Karl Heinz Kuntze im Interview

  • 73 Jahre ist der Mann alt ... ich hoffe, er bleibt uns noch eine Weile erhalten :-)

    Und ich hoffe, es gibt eine sinnvolle Nachfolgeregelung für das Unternehmen, scheint ja noch immer ein rein auf Zulieferern basierendes ein Mann Unternehmen zu sein. Wäre schade wenn das Wissen und Material irgend wann mit ihm geht.

  • Interessant finde ich auch wie unterschiedlich die Philosophien sind von Kuntze und Thomann.


    Letzterer gilt quasi als Erfinder des Onlinemarketing im Musikbereich, Ersterer weigerte sich über Jahre seine Website auch nur ein wenig ansprechend zu gestalten.

    Auch nach der kleinen "Modernisierung" wirkt die HP wie aus dem letzten Jahrtausend.

    Ich denke Kuntze setzt da auf den persönlichen Kontakt. Was sicher nicht falsch ist.


    Doch ist das Schritt 2 vor Schritt 1.

    Erstmal will der potentielle Kunde mit einer ansprechenden Webpräsenz umworben werden bevor er zum Telefon greift und einen persönlichen Termin beim Hersteller vereinbart.


    Die Seite von Foeoen skaliert ja nicht mal auf die Auflösung/Fenstergröße des Browsers. So das man auf einem 15" NB nach rechts scrollen muss um dann die Rubriken Produkte etc. zu sehen.
    Schaut man sich im Vergleich die Webpräsenz von Funktion One an....


    Wobei Föön und F1 imho in die gleiche Kerbe schlagen.

    Horngeladenes, spektakuläres, emotionales Material für EDM.

    Klar geht das auch alles für Live Mucke. Aber das ist nicht (mehr?) der Hauptadressat.

    Überhaupt Föön? Wer kam auf diesen komischen Namen? 2 Umlaute. Gar nicht gut fürs Web.


    Also, ich denke Föön ist unterbewertet. Hat ne Menge Potential. Da müsste mal jemand rein der die Firma marketingmäßig auf die Füße stellt. Aktuell steht sie auf dem Kopf.
    Aber wahrscheinlich würde das Kuntze gar nicht gefallen.


    Ich hab das Interview eben auch verlinkt weil der Kontrast Kuntze Thomann so groß ist.


    Wer hats am Ende besser gemacht?


    Kuntze "wohnt" in einer fantastischen Umgebung. Eine Mischung aus Werkstatt, Heimstätte, Showroom und kreativem Zentrum. Und das auch noch in einer ansprechenden Immobilie.

    Ganz ehrlich, das ist der feuchte Traum meiner Jugendjahre. :love:

    Doch sind die Umsatzzahlen scheinbar nicht so wie Kuntze sich das wünschen würde. Bisserl mehr ginge schon, so hör ich das mal raus.


    Thomann hingegen hat ein Imperium errichtet. Nicht eine Hand voll Mitarbeiter sondern hunderte. Eine Firma die er mit Kusshand und für Milliarden an Finanzinvestoren verkaufen könnte.

    Beim Thomann sind jeden Tag 12 "Brände" zu löschen, jeder Tag bedeutet 12 Stunden im Büro, in den PC starren, Abläufe analysieren und optimieren...

    Kuntze hingegen kann auch mal chillen und seine neuesten Kreationen ausführlich anhören.
    Wenn ich wählen müsste würde ich wohl Kuntzes Weg einschlagen. Aber mit besserem Marketing.:)