Handy oder Show?

  • Seltsamer Bericht. Da werden hunderte (Tausende?) Zuschauer aufgefordert, zu kooperieren und etwas abzustellen, was sie *VÖLLIG BERECHTIGT* tun dürfen, um dadurch auszugleichen, dass ein technischer Dienstleister etwas nicht getan hat, was er hätte tun können und müssen?


    Man sollte ja eigentlich nicht mit Wohl und Wehe davon abhängig sein, dass sich alle Menschen um einen herum kooperativ und einsichtig verhalten.

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • Nun ja...

    "Kauf doch neu! " ist verdammt leicht gesagt...

    WodasGelddafürherkommtistdochegal... Grummel...


    Mein oberhammageileslieblingsfunksendemikrofon war damals sauteueraberjedencentwert und darf nicht mehr benutzt werden...

    Macht mich immer noch SUPERSTINKIGSAUER!!!


    Könnte es nicht sein, dass altebezahltedamalssuperTechnik im Einsatz ist und die FunklizenzGebühren bezahlt werden.

    Nicht jeder großen Show geht es wirklich finanziell Eierkuchengut...


    Soweit dazu.

    Illuminatoren sind Lichttechniker und keine bösen Leute.8)


    Für Ton- und LichtJobs in Schleswig Holstein bin ich zu haben.

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  • "Zu viele Gäste im Zürcher Hallenstadion hatten nämlich das Bluetooth ihrer Handys eingeschaltet. Das störte die Steuerung. «Wir haben beim Einlass der Gäste einen Verlust der Kommunikationsverbindung zu unserem Kontrollsystem bemerkt», sagt der Technische Leiter André Strebel."


    wer lesen kann ist klar im vorteil ;-)


    neulich hatten wir mal einen hacker da, der ganz offiziell seine kunst vorstellte. und es war interessant zu beobachten, wie viele leute sowohl WLAN als auch Bluetooth standardmässig aktiviert hatten. und das waren ja schon zuschauer, die sich für das thema interessierten!

    man kann daher sicherlich davon ausgehen, dass ein hoher prozentsatz der anwesenden gäste ein mobiltelefon mit zuätzlich eingeschalteten funktionen in der tasche hat.

    meine meinung:

    daher sollte am besten vermieden werden, eine sicherheits-relevante steuerung per normalem WLAN (oder Bluetooth) zu realisieren.dazu zähle ich persönlich übrigens auch pult-fernbedienungen per WLAN und iPad während der show.


    die aufforderung, die mobiltelefone bitte abzuschalten, gibt es übrigens durchaus auch bei anderen veranstaltungen. das ist heutztage überhaupt nichts besonderes mehr und hat auch nichts mit gängelung oder bevormundung zu tun. diese künstler wollen einfach nicht, dass ihre show gestört wird. ich finde, das ist durchaus legitim.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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  • Egal worum es ging - ist ja nun kein Hexenwerk und keine neue Erfahrung, daß hunderte Smartfones bei Veranstaltungen WiFi-Verbindungen stören. Damit gehört ein WiFi ohne Fallback nicht in so eine Show! Egal, ob damit Mikrofoniert, geleuchtet oder eine Hubmaschinerie betrieben wird.

    Mein oberhammageileslieblingsfunksendemikrofon war damals sauteueraberjedencentwert und darf nicht mehr benutzt werden...

    Macht mich immer noch SUPERSTINKIGSAUER!!!

    Falsches Thema. Die Neuvergabe der Frequenzen ist längerfristig geplant gewesen, Deine Technik sollte spätestens nach 5 Jahren abgeschrieben sein und den Neuwert mehrfach eingespielt haben. Den Restwert bekommst du durch verkauf ins Ausland.


    Und es interessiert nicht, ob es einer großen Show Eierkuchen- oder eher Kartoffelpuffergut geht - wenn es so in die Hose geht ist das eine negative Publicity. Die wird nicht zwangsweise für bessere Einnahmen garantieren...!

  • Eine kleine Anekdote zum Thema:


    Ich hatte vor zwei Jahren einen Abiball in einer Stadthalle mit einem Presonus Pult + 2,4Ghz Access Point fürs iPad.


    Diese Lösung ist für den Soundcheck sehr hilfreich und ohne Gäste funktionierte auch alles problemlos.

    Da sich das FOH nicht mittig in der Halle befand sondern an einer Seite, ging mir irgendwann das ständige Umherlaufen zur Hallenmitte auf den Sack und ich griff zum iPad, um zwischendurch aus der Hallenmitte mischen zu können.


    Wohl durch die Vielzahl an Handys verursacht brach nach einiger Zeit plötzlich die WLAN Verbindung zum Pult ab und das sch*** Pult drehte daraufhin alle AUX-Master bis Anschlag. Das Feedback aus 4x Monitoren mit 3x10"/2" kann sich ungefähr jeder vorstellen. Bis man sich dann 20m durch die Menschenmenge gedrängt und die Auxwege gemutet hat, ist bereits alles zu spät. Musiker auf der Bühne völlig irritiert und angepisst, Material und Ohren sind Gott sei Dank heil geblieben.


    Seit diesem Erlebnis ist für mich jede 2,4Ghz Funkverbindung ohne sofortige Eingriffsmöglichkeit / Fallback gestorben.

  • Ein Pult, das soetwas macht, aus welchem Grund auch immer, würde ich überhaupt garnie nicht einsetzen.

    In der Anleitung steht ja leider nicht "Bei Ausfall der WLAN-Verbindung gnade dir Gott."


    Ich habe ein derartiges Verhalten auch noch niemals bei einem anderen Gerät erlebt, ich kann mir auch nicht erklären wie es dazu kommen konnte. Aber ja, seitdem stehe ich diesem Pult auch sehr kritisch gegenüber.

  • Seit diesem Erlebnis ist für mich jede 2,4Ghz Funkverbindung ohne sofortige Eingriffsmöglichkeit / Fallback gestorben.

    ich verfüge über ausreichend empathie, um mit dir zu leiden, wenn ich mir diese situation nur vorstelle.

    aber warum muss immer erst was passieren, damit man so eine versagensmöglichkeit in betracht zieht?

    wir diskutieren hier schon seit jahren genau über dieses thema und der tenor ist eigentlich immer der selbe: im soundcheck ja, da ist so eine lösung wirklich eine große hilfe.

    während der show stellt eine WLAN verbindung aber ein risiko dar.

    deshalb = no go.