USB Player für Pro Audio

  • Welcher USB Player spielt alle Formate ab? Ich meine jetzt die Stick Formatierung, zu der ja auch ExFat und OS X Extend gehören kann. Fat16 und Fat32 können die bei uns vorhandenen Numark CD/USB Kombigeräte ganz gut - das ist es dann aber auch schon.

    Was ist von dem Denon DN501 zu halten?


    Oder soll ich zu entsprechenden Anlässen besser gleich ein Mac-Book mitnehmen?

  • Was ist von dem Denon DN501 zu halten?

    Wenn du von Sticks spielen willst, dann würde ich eher den Denon DN 700C empfehlen. Der hat ein Webinterface. Was bei beiden ganz nett ist, ist die Hotkey-Steuerung. Die ist über die Sub-D-Schnittstelle erweiterbar. Damit kann man sich eine Jingle-Maschine bauen.

    Welche Formatierungen der frisst hab ich aber noch nicht getestet.

  • Wenn du einen wirklich professionellen Player willst; dann Pioneer 2000 Nexus.

    Die DJs wissen schon warum.

    Hat natürlich auch mit dem Bedienkomfort (auch für "normale" Nutzer) z.B. dem Display (hochauflösend & bunt) und dessen Lage (man muß sich nicht vor das Rack knien) zu tun.

    Auch mit der ganzen Dateiverwaltung bei z.b. Sticks mit Haufen Ordnern und so zu tun. Soviel ich weiß; kann man auch direkt von einer Festplatte spielen. Und vom Smartfone.

    UND das Ganze wird halt in vernünftiger Qualität / Pegel hinten ausgegeben..

    Halt teurer.;)


    Mich hat der ganze Zirkus mit den Sticks mit irgendwelchen zweifelhaften Dateiformaten, Formatierungen und Unter-unter-unterOrdnern
    usw. auch genervt und sehe ein kleines 0815-Laptop mit brauchbarer Soundkarte im Baumarktköfferchen als vernünftige Lösung an..

    Mit so 1HE-Playern mit Minidisplay in Bauchhöhe hat man auf Dauer keinen Spaß....

  • ich habe bei gelegenheiten, wo irgendwelche gäste mit Sticks kommen, generell ein laptop am start. und zwar hauptsächlich zur dateiverwaltung.

    damit kann ich beliebige formate in mp3 konvertieren und auf USB stick schieben, der dann im Numark CD plärrer landet und von diesem dann stets klaglos abgespielt wird ;-)


    gerade letztes wochenende wieder erlebt:

    einer der comedy-künstler hält mir einen USB stick hin und sagt: "wie angefordert: der mp3-stick mit meinen musikfiles".

    ich habe den stick in den player gesteckt - aber es waren keine abspielbaren dateien zu finden!

    des rätsels lösung:

    die vermeintlichen "mp3" dateien waren in wirklichkeit "aiff" und "m4a" dateien. der herr kannte den unterschied gar nicht...

    dann kam ein anderer und hatte "wav" files auf seinem stick... obwohl wir im vorfeld ausdrücklich "mp3 mit hoher qualität" angefordert hatten - unsere player können eben nur mp3 daten vom stick abspielen...

    also hab ich die dateien im laptop entsprechend umgewandelt - schon ging es ;-)

  • Erst gestern wieder so einen Fall gehabt. Brainpool schickt mir im Vorfeld einen Link zum Download zweier Musikfiles mit dem Hinweis, dass der Künstler auf keinen Fall selber die Musik dabei hat!!

    Intro und Outro sind bereitzuhalten, so die Info. Bereits nach dem Download stelle ich fest, dass der eine Track MP3 ist, und der andere MP4 Videoton. OK, umwandeln ist ja kein Thema, und schon war das Outro auch MP3. Die beiden Tracks auf den Ipod geschoben - fertig. Gestern dann die Show, beim laden im Lager schnell noch geistesgegenwärtig einen Numark 400 für alle Fälle auf die Pritsche geworfen, und los. Gegen Nachmittag erschien dann der Künstler nebst Tourmanager in der VA-Halle zwecks Soundcheck. "Hallo Kollege vom Ton....hier ist schon mal unsere Musik auffem Stick!" Aha....ich dachte ich....egal...schnell noch den auf die letzte Sekunde mitgenommenen Numark CDuniversalMP3 Multisuperduperplayer angeschlossen...Stick rein...read....wow: 1Track! Das wird ja einfach heute. "Spiel mal Track 11, aber erst ab 0:18...." Hä? Da ist nur ein Lied drauf! "Kann nicht....müssen 13 sein"

    Waren auch 13....nämlich genau einer als MP3, die anderen 12 als WAV. Wie Wora bereits erwähnte - das kann der lowbudget Player nämlich genau nicht! WAV nur als CD, und USB nur als MP3. Und auch nur FAT16 und FAT32. Und blos kein OS formatierter Kram - dann spiele ich nicht mehr mit.

    Gestern hatte dann die originale CD aus dem Auto des Tourmanagers noch aushelfen können, aber in Zukunft lasse ich mich auf diese Spielchen nicht mehr ein, und schleppe grundsätzlich wieder den Laptop mit zur Veranstaltung. Mit VLC Player, und alles ist gut.

