Investitionssicherheit

  • Heute habe ich ein Angebotspreis für eine Midas M32C zu 990.- Euro inkl. MwSt. gesehen.

    Was hat so ein Ding noch vor ein paar Monaten gekostet, oder als es auf den Markt kam?


    Soundcraft hat auch schon mal die Preise recht radikal gesenkt.


    Ich hätte einen riesen Hals, wenn ich mir ein hochwertiges Wirtschaftsgut einkaufe und der Hersteller kurz danach den Preis "anpasst".


    Schöner Spruch dazu:

    "Wie verdient man am easy 1 Mio. mit Tontechnik? Indem man 2 Mio. investiert."


    Was denkt Ihr darüber? Welche Hersteller bieten noch Investitionssicherheit für den Abschreibungszeitraum?


    Mit fällt spontan eine Digico SD8 ein: kam vor über 10 Jahren auf den Markt, ist immer noch aktuell, Soft und Firmware werden noch gepflegt, der Neupreis hat sich kaum verändert. Da hat man damals nicht viel falsch gemacht...

  • Es geht finde ich hauptsächlich um Qualität, sei es das Produkt selber, der Service etc. ... das kann man als Kunde aber relativ schnell abfragen. Wer dann zum Schnäppchen greift hat dann halt Pech ... es aber auch nicht anders verdient.


    Und wer Geld verdienen will der verleiht eh eher Licht ....

  • Und wer Geld verdienen will der verleiht eh eher Licht

    Hm, eher Alu, Layher und Bühne...

    Das Verhältnis Anschaffungspreis, Servicekosten zu Vermietpreis ist bei einem Bütecfuß oder ein Layher Riegel nicht zu schlagen - so sagt es zumindest easyjob

    Wenns schneller gehen soll (mit entsprechendem Startkapital) -> Videotechnik

    Amtliche Projektoren, Switcher, Displays, Showcontroller... da werden idR noch angemessene Summen bezahlt.

    Ein Barco ImagePro/PDS ist eigentlich nach ein paar Monaten abbezahlt.

    Wenn ich dran denke was bekannte Lichtbuden in Mac Viper investiert haben und jetzt alle auf den LED Zug (Quantum) springen... da bin ich mit schwarzen Boxen besser dran.


    ABER: Wenn die Nachfrage nicht da ist nutzt das alles nichts. Und manchmal muss man auch einfach Dinge probieren, investieren und Glück haben. Ein Henne-Ei Problem.


    Zur Ausgangslage: Blöd für den Wiederverkauf wenn Sachen nach weniger Zeit nichts mehr "wert sind". Ansonsten ist es völlig wurscht. Ein M32 oder ein PRO1 kosten bei uns seit der Anschaffung dasselbe


    edit: Geschriebenes gilt für die Branche so wie ich sie erlebe, in anderen Ligen gilt eben Anderes. Grundsätzlich ist unser stabilstes Gut die Dienstleistung!

  • na ja, also wenn man qualitativ hochwertige geräte kauft und sie nach einer gewissen nutzungszeit wieder für gutes geld verkaufen möchte, dann ist eine investition in behringer-material sicherlich eine der letzten optionen die man wählt. das weiß man doch schon seit langem.


    natürlich habe auch ich ein paar geräte von behringer, aber das sind teile für die partyabteilung wo es nicht auf qualität ankommt. über einen wiederverkauf habe ich bei diesen geräten noch nie nachgedacht.




    PS:

    wow, das war mein 17500ster beitrag 8|

  • Ich möchte gar nicht wissen wie viel verlorenes Kapital in unserer Branche herum geistert.


    Yamaha scheint da wirklich eine Bank zu sein, wo es teilweise richtig böse wird ist bei Software Lösungen wenn der Hersteller plötzlich das System der Lizenzierung umstellt, es keine Updates mehr gibt etc.


    Ich habe deswegen noch nie verstanden warum Kapitalgesellschaften und sonst nur an möglichst hohen Umsatz oder Dividende interessiert sind in der Pro AV Welt auftauchen, egal ob als Hersteller oder als Vermieter.

  • Nun ja, das M32C ist ein ungünstiges Beispiel um das Thema Investitionssicherheit zu verdeutlichen. Denn es ist eigentlich seit es am Markt ist relativ preisstabil.

