... die lieben Nachbarn mal wieder (und was man dagegen evtl. tun kann?)

  • Nun ja...


    Gibt hier auch jemandem wohnhaft direkt am Marktplatz, welcher mehrmals im Jahr mit Festen / Veranstaltungen / Live-Musik beschallt wird, der sich regelmäßig beschwert hat bei der Stadt...


    ...seit Jahren wird diese Person auf Kosten der Stadt in ein höherpreisiges Hotel mit Wellnesswochenende ausquartiert und schon ist wieder Ruhe...



    man sollkte sich auch überlegen, wo man hinzieht, und ob man mit dem Drumherum und Geschehen klar kommt.



    sec

  • Howdy


    Damit es auch die Nichtschwaben etwas einordnen können:

    Der umtriebige Veranstalter macht ein lobenswerte Veranstaltungsreihe. Fünf Bands an fünf Tagen auf fünf verschiedenen Bühnen/Städten. Eigentlich eine schöne Idee.

    Ob die Tribute-Bands aber unbedingt in der Innenstadt spielen müssen, kann man aber hinterfragen.

    Ich weiß nicht wie die Beschallung letzte Jahr in Sindelfingen war, aber über einen anderen Ort habe ich was geschrieben:

    I don't need that, 2.0


    Der schönste Veranstaltungsort der Reihe ist außerdem der, der nicht in einer Innenstadt ist.

  • Die andere Seite ist aber auch die, das jede Stadt meint die nächste toppen zu müssen, was die Häufigkeit der jährlichen Veranstaltungen angeht. Der Druck der Gastronomie und Gewerbevereine tut sicher sein übriges dazu. Ich habe etwas Verständnis für beide Seiten.

    Beispiel hier aus dem Dorf:

    Kleine Veranstaltungsstätte, umgebaute alle Schule. Wird vermietet für Veranstaltungen jeglicher Art. Fassungsvermögen ca 100-150 Personen. Ist relativ günstig und beliebt. Mache übertreiben es aber mit der Lautstärke der Musik. Dazu kommen noch sich laut unterhaltende Leute zu später Stunde vor der Tür. Da haben sich die Nachbarn schon oft, zu Recht, beschwert. Ich wollte das auch nicht haben.

  • man sollkte sich auch überlegen, wo man hinzieht, und ob man mit dem Drumherum und Geschehen klar kommt.

    Manche Menschen wohnen bestimmt auch schon da, bevor die Veranstaltungsdichte explodiert ist. Früher gab es halt Kirmes und Schützenfest, mittlerweile gesellt sich der Weinmarkt, das Autowochenende (Strafe irgendwas), der Craftbiermarkt, das Streetfoodfestival und diverse verkaufsoffene Wochenenden/Nightshopping dazu. Da werden die ruhigen Wochenenden schon recht rar...

  • Ich bin ein Zugezogener an einem Veranstaltungsort und weiß, wie dynamisch sich solche Dinge manchmal entwickeln. Es reicht, wenn nur 1x pro Quartal was aus dem Ruder läuft - nach nem Dreiviertel Jahr ist man dann deutlich dünnhäutig. Bei mir ist's die Disconacht, bei der um die 60dB an meinem Kopfkissen auflaufen - unterhalb 100Hz, nachts um 4 bei geschlossenem Fenster.

    Das Altherrenrockkonzert, welches den Curfew von 22h um eine Stunde überzieht, interessiert mich nicht.


    Hier feilt die Stadt offensichtlich an dB-chen, wobei man vernachlässigt, daß es wohl recht frische Urteile in der Sache gab - das halte ich für Mumpitz!

    Ohne da mal 2-3 Jahre 'die Luft raus zu nehmen' werden sich die Gemüter nicht beruhigen und die Gerichte wieder damit rumärgern - im Ernstfall mit kurzfristigen Verboten. Wem nützt sowas?

  • Kennt man sicherlich an vielen Orten. Ergebnisse hier im Raum: Ende eines Stadtfests um 22 Uhr, während alle Feste in der Umgebung bis 24 oder gar 1 Uhr gehen. Oder Lautstärkebegrenzungen, die Konzerte/Auftritte im Rahmen von Festen praktisch unmöglich machen.


    Die Nummer mit bezahltem Luxus-Urlaub zieht auch nicht bei jedem. Es gibt eben Menschen, die so etwas aus Prinzip verhindern.


    Was aber wirklich nicht sein muss: Wenn in einer Stadt mit mindestens 10 geeigneten Plätzen/Locations immer wieder derselbe Platz für Events genutzt wird und die Anwohner des Platzes an 5-6 Wochenenden im Sommer 3 Tage Lärm und Dreck haben und dazu die eigene Wohnung nur schwer erreichen. Da würde mir auch das Verständnis fehlen.

  • Zitat

    Damit es auch die Nichtschwaben etwas einordnen können:

    Der umtriebige Veranstalter macht ein lobenswerte Veranstaltungsreihe.

