Leidiges Thema Traversenstromverteiler bzw. Trussstrom

  • Wir suchen schon seit einiger Zeit gescheite Traversenstromverteiler auf Schuko, sprich eine Truss-taugliche 3er oder 4er Leiste.

    Bei uns läufts aktuell bei F34-Karrees folgendermaßen: Strom per 16A CEE oder 32A CEE ins Rigg, verteilt auf Vollgummi-Blöcke (PCE) auf 6x Schuko, dahinter 3er Steckdosen oder 4er Dosen mit Spannfix/Snapit etc.

    Das Gepfusche hinter den Vollgummiblöcken soll ersetzt werden durch vernünftige Steckdosenleisten, die per Half Coupler anschraubbar sind.

    Kennt da jemand was bzw. wie macht ihr das?

    PowerCon will ich nicht anfangen da oben...

    Ich habe schon einige verschiedene bestellt, aber überzeugt hat mich noch nichts wirklich.

  • Apsa hat halbwegs robuste 3 bis 12(?) Fach steckerleisten. Da kann man auch die Kabel tauschen bzw. unkonfektioniert kaufen.

    Innen sind massive Kupferschienen, das ist halbwegs vertrauenswürdig.


    Die Leisten haben stirnseitig Befestigungslaschen, da kann man Klemmschellen für Elektro Leerrohre dranbasteln. (fürs Bracing dimensioniert, nicht fürs Hauptrohr - sonst bricht das aus weil zu fest)

  • Eventuell ist unsere Lösung etwas praktikables?

    https://www.facebook.com/Audio…178857269/?type=3&theater



    Das ist eine Plugbox mit Steckdose und 2x XLR Kabel zum direkten verdrahten.


    Die Plugbox kann an der Traverse einschnappen und nach innen gedreht werden, so dass sie montiert bleiben kann.

    Die Boxen werden wir eine Lichterkette montiert. Am Anfang und am Ende der Traverse sind Event-Steckverbinder zum An- und Abklemmen.


    Die Plugbox können wir in verschiedenen längen liefern da Stangenmaterial verwendet wird.


    Allerdings ist das vorhaben nicht ganz günstig da Sonderanfertigung....

  • Verstehe ich nicht, sieht unnötig aus.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

  • Ich habe das mal für einen DJ entwickelt, der ist damit sehr glücklich.


    Er hat das fest in seinen Traversen eingebaut, alle 60cm glaube ich so einen Block.


    Die Traverse nagelt er zusammen , packt sie auf sein Stativ, dreht die Plug-Boxen raus, befestigt die Scheinwerfer und stöpselt sie ein. Die Event-Con Steckverbinder sind genau dort, wo sich die Enden der Traverse befinden.


    Er muss nicht ein einziges Kabel aus einer Kiste holen, nicht ein Kabel kletten oder befestigen, und ist dennoch flexibel bei der Bestückung der Traverse. Da spart er dann entsprechend die Zeit.



    Durch die Event-Con Verbinder kann er frei entscheiden welche Länge die Gesamttraverse hat.

    Das Anschlusskabel ist ca. 10m lang und direkt im Lichtpult verbaut.


    Die XLR Leitungen sind unverlierbar an den Blöcken, wenn ein Block nicht benötigt wird, müssen die Enden natürlich miteinander verbunden werden.

  • Das blöde an diesen einphasigen Lösungen ist dass man sich die Möglichkeit nimmt Scheinwerfer unkompliziert nach Typen sortiert zu verkabeln. Das nervt spätestens dann wenn sich kurz vor der Show ein Wackler aufhängt und hart resettet werden muss.

    Gerade bei nicht allzu grossen Riggs mit gemischter Bestückung aus LED und älteren Entladungslampen ist daher eine Kette aus CEE16-Plugboxen ("Knochen") sinnvoller. Nicht alle Lampen haben PC in/out und manchmal ist es auch aufgrund der Kabelwege unpraktisch alle Lampen eines Typs direkt zu linken.


    Was ich dagegen gar nicht mag sind Schuko-Verteiler die an der Plugbox gesteckt werden und dann 2 oder 3 Lampen besaften, womöglich noch mit Durchschliff zu 2, 4, 6 weiteren Lampen an gleichen Verteilern...

    Wenn dann noch Glühlicht, Videoprojektion und Ton dazu kommen hat es schnell einen völlig unnötigen Kabelverhau auf der Traverse. Besser mehrere CEE-Knochen und bei mehr als 15 kVA gesamter Anschlussleistung gleich alles strukturiert mit Laka.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Wir selber haben 16A Drehstromleisten mit 6 Schuko-Abgängen, 16A CEE Eingang und einmal zum durchschleifen.


    Die kommen mittig in die Traverse, und von dort werden sternförmig Hybridkabel von Gerät zu Gerät geschliffen. Das kann man natürlich auch mit Schuko realisieren....

    Bei uns waren es früher Kaltgeräteverbinder und nun Powercon.


    Das sind dann 3 Phasen je Traverse.

    Je nach größe der Veranstaltung bekommen weitere Traversen eigene CEE16 Kabel mit eigener Absicherung oder werden über die Leiste geschliffen.



    Die Verdrahtungskonzepte die jeder für sinnvoll erachtet hängen natürlich auch viel mit dem nötigen Strombedarf und der nötigen Redundanz zusammen.