Großbeschallung Bühne 5000+ ohne Linearray - 2019 noch zeitgemäß? Aktuelle Systeme?

  • Natürlich war der logistische Aufwand gigantisch und als Top/Sub in Mode kam ,

    ging das so nicht mehr , mit allen bekannten Auswirkungen .

    So ist es. Lauter gleiche Kisten waren zwar besser zu stacken und mit den passenden Maßen auch viel besser zu transportieren, dafür aber in vielerlei Hinsicht akustisch viel schlechter zu arrayen.

    Daher war für mich die 'gestackte-Schuhschachtel-Ära' erst mal ein Rückschritt gegenüber dem, was ich vorher an Freiheitsgraden beim Arrayen und an klanglichen Ergebnissen hatte, und B1/F2 eine Katastrophe. Erst als die PAs dann richtig fliegen lernten und damit besser ausrichtbar waren, waren die für die Logistik erkauften Nachteile wieder einigermaßen ausgeglichen.

    Damals, also vor 'Top/Sub' habe ich auch schon viel darüber nachgedacht, wie man bei einem konstanten horizontalen Winkel möglichst viele Systeme vertikal übereinander packen und ausrichten könnte. Das hat ja dann bekanntermaßen jemand anderes zu Ende gedacht .... ;)

  • hab leider schon völlige Flops erlebt, bei dem die Linearray den Mischer und die hinteren Ränge wunderbar erwischt hat, nur das Hauptpublikum in der Mitte-Totalausfall

    habe ich leider auch schon erlebt, und nicht nur ein mal. einmal sogar ganz krass in der SAP Arena Mannheim.

    aber gegen menschliches versagen ist die beste technik machtlos!

  • Also wenn ich versuche eine gute Beschallung über Linearray oder Punktquelle zu definieren mache ich da schon den ersten Fehler.

    Da gibt es durchaus besser geeignete Kriterien.

    Das ist wohl wahr … , wobei ich denke , daß Du etwas anderes meinst als ich :)

    Zumal es in der Praxis weder eine Punkt- noch eine Linienquelle gibt .

  • Noch ein aktueller Kandidat, wobei Danley ja schon genannt wurde, hier

    noch mal von einem anderen Hersteller in kleine kompakte Kisten gebaut:


    http://yorkville.com/synergy/product/sa153/


    Ob wirklich für mehr als 5000 Leute reicht geben die Infos nicht so direkt her,

    in der Broschüre steht lediglich das arrays möglich sind das es kaum Interferenzen zwischen den einzelnen Kisten gibt.

    Ich stelle es mir aber schon wegen des asymmetrischen Horns schwierig vor das dies immer richtig gemacht wird, das endet dann wie bei der R Serie ;)


    Jedenfalls eine Kiste die ich gerne mal hören möchte.

  • Ich stelle es mir aber schon wegen des asymmetrischen Horns schwierig vor das dies immer richtig gemacht wird, das endet dann wie bei der R Serie

    Dispersion (°H x °V): 22.5° x 45° (Asymmetrical 10° Up, 35° Down)


    Das ist nur nach unten geneigt, hat aber einen engen horizontalen Winkel. Ich gehe mal davon aus, dass der zur Gehäuseform passt. Wer das falsch aufgestellt kriegt, der sollte nur noch den Hof kehren dürfen.

  • Was anderes :


    Bei diesen LAs haben mir ja einige bestätigt das die tiefen Mitten echt unter versorgt sind.

    Frage : Können die diese Frequenzen eigentlich darstellen? Oder wurde es reichen mir einen Eq dort anheben und alles darüber absenken...


    Wenn ja, warum macht das denn dann keiner?


    🙄

    Illuminatoren sind Lichttechniker und keine bösen Leute.8)


    Für Ton- und LichtJobs in Schleswig Holstein bin ich zu haben.

  • Irgendwie einfach sympatisch, die Kanadier :). Indes und so wie ich das verstehe, haben die im DACH-Raum grad gar keinen Vertrieb mehr. Deshalb dürfte es schwieriger werden, sowas mal zu hören. Ich war ja damals bekennender Fan der Unity-Kisten - aber infolge fehlender Rigginghardware etc. wurde das dann damals nichts. Immerhin gibt's hier schon mal Powercon-In's und XLR-In's.

  • willst du nicht lieber doch beim Licht bleiben ...

  • Können die diese Frequenzen eigentlich darstellen? Oder wurde es reichen mir einen Eq dort anheben und alles darüber absenken...


    Wenn ja, warum macht das denn dann keiner?

    Meine bescheidene Erfahrung als Bandtech auf Stadtfesten ist, dass bei zu kurzen Arrays (und da kann auch ein amtlicher Name drauf stehen) auf den ersten Metern noch alles ankommt und dann die Tiefmitten aber stärker im Pegel abfallen als Hoch- und Mittelton.


    Das liegt mWn. daran, dass bei größeren Wellenlängen das Nahfeld -in dem alles passt- kleiner ist als bei kurzen Wellenlängen. Oder anders gesagt: Der Tiefton fällt schon früher mit 6dB pro Entfernungsverdoppelung ab als der Hochton. Eigentlich ganz einfache Wellenphysik.


    Fiktives Beispiel aus der Praxis:

    Du hast ein Stadtfest, da hängen pro Seite 4 Kiva II (oder hier beliebiges 2x 6,5" Topteil einfügen).

    Gefühlt passt es auf den ersten 8-10m, bei 15m Entfernung sind die Tiefmitten dann zu leise.

    Wenn du jetzt die Tiefmitten anhebst passt es zwar hinten, aber vorne wird es zu mulmig.

  • naja, du liest und schreibst jetzt schon eine Weile hier mit, und hast immer noch nicht mal die absoluten Grundlagen drin oder irgend etwas verstanden? Irgendwie sehe ich hier keinerlei Fortschritt ... ich habe überhaupt nichts gegen Anfänger, bilde selber genug aus .. aber wer absichtlich nur Dünpfiff schreibt, nur trollt und nichts mitnimmt, der sollte aus so einem Forum verschwinden ....

  • Meine bescheidene Erfahrung als Bandtech auf Stadtfesten ist, dass bei zu kurzen Arrays (und da kann auch ein amtlicher Name drauf stehen) auf den ersten Metern noch alles ankommt und dann die Tiefmitten aber stärker im Pegel abfallen als Hoch- und Mittelton.

    Typisches Problem zu kurzer Arrays. MMn macht es erst ab einer Zeilenlänge von ~2m überhaupt Sinn von Linearrays zu reden. Kürzer werden es einfach nur Vertikal verbundene Lautsprecher mit schmalem vertikalen Abstrahlwinkel - mit all den Vor- und Nachteilen herkömmlicher direktabstrahlender Topteile mit der gleichen Anzahl an Treibern.

    Aber, das hat alles nichts mit dem Thema zu tun, erstrecht nicht die "ultimative" Anlage.

  • Danke, für die einleuchtende Erklärung.


    Also haben die das auf der kieler woche Rathausbühne richtig mit zwei Standard Tops zusätzlich gemacht, siehe weiter oben das Foto, Darum war es nach meinem empfinden auch deutlich besser als auf den Bühnen ohne...


    Daraus Schlussfolger ich :

    Eine LA ist eigentlich nur im Nahbereich wirklich ausgewogen...das würde jedenfalls einiges erklären,

    Oder hab ich da immer noch nicht verstanden.?


    LG Rebecca

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