Mischen von Musicals

  • danke für die Richtigstellung / Erläuterung Für Musicals etc... taugts auf jeden Fall mE nicht, denn ein solches strenges 1-offenes Mic - System will man da ja eigentlich nie haben...

    bittesehr. und genau deshalb hatte ich ja ebenfalls davon abgeraten :-)

    Das erklärt auch, warum meine damaligen, rudimentären Versuche, Automix auf ein komplettes Drumkit anzuwenden (set and forget), so erfolglos waren (klang echt sch...). Glücklicherweise habe ich das nur im stillen Kämmerlein probiert.

    noch eine kleine zusatzerklärung: ein automatikmischer kann nur dann gut funktionieren, wenn er gleichberechtigte signale bekommt. im falle von mehreren toms ist das also möglicherweise nutzbar, bei einem gesamten drumset ist die gefahr hoch, dass es nicht gut funktioniert ;-)

    gut, dass du das vorher probiert hast :thumbup:

    so, jetzt haben wir das thema automixer in musicvals sicher ausgiebig genug behandelt. nun wieder zurück zu den wichtigen dingen im mischerleben.


    Vorsicht aber beim Gate-Einsatz im Fall des Überkreuz Mischens beim o.g. Romeo & Julia Szenario.
    U.U. öffnen die Kanal-eigenen Gates zu spät, da sie ja von einer entfernteren Quelle getriggert werden. Trigger-Threshold vermindern, hilft dabei manchmal.

    wenn ich zwei hauptredner habe, dann schalte ich die gates in diesen kanälen in aller regel ganz aus. gates in "nebenkanälen" habe ich aber auch immer aktiv, um ein bisschen schmutz heraus zu bekommen.

  • wenn ich zwei hauptredner habe, dann schalte ich die gates in diesen kanälen in aller regel ganz aus.

    Das handhabe ich i.d.R. genauso für Gesangsduette. Der o.g. Tip mit dem Threshold Level Zurücknehmen beim Gate wäre nur eine weitere Option. Bei Musicals ist ja die Nähe zu Pop Produktionen größer als zu klassischen Oper Produktionen (dort fühle ich mich auch sicherer). Aber ich will hier nicht als Thead Kidnapper auftreten!8)


    LG

    Nlate

    1. Usecases

    Guten Morgen!

    Es wurden noch Usecases angesprochen. Hier würde ich nochmal ein Beispiel bringen bei dem es in den Kategorien sehr große Unterschiede gibt: Kommunikation.


    Einfachste Lösung: Regisseur sitzt beim FOH, zur Headset Abteilung gibts Smartphones mit Kommunikation. Kein extra Aufwand, nicht das bequemste, funktioniert aber auch.


    Etwas aufwändiger: Intercom zwischen FOH und Backstage (Headset Platz). Eine Punkt-zu-Punkt Verbindung, Headset nimmt sich entweder der Techniker oder auch der Regisseur, je nachdem wo was platziert ist.


    Kommunikation von Musikern und Regisseur bzw. Technik:

    Kommunikation übers Mischpult. Schaltermikrofone für Regisseur, Dirigenten, Techniker.

    Hier wird ein Routing aufgebaut dass aufs InEar System der Musiker gesprochen werden kann. Regisseur/Techniker und Umkleide haben kleine Aktivboxen.

    Am Pult gibts zwei Einstellungen für die Kommunikation:

    Nur zum InEar Dirigent und Aktivbox Regisseur für direkte Abstimmung, oder aber auf alle InEars und auch in die Umkleide. Beides in einer Szene abgespeichert die vom FOH oder vom Techniker am Headsetplatz geändert werden kann.

    Das Sprechen auf die Musiker-InEars ist eher was für die Probensituation, eventuell noch für kurz vor der Aufführung. Während der Aufführung war das nur kurzzeitig oder bei der Derniere aktiv. ;)

    Auf den FOH Kopfhörer sind die Mikrofone immer fest geroutet.


    Hier hätte man sicher auch mit mehreren Schaltermikrofonen pro Person arbeiten können, war bisher aber so nicht notwendig.


    Bequemer ist sicher ein größeres Intercom System mit zumindest zwei Kanälen. Wobei auch hier ein Link zu den Musiker-InEars sinnvoll sein kann, bzw. doch wieder ein Schaltermikrofonsystem parallel aufgebaut wird.


    Wie löst ihr das bei Kategorie 3 Veranstaltungen?


    Grüße

  • Wenn du in einem laufenden Musikstück mit der Band via inear kommunizieren musst, sollte das immer der Monitorer übernehmen. Dessen Stimme sind die Musizierenden gewohnt, das "erschrickt nicht". Stille Post spielen ist hier manchmal besser. Regie zu A2, A2-M2,M1-Musiker. Oder direkt Regie-M1, M1-Musiker, je nach Dringlichkeit & Personalstärke...

  • Wenn du in einem laufenden Musikstück mit der Band via inear kommunizieren musst, sollte das immer der Monitorer übernehmen. Dessen Stimme sind die Musizierenden gewohnt, das "erschrickt nicht". Stille Post spielen ist hier manchmal besser. Regie zu A2, A2-M2,M1-Musiker. Oder direkt Regie-M1, M1-Musiker, je nach Dringlichkeit & Personalstärke...

    Dafür müsste es einen Monitorer geben. ;)

    Aber - selbst bei größeren Problemen sehe ich das eher beim Dirigenten, ich würde von mir aus nie während einem Stück auf die InEars sprechen.