    Gestern war ich als Besucher auf einer dieser Veranstaltungen.

    Etwas mehr Wumms untenrum hätte allerdings schon sein dürfen - das war aber wohl eine Folge der Sindelfingenproblematik.


    Die Veranstaltungsreihe funktioniert; Der Marktplatz war voll und wird es auch die restlichen anderen Dienstage sicher noch sein. Finanziert über Bier, Imbissbudenstellplatzeinnahmen und Werbepartner.

    Allesamt Tribute-Bands aus der "ja, ich-kann-davon-Leben" -Liga.

  • Ende eines Stadtfests um 22 Uhr, während alle Feste in der Umgebung bis 24 oder gar 1 Uhr gehen.

    Wenn denn dann auch wirklich um 24:00 Schluss wäre. Ich kenne das so, dass es deutlich nach 1 Uhr noch laut ist.

    Da liebe ich Jugendveranstaltungen. Die müssen nämlich um Mitternacht enden. Ist sehr entspannt für alle beteiligten.

  • Gestern hat D&B eine ganz neue Anlage auf dem Markplatz aufgebaut damit 2 Herren von einer Umweltakustik Firma messen konnten und dann wieder Abgebaut, vor allem mit den 6 Bühnenmonitoren damit man nichts verfälscht, was lief als Soundcheck... Jennifer Warnes :-)


    Ein Irrwitziger Aufwand wird da betrieben.

  • Ein Irrwitziger Aufwand wird da betrieben.


    was jetzt an ein paar Trusstowern und ein paar Scheiben KSL so irrwitzig sein soll musst du mal genauer erklären ... wenn man dann auf Jahre die Veranstaltung fahren kann ist das durchaus sinnvoll, und schnell gemessen.

  • Kennt man sicherlich an vielen Orten. Ergebnisse hier im Raum: Ende eines Stadtfests um 22 Uhr, während alle Feste in der Umgebung bis 24 oder gar 1 Uhr gehen. Oder Lautstärkebegrenzungen, die Konzerte/Auftritte im Rahmen von Festen praktisch unmöglich machen.



    Mittlerweile wohne ich weiter weg von solchen Plätzen, eine Zeit lang (Studium) hab ich mitten in der Karlsruher Innenstadt gewohnt. Das Problem waren damals nicht die Konzerte in den Kneipen oder auf den Plätzen, eher das drumherum. Laute Gäste auf der Straße, Müll, Erbrochenes und Fäkalien in Hauseingängen etc. Abgesehen von letzteren hat mich das alles weniger gestört, das wusste ich als ich dahin gezogen bin.
    Hier in der Gegend sind das fast immer "Zugezogene" die auf dem Dorf Stress machen. Ziehen in die direkte Nachbarschaft einer Kirche und gehen vor Gericht da der nächtlichen Stundenschlag der Kirchturmuhr Ihre Nachtruhe stört.


    Das ist die eine Seite der Münze, die andere...

    Leider wird auch es auch bei vielen "temporären" Veranstaltungen in Hallen oder auf Plätzen in der Kleinstadt oder auf dem Dorf übertrieben.


    Typisches Szenario: 2:00 am Morgen, weitgehend leere Halle mitten im Ort, wenn überhaupt nur noch ein oder zwei dutzend gut abgefüllte Gäste anwesend die im Takt des Beats schwanken und der DJ kommt einfach nicht zum Schluss - oder will noch die extra Gange für die "Verlängerung" mitnehmen. Dreht der lokale Techniker die Anlage ab 23 oder 24 Uhr runter wird gemeckert da die Herren denken es braucht über 100dB um Stimmung aufkommen zu lassen und jeglichen Eingriff in die Lautstärke als Eingriff in Ihre künstlerische Freiheit sehen. Intervention / Einsicht des Veranstalters? Meistens erst dann wenn die Polizei vor der Türe steht. Den meisten solcher Veranstaltungen würde aus meiner Sicht ein klares Ende z.B. ab 1 Uhr gut tun auch wenn die Erlaubnis bis 2:00 oder 2:30 reicht da der Vereinsvorstand mit dem Bürgermeister öfter mal ein Bier trinken geht.

  • fundiert vorgetragen ... was genau machst du beruflich ... respektive hier im Forum .. ?

  • Mich würde interessieren, ob hier auch mit Noizecalc simuliert wurde und wie die realen Messergebnisse dann aussehen.

    Wenn es schon der Vier auf Facebook teilt wahrscheinlich schon ... macht ja auch Sinn. GSL/KLS sind schon sehr ruhig nach hinten, also könnte da durchaus was gehen.

  • was mich wundert,

    das immernoch stumpf nach reinem Pegel bewertet wird,

    um den Störungsgrad bei "Lärmbelästigung" zu definieren .


    dabei weiß selbst JBL das PhychoAkustik kleine tragbare Kisten grösser erscheinen lässt.

    und wuuuuuummmmm Bässe stören subjektiv die Ruhe mehr als saubere Basstöne ;)