Mischpult Ersatz

  • wieso eine diskussion an dieser stelle?

    es geht ja hauptsächlich um die techniker, die im hause arbeiten. wenn das technikerteam aus dem hause kommt und gut zusammenarbeitet und alles gut vorbereitet werden kann, ist ein digitalsplitt eine saubere sache.
    der pferdefuß an dieser sache ist natürlich die version "fremder techniker am FOH, haustechniker am monitorpult". aber ohne kompromisse kommt man ohnehin nie aus.


    ich denke ihr habt da eine gute und praktikable entscheidung getroffen.

  • wieso eine diskussion an dieser stelle?

    es geht ja hauptsächlich um die techniker, die im hause arbeiten. wenn das technikerteam aus dem hause kommt und gut zusammenarbeitet und alles gut vorbereitet werden kann, ist ein digitalsplitt eine saubere sache.

    ...sofern er innerhalb eines Systems stattfindet das sauberes Gain Tracking erlaubt. Das geht entweder mit 2 Pulten vom gleichen Hersteller oder aber mit einem externen Digicore-System wie z.B. Rocknet.

    "Gain Sharing" (d.h. der analoge Gain Master wird auf den digital angebundenen Slavepulten nicht automatisch kompensiert) ist ganz grosse Grütze.

  • das ist imho nicht zwingend grütze. wenn man als team zusammenarbeitet, dann geht das schon. problematisch wird das ja erst, wenn ein zweiter mischer ins spiel kommt, der sich nicht an die spielregeln hält.


    zu iLive zeiten gab es auch kein gain tracking, da hat man es so gelöst dass der master den gain nach dem soundcheck nicht mehr auf der oberfläche hatte, sondern wie das slave-pult nur noch den trim. dann konnte da nix mehr schief gehen.

    ob das auch mit anderen pulten so easy umzusetzen ist, weiß ich aber gerade nicht. ich kenne weder das X32 noch das QL.

  • ... ist ganz grosse Grütze.

    'Stunde Null Taktik' oder "Hallloooo Monitor, ich gebe Kanal 23 jetzt mal 5 dBchen mehr gain ... drei ... zwei ... eins ... jeeeetzt..."<X<X<X


    Nee mal im Ernst, beim technikaffinen, den Monitor X32R bedienenden Gitarristen hat's auch ein ganz entschiedenes Njet gebraucht, um ihn vom AES50 Split abzubringen. Geholfen hat zunächst das MADI Pult und dann die klare Ansage: Ja, auch wenn ich ein AES50-Pult benutze, muß ich den gain benutzen können, wann immer ich es für nötig halte und nein, dazu gibt es keine Alternative.

    das ist imho nicht zwingend grütze.....

    ob das auch mit anderen pulten so easy umzusetzen ist, weiß ich aber gerade nicht. ich kenne weder das X32 noch das QL.

    Doch ich finde das immer noch Grütze, obwohl das in meinem Fall noch einfacher wäre. Der Gitarrist dreht sowieso nieee am gain des X32R aber ... ich mißtraue "überraschenden" Kempersounds genau so wie überraschenden Keyboardsounds und kenne den Zusammenhang zwischen Alkoholspiegel und Gesangsdarbietungen ...<X<X<X ... und nein, ich möchte den gain nicht so safe unten halten, dass ich das mit dem trim korrigiere ...:rolleyes:

  • zu iLive zeiten gab es auch kein gain tracking, da hat man es so gelöst dass der master den gain nach dem soundcheck nicht mehr auf der oberfläche hatte, sondern wie das slave-pult nur noch den trim. dann konnte da nix mehr schief gehen.

    Oh doch...

    In dem Moment in dem auf der Bühne auch nur banalste Kleinigkeiten daneben laufen (Gitarrist kommt beim Umstöpseln der Akustikklampfe an den Pad-Schalter der DI, der in letzter Sekunde während der Show eingetroffene Gastsänger will unbedingt sein eigenes Drahtlosmikro (mit Linepegel am Ausgang) statt dem SM58 das schon für ihn auf der Bühne steht...) kommen alle Beteiligten mächtig ins Schleudern. Das war (und ist) ganz schlecht fürs Betriebsklima beim Bier nach der Show.


    Gain Sharing klappt als Notlösung auf Tour wenn die Kohle halt mal wieder nix anderes her gibt. Als Dienstleister vor Ort ist das ein no-Go!

  • für die genannten extremfälle hatte man ja eine mute-taste pro kanal und ein intercom...


    aber klar: mit gaintracking ist das natürlich alles unkomplizierter, man muss darüber fast nicht mehr nachdenken.

    und in festivalsituationen stehe ich nach wie vor sehr auf analogsplitt (endlich nimmt die diskussion fahrt auf...^^)

    aber mit fester, eingespielter mannschaft, kann man die problemstellen durch fehlendes gaintracking ganz gut minimieren.

