• Hallo,


    habe hier mal gelesen, dass bei der L und R Aufstellung der Boxen eigentlich nur die Leute, die in der Mitte stehen den "Stereo-Effekt erleben"...


    Ich spiele manchmal in Sälen die nicht wirklich größer als ein Wohnzimmer sind - Bühne ist klein, Tanzfläche ist klein - da kämpft man bei der Aufstellung im jeden m2.


    Wenn der Satz, den ich oben geschrieben habe stimmt, müsste es bei den mini Sälen eigentlich ohne einen großen klanglichen Abstrich OK sein, wenn man nur einen Sub nimmt, auf der Stande ein Top drauf und vom Pult mono Signal rein, oder?


    Vielen Dank im Voraus! :)

  • Also aus meiner Praxis raus kann ich sagen, das wir sehr viel Mono fahren.


    Bei Stereo-Einspielern wie Playbacks, Tanzgruppen-Mucke usw. habe ich oft am Digitalpult die EingängeL/R Mono-Summiert um Problemen aus dem Weg zu gehen (Klinke nicht richtig gesteckt, defekte Kabel vom Künstler, Unterschiedliche hohe L/R Pegel weil nicht gut gemastert (Oft bei Tanzgruppen...)).


    Mikrofone sind eh alle Mono, Keyboards meistens auch...


    Bleibt nur noch manchmal das Pannen von Gesängen und Instrumenten um den Mix ein bisschen auseinander zu dividieren oder aber um mehr Rückkopplungssicherheit zu haben, das ganze anders rum pannen wenn es mal wirklich nötig ist (Kann vielleicht bei sehr leisen Kinderchören in Bierzeltlaune passieren....).


    Also allen in allem fahre ich zu 90% Mono.


    Bei kleinen Gigs mache ich das teils absichtlich. Oder wenn Materialnot herrscht.

    4-Kanal Amp = 2 Mono Tops, 2 Mono Bässe, 2 Wege Monitor.

  • Für den im Ausgangsposting genannten Fall macht Mono (mit einem Stack) absolut Sinn!


    Sobald man aber Mono-Signale über mehrere Schallquellen (Stacks L-R) wiedergibt (um die gesamte Publikumsfläche abzudecken), bekommt nan andere Probleme. Da die Signale der beiden Seiten exakt gleich sind, gibt's für jeden, der nicht perfekt im Zentrum steht Interferenzen bzw. Kammfiltereffekte.


    Dave Rat: The same sound from multiple sources (anschauliches Video)


    Artikel, in dem Dave Rat sein Konzept näher erläutert


    Stereo bietet daher schon große Vorteile bei Signalen, die sowieso in unkorreliertem Stereo vorliegen (OH, E-Piano) und auch eine bessere Mix-Transparenz. Was Dave Rat vorschlägt, das scheint mir allerdings wenig praktikabel (zu großer Aufwand) noch völlig schlüssig zu sein. In niedrigen Frequenzbereichen ist es zweifelhaft, ob man an einer Signalquelle tatsächlich ausreichend unkorrelierte Signale bekommen würde. Und schließlich gibt es die Lead-Vocals,.. die man - wie alle Mono-Signale, bei denen es nicht möglich ist, seine Technik anzuwenden - dann konsequenterweise über ein zusätzliches Center-System abstrahlen müsste. Ein L-C-R-System wäre daher gut geeignet, um ein derartiges Konzept zu realisieren. Den Aufwand wird man aber wohl kaum bei kleineren Veranstaltungen treiben.