Bluetooth-Empfänger

  • Für einen Proberaum suche ich einen guten Bluetooth-Empfänger. XLR-Ausgänge wären schon, Klinke geht aber auch. Einfache Bedienung ist Pflicht und halbwegs robust sollte das Teil auch sein. Preis bis 100€.


    Folgende drei Geräte fand ich dafür bisher:

    • Fun Generation BT-Recever (29€) - Plastikgehäuse, Klinkenausgänge, Ein-Button-Bedienung, Reichweite laut Angabe max. 10m, kein aptX-Codec
    • Klark Teknik DW 20BR (80€) - Alugehäuse, XLR und Klinkenausgänge, Bedienelemente etwas ungünstig platziert (DC Input an der Front?), Reichweite laut Angabe max. 30m, aptX-Codec
    • Kali Audio MV-BT (99€) - schweres Metallgehäuse, XLR und Klinkenausgänge, großer Lautstärkeregler, keine Angabe zur Reichweite, aptX-Codec. Leider gibt es keine Angaben zu den Audiodaten. Ist bei der Anwendung sicher nicht das Wichtigste, finde ich aber dennoch seltsam.

    Zum Klark Teknkik habe ich etliche gute Bewertungen im Netz gefunden, das Kali-Audio-Teil ist vielleicht noch zu neu dafür, gefällt aber hinsichtlich der Robustheit des Gehäuses und der Haptik, das Fun-Generation-Gerät ist wohl doch ein waschechtes Billigangebot - vermutlich bekommt man genau das, was man erwarten darf. Hat evtl. von euch jemand eins der genannten Geräte schon mal im Einsatz gehabt und kann seine Erfahrungen damit schildern?

  • Hallo,


    das fun generarion Teil funktioniert meiner Meinung nach erstaunlich gut.

    Verbindung ist stabil.

    Klanglich natürlich Luft nach oben - habe aber zu anderen BT Empfänger keinen Vergleich.

    Für den Proberaum aber sicherlich ausreichend.


    Viele Grüße

  • Danke für alle Hinweise, nun habe ich eine gute Übersicht und vielleicht ist das auch für andere hilfreich.


    Je nach Anwendungsfall wird man wohl verschiedene Geräte wählen:

    • Die ARX Blue DI und die Radial Engineering BT-Pro sind sicher klasse, wenn man die Dinger ständig auf Bühnen schleppt oder in seinen Koffer schmeißt. Beide können auch mit Phantomspeisung betrieben werden - ein weiterer großer Vorteil. Sie kosten aber auch rund das 2,5-fache des von mir anfangs genannten Budgets.
    • Das Klark-Teknik und das Denon-Gerät sind anscheinend eher für eine Festinstallation konzipiert und für ihre Leistung recht günstig. Den Netzteilanschluss an der Front finde ich aber bei beiden keine gute Idee.
    • Kali-Audio und Fun-Generation sprechen mich mit ihrer selbsterklärenden Bedienung an. Das Kali-Audio wirkt deutlich robuster als das Fun-Generation-Gerät - aber auch das tut's sicher, wenn man es nicht zu sehr strapaziert. Eins von beiden wird's für die Anwendung im Proberaum wohl werden.
  • Denon DN-200BR hat den grossen Vorteil dass sie eine brauchbare externe Antenne besitzt. Reichweite und Stabilität der Verbindung sind gefühlt selbst der Radial deutlich überlegen. Letztere disqualifiziert sich übrigens in meinen Augen durch den Micro-USB-Stecker als Stromanschluss. P48 als Versorgung geht damit auch nicht; die einzige BT-DI die das beherrscht ist mWn die ARX.

  • Ich habe vor einigen Wochen auch nach einem BT-Empfänger gesucht, vor allem um mir endlich das lästige "ich hab aber nur n I-Phone und keinen Adapter" / "mein Handy braucht aber dieunddie Strippe, warum hast Du das net" und Co vom Hals zu schaffen.

