Headsets für Kinderchor

  • Hallo,


    unser Kinderchor möchte sich zu den besthenden Headsets von MIPRO wieder welche dazu kaufen.


    Momentan sind 4 Headsets von MIPRO MU-53 HNS mit Bodypack ACT 30T und Empfänger ACT 747 im Einsatz.


    Bei meinem Posting und Posting wurde nicht gerade positiv über Headsets gesprochen.


    Könnt Ihr mit etwas anderes empfehlen, was im gleichen Preisrahmen wäre?


    Vielen Dank für Euere Hilfe


    Gruß


    Michael

  • Hui, das wird nicht billig. Um wieviele Headsets reden wir denn?


    Die MiPro sind gar nicht so übel, allerdings würde ich statt der gerichteten Kapsel eine Kugel bevorzugen, denn wenn das 53er verruscht, dann änderst sich der Klang schlagartig und wird allzu sehr dumpf. Passier bei einer Kugel wie dem 55er nicht.


    Bei Headsets muss man auch eher wissen was man tut, so von wegen EQing und Ausrichtung der PA. Scheint ja aber nun kein Neuland zu sein.


    Dann die Kosten, vor allem für die Funkstrecken. Kein billiger Spass, selbst wenn da MiPro drauf steht.


    Das eigentliche Problem sind die Kiddis selbst, denn wenn du keine Ruhe geben und an dem Mikro rumzippeln, dann gibt das gar arge Nebengeräusche. Auch wenn das Mikro sich verschiebt und plötzlich direkt vor der Nase oder dem Mund ist... Atemgeräusche sind dann unvermeidbar.


    Alternative wäre eine klassische Abnahme mit Kleinmembraner auf Stativen entsprechend positioniert und verteilt. Chorabnahme klassisch eben. Dient dann auch wirklich nur als Stütze meist.


    Spielt da eine Band mit oder ist das eher Akustik mit Klavierbegleitung/Gitarre?

    Im letzteren Fall auf jeden Fall eine klassische Abnahme mit ein paar guten Kleinmembranern.


    Wie die Kollegen und ich dir damals schon geschrieben haben: Mit Laien Headsets zu nutzen macht wenig Sinn.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Naja, wenn Ihr die Dinger schon im Einsatz habt und noch welche wollt, dann seit Ihr wohl damit zufrieden. Dann würde ich dabei bleiben. Die Frage ist halt, wieviele Funkkanäle gleichzeitig wirklich sinnvoll spielen.

    Tomy

  • Bei 24 MHz Schaltbandbreite gehen da im Profibereich locker bis zu 12 gleichzeitig. Man kann ja noch dann andere Bereich belegen. Wenn man geschickt wählt sind da schon auch in Summe bis zu 36 Kanäle drin.


    Allerdings nur wenn man auch die vollen 24 MHz ausnutzen kann, was in der Mittenlücke eben nicht der Fall ist. Aber dieses Band sollte ja auch nur wirklich ein Notnagel sein. :-)


    Frage ist und bleibt, obwohl das Material nun schon da ist, ob man das wirklich so mächte. Wie schon damals und selbst vom TS so geschrieben, sind es Laien und oftmals verrutschen die Mikros und bei einer gerichteten Kapsel ist der anzurichtende Schaden gleich doppelt so hoch: Klangmatsch und Pegeleinbruch.


    Ergo: Überlegt euch wirklich ob da nicht eine klassische Chorabnahme effektiver und einfacher ist. Für das Geld könnt ihr in mind. 4-6 sehr gute Kleinmembraner ala Neumann KM 184 oder beyerdynamic MC930 investieren.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Überlegt euch wirklich ob da nicht eine klassische Chorabnahme effektiver und einfacher ist.

    Dann aber auf jeden Fall mit Automatikmischer. Sonst gibt es nurnoch Klangmasch.

    Grenzflächenmikrofone wäre auchnoch eine Möglichkeit.


    BTW: Ich arbeite bei Kinderchören (also. bei den Solisten/Schauspielern) ich eigenlich auch mit Headsets. Kinder sind beim Umgang mit Mikrofonen erstaunlich unproblematisch. Gegen Verrutschen hilft Transpore.

    Aber Kugelcharakteristik sollte es schon sein. Außerdem finde ich eure aktuellen Headsets etwas zu klobig.