    Zudem ist eswohl nicht ein typisches Verleiherpult. Da ist der aktuelle Preisverfall bei z.B den GLDs schon eher schlecht für alle die meinten sie können ihre Geräte durch SQs ersetzen und dessen Kosten mit dem Verkauf der GLD mehr als nur decken. Gut, die Ära der GLD geht wohl dem Ende entgegen.

    Außerdem ist ein SD8 schlecht mit einem Massenprodukt wie das X/M32 vergleichbar bei dem sich für den Hersteller die Entwicklungskosten sicher schon zig-mal eingespielt haben. Bei den Produktionszahlen wie es wohl bei Digico sein wird, könnte das noch etwas dauern.

  • Ich denke, dass das extrem individuell ist, was wo zu Cashcow oder zur Fehlinvestition wird. So ein X32 zum Beispiel kann jenseits der Rider gutes Geld einspielen, unabhängig von dessen Preisentwicklung.

    Auf der anderen Seite werde ich für "grössere" Shows zwangsläufig ein Pult benötigen, dass eben die Rider erfüllen kann. Und wenn mir ein teures Pult eine zahlungskräftigere Kundschaft beschert, zahlt sich das u.U. auch aus, wenn es dann nicht dauernd draussen ist. Es macht sich dann quasi indirekt bezahlt.


    Das Pult ist nur exemplarisch gemeint. Es können auch x-beliebige andere Produkte aus dem Vermietpark sein.


    Bei mir persönlich ist z.B. der Bereich Ton deutlich wirtschaftlicher als der Bereich Licht. Komplett unwirtschaftlich ist bei mir der Bereich Video/Projektion. Aber das hat sicher auch mit der Geschichte meines Unternehmens zu tun.

  • Heute habe ich ein Angebotspreis für eine Midas M32C zu 990.- Euro inkl. MwSt. gesehen.

    Was hat so ein Ding noch vor ein paar Monaten gekostet, oder als es auf den Markt kam?

    Dat is doch das DSP-Dingens, also die Midas-Variante vom Core - das habe ich aber auch früher schon so um die 1000,- gesehen.


    Aber unabhängig davon, Kleinpulte kauft man doch eher nach Bedarf. Bei den grossen Schüsseln ist die Frage nach Wiederverkaufswert natürlich relevant, aber dazu auch stark abhängig vom allgemeinen Ruf, Akzeptanz, Stabilität, Aktualität, etc.



    z.B. DM2000: Es gab eine Zeit da gab es in der Grösse (fast) nichts anderes, daher haben sich auch Live-Tönler mit dieser Studiokiste arrangiert. Und wenn man die Kiste gut kennt, findet man sogar immer wieder Features die auch aktuellen Pulten gut zu Gesicht stehen würden.


    Zwischenzeitlich gibt es Unmengen an leichter zu bedienenden Livepulten und Studios in passender Grössenordnung haben meist komplett auf DAW-Systeme umgestellt. (plus das Thema digitales Multicore)


    Da hilft auch nicht, dass die Kiste immer noch neu für knapp 20.000,- netto verkauft wird - gebraucht findet man die Schüssel für gerade mal 2-3k.

  • Ich glaube auch, dass man da bei Yamaha und Digico, was die Pulte angeht am sichersten fährt.

    Der Gebrauchtpreis, den man am Markt letztlich erzielen kann, gehört natürlich zur Gesamtkalkulation der Anschaffungen dazu, und wenn der Hersteller dann nach 5 Jahren Produktlaufzeit den Preis einfach halbiert, ist die Ursprungskalkulation hinfällig.

    Bei Soundcraft gab's bei der Vi1 z.B ne drastische Preisreduktion auf ca. 50% nach 5Jahren und jetzt kürzlich nochmal um über 30% (zumindest bei aktuellen Onlineangeboten).

    Und das war bei der ersten Preisreduktion noch nicht mal ein Abverkauf - das Produkt ist weiterhin erhältlich.

    Bei Midas gab es bei der Pro1 Kollegen, die das Pult gekauft haben und Wochen später gab's dann Pult incl. Stagebox zum gleichen, oder sogar niedrigeren Preis. (da war ich nicht selbst betroffen, sondern ein befreundeter Kollege, deshalb weiß ich den Betrag nicht genau)

    Das ist als Kunde natürlich höchst ärgerlich, wenn man sein Investment vom Hersteller entwertet kriegt und führt zumindest bei mir dann zum Herstellerwechsel.

    Besonders schade ist das, wenn man, wie im Falle Audiopro einen tollen Vertrieb mit hervorragendem Service hat mit dem man eigentlich sehr gerne weiter gearbeitet hätte.