    Es gibt ja immer mal Einspieler, Pausenmuckewünsche des Gastgebers oder was auch immer.


    Ein paar Tests zu verschiedenen Geräten habe ich gelesen, ein recht marktübliches günstiges Brot-und-Butter-Gerät ist das häufig zu sehende Logitech-Teil.


    Bei mir wurde es ein "AUKEY Bluetooth Empfänger V4.1" - kost keine 20 € und ist völlig Deppensicher. Tatsächlich ziemlich lange haltender Akku drin, üblichste (kurze) Käbelchen dabei und es tut. Liegt ja eh hinten auf der Pultkante oder neben dem Pult im Case. Klanglich finde ich es OK, ich denke da wird sich idR eh kaum was "merklich" tun, wenn ich eh schon irgendwas von irgendwem auf Handy oder Tablet angeliefert bekomme - das wird vermutlich das BT-Dings nicht das schwächste Glied der Kette sein...

  • Das Teil hat einen (ich glaub Mini-USB?) Ladekabelanschluß, wie er bei den meisten Android-Handys und ähnlichem Zeug verwendet wird. Läuft auch am Kabel hängend völlig problemfrei.

    Ich hab eh fast immer irgendwo diese USB-Netzteilstecker rumfahren, da Handy, Tablet, MP3-Player und LED-Schwanenhals meistens in Pultnähe eben jene Spannungsquellen gern mögen ^^

  • "dann bringst du dein spezialkabel bitte entweder selber mit, oder du informierst uns rechtzeitig vorher, dass du sowas brauchst. dann wird das auch klappen"

    Richtig, das ist auch bei mir an sich gängige Praxis - und doch nervt es mich kolossal, an jeder zweiten Veranstaltung den gleichen Aufsatz mindestens drei Leuten vorbeten zu müssen...

    Es wird nach wie vor klar kommuniziert, dass für Einspieler/Geräte des Veranstalters/Gastgebers eine Miniklinke und/oder RCA zur Verfügung steht und dass alles was davor von dort kommen soll, bitteschön deren Aufgabe ist. Da sich erfahrungsgemäß zumindest die og. Fraktion nicht dran kratzt, hilft eben dieses Kistchen dann öfters meiner persönlichen Streßminderung und Entspanntheit ;)

    Kommt einer unangemeldet mit nem Stick oder was auch immer, hat er eben nach wie vor Pech. Ohne Anforderung hab ich auf (meinen Klein-) Jobs keinen FaltPC dabei.

  • Träumt alle weiter...


    - USB Stick ist inzwischen Standard, und wenn man einen halbwegs ordentlichen Player (z.B. Denon DN-501C) hat funktioniert das auch in 90% der Fälle. Die restlichen 10% sind entweder wirklich exotische Formate bzw. komplett falsche Filetypen (Videofiles...), da muss der Kunde dann halt für den Moment seinen eigenen Rechner her geben. Oder nicht lesbarer Stick, das ist mit Umkopieren innerhalb von 30s erledigt.


    - Es gibt keine zuverlässig funktionierenden und klanglich einigermassen tragbaren Adapter von USB-C, Lightning oder Micro-USB auf 3,5mm Klinke. Die Passivadapter haben eigentlich immer hörbare Wackelkontakte und bei den Aktivadaptern werden ein Interfacebaustein, AD- und DA-Wandler, Kopfhörerverstärker und Mikrofonvorverstärker mit marginaler Stromversorgung auf ungefähr 2mm2 gequetscht. Das kann nichts werden. Dann lieber Bluetooth, da gehts digital bis in einen halbwegs ordentlichen DA mit (im Fall von Denon, ARX &Co.) symmetrischen Ausgangstreibern und sauberer externer Stromversorgung. Zudem gibts da noch so nützliche Sachen wie "media only mode". Damit bleibt bei einem Anruf auf dem Handy zwar immer noch die Musik stehen :cursing:aber zumindest wird nicht der Klingelton mit um 10-15dB höherer Lautstärke über die PA geblasen...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

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