hochspielenden PA-Mitteltöner für Ringradiator Beyma CP 22 gefunden - Bericht vom Projekt

  • Hallo Leute!


    Ich möchte mir ein paar Oldschool- 3 Wege PA-Boxen bauen, mit Zitronenpressen Beyma CP 22.


    Nach meinem Empfinden klingt er sehr schön wenn man ihn ab 8 kHz laufen lässt.


    Jetzt benötige ich einen Mitteltöner, der ab ca. 800-1000Hz loslegt und weit hinaufreicht.


    Kennt Ihr da etwas?


    bislang habe ich nur einen hochspielenden von Monacor ( SP6-100 PA ) gefunden - da muss es doch aber noch andere geben, oder?

    Der Monacor scheint mir aber nicht belastbar genug zu sein.


    Kennt Ihr da was? SPL ab 95dB und am besten in 6 oder 8" und ca. 150 Watt?


    Ich freue mich auf jeden Hinweis!


    Danke im Voraus!


    mfG

    Andi

  • Vielen Dank!


    Da habe ich tatsächlich noch nicht nachgesehen.


    Die Frequenzgänge sehen bei den Dingern ja teilweise echt grausig aus, die Sprünge von 4250 HZ ( 103dB ) und 6300 HZ ( 84dB ).

    Kann man das vernachlässigen?

    Dagegen siehts bei der Zitronenpresse ab 8khz so schön gerade aus.

    Da wird man sicher wieder eine Menge Zeit in die Weiche stecken müssen :)


    Hast Du das einigermassen unkompliziert gelöst bekommen? Oder hört man das mit Ü40 sowieso nicht mehr :D Dann hätte ich ein Problem weniger :thumbup:


    Hattest du evtl. auch schon den Beyma 6 Mi 90 in den Fingern?


    Gruß

    Andi

  • Hallo Andi,


    ich weisss jetzt nicht genau, von welchem der 3 genannten du jetzt die Daten her hast.


    Aber kann aus eigener Erfahrung sagen (5P200nd und 6P200nd) daß es in der Praxis nicht so schlimm ist.

    Die Anhebungen um 4200Hz habe ich beim einmessen der fertigen PA in der aktiven Weiche glattgebügelt.

    Senken sind übrigens viel weniger zu hören als Anhebungen. Auch als Ü40.


    Bei der Leistung die die Treiber abkönnen ist ein "Ausgleich" in passiver Bauweise aufwendig und auch teuer (Kosten Bauteile).

    Mal davon abgesehen, daß das entwickeln einer passiven Weiche nicht ganz trivial ist.


    Grüße

    Andreas

  • Das beruhigt mich ^^


    Ich war auf der Herstellerseite, ich denke, die sind mit ihren Angaben einfach nur ehrlich:thumbup:


    ursprünglich wollte ich 3 Chassis in eine Kiste bauen, bin jetzt allerdings wieder am überlegen ob ich tiefton und mittelhochton-Sektion getrennt baue, obwohl zusätzlich noch subwoofer vorhanden sind.

    Aber dann ist es ja wieder nicht oldschool - Ein Teufelskreis :evil:^^


    Nochmal Danke für die Tips mit den Speakern - hilft mir sehr :thumbup:


    Gruß

    Andi

  • Hi


    ich würde die Tiefton und Mittelhochton aktiv trennen, dann hast du auch gleich die aktive Weiche um ungleichmäßigkeiten auszubügeln. Die DCX bietet sich für kleine Geld an.


    Bin Fan von Beyma.

    Machen super Chassis

    Ja die Specs sind ehrlich, andere schönen da mehr


    Andreas

  • Netter Ansatz. Oldschool mag ich ;) Soll das direktstrahlend oder geladen werden?

    Horngeladen find ich den Tipp von Ralle prima - soll ja ne Waffe sein :S

    Mir ging da was mit F durch den Kopf, also hab ich noch etwas bei den Faital gestöbert, allerdings geht der 6FE100 wie auch der 8FE200 nur bis rund 5k. Etwas weiter rauf kann der 6FE200, nach Datenblatt rund 6k. Ist eben die Frage, ob 95 dB bei 130 W Dir hinreichen. Die 5" sind allesamt net so arg stark.


    Überlegenswert mit 6,3k, 97 dB und 200 W könnte der 8PR155 aussehen, wird aber schon direkt bissi teurer.