  • Wolfgang, für so eine fixe Bandlösung genügt eine relativ einfache Splitterlösung mit einem durchgereichten Signal für FOH und einem sehr schlichten Übertrager mit nur einer Sekundärwicklung zum X32R, da gibt's fertige Achterstreifen 1HE für kleines Geld. Das ist kein wirklicher Kosten- und Gewichtsfaktor mehr und diese Lösung mit dem Analogsplit und dem X32R hat inzwischen auch eine ziemliche Verbreitung.

  • hört auf mit dem schmarrn:

    spätestens ab Titel 3 ist der guitarrero von anfänglich Gainlevel 5 auf 8 gerutscht. Ab Titel zehn sind wir dann bei Level 13.

    keyboards: ich zitiere: 10 Sounds-11 Lautstärken

    Der Main Vocal hat seinen SC mit gehauchten 1.2.3. check,check absolviert. Nach Titel 3 manifestiert sich ein erregt rot glühendes Lämpchen auf allen angeschlossenenen Pulten.

    Analogsplit und fertig. Dann kann jeder sein Heil im gaining selber suchen....

  • Wolfgang, für so eine fixe Bandlösung genügt eine relativ einfache Splitterlösung mit einem durchgereichten Signal für FOH und einem sehr schlichten Übertrager mit nur einer Sekundärwicklung zum X32R, da gibt's fertige Achterstreifen 1HE für kleines Geld. Das ist kein wirklicher Kosten- und Gewichtsfaktor mehr und diese Lösung mit dem Analogsplit und dem X32R hat inzwischen auch eine ziemliche Verbreitung.

    Übertrager? Luxus pur. 2 parallele Multipins auf ´ner stabilen 19"-Stahlplatte, Inputs direkt per Anschluss (LK oder Siemensleiste) für die Bühnenunterverteilungen. Wer schlau ist baut sich in das Case gleich noch den Bühnenstromverteiler rein und strapst an jedes Subcore eine Schukoleitung mit ran. Ausgänge für FoH/Mon mit hochwertigen, bitte nicht nur 1m langen Peitschen.

    Returns gehen in der Regel eh direkt ab der jeweiligen Stagebox auf die Controller-/Ampracks bzw. IEM-Sender. Für die Fälle in denen mal einer ne Leitung zurück auf die Bühne für seinen Shaker, eigenen Aktivmonitor, Keyboardsubmischer oder Fischer Amp braucht ist die per Genderchanger schnell gedreht.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

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  • Ich meine ja - S32 plus Analogsplitt.

    Dann kann das alles mit den anderen Stagebox neben die Bühne und beide Pulte werden per Netzwerkkabel angebunden.


    Zusätzlich hat man für die paar Euro gleich noch mehr Ausfallsicherheit - streikt ein System, dann läuft das andere weiter.und man kann reagieren.

  • das ist imho nicht zwingend grütze. wenn man als team zusammenarbeitet, dann geht das schon. problematisch wird das ja erst, wenn ein zweiter mischer ins spiel kommt, der sich nicht an die spielregeln hält.


    zu iLive zeiten gab es auch kein gain tracking, da hat man es so gelöst dass der master den gain nach dem soundcheck nicht mehr auf der oberfläche hatte, sondern wie das slave-pult nur noch den trim. dann konnte da nix mehr schief gehen.

    ob das auch mit anderen pulten so easy umzusetzen ist, weiß ich aber gerade nicht. ich kenne weder das X32 noch das QL.

    Bis jetzt das einzig was top spielt ist mit der S6L mit gain sharing aus meiner sicht ;-)

  • Kann die kleine S3L übrigens auch :)


    Da es für viele wohl doch noch Raketenwissenschaft ist hat Avid vor kurzem dazu ein gutes Video gemacht indem das erklärt wird wie es bei denen läuft:




    Das Video ist auch für nicht avid user interessant weil man da wirklich genau sieht was passiert.


    Hat man das einmal verstanden wer da wo wann was genau am gain macht, kann sogar an den Yamaha Kisten damit arbeiten. Vorausgesetzt beide spielen mit und spielen fair :)

  • Also Band/Orchester ist jetzt nicht so mein Fachgebiet, aber was spricht denn bei einer Festinstallation dagegen einen 48er analogsplit zu installieren? Ausgang1 auf Rio, Ausgang 2 auf X32 und Ausgang3 und 4 für mitgebrachte Lieblingssysteme, Kiste mit 60 Patchkabeln steht in der Ecke.

    Netzwerk und was man sonst ggfs. so braucht liegt bis zum FOH und fertig.


    Gut, das kostet ein paar Euro, aber so unendlich teuer ist es doch vermutlich auch nicht mehr, da deutlich weniger von den Splittern in freier Wildbahn zu sehen sind und somit irgendwo vergammeln und evtl. günstig zu bekommen sind.


    Mittelfristig dürfte sich diese Version insofern lohnen, als man die nächsten 5 Jahre keinen Stress hat, auch wenn jemand mal unbedingt ne A&H, Avid, Digico oder was weiss ich anschließen will und kurz nach Show aber wieder Aufbau für die nächste Nummer ist. Oder gar ein kleines Festival bei dem jemand unbedingt sein Lieblingspult für eine Band an den Start bringen will...


    Und wie immer im Februar gilt: vor Frankfurt kauft man garnix ;-)