Sicherheitsfragen bei schulischen Veranstaltungen

  • ein 4 m Gerüst, wo eine kleine Box hängt ist meiner Meinung immer sicherer als ein 3 Bein Stativ. Wenn es sein muss, sichere ich das Gerüst mit einem 1000l Wassercontainer ab......

    Sollte ein Sturm kommen, ist diese kl. Box schnell heruntergeholt. Ein nacktes, ballastiertes kl. Gerüst hält auch den Wind aus. Wie gesagt, funktioniert seit 25 Jahren bis 6 m Höhe (bei uns).

  • 4m Gerüst

    1000l Wassercontainer
    Fachpersonal zum Fliegen


    ... finde ich für ein paar 12"1" Kisten übertrieben.

    Baut einfach einen schönen Stapel aus Bässen und stelt die Teile oben drauf.

    eine Palette darunter und das alles mit 2...3 Spanngurten zum Block verzurrt.

    Das hat eine ordentliche Standfläche, ist nicht all zu hoch und ballastiert sich selbst.

    Einfach und sicher.


    Klar geht es noch besser, wenn man mit den Tops noch höher kommt, aber ich denke das ist hier nicht zielführend.


    Hier nochmal das Beispiel- Bild dazu:

    885-screenshot-20180210-125850-png


    Das war sie gesagt ein Musik - Picknick, daher war die Höhe OK.

    Das sind 3 15"er Bässe übereinander - mit 4en und größeren Unterlagen währe das auch für stehendes Publikum in Ordnung (ich würde alternativ meine 2x12"1,4" Tops nutzen, das bringt genau so mehr Höhe).


    Das ganze ist relativ schnell aufgebaut und steht dank Verzurrung bombenfest.

    wenn es die umweht ist vorher das Zelt und der ganze Krempel darin fortgeflogen, das interssiert dann keinen mehr.

  • Wenn ein Stack bombenfest verzurrt ist, ist auch die "Landefläche" im Falle eines Sturzes relativ genau bestimmbar. Diese Fläche könnte man zusätzlich absperren, dann wäre man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

    Es ist sicher die praktischere Lösung als das Fliegen. Aber es lässt dafür keinen Spielraum beim Stacking der Bässe - und genau das hätte man ja gerne.

  • EDIT: Nun bin ich aber erstaunt über die Differenz zwischen den beiden Manfrottos:

    • Das 007BSU ist bei Thomann mit einer maximalen Belastung von 20kg angegeben - soll aber immerhin noch 6,7kg bei maximalem Auszug auf 325cm tragen (Bei Manfrotto selbst sind beide Werte identisch angegeben - das macht meinem Verständnis nach wenig Sinn).
    • Das als "heavy duty" verkaufte 126BSU soll zwar eine maximale Last von 40kg verkraften, bei maximalem Auszug auf 333cm dann aber nur noch ganze 3kg!!
      Das klingt gar nicht gut (auch wenn ich grundsätzlich nie die maximale Höhe nutze). Aber irgendwas kann da wohl nicht stimmen, da das 126er gegenüber dem 007er größere Rohrdurchmesser und einen größeren Standkreis hat. Da muss ich mal nachhaken - wenn das kein Druckfehler ist, dann müssen wir evtl. was anderes für den Zweck anschaffen.
    • Manuals habe ich zu den Stativen gar keine gefunden - und somit auch keinen Hinweis auf die Belastungsgrenzen bei Zwischenlängen (das wäre ja wichtig zu wissen). Vielleicht hat jemand einen Tipp wo ich das finden kann?

    Die Werte sind schon korrekt. Das sind eigentlich Leichtstative für den Filmeinsatz, da hat der Hersteller nie vorgesehen schwere Lautsprecher drauf zu bauen. Bei 3,30m Auszug sind die beide schlicht viel zu leicht um noch mehr als eine Styrogabel + Platte zu tragen. Das 007 ist in der Praxis VT-untauglich. Die dünnen Rohre sind im ernsthaften Einsatz nach einem Jahr so verdellt und verbogen dass du es wegwerfen kannst.

    Das 0126 geht indoor für einzelne Scheinwerfer oder leichte (<15 kg) Lautsprecher die halt gerade noch etwas höher müssen als die 2,20m die mit einem K&M 213 gehen. Für alles andere bitte die nächst grössere Serie verwenden (NW083/087).

