Neues von Allen & Heath SQ-5, SQ-6 und SQ-7

  • Ich würde heute auch von einem neuen Pult erwarten, dass es mindestens das kann, was vergleichbare Pulte am Markt zu dem Zeitpunkt auch können.

    so so, dann könnte man aber auch sagen: als das X32 auf den markt kam, gab es bereits andere pulte mit touchscreen und freier faderbelegung. dann ist das X32 also heute noch nicht fertig... 8o


    diese ganze diskussion ist in meinen augen einigermaßen sinnlos.

    wer genau die funktionen eines X32 haben will, der kauft sich einfach eines.

  • Nun ja, mit dieser Interpretation wirds wohl nie ein fertiges Produkt geben. Was aber an sich auch nichts schlechtes bedeutet, denn Innovation ist halt was sie sie. Ständig kommt einer auf neue Ideen. Und die wollen dann auch umgesetzt werden. Ideen die bei den Kunden ankommen und mit ein Grund sind sich ein Produkt zu kaufen werden dann langfristig von den "Marktbegleitern" übernommen. Kein neues Produkt wird in ein Vakuum hinein entwickelt. Da gibt es nicht nur die Vorgänger in den eigenen Reihen sondern eben auch die potentiellen Konkurrenzprodukte. Und eines ist wohl außer Streit. Das X/M32 ist definitiv in dem Marktsegment unter 5000€ der Markführer. Gut 500.000 Einheiten verkaufen sich nicht nur über den Preis. Da sollte doch ein Hersteller wie A&H sich mal genauer ansehen was die da gemacht haben. Das ist das was einige hier reklamieren. Ich wäre fast geneigt zu behaupten dass Customlayer am X32 deren Fortbestand über die nächsten Jahre sichern könnte (Touchscreens sind vollkommen überbewertet, zumal wenn sie so wie beim SQ implementiert sind).


    Ich versteh ja auch etwas anderes nicht. Irgendwie hat es den anschein als ob A&H jede Software für die einzelnen Produkte komplett neu, also "from the Scratch", entwickeln. Irgendwie macht es mir als Softwarentwickler den Eindruck also ob sie nich mit wiederverwendbaren Komponenten arbeiten. Das gilt nicht nur für ihre Firmware und den Remote-Anwendungen sonder auch für die Kommunukationsprotokolle. Würden sich die mehr auf einen internen Standard einigen würde die Entwicklung neuer Features für deren Updates deutlich leichter und schneller von statten gehen. Auch da könnten sie von den Jungs rund um Uli etwas lernen (meiner Meinung nach). Die haben das Konzept des X32 einfach runter reduziert auf die X-Air Serie. das geht dann sogar soweit dass die Szenen vom X32 auch wieder bei den X-Air verwendet werden können, wobei halt dann die nicht verfügbaren Features einfach ignoriert werden. Dann hat man für die X-Air eine neue Editorsoftware geschrieben und kurze Zeit später kam eine darauf basierende Version auch für das X32 raus. Und dann kann man mit der aktuellen Editor Software auch Mischpulte bedienen die über eine ältere Firmware verfügt (bis auf wenige Ausnahmen geht das auch anders rum). A&H macht das, für mich ebenfalls unverständlich, so dass immer nur ganz wenige Versionen mit einander kompatibel sind. Meist muss Major und Minor Version gleich sein damit es klappt. also 1.3 geht nur mit 1.3 aber nicht mit 1.2 oder 1.4. Gerade bei Anwendungen für Tablets ist das ein echtes Nogo für mich. Entweder man kann die Side-by-Side installieren oder die muss flexibler sein. Was wenn ich die aktuelle App für das dLive drauf habe aber or Ort eine ältere Firmware (aus welchem Grund auch immer) am gestellten Teil läuft. Da kann ich das Tablet gleich weg lassen. Da stellt sich A&H extrem tolpatschig an. Die sollten mal moderne Softwareentwicklung lernen, finde ich.


    Dazu kommen auch einige eher fragwürdige Hardwarebeschränkungen wie z.B die exklusive Nutzung entweder der USB-B Schnittstelle oder der SQ-Drive Schnittstelle. Ups vergessen die Show zu sichern...mach ich halt jetzt.... verd. kann ich ja nicht da ja die USB-B schnittstelle zum Liverecording in Verwendung ist.... ok wird schon gut gehen... again famous last words before the crash, Das sind dinge die man einem Uli nicht verzeihen würde (Eh klar da sieht mans wieder, die B.... sind halt Murks). Aber bei A&H ist das ok? In meinen (vielleicht etwas neutraleren) Augen nicht.


    Bitte nicht falsch verstehen. Die A&H Teile haben vieles zu bieten das ich sehr schätze. Daher verwende ich die auch. Deshalb wundere und ärgere ich mich warum die dann immer wieder derartige unnötigen Böcke schießen. Denn das müsste gar nicht sein. Es gäbe imho einiges an Verbesserungspotential in deren Entwicklungsprozess das deren Leben und damit auch unseres erheblich vereinfachen könnte.

