Sennh. Ew100 G3 Verbindungsabrüche. Keine Lösung?

  • Was mich aber noch interessiert. Wenn die Antennen nicht richtig angeschlossen sind, wie kann der Receiver dann trotzdem ein zufriedenstellendes Signal erhalten. Wie gesagt diese "MUTES" waren ja nicht ständig.

    Squelch hochstellen? Der war ja auf High sollte doch wieder auf low runter laut diesem Thread

    Düsseldorf

    Alles ist irgendwie eine Antenne :)

    Auch mit gar nichts am Antenneneingang wird man irgendwas empfangen


    Mit "Squelch hochstellen" meine ich auf den passenden Wert stellen. Das hab ich falsch ausgedrückt, entschuldige bitte die Verwirrung.

    Das kann auch "Low" sein, vielleicht aber auch "Mid", das musst du testen.

  • wie schade, dass ich als funkelektroniker erst jetzt diesen thread entdeckt habe.

    aber ihr habt das rätsel ja super gelöst, alles gut!




    eine sache möchte ich aber gerne noch los werden:

    es wurde gesagt, dass der pilotton nichts mit dem squelch zu tun hat. das sehe ich nicht so, denn der pilotton läuft normalerweise nicht auf einer anderen frequenz und damit auf einem anderen empfänger. er wird, zusätzlich zum audiosignal, auf die sendefrequenz aufmoduliert. der pilotton ist dabei oberhalb des eigentlichen audiosignals angesiedelt. im empfänger sorgt dann ein filter im audioweg dafür, dass der pilotton nicht hörbar ist.
    wenn der squelch also zu hoch (zu unempfindlich) eingestellt wurde und damit das empfangssignal abgehackt wird, dann wird auch der pilotton eliminiert.

    und das ist eigentlich gut so, die erklärung kommt hier:


    die aufgabe des pilottones ist erstmal, dem empfänger zu sagen: "Mute off". wenn der sender also angeschaltet ist und der empfang ausreichend gut ist, dann weiß der empfänger: den kanal kann ich frei schalten, also nicht muten.

    beim ausschalten des senders wird dann nämlich zuerst der pilotton abgeschaltet, damit der empfänger den ausgang muten kann. erst danach wird der sender wirklich abgeschaltet. beim einschalten ist es dann umgekehrt.

    dieser signaltrick verhindert sehr elegant einen unschönen ein- oder ausschaltknacks (wie bei den billigen funkstrecken) und sollte deshalb natürlich grundsätzlich eingeschaltet bleiben.


    ausserdem lässt sich damit zusätzlich, mit einer modulation des pilottones, die batterieladung an den empfänger übermitteln. ob das mit einer sich leicht verändernden oder einer gepulsten frequenz gemacht wird, bleibt das geheimnis des herstellers (wenn man keinen sauteuren messplatz hat ;-) )

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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  • und noch ein kleines wort zu den antennenkabeln:

    das RG58 hat in meiner liste bei 800MHz einen verlust von 10,5dB. das ist keineswegs wenig, denn allein das reduziert die

    mögliche entfernung zwischen sender und antenne auf deutlich unter die hälfte.

    aber bevor hier panik herrscht: bei euren kurzen entfernungen zwischen sendern und antennen werdet ihr wohl trotzdem keine probleme kommen - also wenn der squelch dann auf den möglichst kleinsten wert gestellt wird - und die kabel endlich mal korrekt angeschlossen werden ;-)

  • Moin,

    könnt Ihr mir denn noch sagen woran ich erkenne das ich im C Band bin? Kann ich denn irgendwie Firmware für Empfänger und Receiver von Sennheiser flashen bei den EW 100 G3 um diese zu verbessern? Oder sind diese Mikros tatsächlich dem Tod geweiht? Was wären dann die ädaquaten Nachfolger mit langer Zukunft?


    Besten Dank und wie gesagt ich halt euch auf dem laufenden was sich ergibt bei mir

  • Es gibt / gab die G3-Serie (wie auch alle anderen) in mehreren Bändern / Frequenzbereichen - manche davon sind "zukunftsfähig", manche nicht.


    ... und "zukunftsfähig" misst sich heute leider auch nicht mehr in Jahrzehnten, die Halbwertszeit dieses Attributes war bei manchen Frequenzbereichen in den letzten Jahren leider eher im 2-Jahres-Bereich.


    Daß da bei den Zuteilungen und Umverteilungen teils an den kleinen Marktteilnehmern komplett vorbei politisiert wird merken die vermutlich leider erst dann, wenn sie auf ihren Aktionärsversammlungen, Vorstandssitzungen und Parteitagen wieder mit SM58 an 25m Kabel frei reden dürfen.

  • Unabhängig davon das ich die Firma einbestellt habe, die das System installiert hat, damit die sich Ihre Verkabelung anschauen, da ich selber nicht daran rumspielen darf, möchte ich Euch bitten folgende Aussagen einmal zu checken:


    1.