  • Ich hab' den DN501C, den ich gekauft habe weil er WAV auch in 48KHz abspielt, was mein "Pult-USB-Player-Format" für die A&Hs und die X/M32s ist, um neben CDs diese LaLa-USBs auch für die DiGiCos und den Pro1 nutzen zu können, denen der Player fehlt. aber natürlich auch MP3 kann und nen' AES3 out hat und bin sehr zufrieden mit der Gerät. Klingt auch definitiv besser als so ein Sirus/Numark/beliebiglabeleinheitschinaböller, den ich natürlich auch habe. Ich hatte noch keinen Fall, in dem der 501c das Kunden-Format nicht konnte, habe allerdings auch nicht so viele Sachen, bei denen ich playbacks oder Tanzgruppen-lala abspielen muss ...

  • Bei mir so letztens:


    Mist, Macbook Air defekt (Spannungsversorgung mit Ausfallserscheinungen), schnell ein „neues altes“ refurbished Macbook Pro gekauft, abgeholt, begutachtet: RJ45, Firewire, TB, USB uuuund - tada: optisches Laufwerk.

    Abends aufgesetzt und am nächsten Tag steht tatsächlich unangekündigt ein Trio mit einer Audio-CD vor mir. Und ich nur so: Yeah, läuft !!!


    Bis jetzt gab es noch nichts, was ich mit dem Mac und meinem Jingleplayer-Programm nicht abspielen konnte. Und das völlig egal ob über Minijack, Motu USB, Motu Firewire oder Dante.


    CD-Player mit USB und mp3? Ganz nett für Festinstallationen u.ä. aber im mobilen Einsatz fand ich alle bisherigen langsam bis zickig.

  • also ich finde diesen Numark plärrer mit USB (und mp3) alles andere als langsam.

    stick rein - ordner auswählen - song auswählen - Play

    das geht echt fix, viel schneller als eine CD einzulesen!


    wie gesagt: das doofe ist nur, das viele nicht-techniker die unterschiede zwischen den formaten offensichtlich gar nicht kennen ... und genau da liegt die haupt-fehlerquelle.

    da wir als tontechniker keine zeit haben den rest der menschheit entsprechend aufzuklären, bleibt uns nur ein sinnvoller ausweg: ein laptop zur formatwandlung bereit zu halten ;-)

  • also ich finde diesen Numark plärrer mit USB (und mp3) alles andere als langsam.

    stick rein - ordner auswählen - song auswählen - Play

    das geht echt fix, viel schneller als eine CD einzulesen!

    Wenn du schon vergleichst, dann bitte same-same:


    Auf einem Rechner habe ich einen besseren und schnelleren Überblick über die Ordnerstruktur als auf einem kleinen LCD-Screen, dazu kommt eine komfortable Suchfunktion (falls man weiss wie die Titel benannt sind). Ein Mac liesst ausserdem alle in freier Wildbahn anzutreffenden USB-Datenträgerformate.


    Bei den CDs ist es recht durchwachsen: Als man anfing Allesfresser-CD-Player zu bauen haben die gefühlt allein eine halbe Stunde zum erkennen der CD gebraucht. Ob es mittlerweile besser geworden ist weiss ich gar nicht, keine Ahnung wann ich das letzte Mal einen benutzt habe. (Obwohl ich noch 2 eingelagert habe)


    Wenn der Künstler es mit der Audio-CD-Erstellung mal wieder versemmelt hat (CD-R mit wav, mp3, aiff, m4a, whatever...) bin ich mit dem Rechner wiederum schneller.


    Dazu kommt ein komfortables Abspielprogramm mit Listen, HotCues (Gong,etc,) und einer frei positionierbaren Midi-Remote.

  • ich habe jahrelang nur laptops benutzt, um zuspielungen zu starten.

    der grund, warum ich mittlerweile wieder gerne auf einen CD (respektive mp3)-player zurückgreife ist folgender:

    da gibt es eine große, blinkende hardwaretaste für "PLAY".

    wenn ich da drauf drücke, dann spielt mir das ding die datei sofort und ohne jegliche weitere verzögerung ab.

    wenn ich dagegen vom laptop abspiele, muss ich mit der maus einen button klicken. das hat für mich einfach nicht die gleiche zielsicherheit. am rechner ist es mir durchaus schon passiert, dass ich den play-button nicht sofort getroffen habe. ich hoffe du verstehst was ich meine.


    die dateiverwaltung ist natürlich auf dem laptop viel besser, genau deshalb benutze ich ihn ja auch dafür. ich erstelle mir darauf die playlisten für die show, die ich dann auf den USB stick lade und dann song für song vom player abfeuern kann.

    dafür brauche ich übrigens nicht unbedingt einen Mac. mit einem PC geht das genauso gut, da hatte ich auch noch keine probleme mit den verschiedenen sticks.


    das schöne am CD plärrer ist auch, dass ich am player zwei play-tasten habe und zwei verschiedene ausgänge nutzen kann. damit kann ich dann z.b. einen gong auf das zweite laufwerk legen und ohne weiteres zutun mit völlig anderem pegel abspielen.
    also ich arbeite zum abspielen von geräuschdateien jedenfalls lieber mit so einem CD/mp3 player als mit einem computer, zumindest dann wenn ich die files auf bestimmte zeichen oder stichworte der künstler abfahren muss.

    ich könnte mir jedoch vorstellen, irgendwann mal ein USB-gerätchen zu haben, das ich an den rechner anschließe und mit dem ich songs per tastendruck abfahren kann. vielleicht gibt es sowas sogar schon...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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  • ich könnte mir jedoch vorstellen, irgendwann mal ein USB-gerätchen zu haben, das ich an den rechner anschließe und mit dem ich songs per tastendruck abfahren kann. vielleicht gibt es sowas sogar schon...

    DJ Controller heissen diese USB-gerätchen. :D Gibt es in x Variationen. Wobei ich gerade dort wieder gerne die Hardware vorziehe (wegen Abstürzen).