    Es geht hier um die SQ Serie. Und da sollte durchaus auch Platz sein es mit dem restlichen Markt zu vergleichen. Sinnlos ist so eine Diskussion sicherlich nicht. Gerade in einem Forum wo es um Professionalität geht. Da sollte es schon Raum zu Kritik geben.

  • Ich nutzte die Matrix des x32 sehr gern und manchmal braucht man alle Ausgänge für Delays, Mono Bass und extra Zonen. Ob das nun Konsequent ist oder nicht ist mir relativ rille. Das macht das Pult Flexibler. Eigentlich wollte ich das Pult samt Stagebox wieder verkaufen weil es mich ehrlich gesagt enttäuscht hat.


    das sehe ich genau so. Aber vielleicht wollen die das ja auch gar nicht. Wie soll man so schnell Produktionsressourcen aufstellen.

    es werden trotzdem viele verkauft

    andere Nutzer legen auf andere Dinge wert...

    Touch Screen z.b. ist für viele intuitiver

  • mfk0815

    das ist deine Sicht der Dinge, schon klar... aber formulierst du hier nicht einige Punkte ein bisschen zu objektiv obwohl es nur deine Meinung ist?

    die Prioritäten und die Kompromissbereitschaft sind schon individuell verschieden...


    Beim großen T hing über einem Pro1 mal ein Schild auf dem stand sinngemäß:

    " Das häufige drücken aufs Display macht es nicht zu einem Touchscreen..."


    ich habe mehrere Kunden die sich überhaupt nicht für RTA Overlay, Insert Bedienung in der App oder was auch immer interessieren, die schätzen die leichte und intuitive Bedienung des Pultes bei den grundsätzlichen Funktionen und die vielfältigen Möglichkeiten die sich trotz der immer wieder von einigen beschworenen Mängel immer noch ergeben.
    Man kann damit arbeiten und ich finde es besser als X/M-32 ja sogar besser als Midas Pro oder Yamaha TF, Soundcraft Performer und wie sie alle heißen... doch auch mit diesen Pulten komme ich zurecht wenn es denn sein muß!

  • Ich verstehe hier beide Seiten:

    Für „Gelegenheits-X32ler“ und A&H Vielnutzer, die auch andere A&H Mischgeräte vor SQ benutzt haben, sind die Anwendungsgewohnheiten so geprägt. Man vermisst erst mal keine XM32-Features und wird in selteneren Situationen, in denen man X/M32 bedienen muß, erst mal den gewohnten A&H workflow vermissen.

    Für X/M32 Vielnutzer gilt natürlich das umgekehrte.


    Anwender wie mfk0815 und meine Wenigkeit haben mindestens eine längere Zeit mal Gerätschaften beider Hersteller ziemlich parallel benutzt, wenn ich mich recht erinnere, hatte mfk0815 schon ein GLD vor dem SQ und gleichzeitig sehr viel XM32 Erfahrung. Dann drängt sich die Idee vom „herstellerübergreifenden Mindeststandard“ einfach auf und man vermisst manche Eigenschaften, die die Billiggurke mehr oder besser konnte und die zählt mfk0815 zu Recht immer wieder auf.

  • wora & andere dLive-User: Wie bewertet und nutzt Ihr die Multiband-Kompressoren und die DynEQs auf der dLive? Die bisherigen Plugins der SQ habe ich mir mal gespart, überlege aber noch an dem 160er. Das neue Paket klingt für mich auf jeden Fall deutlich attraktiver, weil es eben auch wirklich neue Features liefert.


    Hat jemand eventuell das neue Plugin-Paket für die SQ schon in Benutzung und kann Erfahrungen berichten?

  • wora & andere dLive-User: Wie bewertet und nutzt Ihr die Multiband-Kompressoren und die DynEQs auf der dLive? Die bisherigen Plugins der SQ habe ich mir mal gespart, überlege aber noch an dem 160er. Das neue Paket klingt für mich auf jeden Fall deutlich attraktiver, weil es eben auch wirklich neue Features liefert.

    ich muss ehrlich zugeben, dass ich in machen dingen eher ein oldscool mischer bin. ich mag kompression, aber zu viel mag ich nicht. deshalb setze ich auch (fast) keine multiband-kompressoren ein, also zumindest nicht auf summen.

    in der dLive nutze ich aber öfter die lösungen mit dem Dyn8. das ist ein 4weg multiband-compressor und ein 4band dynamicEQ. diesen nutze ich in problematischen inputs und dieses werkzeug finde ich wirklich super.

    die multiband-kompressoren in den effekten blieben bei mir bisher aber ungenutzt. ich hab sie natürlich mal probiert, aber mir haben sie keinen nennenswerten mehrwert gebracht. das ist aber immer auch eine frage der vorgehensweise und des geschmacks.