  • Es hindert dich ja keiner dran selbst zu mischen, ein professioneller Dienstleister hat kein Problem damit dir einfach 2 XLR-Leitungen hinten neben die Bühne zu legen und zu sagen: "Hier ist deine PA." Die Planung des Aufbaus solltest du aber denen überlassen die wissen wie´s sicher geht.

  • Es hindert dich ja keiner dran selbst zu mischen, ein professioneller Dienstleister hat kein Problem damit dir einfach 2 XLR-Leitungen hinten neben die Bühne zu legen und zu sagen: "Hier ist deine PA." Die Planung des Aufbaus solltest du aber denen überlassen die wissen wie´s sicher geht.

    Stimmt, das wäre eine Möglichkeit. Es gibt in unserem Fall noch einige andere Aspekte:

    • Die finanziellen Möglichkeiten sind begrenzt (und werden in Zukunft noch deutlich schlechter aussehen werden, weil ein Förderprogramm ausläuft). Die Schulen des Stadtteils müssen die Kosten zukünftig selbst tragen.
    • Wir brauchen eine 8x6m große Podest-Bühne mit gestaffelten Ebenen. Diese allein ist schon ein großer Kostenfaktor, den wir nicht vermeiden können (große Bigband, Chöre etc.)
    • Die Front-PA haben wir bislang immer zugemietet; diesen Kostenpunkt möchten wir zukünftig aus den oben genannten Gründen einsparen. Nur für diesen Einsatz erscheint das zwar unwirtschaftlich, stellt sich innerhalb der Etatverwaltung als einmalige Anschaffung jedoch anders dar. Außerdem haben wir etliche andere Einsätze innerhalb der Schule, die wir bislang aus Kostengründen gar nicht oder nur wenig zufriedenstellend umsetzen konnten (Anlagenmiete, Transport... wäre für diese Veranstaltungen nicht darstellbar).
    • Wir verfügen (für unseren Veranstaltungsraum) sowieso schon über alles was vor der (fest installierten) Front-PA hängt - und das in guter Qualität. Mit dem Aufbau und der Nutzung sind wir gut vertraut.
    • Das Schüler-Team unserer in ganztägigen Workshops geschulten Technik-AG betreut regelmäßig Veranstaltungen an unserer Schule und kann inzwischen viele Aufgaben auf der Bühne (unter Aufsicht) sehr zuverlässig übernehmen (Instrumente/Monitore/Mikrofone aufstellen und verkabeln).

    Die Planung des Aufbaus AUF der Bühne habe ich immer übernommen, schon deshalb, weil ich die Anforderungen und Bedürfnisse der verschiedenen Ensembles am besten kenne. Bei der Front-PA plane ich vorher unter Nutzung von EASE Focus das genaue Setup, damit ich die gewünschte gleichmäßige Abdeckung des Zuhörerbereichs und eine möglichst gute Rückwärtsdämpfung zur Bühne erhalte (GbF), auch das Sub-Cluster habe ich auf diese Weise vorbereitet. Leider waren in der Vergangenheit die "Profis" wenig engagiert (ein Dienstleister hat z.B. meine Bitte bei der Anfrage - auch auf höfliches Nachfragen - völlig ignoriert, die Tops an der Bühne zu fliegen und die Subs vor der Bühne als Cluster zu fahren, um Bass-Interferenzen zu verhindern).


    Es ist ja auch nicht so, als ob wir auf Basis meiner Planungen irgendwelche Schwierigkeiten gehabt hätten - ganz im Gegenteil. Das Fliegen der Tops ist der einzig wirklich kritische Bereich - und das werde ich dem Dienstleister überlassen, der die Bühne baut.

  • Die Werte sind schon korrekt. Das sind eigentlich Leichtstative für den Filmeinsatz, da hat der Hersteller nie vorgesehen schwere Lautsprecher drauf zu bauen. Bei 3,30m Auszug sind die beide schlicht viel zu leicht um noch mehr als eine Styrogabel + Platte zu tragen. Das 007 ist in der Praxis VT-untauglich. Die dünnen Rohre sind im ernsthaften Einsatz nach einem Jahr so verdellt und verbogen dass du es wegwerfen kannst.