  • Alternative wäre eine klassische Abnahme mit Kleinmembraner auf Stativen entsprechend positioniert und verteilt. Chorabnahme klassisch eben. Dient dann auch wirklich nur als Stütze meist.


    Spielt da eine Band mit oder ist das eher Akustik mit Klavierbegleitung/Gitarre?

    Im letzteren Fall auf jeden Fall eine klassische Abnahme mit ein paar guten Kleinmembranern.

    Die Headsets sind hauptsächlich für die Solisten. Der Rest sollte im Hintergrund bleiben.


    Als Begleitmusiker kommen ein Pianist mit E-Piano und eine Konzertflöte zum Einsatz,

  • Eben nicht, wenn die Dinger nur leicht verrutschen muss ich ständig nachregeln.

    Das ist genau das, was wir hier dir schon zig mal geschrieben haben. Das ist nun mal bei einer gerichteten Kapsel so, egal welcher Hersteller.


    Nimm also ne Kugel (z.B. MU55HNS) oder drück den Kiddis einen Handsender in selbige, wobei da auch das Problem der Handhabung besteht, nur nicht so krass, ausser sie werden zu Bauchsängern. Also muss man die Kids eben auch trainieren damit umzugehen. Ist ja jetzt auch nicht verkehrt.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Welche grundsätzliche Maßnahme erfordert zwingendermaßen ein Headset? Fahren die Solisten Fahrrad oder Jounglieren nebenbei auf einem Elefanten? Ist es unbedingt notwendig, dass die ihre Hände frei haben müssen und wenn ja warum?


    Wie oft wechseln die Solisten pro Aufführung? Ich nehme an, dass das nicht immer dieselben über die gesamte VA sind, richtig?


    Wo ist das Problem einen Handsender oder gar ein drahtgebundenes Handmikro zu nehmen. Das wäre in diesem Fall deutlich einfacher und kosteneffizienter, ganz zu schweigen von der Handhabung und dem Abmischen. Wenn die Solisten durchwechseln, dann müssen jeweils immer wieder die Headsets getauscht werden, oder jeder Solist bekommt sein eigenes. Ich bitte dich, geh doch mal in dich und reflektiere dies selbst.


    Ein Handmikro auf Stativ ist schnell durchgewechselt und deutlich einfacher in der Handhabung, gerade wenn auch Laien am Mischpult stehen und keine besonders gute Anlage zur Verfügung steht. Ein Handmikro macht einfach deutlich weniger stress, vor allem auf solchen Baustellen.


    Ansonsten, ja. Das MU 55HNS (nicht das nicht S, das ist nämlich schwarz und fällt wiederum auf) wäre das Maß der Dinge. Ansonsten gerne auch DPA oder Crown. Sennheiser mag ich nicht so sehr, denn da muss man immer recht viel am EQ kurbeln bis es mal passt. Zudem haben die MiPros mittlerweile auch unterschiedlich große Nackenbügel, so dass auch Kinderköpfe optimal bedient werden können.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Welche grundsätzliche Maßnahme erfordert zwingendermaßen ein Headset? Fahren die Solisten Fahrrad oder Jounglieren nebenbei auf einem Elefanten? Ist es unbedingt notwendig, dass die ihre Hände frei haben müssen und wenn ja warum?

    Der Kinderchor führt größtenteils Musicals auf, bei denen die Kinder als Schauspieler zusätzlich singen.

    Wie oft wechseln die Solisten pro Aufführung? Ich nehme an, dass das nicht immer dieselben über die gesamte VA sind, richtig?

    Das stimmt, deswegen möchten Sie die Anzahl der Headsets erweitern.

    Wo ist das Problem einen Handsender oder gar ein drahtgebundenes Handmikro zu nehmen.

    Sieht nicht besonders schön aus, wenn die Solisten zum Schauspiel noch ein Mikro in der Hand halten.

    Wenn die Solisten durchwechseln, dann müssen jeweils immer wieder die Headsets getauscht werden, oder jeder Solist bekommt sein eigenes.

    Deswegen mehr Headsets.

    Ansonsten, ja. Das MU 55HNS (nicht das nicht S, das ist nämlich schwarz und fällt wiederum auf) wäre das Maß der Dinge. Ansonsten gerne auch DPA oder Crown. Sennheiser mag ich nicht so sehr, denn da muss man immer recht viel am EQ kurbeln bis es mal passt. Zudem haben die MiPros mittlerweile auch unterschiedlich große Nackenbügel, so dass auch Kinderköpfe optimal bedient werden können.

