was für ein switch festinstallation (3 monate sommer) DANTE netzwerk

  • Hallo zusammen,


    welchen Netzwerk Switch empfiehlt ihr für ein Dante Netzwerk, gibts da was im Rahmen bis 200 Euro der die Anforderungen erfüllt?
    Vlan wäre top, dann könnte ich Control/Venue Netzwerk und Dante sauber trennen.


    Vlt hat ja auch jemand gleich ne Empfehlung für Kabel bis 60 Meter, Cat7 vom welchen Shop ect..?

    Werde gleich 4 CAT Kabel von Bühne zu FOH ziehen dann freuen sich auch die Gasttechniker da heute ja alles Netzwerk braucht :-).
    Glas ist da denke ich von der Anschaffung zu teuer und im Aussenbereich (halb offen) nicht so robust.


    Danke,
    Technikfreak

  • Cisco SG350/355.


    Du willst heutzutage PoE+ (Ciscos UPoE ist nochmal kräftiger als PoE) haben; tendentiell brauchst du meist eher wenige Ports je Ort, aber verteilt an verschiedenen Orten Switches.


    8+2 Ports (letztere SFP/Glas oder RJ45) gibts für ganz knapp über 200€ brutt:


    https://geizhals.de/?cat=switc…t=&mail=&sort=p&bl1_id=30


    Sauber trennen willst du grundsätzlich immer über VLANs. Damit kannst du das später auch umfunktionieren/umwidmen.


    Zum Kabel bräuchte ich mehr Infos. Festinstalliert nur Duplex-Cat6 oder besser, mobil hab ich Sommercable Mercator 581-0062 - in Amerika als Ratsound SuperCAT bekannt. Stressfrei und gut - natürlich ein ganz kleines bisschen steifer als Mikrokabel... ;-)


    https://shop.sommercable.com/K…-0062.html#tab_attributes

  • Ubiquiti sind vielleicht die erste Wahl wenn es um Versorgung und Vernetzung mit WLAN Access Points geht, aber für eine Festival Netzwerk Infrastruktur m.E. eher ungeeignet.


    Mir wäre QoS und ggf. IGMP Fähigkeit (je nach Anwendung) viel wichtiger als PoE ... Internes Netzteil und VLANs können sie, immerhin. Ob sie tagged Ports haben, weiss ich nicht - wäre angesichts einer "mehrere VLANs über ein Kabel zum FOH" Anforderung auch erforderlich.


    Wenn man sich nicht mit Konfiguration beschäftigen will: lieber mehr Kabel ziehen und dedizierte Netze für alles. Den billigsten Switch nehmen, der alle benötigten Ports bereit stellt und eine so breite Backplane hat, dass die nicht das Nadelöhr wird, also doppelt so viel Bandbreite wie die einzelnen Ports zusammen. Alles gleiche Marke, gleiche Serie. Ein switch für Dante Primary, einer für Secondary, einer für Remote, einer fürs Licht, einer für Video usw. und evtl. für jedes Gewerk nochmal einen an den FOH. Alles strikt trennen. Wenn man WLAN im Dante Netz will und Multicast für Audio braucht (meist braucht man es nicht - dazu müsste man mehr über Anzahl der Quellen und v.a. Senken wissen), sich Gedanken machen (lassen) und doch auf einen Tick bessere Switches setzen, die o.g. Fähigkeiten haben. Die Switches und das Know How kann man sich aber vielleicht auch dort dazu mieten, wo man die Dante Geräte mietet.


    Wenn man selber die Dante Geräte vermietet, nicht am Switch sparen: Genannte Ciscos, Yamaha, Dell, HP, Swisson ... und dazu den Netzwerkkurs von Bodo.


    Kabel: für mehrere Wochen würde ich quasi fest installieren, mehrere doppelte CAT Kabel einbuddeln oder aussen rum legen, auf Patchfeld oder einzelne Ethercon Buchsen auflegen. Alternativ: Glas, wenn die Switches das können und die Kabelwege es erfordern. Bei dir eher nicht.

  • aus meinem beschränkten horizont zu diesem thema kann ich nur sagen, dass ich die Ubiquiti US8-150W und US8-60W Switche plus USG benutze.

    in meinem falle läuft darüber das Dante netzwerk, die RDP fernsteuerungen für mehrere abgesetzte rechner, sowie die ansteuerung der lautsprechercontroller. nicht zu vergessen natürlich die iPads der musiker, die über WLAN angebunden sind.

    das nutze ich so nun seit etwa zwei jahren ohne auf probleme gestoßen zu sein.

  • das d&b Dokument hat nicht speziell mit Dante zu tun... da geht es um Netzwerke allgemein...


    allerdings scheinen die angeführten Switches mit Dante gut zu funktionieren, nur ist diese Liste auch schon wieder 5 Jahre alt


    bemi

    wieso sollen die Ubiquity Switches für unsere Zwecke ungeeignet sein?
    alle geforderten Funktionen scheinen vorhanden...

    und preislich sind die wirklich interessant

  • Bei uns läuft die Business-Serie von TP-Link seit >5 Jahren 24/7 problemlos.

    Insgesamt 10 Exemplare verabeiten in getrennten VLANs Dante, ArtNet / MANet usw.


    Hießen ursprünglich TL-SG2424, seit der Neunummerierung der Serien ist es jetzt der T1600G-28TS. Gibt es optional auch in einer Variante mit PoE+ (früher TL-SG2424P, jetzt T1600G-28PS).

    24 Ports, 4x SFP (bis 1Gbps), bei uns in Verbindung mit Multimode SFP-Transceivern auf OM4 Glasfaser.


    Die Konfiguration ist simpel, ich empfehle nur zuallererst die aktuelle Firmware aufzuspielen (es gab zwischen dem allerersten und zweiten Firmware-Release ein Update, bei dem die Konfiguration verlorengeht. Alle aktuelleren Updates haben dieses Problem nicht, da bleibt die Konfiguration auch über Updates hinweg erhalten).


    --


    Für die 60m Strecke würde ich über Glasfaser nachdenken. Initial nicht ganz günstig, wobei ein anständiges Outdoor-CAT6/7 auch nicht gerade wenig ist. Das wäre auf der Strecke das solideste, und alles ist potentialgetrennt.