    Das 0126 geht indoor für einzelne Scheinwerfer oder leichte (<15 kg) Lautsprecher die halt gerade noch etwas höher müssen als die 2,20m die mit einem K&M 213 gehen. Für alles andere bitte die nächst grössere Serie verwenden (NW083/087).

    Da haben wir uns vielleicht missverstanden. Die Stative werden ausschließlich für das Licht verwendet - nicht für Lautsprecher. Und das 007 ist für unsere Anwendung (7kg schwere LED-Bars auf ca. 2,5m Höhe) auch gut geeignet (wie gesagt - kein täglicher "On-the-Road"-Betrieb - die Dinger haben bei uns noch nicht mal einen Kratzer). Irritiert bin ich von der Belastbarkeit des 126er - und etwas ratlos, weil zwischen 40kg max. Belastbarkeit (auf der kleinsten Höhe) und angeblich nur 3kg bei voller Höhe eine Menge Spielraum liegt. Da wüsste ich gern schon detaillierter, bis zu welcher Höhe ich etwa eine Dimmerbar mit 4x PAR64 (überschlägig ca. 12kg) hochfahren darf - leider habe ich kein entsprechendes Datenblatt mit Angaben zu den Zwischenlängen und deren Belastbarkeiten gefunden. Für diese Anwendung werde ich dann wohl gegebenenfalls nach einer geeignetereren Lösung schauen müssen.

  • Ich weiß du willst es nicht hören, ABER schon wieder eine Detaildiskussion.


    Es geht nicht darum, das du oder deine Schüler keine Mikrofone anstöpseln könnt oder beim Aufbau der Bühne&Co dabei sein und mithelfen dürft.


    Es geht schlichtweg darum wer dafür die Verantwortung von Gesetzeswegen übernehmen DARF und welche Formalqualifaktionen erfüllt sein müssen.


    Meldet euch doch mal beim mir vorgeschlagenen Bühnenwerk (www.buehnenwerk,de), dies ist eine Fortbildungseinrichtung bei der unteranderem auch Schulen beraten und betreut werden, die GENAU das was ihr vorhabt auch machen. Dann werden sich viele Sachen, die dir jetzt Schleierhaft erscheinen und unklar sind (zB welches Stativ wofür) von alleine ergeben.

  • Irritiert bin ich von der Belastbarkeit des 126er - und etwas ratlos, weil zwischen 40kg max. Belastbarkeit (auf der kleinsten Höhe) und angeblich nur 3kg bei voller Höhe eine Menge Spielraum liegt. Da wüsste ich gern schon detaillierter, bis zu welcher Höhe ich etwa eine Dimmerbar mit 4x PAR64 (überschlägig ca. 12kg) hochfahren darf - leider habe ich kein entsprechendes Datenblatt mit Angaben zu den Zwischenlängen und deren Belastbarkeiten gefunden. Für diese Anwendung werde ich dann wohl gegebenenfalls nach einer geeignetereren Lösung schauen müssen.

    Das ist ganz einfach zu erklären: 40kg zentrisch geht nur ganz unten. Die Filmfritzen brauchen das oft auch genau so und freuen sich dass sie keinen wackeligen C-Stand und kein schweres 087 benutzen müssen um mal eben zwei 4kW Daylights aufzustellen.

    Bei voller Höhe ist das Verhältnis zwischen Hebelarm, Standfläche und Gewicht des Stativs so ungünstig dass die mögliche Last drastisch sinkt. Eine 4er Dimmerbar würde ich da gar nicht mehr drauf packen; sobald du auf eine sinnvolle Höhe von etwa 3m kommst ist das bei weitem nicht mehr kippsicher. Für diese Anwendung gibt es andere Stative mit grösseren Fusskreisen, stärkeren Rohren und mehr Eigengewicht.

  • Bei voller Höhe ist das Verhältnis zwischen Hebelarm, Standfläche und Gewicht des Stativs so ungünstig dass die mögliche Last drastisch sinkt. Eine 4er Dimmerbar würde ich da gar nicht mehr drauf packen; sobald du auf eine sinnvolle Höhe von etwa 3m kommst ist das bei weitem nicht mehr kippsicher. Für diese Anwendung gibt es andere Stative mit grösseren Fusskreisen, stärkeren Rohren und mehr Eigengewicht.

