Gesangskompression

  • binn jetzt gerade etwas konsterniert, hands up für die tiefgründige Diskusion über comps. hoffe nicht alle sind so drauf wie back in the the days wo einige 402 und160 nach "Auge" gleich eingestellt haben...tja ist im end Effekt immer nur gieb dem Affen Zukker und halte die Zügel straff oder straffer ;-)

    Der 160A ist ja auch super-einfach zu bedienen, keine lästige Zeiten einstellen... Das waren noch Zeiten. ;-)

  • Beitrag von guma ()

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  • Das ist mit Verlaub deswegen Bullshit weil der „spätere“ Anteil auch bei kurzem Release solange komprimiert bleibt, wie er überschwellig ist.

  • Das ist mit Verlaub kein Bullshit, weil bei Gesang meist Die Konsonanten und die eröffnenden Silben eines Wortes lauter sind als der Rest. Wenn dann keine unendlich/1 Kompression vorliegt ist die Releasezeit bereits relevant. Wenn das Ausklingen dann noch unter der Threshold liegt, sowieso.


    Grüße

    Tobias

    Tobias Kammerer, Dipl Audio Engineer SAE
    Pro PA Veranstaltungstechnik
    (Inhaber)


    Musikhaus Kirstein GmbH
    (Produktmanager)

  • Das ist mit Verlaub kein Bullshit, weil bei Gesang meist Die Konsonanten und die eröffnenden Silben eines Wortes lauter sind als der Rest. Wenn dann keine unendlich/1 Kompression vorliegt ist die Releasezeit bereits relevant. Wenn das Ausklingen dann noch unter der Threshold liegt, sowieso.


    Grüße

    Tobias

    Wenn Du vorne mit kurzer Attackzeit die Konsonanten klein komprimierst und hinten mit langer Releasezeit dafür sorgst, dass bis zum nächsten Konsonanten der Kompressor noch schön zu ist, passt das bestimmt ... "aihne Haise um die Ueld un die Daschen woller Geld" ... ich versteh das ...

  • So, hab' mal noch versucht, die Midas pro Kanalkompressoren mit meinem "Antiknödelsetting" zu füttern, um dem 20 Milisekunden Attack auf die Schliche zu kommen.

    Dabei ist es so, dass der unterschiedliche Zeitverlauf der Hüllkurve der fünf verschiedenen 'modes' zusätzlich die reale Attackzeit beeinflusst. Allerdings braucht es den langsamsten Modus 'shimmer' + medium bis soft knee + die besagte längst mögliche Attackzeit, um die Kompression in etwa dort hin im Zeitverlauf der Lautformung zu schieben wo der "Knödel" passiert. Ist also schon was dran an 'bissi kurz die 20ms".

  • Ich sage mal noch was Grundsätzliches zum Kompressorgebrauch bei Gesang:

    Die ersten Schritte damit machen die meisten mit Tipps und Anleitungen, die aus der Studiowelt kommen, für manche bleibts für immer bei diesen "Studiotipps".


    Für mich ist das einer der Gründe, wegen derer ich hier mal diesen Thread mit den Dingen angezettelt habe, die ich als Übertragung aus der Studiowelt für unsinnig halte. Dazu gehört perfekt das Dynamikprofil, das ich am Kompessor für Leadvocals einer Rockband einstelle.


    Auf der Spur eines Sängers, der in der Gesangskabine und/oder einzeln und vollständig isoliert aufgenommen wurde, kann man mit dem Kompressor Dinge tun, die sich gut anhören, Fehler im Umgang mit der Gesangsdynamik und der 'Mikrofontechnik' des Sängers beheben und dem Sänger im Mix zur richtigen Position verhelfen. Die gleichen Kompressor-Einstellungen, vor allem die entsprechenden Attack- und Releasezeiten führen im Zweifelsfall live dazu, dass genau das bisschen Dynamik und Konsonantenverständlichkeit weggebügelt wird, welches der Sänger braucht, um sich von Gitarrengekreische, lauter Backline u.s.w. abzuheben und dass im Leadvocalmikro durch ein solches Setting eigentlich nur das dahinter befindliche Drumset lauter wird. Denkt mal darüber nach. :)

  • da darf und sollte manchereiner wirklich dringend mal drüber nachdenken, denn es ist völlig klar dass man mit der studiodenke live durchaus auf die nase fallen kann.


    andererseits sind ja nicht alle umgebungen gleich.

    man hat nicht immer eine brüllende backline (vor allem in zeiten des immer öfter anzutreffenden inear-monitorings), es gibt sänger die genügend inputpegel ins mikro liefern, und es gibt auch andere musikarten.

    so muss man also von fall zu fall abwägen, welche vorgehensweise die für den jeweiligen job richtige ist. und das ist dann eine sache der erfahrung, die der techniker ins spiel bringt.

  • Wenn Du vorne mit kurzer Attackzeit die Konsonanten klein komprimierst und hinten mit langer Releasezeit dafür sorgst, dass bis zum nächsten Konsonanten der Kompressor noch schön zu ist, passt das bestimmt ... "aihne Haise um die Ueld un die Daschen woller Geld" ... ich versteh das ...

    Häää??? ich habe doch genau das Gegenteil gesagt (also Releasezeit kurz). Was hat Dein "Witz" mit meinem Post zu tun???

    Tobias Kammerer, Dipl Audio Engineer SAE
    Pro PA Veranstaltungstechnik
    (Inhaber)


    Musikhaus Kirstein GmbH
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  • tobias, ganz ehrlich: ich habe deine beiträge zur releasezeit auch nicht wirklich verstanden.

    du stellst die releasezeit also so kurz ein, dass sie hörbar wird? aber wie soll das funktionieren bei gesang? so lange das signal noch über dem threshold liegt, wird eben komprimiert.

    oder meinstest du sehr lange releasezeiten? also so wie es manche konferenztechniker machen? das mag für sprache evtl. eine notlösung sein bei ganz schwierigen rednern, aber bei gesang sehe ich da ebenfalls keine vorteile.