  • Wenn man es rein und streng betriebswirtschaftlich betrachtet, dann ist der Buchwert nach vollständiger Abschreibung erst mal Null und damit rein theoretisch auch der Wiederverkaufswert exakt Null, solange sich der damalige Neupreis über die Zeit armotisiert hat. Also eigentlich alles gut. Jeder Cent mehr wäre und ist also Zusatzgewinn, zu dem schon erzielten, bezogen auf dieses Gerät.


    Kisten wie das genannte M32 gehen mittlerweile als Brot und Butter Pulte, denn so ziemlich jeder kennt sie und diese Kisten werden bei Stadtfesten und den dort auftretenden Bands, sowie auch bei den ganzen Top40 Bands allgemein akzeptiert, wenn diese nicht selbst so eine Kiste im Handgebpäck dabei haben.

    Bei einem gut gebuchten Mittelständler oder Kleinvermieter sollte sich so eine Kiste in spätestens 2 Jahren armotisiert haben. Ab da verdient die Kiste Geld. Also alles letztendlich nicht so schlimm, wenn diese Rechnung aufgeht.


    Auch Pulte wie SQ werden kurzfristig einem gewissen Preisverfall erliegen und Pulte wie SD, dLive, Vi und andere größere Schiffe werden nur auf wirklich großen Produktionen zum Einsatz kommen und sind daher eigentlich als Nischenprodukt zu sehen. Wenn mal so eine Kiste zum Verkauf kommt, dann wird auch diese deutlich unter Preis verkauft werden, denn von den amtlichen Vermietern wird sich keiner eine gebrauchte Kiste ins Lager stellen und von den Mittelständlern und kleineren Vermietbuden wird keiner so viel Kohle in die Hand nehmen, vor allem weil es mittlerweile eben Pulte wie M32 und SQ gibt, die das auch mehr oder minder alles können.


    Man darf auch nicht vergessen, dass wir uns hier im Elektronikbereich tummeln und hier war und ist der Preisverfall sowieso exorbitant.


    Bei Lautsprechersystemen sieht es anders aus. Die Entwicklung bleibt nicht stehen, sicher, doch hier hat man eben etwas, das nicht gleich nach dem Kauf zum alten Eisen gehört. Ebenso dazu kann man Endstufen zählen. Eine vernüftige Endstufe kostet auch heute noch gutes Geld und für ein gut gepflegtes Laufsprechersystem, wenn es von einem anerkannten Markenhersteller ist, wird auch der Wert am Markt länger behalten.


    Bei Hardware wie Stativen, Truss, Bühnen und anderem Eisenschwermetall erzielt man in der Regel aufgrund geringerer Wartungs- und Reparaturkosten sicherlich die besten Gewinne und hat beim Wiedervarkauf auch deutlich die Nase vorne. Eisen ist und bleibt eben Eisen und Metall brauchen wir all.


    Ich versteh das ganze nicht wirklich. Am schlimmsten ist doch der Fuhrpark, sofern man einen hat. Einmal die Karre zugelassen, schon ist sie nur noch knapp die Hälfte wert. Nach einem Jahr gibt die Kiste gerade mal noch 40% her, wenn man Glück hat. Aber auch hier gibt es eben Nischenprodukte wie nette Sportwägelchen. Die erzielen, wenn man denn einen Liebhaber dafür findet und das gute Stück gepflegt wurde, noch deutliche Gewinne. Status- und Sammlerobjekte, doch dies ist eine ganz andere Welt.

    Hätte ich vor ein paar Jahren im Recordingbereich auf eine MSR24 von Tascam gesetzt, wäre ich deutlich besser dran als mit meinen DA-88, denn die sind heute nix mehr wert.


    Aus Betriebswirtschaftlicher sicht muss man im Hinblick auf Wiederverkauf diese Fallstricke berücksichtigen, vor allem im Elektroniksektor und eben dies mit einplanen. Wer dann jammert, dass der Wiederverkaufswert in der Ecke des Buchwertes liegt, hat etwas falsch kalkuliert und ist von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Sorry.

  • Die Buchwertargumentation ist doch völliger Nonsense! Vor Allem die Ausnahmen bei Lautsprechern und Endstufen - gerade Endstufen gibt's nach kürzester Zeit in vergleichbaren Leistungsklassen zu Bruchteilen des Anschaffungspreises.

