Mischpult Gemeinde

  • Hallo,

    Ich bin auf der suche nach einem digitalen 32 Kanal Mischpult für eine Festinstalation in einer Kirche /Gemeinde.

    Budget bis 7000€.

    Da dieses Mischpult von mehreren Mischern (Amateuren) bedient wird, sollte es auch möglichst einfach bedient werden können.

    Ich brauche auch mindestens 8 auxe, für ein zukünftiges in ear Monitor System.

    Ausserdem sollte das Monitor Einstellung auch über eine Tablet app direkt von der Band funktionieren.

    Ich habe jetzt das Yamaha tf5, midas 32, oder auch a&h sq6 gedacht.


    Kann mir jemand da ein paar Tipps geben?

    Vielen Dank schon mal.

  • Hallo.


    Zum Midas M32 (bzw Behringer X32) kann ich sagen, dass es sich relativ intuitiv bedienen lässt, da der interne Signalfluss fix ist. Trotzdem gibt es sehr viele Möglichkeiten, wenn man sich etwas mehr damit beschäftigt. Außerdem finde ich die Darstellung der Channelstrips ganz gut. Also wer ein Analogpult einigermaßen bedienen kann, sollte damit auch zurecht kommen. Das Routing kann man mögen oder auch nicht. Aber das muss man ja nur einmal einstellen.

    Die Versorgung mit Apps und anderweitigen Tools ist ausreichend gedeckt. Hier lohnt sich ein Blick auf Mixingstation Pro für Android.

  • M32/X32 ist etabliert und funktioniert, allerdings schon ein wenig in die Jahre gekommen.


    Das SQ ist die deutlich modernere Maschine und wird wohl auch in Zukunft noch ein paar nette Überraschungen bieten, so hofft wohl auch die Nutzergemeinde.


    Das TF, hmmm. Irgendwie für mich ein gedoptes LS mit zu wenig Fleisch, um in die Klasse eines alten M7 aufzusteigen. Ich kenn aber die Maschine nicht wirklich, daher...


    Willst du was solides, dann ne M32, ansonsten SQ.


    Bei 7k€ hast du aber auch noch andere Optionen, wie z.B. DigiCo S21.

  • Also das TF1 fand ich sehr enttäuschend, es gibt beispielweise nur einen Encoder mit Druckknopf und dann kann man beim Equalizer nur zwischen Gain und Frequenz umschalten, aber nicht den Q Faktor.

    Und mit Multi-Touch und zwei Fingern eine Kurve am Bildschirm zu biegen ist noch schwieriger.

    Das Display ist nicht entspiegelt, ein bisschen Sonne und mit der Bedienung ist Feierabend.


    Schön ist die relativ einfache Bedienung, wer drauf steht, es gibt genügend vorgefertigte Presets und diese 1 Knopf Kompressoren.

    Also für Amateure vielleicht brauchbar wenn man sich was aus Presets zusammen fuckelt, aber für Live halte ich es nur bedingt tauglich, gerade wenn schnell mal was geändert werden muss.

  • Willst du was solides, dann ne M32, ansonsten SQ.


    Bei 7k€ hast du aber auch noch andere Optionen, wie z.B. DigiCo S21.


    SQ finde ich nicht schlecht, M32 für eine Festinstallation die immer laufen soll imho nicht geeignet wg. langer Reparaturzeiten ... ich persönlich würde mir aber auch die S21 ansehen, finde ich vom Bedienkonzept schlüssiger als die SQ.

  • auch ein digitales Core dazu? und muss das im Preis mit drin sein?

    Sind die 8 Auxe Mono oder Stereo gedacht? Ich würd an der Stelle nicht sparen und auf jeden Fall genug Wege für Stereo haben wollen.


    Ich bin überzeugter M/X32 auf SQ Umsteiger. TF ist für mich nicht gut bedienbar und ich ziehe da die anderen beiden vor, da sie die relevanten Kanal-Parameter direkt im Zugriff haben.


    Ich verbau bei meinen Festinstallationen in Schulen/Kirchen relativ gerne QU - warum? Weil man nicht so viel dran verpatchen / kaputtspielen kann.

    Gibt sonst zu oft Anrufe, wenn der Hausmeister das Rednerpult nicht an den Start bekommt, weil die Gastband zuvor die eigene PA am Start hatte, die Szenen gelöscht worden sind, niemand mehr weiß, wo der BackUp USB-Stick liegt, etc....


    Klanglich führt für mich in dem Segment derzeit kein Weg an der SQ vorbei.

    freier Tontechniker & Eventplaner, auch Tätig im Vertrieb - hier aber rein privat unterwegs

  • Man könnte natürlich für das Budget ein M32 plus eine X32 Compact als Backup-Gerät kaufen, sofern das wichtig ist.


    Es kommt halt auch darauf an, was man an Zubehör noch braucht (Stagebox, Cat-Verbindung, etc.).


    Bei M32/X32 gibt es ein paar schöne Zubehör-Dinge und im Netz finden sich sehr viele Tutorials, wenn man mal ein Problem hat.


    @ Floger - wie meinst du "dass der Signalfluss fix ist"?




    Edit meint - wieso nicht ein X32 und beim FOH noch das eine oder andere nette Zubehör: Ein Ipad im ordentlichen Cover für Fernbedienung, ein PC mit grossem Touch-Monitor, über den die App läuft, mit der man sehr viel Übersicht schaffen kann und auch ggf. direkt zugreifen kann. Das bringt dem Nutzer evtl. den grösseren Mehrwert, als der Unterschied zwischen X32 und M32.

  • Ein weiterer nicht zu verachtender Kandidat ist das Mackie Axis System,

    DL32R (inkl. Dante Karte) mit DC16 Faderboard.