    Vielen Dank für Deine Tipps. :thumbup:

  • Die MiPro sind gar nicht so übel, allerdings würde ich statt der gerichteten Kapsel eine Kugel bevorzugen, denn wenn das 53er verruscht, dann änderst sich der Klang schlagartig und wird allzu sehr dumpf. Passier bei einer Kugel wie dem 55er nicht.

    Ist die Kugel dann nicht eher empfindlich für Rückkopplung?

  • Ist alles eine Frage des Abstands. Wenn das Mikro nah am Mund sitzt, und die Lautsprecher weit entfernt und auch weg von der Bühne strahlen, ist das alles kein Problem. Das ganz klappt am besten mit gemäßigtem Monitoring. Wenn irgend möglich, die Headsets am besten garnicht auf den Monitor geben. Chorsänger sind ja eh gewohnt ohne Monitor zu singen.

  • st die Kugel dann nicht eher empfindlich für Rückkopplung?

    Eigentlich nichz, wenn man weiß was man tut.


    Generell ist die Kugel vom klang her natürlicher.

    Wenn die Kapsel ein wenig rutscht ist das nicht tragisch

    So gesehen ist die Kugel beim Headset bei Standardanwendungen wie Theater, Sprache, Comedy die bessere Wahl. Auch Abnahme von Flöten, Geigen, Mundharmonika ist möglich und oftmals überraschend gut.


    Eine Niere hat den Nachteil (wie schon erwähnt), dass

    beim verrutschen der Kapsel sich der Pegel und auch der Klang schlagartig und signifikant ändert.

    Da man die Kapsel meist direkt und vor dem Mund positionieren sollte sind Pop- Zisch- und Atemgeräusche deutlich mehr vorhanden und bisweilen (je nach Kapsel) störend bis unannehmbar.

    Die Niere birngt Klangfärbungen mit ein.


    Positiv bei der Niere ist, dass sie in lauten Umgebungen (singender Drumer) doch meist ein wenig mehr GbF zulässt, e ben weil sie gerichtet ist. Allerdings hatte ich mit einer Kugel bisher auch noch nie Probleme selbst bei lautem Monitoring und lauter Bühne das Ding unter Kontrolle zu bringen. Daher bevorzuge ich die Kugel. Mit Nieren hatte ich bisher meist mehr Probleme, eben aufgrund von Pop und Atemgeräuschen sowie auch oftmals Feedback. Kommt halt echt auf die verwendete Kapsel an.


    Auch braucht ne Kugel deutlich weniger EQ als ne Niere.


    Meine Erfahrungen beruhen auf

    DPA 4066 (ist halt Industriestandard und einfach nur easy, allerdings sehr filigrane und anfällige Mechanik)

    MiPro MU55HNS (mein Liebling, da preiswert und ebenso easy, allerdings manchmal für den Träger etwas gewöhnungsbedürftig. Das sind dann aber Diven).

    Sennheiser HSP2 (nicht so mein Ding und oftmals zickig)

    Crown irgendwas (war auch sehr einfach in der Handhabung und unauffällig)

    AKG C420L (sehr zickig und neigt sehr schnell zum Koppeln. Zudem trägt es optisch sehr dick auf. Für singende Drummer und Keyboarder geht es gerade so.)

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Wir haben einen Stapel Nady HM-10 für Lo Budget Schul und Gemeinde VAs dieser Art. Klingen furchtbar aus der Box, aber sobald man ca 2 Frequenzbereiche rausgezogen hat sind sie stabil, klingen ok, Feedbackresistent. Kosten nicht viel und sind relativ einfach anzupassen (transpore etc hilft)

    Erfahrung: Kinder und Jugend Musical.


    Plus 1 für Omni Kapseln!!!


    Wir haben dpa 4088 für Industrie, und sobald die verrutschen hat man ne echt harte Zeit am Pult. Nach einem relativ schrecklichen Gig andem mein Mikrofonierer nicht pedantisch Headsets anpasste will ich die irgendwie nicht mehr sehen... tolle Headset wenn sie korrekt sitzen und nützlich mit Band. Ansonsten viel lieber Omni!