  • Moin,


    ich habe bislang immer mal wieder Waves C6 und eigentlich noch lieber und häufiger den F6 genutzt. Grade die eine oder andere Stimme kann bei Ausnutzen des Dynamikspektrums den F6 gut vertragen.


    Mir ging es eher um die Frage, wie gut diese Tools in dLive und noch eher im SQ implementiert sind. Bei meinen wenigen dLive Erfahrungen habe ich mich auf "Standardmittel" beschränkt und hatte keine Zeit zum Testen.


    Denn für mich wäre dann die Frage: Plugins im A&H Shop kaufen oder Waves Server betreiben.


    Vorteil A&H Shop (Deep Plugins)

    - Alles im Pult

    - Sollte sehr stabil laufen

    - Bedienung direkt über das Pult

    - Kein Server, Rechner weitere Kabel

    - Preislich deutlich günstiger


    + Waves Server

    - Auswahl an Plugins

    - Maximale Anzahl an Plugin Instanzen höher

    - Vermutet höhere Qualität des einen oder anderen Plugins (Ich glaube in der Qualität des H-Reverbs wird es bei der SQ intern nichts geben)

  • super, eine neue Dante stagebox und ein output-expander! :thumbup:

    vor allem letzterer könnte für mich interessant sein, wenn die IEM wege weiter zunehmen :-)

    Wenn ich das richtig verstehe, ist das große Teil keine DANTE Stagebox sondern beide Produkte sind neue Stageboxen, die "hot on the heels of" also kurz nach den DANTE Stageboxen rauskommen.

    Die große folgt dem Im SQ Forum mehrfach geäusserten Anwender-Wunsch nach einer größeren Zentralstagebox.


    Zitat

    GX4816 connects via a single Cat5e cable to an SLink socket on a SQ, or to a gigaACE audio network card on a dLive system



  • "Ich versteh ja auch etwas anderes nicht. Irgendwie hat es den anschein als ob A&H jede Software für die einzelnen Produkte komplett neu, also "from the Scratch", entwickeln. Irgendwie macht es mir als Softwarentwickler den Eindruck also ob sie nich mit wiederverwendbaren Komponenten arbeiten. Das gilt nicht nur für ihre Firmware und den Remote-Anwendungen sonder auch für die Kommunukationsprotokolle. Würden sich die mehr auf einen internen Standard einigen würde die Entwicklung neuer Features für deren Updates deutlich leichter und schneller von statten gehen."... schrieb mfk0815. Da scheint was dran zu sein. Die GLD wirkte ob Größe und Preis zunächst revolutionär, zwei, drei Feature-Updates - mehr kam dann nicht mehr - glänzende Pots sind für mich kein Update, bin ja schliesslich kein DJ....bei QU scheint es genauso zu laufen. Die schon von Digico viel beschworene FPGA-Architektur (ein Neubau ist billiger als eine Neustrukturierung eines FPGA sagen unsere It-ler einer fachfremden Branche mit festem Gehalt und legalen Arbeitszeiten - das aber nur nebenbei) schafft da ja vielleicht Abhilfe..Eine gewisse Sprunghaftigkeit muss man AH da schon attestieren.

  • Nachtrag: Ich bin aber mit der SQ trotz alledem hoch zufrieden. Einschränkend muss ich aber auch zugeben, fast nur Sprache mischen zu müssen und wenn Musik, dann die sog. "klassische" in der überwiegend alte, weiße Männer durch sklavische Folgsamkeit und demonstrativ antizipierter Unterwürfigkeit derart sauber zusammen spielen (man spürt geradezu deren Angst vor den nachfolgenden Peitschenhieben) daß es zwar wirklich harmonisch zu klingen scheint - kennt man aber die genderhistorischen Hintergründe, kann von Genuss hier natürlich keine Rede mehr sein.) Schlimmer noch: Das bornierte Publikum derer hüpft nicht gegen Rechts. Im Gegenteil, es feiert - obwohl es nicht im Geringsten weiß, was es feiert, sogar die Verwendung mehr als dreier Harmonien! Das ist an Borniertheit sicherlich nicht mehr zu übertreffen. Da lobe ich mir doch den zivilisatorischen Fortschritt hinauf zum Techno! Der geht auch noch mit der hier vielgescholtenen M7....

  • Tatsächlich hat A&H ja zu FPGA gewechselt. Viele neue Produkte sind nun auch untereinander kompatibel (z.B. die Stageboxen). Somit war wohl einiges an Problemen dem veralteten (aber damals natürlich zeitgemäßen) Aufbau der Pult iLive und GLD geschuldet.


    Generell wird ja beinahe bei jedem Digitalpult über "zu wenig Updates" gemosert. Evtl. ist die Erwartungshaltung einfach zu groß. Softwareentwicklung kostet nunmal extrem viel Zeit und wenn das Pult am Markt gut bestehen kann, warum dann neue Features einbauen?


    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Tobias Kammerer, Dipl Audio Engineer SAE
    Pro PA Veranstaltungstechnik
    (Inhaber)


    Musikhaus Kirstein GmbH
    (Produktmanager)