Behringer WING

  • mein WING ist ja leider eines bei dem der Screen-Test nicht ganz optimal ausgefallen ist und nun gerade irgendwo zwischen mir, Stairville und Behringer unterwegs ist. Daher kann ich nichts empirisch ermitteltes beitragen, zumal ich ja mich selbst nicht in der Mehrzahl anrede und daher auch bisher keine unabhängige Bedienung als notwendig empfunden habe. Allerdings meine ich mich dunkel erinnern zu können dass es in Zusammenhang mit der rechten Vierer-Bank steht. Irgendwie kann man das Pult veranlassen dass es den dort selektierten Kanal im Channel Strip anzeigt während das Hauptdisplay für die beiden anderen Faderbänke zuständig ist.
    was man da genau wo einstellen muss, da hab ich aktuell keine Ahnung. Sicher ist nur dass die Option <SCREEN FOLLOWS CH STRIP> nicht an sein darf, denke ich mal;-)

  • Eine Möglichkeit den Strip vom Sel Cannel abzukoppeln habe ich auch noch nicht gefunden.

    Habe aber eine für mich sinnvolle Möglichkeit der Nutzung gefunden.

    Touch select aktivieren, und dann kann ich zB Hi und Lowpass und Tilt bearbeiten (oder Gate Com...) ohne den passenden Schirm aufzurufen. Encoder berühren und einstellen, kurzer Druck auf die Taste wechselt zwischen den Filtern, länger drücken aktiviert Diesen, im kleinen Screen siehe ich auch gleich was ich da einstelle.

    Ich fand bis jetzt den Weg über den Hauptscreen und Eq ..... usw etwas umständlich?

    Ob ich das dann live auch so benutze wird sich zeigen.

  • ich hab inzwischen noch mal das Vorstellungsvideo mit Jan Duve angesehen.

    Der spricht an ca. 15:00 davon dass man zu zweit am Pult arbeiten kann um z.B im Channelstrip die Kanäle zu bearbeiten und am Hauptschirm was ganz anderes macht (ok, Szenen organisieren war und ist am WING nicht implementiert, mal sehen wann das kommt). Da ist aber nicht die Rede davon zwei Kanäle gleichzeitig bearbeiten zu können. Gut, ich brauchs so nicht, und wer es brauchen kann, der hat ja immer noch die MixingStation:)

  • Jupp, genau auf dieses Versprechen „zu zweit arbeiten“ beziehe ich mich und so ist das layout der Bedienoberfläche auch angelegt ... also Butter bei die Fische?

    mfk0815

    Ich bin ja selbst konsequenter Mixing Station Anwender am FOH als Bedienoberflächenerweiterung um dort etwas anderes als am Pult offen zu haben und mache es schon seit meinen M7 Zeiten mit den online-Editoren so. Ist einfach Teil meiner Arbeitsweise geworden. Da das Wing so viele on board Bedienelemente hat, würde sich das „Teilen“ im Pult schon anbieten.

  • Eine Frage, die mir jetzt seit ein paar Tagen im Kopf herumgeistert und mich brennend interessiert:


    Wie ist eigentlich bei euch das Nutzungsverhältnis Screen vs. ChannelStrip, natürlich bei den Aufgaben die über beide Wege erledigt werden können (EQ, Dynamic, etc.)?

  • anfänglich hab ich den Channelstrip fast gar nicht benutzt. Mit ist dieses kleine Display einfach zu klein. Seit die Option besteht den Hauptschirm automatisch auf den zugehörigen Screen zu schalten, arbeite ich mehr damit, prozentuell aber wohl immer noch unter 30%. (Diese Option habe ich inzwischen auch beim SQ aktiviert.)

  • Bei mir ist das eher 90/10 aber ich bin mit meinem " Personal Mixing"

    auch noch lange nicht durch. Es gibt ja bei den Firmewareupdates immer Neues,

    das auch in den Workflow "eingepflegt" werden möchte.

    Es ist auch wie überall einmal live eingesetzt bringt mehr wie 10 mal im Lager,

    da gibt es aber gerade ein kleines Missverhältnis.

  • Etwas unlogisch und vielleicht bin ich ja nicht der einzige, den das stört:

    Der einbändige Dynamic EQ, den man am Gate Platz aufrufen kann, kann wie erwartet alle vier Bearbeitungsrichtungen:

    Compression (gain erhält negative Werte) above und below (Threshold) und

    Expansion (gain erhält positive Werte) above und below (Threshold)

    So kenne ich es seit vor ~ 30 Jahren der 901 raus kam. Merkwürdig nur, dass man bei diesem Plug den virtuellen Kippschalter auf below stellen muß, damit der Gerät oberhalb des Schwellenwerts komprimiert, also den gewünschten Frequenzbereich runterzieht u.s.w. :/:rolleyes:*finger.
    Das darf gerne geändert werden.

  • Na eben, wie schon gesagt ‚above‘ und ‚below‘ und was damit gemeint ist, waren sich die Erzeuger bisher ziemlich einig...und...um’s jetzt gleich vorne weg zu nehmen... ich benötige bitte keinen Exegeten, der tolle Ideen dazu beisteuert, wie das noch gemeint sein könnte...:rolleyes:

  • Ich erlaube mir natürlich trotzdem zu helfen: ^^

    Above/ below bezieht sich nicht auf die Schwelle, sondern bestimmt einfach von wo aus nach wohin geregelt wird.

    'Above': meine Signalkennlinie vor Processing ist um einen voreingestellten Wert von der linearen Kennlinie entfernt. Von diesem Niveau aus wird dieser Wert dann mittels Processing Richtung Null abgesenkt.

    'Below': meine Signalkennlinie vor Processing ist genau um den Wert Null von der linearen Kennlinie entfernt. Von hier aus wird dieser Wert dann mittels Processing auf einen voreingestellten Wert vergrößert.


    Ich find‘s erstaunlich schwierig, die Sache mit Worten wirklich korrekt zu beschreiben; die Tatsache, dass der Wert von dem aus bzw. bis zu dem hin geregelt werden soll entweder ein positives oder auch ein negatives Vorzeichen haben kann, macht‘s nicht einfacher. Aber gerade die grafische Darstellung im Wing ist als Verständnishilfe perfekt geeignet - und dann macht auch die Nomenklatur plötzlich Sinn.

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Anfangs fand ich das ja genau so seltsam wie du. Schließlich bin/ war auch ich experimentierfreudiger 901- Anwender. Aber nach ein bisschen rumspielen mit dieser Funktion (und deren Visualisierung) empfand ich irgendwann auch deren Benennung als logisch (bzw. fällt mir auch nach längerem Nachdenken bis jetzt keine schlauere/ treffendere ein).

    Wer es jemals geschafft hat, mit dem 3Band-Kompressor der alten Yamahas (PM5 & Co.) planmäßig und unfallfrei ein sinnvolles Ergebnis hinzubekommen, für den ist das hier gedanklich Kindergeburtstag. :evil:

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."