Die Illusion des Riders

  • Ich finde auch der Rider Thread darf gerne erhalten bleiben, aber wirklich was neues oder wichtiges gab es da ja auch nicht.


    Rebecca : ist wirklich nicht böse gemeint, aber alle deine Beiträge hier wirken wieder wie eine Zeitschleife aus den 90ern. Oder waren die wie meine Frage zur Kassette als Scherz gedacht?


    CDs brennen? Ernsthaft? Gibt es noch leere CDs irgendwo zu kaufen? ^^

    M88 bei Phil Collins? Wenigstens stilecht mit den alten vhf Beyer Funken?

    SM vs. Beta.... kann man drüber streiten oder einfach beide parat haben und für den richtigen Zweck das passende nehmen.

  • e-on Wenn du für 12 Tage gebucht wirst, müssen doch 1-2 Vorbereitungstage mit drin sein?! Entweder einzeln abgerechnet oder im Tagessatz einkalkuliert...


    Willst du unvorbereitet auf einem 19-Künstler-in-12-Tagen-Kulturding aufschlagen? "Ja nee, Vorbereitung hat mir keiner bezahlt."?!

    Ja klar, allerdings ist mir noch kein Bezahler begegnet, der verstanden hat warum er für ein paar mails 2 Tagessätze zahlen soll und ich konnte noch keinem klar machen, dass es eben nicht nur ein paar mails sondern min. 3 Tage vollbeschäftigun sind. Und dann kommt da noch

    die Kanalbelegung dazu. Bei 19 Acts kann man nicht auf die Wunschbelegung der Rider eingehen und das kostet richtig Hirnschmalz.

  • Ja klar, allerdings ist mir noch kein Bezahler begegnet, der verstanden hat warum er für ein paar mails 2 Tagessätze zahlen soll und ich konnte noch keinem klar machen, dass es eben nicht nur ein paar mails sondern min. 3 Tage vollbeschäftigun sind. Und dann kommt da noch

    die Kanalbelegung dazu. Bei 19 Acts kann man nicht auf die Wunschbelegung der Rider eingehen und das kostet richtig Hirnschmalz.

    Leider gelingt es nicht immer, das den Auftraggebern klar zu machen, richtig. Aber deswegen ist dein Tagessatz auch entsprechend hoch. Schon immer müssen die bezahlten Tage der selbst & ständig arbeitenden die nicht bezahlten Tage mit auffangen. Ob du hier dann Urlaub machst, dich weiterbildest, krank feierst oder drei Tage am Rechner sitzt, um Rider anzugleichen, ist recht egal.


    Ich kenne diese Arbeit auch von der anderen Seite: als Produktionsleiter einer nicht kleinen Konferenz zahle ich selbstverständlich dem Lichtler, der vorab programmieren muss, seinen Satz. Dem Rigplaner. Dem Netzwerker. Dem Audio-Systemer. Dem Content Manager. [...]

  • Boah, DAS ist genau das, was mich am allermeisten an Ridern aufregt!!!


    rider: engl. Reiter - der Reiter is das kleine Fähnchen oben im Karteikästchen, was anzeigt: hier verstecken sich bestimmte unterabschnitte (eines Vertragswerkes) - in unserem Fall die technischen Voraussetzungen


    raider: engl. Räuber, Plünderer - das ist ne Sache für die BWL Abteilung, nicht für die Rock'n'Roller.



    Raider heisst jetzt Twix.

  • Ja genau so.

    Wenn kein Kontakt ersichtlich gehe ich zum Promoter und lasse Kontakt herstellen.

    (Also der politisch korrekte Weg hier ist: Dispositionschef - Projektmanager - Kunde = Festivalpromoter - Bookingabteilung - Kontakt zu Bandmanagement - Kontakt zu Bandtechnik (oder Band, falls die keine eigenen Techniker*innen haben) Der kurze Weg ist, wenn man weiß, wer für Band xyz arbeitet.)


    Da eines meiner Hobbies im Sommer Funkfrequenzkoordination diverser Festivals ist bin ich tatsächlich sehr auf korrekte Informationen angewiesen, versuche immer zwischen den Zeilen zu lesen* und alle Fragen vor der Veranstaltung zu beantworten. Beim diesjährigen Laneways Festival in Auckland klappte das dann so gut dass die Trefferquote bei über 95% lag und die Fehler leicht abgefedert werden konnten


    *Ambient mics in der Inputliste sind so ein Klassiker, wenn ansonsten kein Hinweis auf In-Ear Monitoring besteht frage ich nach. Oder "4 vocals und DJ" schreit nach HipHop, da liegt der Gedanke an Funkmikrofone nahe.

  • Und dann kommt da noch 1 Tag am Offline Editor dazu. Das bezahlt keine Sau.

    Ernsthaft? Ist die Konkurenz in D so böse dass man das mitmachen muß?


    Mir sind meine echt freien Tage zu wertvoll als das ich sie irgendeinem Kunden schenken würde, der mit meiner Arbeit Geld machen möchte.


    Einzige Ausnahme mache ich für Projekte, die mir am Herzen liegen und bei denen kein Geld im Spiel ist.

  • Ja klar, allerdings ist mir noch kein Bezahler begegnet, der verstanden hat warum er für ein paar mails 2 Tagessätze zahlen soll und ich konnte noch keinem klar machen, dass es eben nicht nur ein paar mails sondern min. 3 Tage vollbeschäftigun sind. Und dann kommt da noch

    die Kanalbelegung dazu. Bei 19 Acts kann man nicht auf die Wunschbelegung der Rider eingehen und das kostet richtig Hirnschmalz.


    Also ich schreibe die Vorbereitungstage mit in mein Angebot und gut ist. Wenn die jemand nicht bezahlen will macht halt ein Anderer die Orga ...was in den meisten Fällen dazu führt das ich es dann im nächsten Jahr doch mache ... Veranstalter lernen ja nur durch Schaden, das muss man aussitzen, nicht mitmachen ... ;-)