    Das war mir grundsätzlich schon klar, dennoch ist der Unterschied zwischen maximalem Wert (eingefahren) und minimalem Wert (ausgefahren) bei den beiden Stativen schon seltsam. Ich hätte erwartet, dass das 126er nicht nur bei der maximalen Belastbarkeit im eingefahrenen Zustand vorne liegt, sondern auch im ausgefahrenen Zustand noch Vorteile bringt. Das Gegenteil ist aber der Fall.

    Wie oben schon erwähnt haben wir das Stativ mit Dimmerbar nicht ganz ausgefahren (aber schon recht hoch), allerdings auch immer mit je einem fest am Stativ verzurrten gefüllten 16HE-Rack beschwert, da kippt nichts. Dennoch werde ich mich nach einer besseren Lösung umsehen.

  • Na dann ist das ja nun klargestellt - es wurde auch hinreichend darauf hingewiesen (und konkrete Fragen von einigen hier genau so hinreichend ignoriert). Mein Verständnis habe ich bereits deutlich gemacht; die gegenseitigen Positionen sind also klar.


    Wir als einzelne Schule werden uns zunächst nicht beim Bühnenwerk melden, die grundsätzlichen Fragen werden - auf meine Initiative - zunächst von den zuständigen "Großkopferten" der Behörde geklärt und dann sehen wir weiter. Tut mir also leid, wenn ich weiterhin einige hartnäckige inhaltliche Fragen stelle, auch wenn du persönlich dies nicht für sinnvoll hältst.


    Man darf übrigens auch als Autofahrer nicht die beschränkte Geschwindigkeit überschreiten, genausowenig darf man als Fußgänger bei rot über die Ampel gehen oder als Lehrer nervige Schüler für einen Moment vor die Tür schicken (weil ich damit meine Aufsichtspflicht verletze). Dennoch bin ich nicht der einzige Mensch auf dieser Erde, der das hin und wieder dennoch tut.


    Das Risiko auch in diesen Situationen mit dem "gesunden Menschenverstand" abzuwägen bedeutet, nichts zu tun, bei dem dieses Risiko nicht vertretbar erscheint. Es ist ja durchaus ein Unterschied, ob man bei völlig freier Autobahn etwas zu schnell fährt - oder in unübersichtlicher Situation vor einem Kindergarten.

  • Ich weise gerne nochmal darauf hin, dass die Anwesenheit einer Bühnenfachkraft nicht nur von der Bühnengröße abhängt (Baurecht) sondern in der DGUV Vorschrift 17/18 im Arbeitsschutzrecht zwingend vorgeschrieben ist. Ich erwähnte es bereits...

    -> Branchenspezifische Schulung zu Lenk- und Ruhezeiten und digitalem Tacho
    -> Betreuung als Fachkraft für Arbeitssicherheit

  • Wenn bei jeder, auch noch so kleinen Veranstaltung eine "Bühnenfachkraft" anwesend sein soll, wird es mit Sicherheit über 80 % der Veranstaltungen nicht mehr geben.

    Eine Veranstaltung ist auch, wenn in einem Gasthaus ein "Alleinunterhalter" seine eigene Bose oder sonstwas Anlage plus 4 Lampen auf 3-Bein Stativen auf der 4m² Bühne aufbaut............

  • Kurzer Bericht aus der Schulpraxis:

    Gestern während eines Tontechnik-Workshops mit Schülern der Technik-AG haben wir vor den weiteren Workshopteilen Sicherheitsfragen thematisiert. Nach einer kurzen Einführung in das Thema ging es dann um die Konkretisierung anhand diverser Beispiele nach folgenden Gesichtspunkten:

    • Worin liegt jeweils die potentielle Gefahr?
    • Was könnte schlimmstenfalls passieren?
    • Wie kann das Gefahrenpotential minimiert werden?

    In vielen Bereichen haben wir das schon immer "mitgedacht" - in zwei Bereichen haben wir Optimierungsmöglichkeiten besprochen (für diese hatte ich die entsprechenden Lösungen bereits vorbereitet). Diese werden wir nun bei unseren Veranstaltungen umsetzen.