    Für ein, nach einem Jahr, weil GWG, abgeschriebenes SM58 kriegst Du auch nach 10Jahren noch über 50€.

    Der "Zusatzgewinn" ist natürlich in die Kalkulation eines Produktes mit einzurechnen.

    Wir kaufen das Equipment nicht um es zu bezahlen, sondern um damit Gewinn zu machen - und das so viel wie möglich in jeder Phase des Besitzes.

    Es geht hier auch nicht um den "normalen" Wertverfall, sondern darum, dass der Hersteller, weil er sich verkalkuliert hat, oder weil sich der Markt verändert hat, zum Teil drastische Preisanpassungen vornimmt und damit Deine Investition entwertet.

    Die muss ja in dem Moment noch nicht mal abgeschrieben sein. Die Kunden, die nur ein halbes Jahr vor der Preisanpassung gekauft haben, stehen natürlich noch doofer da.

    Natürlich gehört sowas zum unternehmerischen Risiko, aber es gibt auch Hersteller, bei denen Dir sowas nicht passiert.

    Siehe Yamaha, Digico, d&b etc.

    Die sind einfach stur und sagen: "das kostet so viel - basta", oder verfolgen den Markt und bringen entsprechende Updates, um das Produkt wettbewerbsfähig zu halten. (gerade bei Yamaha bin ich mir fast sicher, dass die Featureupdates lange in der Schublade liegen und dann genau so terminiert werden, wie es der Markt verlangt)

    Darum ging es im Ausgangspost.

  • (gerade bei Yamaha bin ich mir fast sicher, dass die Featureupdates lange in der Schublade liegen und dann genau so terminiert werden, wie es der Markt verlangt)

    Nur weil die interessanten neuen Features erst in den Pulten auftauchen, bei denen man noch keine Marktsättigung erreicht hat? :/ (int. Dugan damals im neuen QL1 - CL musste recht lange warten, Neve 5045 zuerst in der Rivage...)

  • ...komische Diskussion.

    Ich kaufe Technik, weil ich sie aktuell brauche!

    Nicht um den Krempel als Wertanlage zu haben.

    Bei "Massenprodukten" passiert es eben mal, daß der Hersteller den Krempel abverkaufen will, weil der Markt übersättigt ist, die Kunden auf Konkurrenzprodukte ausweichen können und die Entwicklungskosten schon lange eingefahren wurden.

    Das sollte man als Käufer einer Behringer-Kopie (früher war das mal anders herum) eines über 5 Jahre alten Pultes eigentlich einplanen.


    Die ersten GLDs sind ja auch abgeschrieben - wenn ich nach Marktwirtschaftlicher Logik arbeiten würde, müsste das verkauft und das Geld reinvestiert werden, um neue Abschreibungen zu generieren...

    Mumpitz das Ganze.

  • Also eigentlich alles gut. Jeder Cent mehr wäre und ist also Zusatzgewinn, zu dem schon erzielten, bezogen auf dieses Gerät.

    Ich kaufe Technik, weil ich sie aktuell brauche!

    Nicht um den Krempel als Wertanlage zu haben.

    Wir kaufen das Equipment nicht um es zu bezahlen, sondern um damit Gewinn zu machen - und das so viel wie möglich in jeder Phase des Besitzes.

    Ich muss hier Oliver zu 100% recht geben. Ohne Investitionssicherheit würde ich keinen Kauf tätigen und wer einmal lügt dem glaubt man nicht.

  • Ohne Investitionssicherheit würde ich keinen Kauf tätigen und wer einmal lügt dem glaubt man nicht.

    Darf ich dazu mal ein Beispiel konstruieren?

    Sagen wir, deine Bude bekommt von einem treuen Kunden den Job, eine grosse Party auf einem Industriegelände durchzuführen. Diverse Floors mit allem drum und dran. Der Main-Act verlangt in seinem Rider die Pioneer "Tour" Serie mit 4 Playern und dem Mixer. Das sind etwa 26'000 Euro Listenpreis.

    Sagen wir, du hast das nicht im Lager stehen und die Zumietbarkeit ist nicht gegeben, weil keiner diese Player/Mixer hat. Was tust du jetzt? Die Player kaufen auf die Gefahr hin, dass sie genau einmal zum regulären Mietpreis raus können, den Job abgeben oder den treuen Kunden verlieren, weil man die Verträge nicht eingehalten hat?


