grund warum ich hier mal einen Thread mit FOH Lampen gestartet habe. Ich habe jetzt jedenfalls immer ein klemmbare Stablampe dabei und das funktioniert gut so.

  • Geht mir auch so. Ich nutze die Plugin Kompressoren schon, erstens weil sie einfach funktionieren wie gewohnt, ein Bass durch den 76er tut was man aich erwartet, und zweitens weil der Stock Kompressor mWn minimal 100ms Release hat, was mir manchmal zu langsam ist.

    music is the best - Zappa

  • Vorweg: Ich verwende eine SQ nur für low budget touring und auch dann immer im Verbund mit Waves (die Karte war 2019 wirklich günstig!) für Dynamics.

    Dennoch nutze den eingebauten ADT sehr gern und der macht (mit EQ) für mich genau das, was ich brauche.

    Hab auch schon viele Shows nur mit Stock FX gefahren und wurde danach mehrfach auf die tollen Reverbs angesprochen… Haha!

    Inzwischen hab ich da aber eigentlich immer ein Apollo mit einem Lexicon dran. Das macht mir einfach weniger Arbeit.


    Wichtiger Hinweis: der normale Channel comp steht per default auf RMS, ich schalte den eigentlich immer auf Peak um.

  • Ansonsten ist der Stock Kompressor aber ideal. Der tut einfach was er soll, ist sehr flexibel und übersichtlich.

    was ist denn ein Stock Kompressor?

    der ist mir in der SQ noch nie über den bidschirm gehuscht... bzw, habe ich diesen ausdruck noch nie gehört.


    welche kompressoren ich in der SQ am liebsten benutze, hatte ich ja schon geschrieben. den serienmäßig eingestellten kompressor, also der, für den man nicht extra bezahlen muss, finde ich dabei übrigens ein bisschen unterbewertet. der funktioniert gut und ist zudem sehr flexibel einsetzbar.


    ansonsten möchte ich anmerken, dass auf meiner dLive auch lange zeit mit diesen FX ausgekommen bin. natürlich hatte ich auch schon von anfang an festgestellt, dass die hallqualität mit meinem alten Lexicon PCM90 nicht mithalten konnte, aber für meine Veranstaltungen konnte ich mit den von mir editiereten effekten meistens eine gute balance finden.

    dann kam der sommer 2019 und ich hatte eine band zu mischen - über eine wirklich große l-acoustics K1 PA.

    auf dieser PA, und mit völlig vernachlässigbarem direktschall der backline, stellte ich plötzlich mir erschrecken fest, dass die hallprogramme allersamt nicht mehr funktionierten, ja sogar fast lächerlich blechern klangen... der rest war aber beeindruckend druckvoll und klang sehr sauber.

    in diesem moment wusste ich, dass die signalverarbeitung in der dLive zwar wirklich hervorragend ist, aber ich unbedingt bessere halleffekte haben möchte - und inverstierte in eine externe lösung mit Liveprofessor.

    damit war ich dann erstmal wieder happy.

    mit der einführung der neuen FX-karte für die dLive erübrigte sich dann aber auch der hassel mit externen rechnern, lizenzen und latenzen...


    die jobs, die ich mit SQ mache, laufen aber niemals über so eine große und perfekte anlage. und wenn der spill der band deutlich ist, fällt die geringere qualität der effekte auch nicht so brutal auf. man kann damit in realen räumen durchaus arbeiten und auch gute ergebnisse erzielen. der tipp mit dem hicut auf den hallprogrammen ist übrigens durchaus sinnvoll ;)


    aber klar ist: die effekte in der SQ sind nicht in der höchsten qualitätsstufe angesiedelt. es kommt einfach auch auf die umgebungsbedingungen an, wie sie sich schlagen.

    diese eigenschaft hatten wir hier aber auch schon wirklich oft beschrieben.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • was ist denn ein Stock Kompressor?

    Vom englischen "stock" = "Bestand". Wird hier in der Bedeutung "zur Grundausstattung gehörend" verwendet. Ist zumindest in meiner bubble standard Slang. Aber sorry fürs denglisch ;)



    Der Hinweis von Kilian ist übrigens sehr richtig! Den standard Kompressor nutze ich auch praktisch immer in der "Peak" Einstellung.

    Aber wie gesagt: bei fast allen SQ FX (plus Comp), ist die standard Einstellung etwas eigenartig gewählt und die Werkspresets finde ich auch eher suboptimal. Das geht i.d.R. durchaus besser.