• Dafür kann man auch den Input Trim auf dem Bus mit dem entsprechenden Effekt nehmen und hat dann noch immer einen Fader für den Return, oder eben Effekt Postfader legen.

    bei der Wing oder 'ner Digico ? :S :D :D

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • Du brauchst bei der Wing keine Effektreturns. Du kannst auch die Effektbusse einfach direkt auf einen anderen Bus "senden" - bspw. einen Monitor-Bus, und kannst auch in den Bussen EQ, Comps usw. setzen.

  • häh? Wie audiobo auch schreibt, Du kannst (zumindest bei SD und Q) den Bus out zum FX input routen - wie bei jedem anderen Digitalpult auch (minus offensichtlich Wing)

    Tatsächlich habe ich das komplett vergessen, dass es diesen 'old school' Pfad auch noch gibt. Ich mache es seit 15 Jahren bei den DiGiCos nicht mehr so, also sehr lange vor den Wings und genug Zeit, es zu vergessen. :saint:


    Dass ich den „analogen“ Weg verlassen habe und Send-Return Effekte in den DiGiCos so mache, dass der Bus send Master out direkt in den Return-Kanal geroutet ist und der Effekt in einem Insert wohnt hatte schon vor 15 Jahren folgenden Vorteil:



    Man kann den Effekt direkt aus dem Insert öffnen und muss nicht das Rack im Masterschirm aufmachen. In der Hardware kannst Du dann den Effekt mit der Solo Taste öffnen. Das ist vor allem bei SD8/9/10/11 mit nur einem Bildschirm ein Vorteil und funktionell ist das kein Nachteil.

    Hier noch der Patch:


    Der ist im DiGiCo routing genau so straight forward und

    definitiv nicht aufwändiger als der klassische Pfad.

  • Hier noch die gleiche Vorgehensweise im Wing mit dem Vorteil, dass sich der im Insert wohnende Effekt per optionalem Doppelklick auf die 'select' Taste des Send Bus Masters oder des Returns je nach 'Wohnort' des Effektes direkt öffnet ohne in die Effektbude zu müssen.



    Im Wing besser gelöst als im DiGiCo ist wie gesagt die Nummer 'Mono Bus ausgewählt-> automatisch „Doppelmonopatch“ in den FX -> kommt Stereo dort raus und bleibt solange Stereo wie man ihn nicht willentlich über den width Regler im Return Mono macht.

    Ausserdem im Wing sehr schick:

    Man kann im Wing sowohl alle FX Parameter auf Fader beliebiger Faderbänke/layer legen als auch

    (wie SOF) alle FX PARAMETER eines Effekts ON FADER machen. Zusätzlich gibt es in der Full Version noch die Option, ausgewählte FX Parameter per CC button und jogwheel zu bedienen, was sehr schön einhändig mit schnellem Parameterwechsel geht.

  • Für das Talkback-Gedöns brauchst Du eigentlich nur den Kanal 40 mit seinem Alt in, die beiden Talk Pfade, geschicktes mehrfach routing und ein bisschen Phantasie. Wenn Du Dich vorher entscheiden kannst, wo dein Meßsignal herkommt, langt ein Input für Smaart oder den internen Geräuschemacher.

    Dann wären vier der Hilfseingänge für FX Return frei.

    Wenn Du Kanäle sparen musst und mit den Sendfadern ohne Returnfader auskommen kannst, gibt es prinzipiell auch die Option, den Send Bus mit dem insertierten Effekt direkt in den Master zu schicken.

    Das könntest Du auch teilweise so machen für Effekte, die Du nicht auf einem Returnfader fahren können musst.

  • Noch zwei Aspekte zum Send-Return Routing von Effekten:


    Historisch war es ja einfach so, dass es an Analogpulten der technisch naheliegendste Weg war, ein externes Effektgerät für viele Quellen/Eingangskanäle nutzbar zu machen. Zudem war es nützlich, bei analogen Bandechogeräten über den Send Master den „Drive“ für Sättingungseffekte bedienen zu können. Bei den ersten Digitaleffektgeräten klang es ebenfalls am besten, den analogen Eingang der Geräte mit dem Send Master im 'best gain' anzufahren, sie also weder zu über- noch zu untersteuern.


    Heute sollte es vor Allem für junge, durch 'mixinginthebox' pluginkettenerprobte Kollegen kein Problem mehr darstellen, Send-Return Anordnungen durch Auswahl eines geschickten insert Point für das Plugin und das Hintereinanderschalten Bus-Ausgang ->Return-Eingang zu generieren. Auf der digitalen Ebene lässt sich ausserdem die „drive“ Schalte einfach durch Reihenfolge und Auswahl der plugins erledigen. Bei den DiGiCo Pulten geht das super, wenn der FX in einen insert point des Return Kanals geroutet wird. Dann ist der Digitube vor dem FX „Eingang“, was in der klassischen Send-FX-Return-Anordnung mit den DiGiCo 'on board' Mitteln gar nicht geht.


    In der Wing ist (für viele erst mal so nicht klar) der insert Punkt 2 postfade/ pre width. Das bedeutet, dass der Send Bus Fader tatsächlich den Effekteingang so bedient wie in der klassischen Send-Return-Schalte, obwohl das eigentlich auf der digitalen Ebene von eher untergeordneter Bedeutung ist. ;)

  • Ein Frage ist mir noch durch den Kopf geschossen: Wie geht das eigentlich am schlauesten, wenn ich aus irgendeinem Grund mal von einem Effekt nur den linke Ausgang abgreifen möchte?

    Bei Yamaha z.B. patche ich mir entsprechend nur die linke Seite auf einen Monokanal / beide Seiten vom Stereokanal oder kann alternativ im Stereokanal bestimmen, dass ich nur den linken Input verwenden will.


    Sehe ich das richtig, dass man dafür erst ein Mono "User Signal" konfigurieren muss, dass man dann in einen Input zurückholt?


    Ich dachte erst an "Input Balance", aber das macht ja nur +/- 9dB...

  • Wobei man dann eben keinen EQ im FX Ausgang hat. Würde ich aber glaub kaum vermissen.

    Jetzt hast Du es wohl doch mißverstanden.


    Der zweite insert point des busmasters ist POSTFADE!

    Das bedeutet, dass Du in Deinen Worten 'Send Pegel fahren' kannst obwohl der Effekt im send insert steckt. Du hast ein komplettes EQ/Dynamics Set vor (im Bus Strip) und hinter (im Return Strip) dem Effekt! ;)

  • Ein Frage ist mir noch durch den Kopf geschossen: Wie geht das eigentlich am schlauesten, Sehe ich das richtig, dass man dafür erst ein Mono "User Signal" konfigurieren muss, dass man dann in einen Input zurückholt?

    Dafür gibt es die user patches. Ich finde es ganz vernünftig gelöst, dass man über 'user' statistisch eher seltene Verknüpfungen erzeugt. Die user 25-56 sind in ihrer Funktionalität zwar eingeschränkt, erfüllen aber gerade den Zweck, die odd/even zwangsgepaarten sources aufzulösen.

  • Hm, ich habe kein Rack. Angelegt ist 'virtual' im Editor aber schon, wie man sehen kann.


    EDIT


    Hab’s gerade mal noch am Compact ausprobiert, kann dort 'Virtual' auswählen und bekomme dann die FX Parameter auch auf den “Glasfadern” aufgelegt. Das sollte für Rack auch funktionieren.