    Ich finde, dass man anhand so eines Beispiels sehen kann, dass sich nicht jede Investition immer "direkt" auszahlt im Sinne von "das Produkt konnte genügen oft den Mietpreis einspielen, um Gewinn erwirtschaftet zu haben".

  • Wir sind uns doch aber im folgenden einig, oder?


    Man kauf kein Material


    • mit dem man kein Geld verdienen kann
    • das im Lager liegen wird


    Dein Beispiel verstehe ich nicht. Wenn der Job so viel Gewinn (nicht Umsatz) erzielt, dass der Wiederverkaufswert der Neuanschaffung das ganze rentabel macht, dann macht das Sinn.


    Wenn man in so einer Situation einen Kunden verliert, weil man den Bedarf nicht kostendeckend und rentabel decken kann, ist an anderer Stelle etwas schief gelaufen.

  • Ich habe mir in den letzten 15 Jahren noch nie Gedanken darüber gemacht, ob mein Zeug noch irgend etwas Wert ist....


    Wir kaufen bedarfs- orientiert. Der Kunde bestimmt die Richtung, die Rechnungen der Dry Hire Partner verraten, was in unser Lager gestellt werden muss.


    In dem genannten Fall "Pioneer Player" lass ich das Zeug halt zur Not einfliegen. Wenn es sich nicht rechnet, brauche ich den Kunden nicht....


    Genutzt wird der Krempel zu 90% bis zum Tod, außer es findet sich jemand der einen akzeptablen Preis bezahlt. Es gibt genug Saufpartys, Karnevalswagen und Mietkunden die das alte Zeug Auf- und quasi Verbrauchen.

    Und selbst wenn etwas wirklich nicht mehr verkauft werden kann, und absolut hin ist, freut sich unser Bastlerherz zum ausschlachten.



    Nehmen wir mal einen Lightcommander 12/2 von MA.

    Gebraucht ist die Kiste nun von 600€ auf ca. 300€ gesunken. Quasi geschenkt....

    Die Kisten laufen bei uns immer noch und verdienen brav 25€ je Mini-Gig.

    Und laufen, und laufen und laufen... So eine Goldgrube schmeiß ich doch nicht weg. Der Preisverfall wird mich nie jucken denn jeder Techi kann damit um. Und selbst als Fader- Erweiterung muss das Dingen nichts können als DMX Werte senden, da kann der halbe Controller abgestürzt sein und das Display zerfressen, Der Speicher vergesslich und die Batterie am sabern der läuft dann an einer Grand ma 2 / dot 2 bis in den Tod.... Und dann schlachte ich ihn aus, und bau ein Midi-Wing rein g*****



    Yamaha 01V, wie viele Präsentationen die Kiste schon auf dem Buckelt hat...

  • zegi :

    Wenn der Main-Act genau dieses Modell will, soll er's doch einfach mitbringen. Selbstverständlich gegen Bezahlung. Das hab ich mit "richtigen" Musikern, aber auch mit DJs schon öfter so gemacht.

    Meistens kommen die dann mit irgendwas standardmäßigem...

    Im Übrigen kann Dich weder Dein Kunde noch sein Künstler willkürlich zwingen irgendwelchen fancy Kram zu kaufen. Wenn die Zumietbarkeit nicht gegeben ist, wird das auch keiner Deiner Mitbewerber liefern können.

    Sollte es doch einer haben, kannst Du's auch dort mieten.

    Aber jetzt mal angenommen Du kaufst den Kram - bestellst ihn sicherheitshalber 4 Wochen vor der Show, damit das Zeug auch sicher da ist und willst das Material anschließend gebraucht verkaufen.

    Du hast Dir im Vorfeld angesehen, wo sich die Gebrauchtpreise bewegen, hast die Differenz zwischen Deinem Neupreis und dem schlechtesten anzunehmenden Gebrauchtpreis nebst einer (vermeintlich) ordentlichen Marge, Deinem Kunden in Rechnung gestellt und dann kommt Pioneer auf die Idee das Ding ab sofort 50% billiger zu verkaufen, weil die richtig dicken DJs seit 3 Wochen wie verrückt auf den aktuellen Xone, Urei oder sonstwas Mixer stehen.

    Die Investitionssicherheit, die Thorsten meinte, wäre also genau das Gegenteil.

    Das ist natürlich unternehmerisches Risiko, aber wenn einem sowas ein mal passiert ist, kauft man doch bei dem Hersteller nichts mehr und sagt dem Kunden in Zukunft "...nö, hab ich nicht"