    Andersrum überlegt, mit einem dickeren 1,4" oder 2" Treiber um die 900Hz/1k anzukoppeln ist vermutlich nicht die zu der gewünschten Oldschool- Variante passende Überlegung gell? Finde ich dann auch in Relation mit rund 200 Euronen aber auch eigentlich fast zu teuer, für unter ne Zitronenpresse. Andererseits kann letztere eben die Brillanz nachlegen, die den dickeren Deckeln manchmal eher fehlt. (Wenn dieser Weg in Frage käme und es günstig sein soll: mal nach den 2" Kenford, Comp50/Comp75, gucken. Net schön fein obenrum, dafür rockig-knallig. Würde konzeptionell auch gehen, wenn MHT als Horn soll... )

    ...am überlegen ob ich tiefton und mittelhochton-Sektion getrennt baue, ....

    Aber dann ist es ja wieder nicht oldschool

    Das wiederum würde mich im Oldschool-Kontext nun so gar nicht abschrecken - oder was es nur bei uns so, dass damals statt "kompletter" Lautsprecher einzelne Kisten für die jeweiligen Wege aufgestapelt wurden... :/;)


    Eigentlich wäre das sogar (für mich) fast "the way to go" ^^


    Grüße Andy

  • Moin Andibande und alle Anderen ;)


    Danke für die rege Beteiligung.


    Ich habe mir nun doch überlegt, dass ich getrennt bauen werde. Spricht bei dem Beyma, ausser der Gewichtsersparnis, etwas dagegen, die FE Version zu nehmen?

    Rausgeguckt habe ich mir nun den 6P200 FE. Der kann ja sogar ein bischen Tiefton in BR.

    Der Vorteil vom getrennten Bau wäre zusätzlich noch, dass ich den Beyma mit der Presse mal im Heimkino als Sat-Speaker testen könnte oder für kleinere Sachen. Wenn ich ihn im Top verwende, würde ich ihn wohl erst ab ca. 500 Hz einsetzen und als Sat mit 60Hz lowcut, also baue ich 2 Anschluss-Terminals. Eines für passiv, das andere für Aktivbetrieb.


    Eine Sache irritiert mich dann doch noch: ist der mit seinen knapp 93dB laut genugfür die Zitronenpresse?

    Wird sich dann sicher wie eine Oldschool-Loudness-Schaltung wie bei den alten Hifi-Boliden anhören :D


    Schönes Wochenende! :)

  • Hi,


    nein die FE Version ist eigentlich identisch (bis auf den Magnet eben).


    Die Zitronenpresse musst du "einbremsen", denn die hat eine druchschnittliche 1W/m von 105dB.

    Also bei 1Watt 8dB lauter als der 6P200FE.


    Du musst also bei Passiveweiche über Vorwiderstands-Teiler 8dB "runterschrauben" oder bei Aktivweiche ab deiner Trennfrequenz um 8dB absenken.

  • Hallo,


    die meisten genannten Kleinpappen spielen doch akustisch gar net hoch genug um da auch nur ansatzweise einen CP22 an zu koppeln. Der kann auch nur sehr hoch gekoppelt werden. Wenn man einfach was Neuzeitlicheres nimmt wie z.b. den Faital FD371 ( wenn es schon unbedingt so etwas sein soll ... ) hat man plötzlich ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten bei der Trennfrequenz und die Auswahl geeigneter TMSs vertausendfacht sich quasi ...


    ;) Schotte

    Klangart-Servicecenter , Immer im Dienst für den guten Ton !
    Wir machen das einfach ... Warum ? Weil wir es können.

  • Der Beyma 6MCF 200Nd geht bis 12kHz.

    Das reicht locker für den CP22

    Na, in der Realität würde man die Hornpappe aber bis max. 3kHz Trennfrequenz betreiben ... weil was da drüber passiert nix mehr mit gescheiter Sinniger Wiedergabe zu tun hat.


    ;) Schotte

    Klangart-Servicecenter , Immer im Dienst für den guten Ton !
    Wir machen das einfach ... Warum ? Weil wir es können.

  • Hmmmm....


    Da würde mir noch eine bekloppte Idee einfallen, die ich aber spannend finde:


    ich mische Party-PA mit "High-End"-Hifi :)


    Man nehme als Mitteltöner eine Mitteltonkalotte mit 90dB, linearem Frequenzgang und 120 Watt ( ab 800 Hz) Nennbelastbarkeit, damit er auch bei einer PA-Endstufe überlebt.

    Mit einer Kalotte habe ich dann auch wieder " Oldschool " ^^


    http://www.visaton.de/de/produ…n-kalotten/g-50-ffl-8-ohm


    Als nächstes werde ich mal einen fliegenden Aufbau machen und die beiden in Kombination anhören, bin gespannt :thumbup: