• Ich hab bisher nur mit dem Editor spielen können, ne echte Wing hatte ich noch nicht unter den Fingern.

    So ganz hat sich mir der Vorteil mit den Sources noch nicht erschlossen. Scheint mir eher mehr Arbeit zu machen als vorher. Was übersehe ich hier gerade?

  • Ich hab bisher nur mit dem Editor spielen können, ne echte Wing hatte ich noch nicht unter den Fingern.

    So ganz hat sich mir der Vorteil mit den Sources noch nicht erschlossen. Scheint mir eher mehr Arbeit zu machen als vorher. Was übersehe ich hier gerade?

    Man kann sources Patchen ohne über Kanäle zu müssen, wie Tie Lines, man kann eine Source ändern ohne den Kanal zu ändern, also auf eine spare Source ausweichen z.b.


    Ja es ist ein Schritt mehr als bei manchen Pulten, aber trotzdem cool

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr


    Application Support Engineer - HK Audio

  • Ich hab bisher nur mit dem Editor spielen können, ne echte Wing hatte ich noch nicht unter den Fingern.

    So ganz hat sich mir der Vorteil mit den Sources noch nicht erschlossen. Scheint mir eher mehr Arbeit zu machen als vorher. Was übersehe ich hier gerade?

    Das hier:


    In einem beliebigen Kanal auf "NONE" drücken und bestätigen, dann hat man seinen gewohnten Patchworkflow, ohne dass Beschriftungen und Farben plötzlich nicht mehr so sind wie ursprünglich gewollt.


    Wenn man will kann man immer noch die "Copy Customization"-Funktion nutzen.


    Vorteil der "Sources"? Hier ist irgendwann einmal die Frage aufgetaucht ob die Benennungen/Farben bei einem Digitalsplit zwischen den Pulten kommuniziert wird. Leider weiss ich die Antwort nicht mehr...


    Dann gab es auch noch die Idee, dass der Bühnentonmensch am ipad die Sources benamsen kann, wenn er die Mikros aufsteckt und der Pultmensch dann anhand dessen sehen kann was wohin gepatcht werden muss. Inwieweit das der Arbeitsrealität entspricht muss jeder für sich beantworten.


    Weiterer Vorteil: Man kann im Bereich Input Settings (2. "Tab" im "Routing"-Fenster) neben der Mono/Stereo/MS und Name/Farben-Sache direkt 48V und Gain bedienen, des weiteren gibt es einen Input Mute und einen Polaritätschalter, der unabhängig von dem im Kanalzug ist. Alles recht praktisch für Tielines oder mehrfach gesplittete Kanäle. (Da findet man auch die Option "receive customization")

    Eine Source kann ein Stereosignal sein, das dann nur einen Fader belegt.

    Dafür braucht man aber keine Source. Die Festlegung der Stereoverknüpfung in der "Source" hat sogar den Nachteil, dass man vom Stereo- oder M/S-Input nicht zusätzlich eine Seite als Monoquelle auf einen zusätzlichen Kanal auflegen kann - zumindest nicht ohne den Mehraufwand "User Patches".

    2 Mal editiert, zuletzt von audiobo ()

  • Wenn man sich einmal umgewöhnt hat möchte man diese Unabhängigkeit der Sources und Kanäle nicht mehr missen. Die Flexibilität ist enorm, es ist halt nur ein Abstraktionsniveau zusätzlich. In den Kanaldisplays kann man sich die Sources anzeigen lassen, so dass man sehr schnell auch der Bühne mitteilen kann wo welcher Kanal gepatcht ist. Ich arbeite jetzt 5 Jahre auf der Wing und hab noch nie einen Nachteil an dem System gesehen. Es ist nur nicht mehr wie in den alten analog Zeiten.

  • Save + Save Scope speichern alle Einstellungen, wobei Du bei Save + Scope schon beim Speichern festlegen kannst, welche Parameter beim Recall/Load geladen werden sollen.
    Diese Einstellung kann man über Partial Load modifizieren, bzw. für ohne Scope gespeicherte Dinge festlegen. Beim Laden einzelner Kanäle kann man das direkt im Ladefenster tun.
    Ansonsten lädt Load halt entweder die beim Speichern definierten Daten bzw. alles.

    Also wenn ich es erstmal ganz basic halten wird, verwende ich den normalen "save" Knopf und sollte dann "Restore" nutzen um jeglichen Fehlerquellen erstmal aus dem Weg zu gehen?

  • Die Sources waren für mich auch eine Umgewöhnung, aber inzwischen finde ich das Konzept sehr praktisch. So habe ich z.B. einen Kanal "Gitarre" auf dem Pult bei 3 wechselnden Bands. Bei der ersten Band habe ich schon eine Source E906 am Amp auf der Bühne Vorverkabelt und z.B. als "1 Git E906" in der Source bezeichnet. Band 2 Hat einen Mono-Kemper. Das ist auch schon verkabelt und die Source heißt "2 Git DI". Die 3. Band gibt aus ihrem In-Ear-Rack eine Stereospur für die Gitarre aus. Das Inear-Rack ist schon fest mit einem System verkabelt und die Source heißt "3 Git DI" und ist Stereo. So habe ich alles schon fehlerfrei verkabelt und muss nur noch die passende Source beim Changeover auswählen. Achso, nach dem Soundcheck (die Band möchte schon etwas essen gehen) möchte ich eben noch einmal etwas am Gitarrensound feilen, was in der Eile vorhin nicht ging. Ich wähle also global die ALT-Sources, die auf der SD-Karte liegen und schon kann ich mit einer Einstellung auf meinen Kanälen einen virtuellen Soundcheck fahren.


    Dies ist nur ein Beispiel, wie man damit arbeiten kann. Ich finde das inzwischen sehr sehr angenehm.

  • Was ist Live denn der Vorteil davon?

    HRTF? Ich würds nicht HRTF nennen. Aber der Vorteil Panning auf Basis von Delay und EQ ist, dass man sich voll austoben kann, die Leute an der Seite aber noch alles hören.

    Schön wärs, wenn das dann mit dem PAN-Knopf bedient werden könnte.


    Mein gefühl ist, dasan mir L/R + Mono SUB

    da schon relativ nah dran ist und das mit wenig Aufwand und übersichtlich.

    Wie ist ein Mono-Sub nah an HRTF?

  • Ich hatte das spectral panning im Sinn.

    Und da sehe ich eigentlich nur den Anwendungsfall "Tiefen bleiben in der Mitte, der Rest ins Panorama".

    Daher der Vergleich mit LR + SUB.


    Das aber kein bezahlbares Pult Panorama (zumindest für den Masterbus) durch Laufzeitanpassung hat finde ich auch schade.


    Wenn gleich ich auch die Probleme sehe, wenn man dann doch noch was Mono kompatibles braucht.

  • Hm. Das komplizierte ist ja daran, dass man diese Funktion wiederum mit einen echten Pan kombinieren müsste.


    Ich nutze den Pan oft dann wenn ich Probleme habe einen durchsichtigen Sound aus einer Band raus zu kitzeln und es aufgrund der Raumgeomethrie und der Lautsprecherpositionierung auch vertretbar ist.

    Oder weil der Sprecher mal wieder einen auf Bauchredner macht und sich vor einen der Lautsprecher platziert.

    Oder wenn die Gitarre mal wieder von der Bühne her auf seiner Seite eh viel zu laut ist und ich nur am anderen LS dazu regel (z.B. AC/DC Coverbands die ihre 4x12er nicht nur zur Optik dabei haben)

    Oder wenn der Sound des Bassisten auf dem einen Speaker den Raum anregt und am anderen nicht - da Doppel ich dann gerne den Kanal und bearbeite die Seiten separat.

    Usw.


    Wenn ich es nur als „Effekt“ haben will, dann ist das eine super Sache. Aber wie oft hab ich da wirklich die möglichkeit dazu?

  • Ich vermute da gehts eher um Inears und etwas in Richtung "Klang", denn genau bei Inear wird ja die HRTF umgangen und wird mittels des Prozessors wieder neu künstlich erzeugt.

    Eine HRTF auf einen Lautsprecher zu legen scheint mir sinnbefreit, denn dann hätten wir ja zwei davon.

  • Ich vermute da gehts eher um Inears und etwas in Richtung "Klang", denn genau bei Inear wird ja die HRTF umgangen und wird mittels des Prozessors wieder neu künstlich erzeugt.

    Eine HRTF auf einen Lautsprecher zu legen scheint mir sinnbefreit, denn dann hätten wir ja zwei davon.

    Genau!


    Sowas ist eher gedacht für Quellen die entweder auf Kopfhörer sollen oder z.b. um als Kombination aus Laufzeitpanning und spektralem Panning etwas mehr breiten im Mix zu erzeugen. Sodass eine Mono immer noch funktioniert und gleichzeitig im Kompromiss alle Zuhörer alle Quellen hören können, wenn auch evtl mit etwas unterschiedlicher spektralen Färbung.


    Also eher als Zusatz zur traditionellen Intensitätsstereophonie, die wenn die Geometrie der Beschallung unvorteilhaft dazu führen kann dass manche Quellen evtl gar nicht mehr zu hören sind.