Liveprofessor als Waves alternative. Wie geht das möglichst gut?

  • danke auch für diese info!

    allerdings habe ich mir den MiniMac speziell dafür gekauft, dass dort LiveProfessor läuft. und zwar nur das :-)

    damit entgehe ich der problematik, dass ich das programm in den hintergrund schieben werde. für andere programme habe ich ja meinen Windows rechner, den ich ebenfalls nutze.

    ich nutze dann also min. zwei zusatzbildschirme am pult:

    einen für systemaufgaben unter windows

    den anderen für den Mac mit Liveprofessor.


    trotzdem werde ich diese app auf dem Mac deaktivieren, das kann ja nicht schaden.



    so, und nun suche ich noch eine nette app für spielereien in sachen flanger/chorus, pitchshift und distortion. ;-)

  • so, das sk note delay hab ich mir mal gekauft, weil mir in den beispielvideos ein paar wirklich nette sachen aufgefallen sind.

    was mich ein bisschen verblüfft: alle anderen plugins kommen mit haufenweise presets daher, bei diesem plugin gibt es dagegen keine. da muss man also wirklich von null anfangen und sich alles selber basteln. das ist wahrscheinlich gar keine schlechte idee, weil man das programm dann wirklich kennenlernt.

    allerdings kann ich mir das alles erst morgen anhören, dann mach ich das aber ausgiebig ;-)

  • Kannst du die Latenz mal Messen? Also nicht was eingestellt ist sondern effektiv

    so, heute hab ich mal ein bisschen nachgemessen.

    wie gesagt, ich habe 8 FX stränge erstellt, in 3 davon sind die ressourcenfressenden Waves plugins H-reverb und AbbeyRoadesPlate.

    die latenz in der Dante DVS hab ich auf den kürzesten wert gestellt (4ms), im Liveprofessor kann ich mit diesen vorgaben als minimalste buffergröße 64samples einstellen, darunter werden dann störgeräusche hörbar. um ein bisschen mehr abstand zu den störungen zu bekommen, hab ich Liveprofessor erstmal auf 128 samples gestellt.

    hier die messungen mit ein paar verscheidenen buffergrößen in Liveprofessor:

    mit 64samples = 11,9ms

    mit 128samples = 14,6ms

    mit 190samples = 17,3ms

    mit 256samples = 19,9ms

    das messignal lief vom analogen eingang der dLive über Dante in den mac-rechner, dort im Liveprofessor durch das erste FX (effekte waren dort bypass geschaltet), von dort wieder über Dante zurück in die dLive und am analogen ausgang wieder zum messrechner.

    ich hoffe ich habe deine neugier damit befriedigt. man kann sagen, dass die im programm angegebenen latenzzahlen nicht der realität an den analogen ausgängen entsprechen. und wer denkt, dass er für zeitkritische effekte wie kompressoren oder ähnliches keinen externen Waves-rechner bräuchte, der hat sich leider getäuscht.


    ich habe mir mein mikrofonsignal dann auch mal per kopfhörer direkt aufs ohr gegeben und dann das trockene signal vom Liveprofessor dazugemischt. hier entsteht auch bei 64samples ein deutlich hörbarer kammfiltereffekt, was für mich die messergebnisse gut bestätigt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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  • Es gibt presets auf der sk Note Website, die kann man per copy paste einfügen, sind dann wirre Zahlenreihen....

    https://www.sknoteaudio.com/Do…EchoTaps/ET_pr_070317.zip


    SK Note ist schon ein wenig anders als andere :)

    ich bin leider nicht mehr dazugekommen, die presets zu laden. aber ich hab mir dieses delay jetzt mal angehört - und muss feststellen, dass für mich im normalen betrieb das Valhalla Delay die bessere figur macht.

    das SK Note delay hat aber ein paar kleine gimmicks, die ich so im Valhalla nicht habe, deshalb haben für mich beide ihre berechtigung.


    das H-Reverb hab ich heute auch zum ersten mal gehört, es ist ein durchaus mächtiges werkeug! es wird mich sicher noch lange zeit beschäftigen, bis ich da alle kniffe rausgefunden habe.

    interessant fand ich, dass mir der 480er hall nicht ganz so gut gefallen hat wie die emulation des tc.5000 mit 480er hall ;-)

    und im direkten vergleich zum Valhalla Reverb habe ich festgestellt, dass es zumindest bei langen hallzeiten den H-reverb nicht nachsteht.

  • Hey Wora


    Danke dir fürs messen.

    11.9ms.

    Da sind die Angaben von Audinate ja ziemlich exakt, 2 x 4ms = 8ms von Dante hin und zurück

    2 x 1.33ms vom Liveprofessor Buffer (64Samples). Sind wir bei 10.66ms

    Bleiben noch 1.2ms für DA/AD Wandlung der Dlive, das könnte gut hinkommen oder?


    Gruss

  • so, habe heute wieder am LiveProf. rumgeschraubt.

    mit meinen tools komme ich noch nicht 100%ig klar, mit fehlt vor allem noch eine wirklich tolle lösung für ADT und chorus/flanger effekte. da sind die tools in der dLive wirklich besser. aber entweder ich mach alles im pult, oder alles im rechner daneben. mischen möchte ich da nicht.



    @karel:

    mit Echo Taps komme ich noch nicht so gut klar. es ist mir ehrlich gesagt ein rätsel, wie ich die mittlerweile von der homepage geladenen presets recallen soll. ich denke ich werde es dann doch nur als special effekt einsetzen. mit dem delay von Valhalla komme ich einfach besser zurecht.

  • ganz einfach: meine effekte möchte ich aus zwei hauptgründen vom pult trennen: a) weil es mir noch bessere halleffekte bringt und b) weil ich mit der effekt-recall-struktur in meinem pult nicht 100% zufrieden bin. sobald ich dort z.b. die anzahl der busse verändere, muss ich in allen effektszenen die recall-filter neu setzen. es wurde zwar schon vor längerer zeit signalisiert, dass die effektstruktur geändert werden soll, aber wann das soweit ist (und wie das dann aussieht) ist mir nicht bekannt.

    es gibt noch einen weiteren grund: wenn ich effekte sowohl im als auch ausserhalb des pultes laden möchte, muss das pult zwingend in eine MIDI struktur eingebunden werden. wenn ich es komplett extern löse, kann ich mir das sparen.

    deshalb will ich eben die effekte komplett im externen rechner fahren.

  • so, habe heute wieder am LiveProf. rumgeschraubt.

    mit meinen tools komme ich noch nicht 100%ig klar, mit fehlt vor allem noch eine wirklich tolle lösung für ADT und chorus/flanger effekte. da sind die tools in der dLive wirklich besser. aber entweder ich mach alles im pult, oder alles im rechner daneben. mischen möchte ich da nicht.

    Also als ADT finde ich Waves Abbey Road Reel ADT sehr gut. Davon gibts auch extra eine Live Version, die etwas weniger CPU Last verursacht.