    Das Pult kann im Verhältnis zu anderen genannten teilweise weniger, das sehe ich aber genau hierbei als Vorteil.

    Die Software ist übersichtlich, die demnächst vier verfügbaren FX ausreichend und Multi Platform Fähigkeiten kommen auch bald.


    Also frei nach dem Motto weniger ist mehr, ein einfaches gut funktionierendes Pult.


    Zweite Wahl wäre das SQ, SD Serie finde ich für die teilweise Bedienung durch Laien schon recht komplex.


    X32 oder M32 würde ich heute nicht mehr kaufen, vor allem wenn genug Geld für ein komfortabel zu bedienendes System verfügbar ist wie bei euch.

  • Zweite Wahl wäre das SQ, SD Serie finde ich für die teilweise Bedienung durch Laien schon recht komplex.

    deswegen ja auch eine S21 und keine SD ... und nur weil du der einzige Mensch bist, der das Mackie Konstrukt in Deutschland gekauft hat, musst du jetzt nicht noch andere Menschen mit ins Unglück reissen .... ;-))

  • Sorry, vertipper, ich meinte schon das S.


    Ja, das Mackie ist selten, aber da bin ich Überzeugungstäter, ich habe selten so leicht anderen ein Pult erklärt wie damit. Es ist reduziert auf das wesentliche und Gott sei dank hat Mackie die Fehler der Vergangenheit und ihrer digitalpulte nicht wiederholt.


    Ich glaube das der Grund für die geringe Verbreitung nicht in der Qualität des Produktes zu suchen ist sondern eher im standing der Marke und vor allem im anfangs völlig überteuerten Preis der Kiste.

    Da haben sie ja gegengesteuert.

  • Ich würde sagen X/M 32. Ist extrem weit verbreitet, so dass jeder Gastmischer es kennen sollte. Da bleibt dann evtl. noch etwas Geld für gute Mikros, gute Kabel etc.

  • Noch fehlt ja die Rückmeldung des Threadstarters zu den erwähnten Pulten.


    Mein Favorit - gerade bei verschiedenen Amateurbedienern - wäre nach wie vor die A&H QU-32.


    Vorteile:

    • + alle Kanäle in einem Layer
    • + alle Inputs am "Surface"
    • + alle Outputs am "Surface" - incl. Beschriftung der Stereo-Outputs (Main L/R, Aux 5/6, 7/8, 9/10)
    • + "kompletter" param. EQ
    • + mehrere Apps für iOS & Android

    Nachteile:

    • - 4 Mono + 3 Stereo Aux (Also 7 in Summe)
    • - "platzintensiv"

    Gerade bei Einsteigern ist meine Erfahrung: möglichst alles auf einer Ebene mit einer ausreichenden aber übersichtlichen Anzahl Encodern. Möglichst einfaches Routing.


    Jedenfalls gibt das Budget genug her, um ein brauchbares Pult mit Stageboxen, Core/Cat & Case anzuschaffen.

  • Einfache Bedienung spricht für Qu oder SQ aus meiner Sicht. X32 dürften viele Amateure kennen. Wer am Anfang seines Amateurdaseins steht, ist wohl mit dem SQ trotzdem schneller am Ziele würde ich vermuten.


    SQ6 mit 2x DX168 mit Case mit Kabel mit Tablet ist mit dem Budget machbar und wäre meine Wahl bzw. Empfehlung.

  • +1 für das QU32. Wir haben verschiedene Pulte aus der QU-Serie in Installationen verbaut, wo es darauf ankam, dass sowohl "Pro User" eine ordentliche Arbeitsgrundlage haben, die alles wichtige beinhaltet, als auch, dass Leute, die "nur mal eben" die Mikros für einen Gottesdienst einschalten müssen ebenfalls nicht abgeschreckt werden. Man kann den Alltagsbetrieb im QU sehr schön mit verschiedenen Startszenen und Userberechtigungen stricken - und es ist halt kein unnötiger SchnickSchnack drin. Ich steh als Band-Tonler des öfteren vor M32/X32, die SQ-Pulte haben wir dazu selber im Bestand. Bei beiden finde ich, dass die Möglichkeiten für den o.g. Einsatz eher verwirren. Das schöne beim QU ist seine feste Struktur, das kommt all jenen entgegen, die sich nicht erst mit der theoretischen Materie von Pultmöglichkeiten beschäftigen wollen.


    Viele Grüße,


    Thomas

  • Wenn das "so einfach wie möglich" Kriterium am wichtigsten ist, würde ich die QU-32-Idee befürworten. Das scheint mir wirklich am simpelsten gelöst zu sein.


    Was mir daran fehlen würde sind:


    - etwas aussagekräftigere LED-Ketten pro Kanal

    - Scribble strips


    Wobei man für sowas vermutlich einige Kanäle mit dem P-Touch fest beschriften würde - also die Rednermikrofone und dergleichen.

  • Hi, da bin ich dabei. Grad bei Festinstallationen (speziell in Gemeinden) steigt die Zahl der nötigen Ausgänge sehr schnell an ( Krabbelraum, Aufnahme Ton, Aufnahme Video, Streaming, Vorraum ….. )

  • Hallo,

    Ihr seid ja sehr fleißig am schreiben :)

    Muss mir erst mal die Vorgeschlagen Pulte ansehen.

    Eine Stagebox brauche ich nicht, (Multicore ist schon installiert) das ganze ist ja ein Ersatz für ein defektes analoges Gerät.

    Schade das das TF nicht so gut bei euch ankommt, bin ja eigentlich Yamaha Fan. ;(