    Ein Gerät während einer Veranstaltung laufen zu lassen, welches im Falle eines Mikrofonausfalls prüfen kann welche Frequenz dafür gesorgt hat das diese Störung ausgelöst hat, gibt es nicht bzw. wird nicht helfen Störungen innerhalb des Hörsaals zu vermeiden.


    2.

    Die EW100 G3 Mikrofone dich ich habe sind die letzten die man gratis betreiben kann, danach muss man alle neuen anmelden was Geld kostet bei der Bundesnetzagentur


    Wie gesagt. Das die Kabel von der Firma geprüft werden ist ja klar. Dennoch standen auch die 2 Fragen von mir um Raum mit den obrigen Antworten.


    Grüße

  • 1.

    Ein Gerät während einer Veranstaltung laufen zu lassen, welches im Falle eines Mikrofonausfalls prüfen kann welche Frequenz dafür gesorgt hat das diese Störung ausgelöst hat, gibt es nicht bzw. wird nicht helfen Störungen innerhalb des Hörsaals zu vermeiden.


    2.

    Die EW100 G3 Mikrofone dich ich habe sind die letzten die man gratis betreiben kann, danach muss man alle neuen anmelden was Geld kostet bei der Bundesnetzagentur

    ad1) Es gibt sehr wohl Geräte die einfach mitloggen was sich da im Nutzfrequenzbereich (C-Band) so abspielt. zB RF Explorer inkl passender Software.

    Soll das Gerät im Störungsfall "helfen" kostet das schon ein bisschen mehr. Mir fällt da eigentlich nur Axient Digital inkl Frequency Manager ein. Damit bist du eigentlich recht safe unterwegs, allerdings auch einen großen Haufen Geld und Zeit los.


    ad2) Ew100 G3 im C - Band sind und waren niemals gratis. Eher wirds illegal sie überhaupt noch zu betreiben.


    Shure Axient Digital

    https://www.shure.com/de-DE/pr…on_systeme/axient_digital


    RF Explorer

    http://j3.rf-explorer.com/

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von kob1 () aus folgendem Grund: Edit: Links ergänzt

  • WayneD85

    Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, lässt die Hardware keinen einfachen Wechsel des Bandes per Softwareupdate zu, sondern man muss eine kostenpflichtige Hardwareumrüstung machen. Die Kosten liegen meistens - außer bei quasi neuen Geräten - über dem Restwert.

    Da sich eure Funkstrecken im anmeldepflichtigen Bereich befinden, wird euch die BNetzA wohl mitteilen, wenn die Frequenzzuteilung nicht mehr verlängert wird. Noch würde ich das allerdings entspannt sehen. Eure Funkstrecken sind fest verbaut und ortsfest. Da sind die Chancen, dass das trotz 5G noch einige Jahre störungsarm geht (solange die BNetzA nichts dagegen hat) recht hoch. Bei mobilen Anwendungen ist das kritischer.


    https://www.bundesnetzagentur.…netze/PMSE/PMSE-node.html


    Dass die dafür zuständige Firma nicht weiß, dass die Geräte anmeldepflichtig sind, sondern behauptet, ihr könnt die anmeldefrei nutzen ist allerdings ein starkes Stück. Das kann richtig teuer werden!

  • Ob "die Firma einbestellen" was bringt ist ggf. auch zu bezweifeln - die können Dir ggf. das (wieder?) korrigieren, was da gerade falsch ist - aber evtl. steht dann auch irgendwann die Aussage "das haben wir so nie verbaut, da muss schon mal jemand dran herumgefummelt haben" im Raum und dann fängt's ggf. an spannend zu werden...

  • Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, lässt die Hardware keinen einfachen Wechsel des Bandes per Softwareupdate zu, sondern man muss eine kostenpflichtige Hardwareumrüstung machen. Die Kosten liegen meistens - außer bei quasi neuen Geräten - über dem Restwert.

    nachdem G3 nicht mehr produziert wird (seit 2017 ? ) würde ich sagen das dies von Sennheiser für die 100er nicht mehr gemacht wird


    1.

    Ein Gerät während einer Veranstaltung laufen zu lassen, welches im Falle eines Mikrofonausfalls prüfen kann welche Frequenz dafür gesorgt hat das diese Störung ausgelöst hat, gibt es nicht bzw. wird nicht helfen Störungen innerhalb des Hörsaals zu vermeiden.

    es gibt Geräte die einem erfahrenen Techniker helfen die wahrscheinliche Störungsursache einzugrenzen


    bei Funkübertragungen gibt es niemals 100% und keine Geräte die Störungen einfach so vermeiden können

    2.

    Die EW100 G3 Mikrofone dich ich habe sind die letzten die man gratis betreiben kann, danach muss man alle neuen anmelden was Geld kostet bei der Bundesnetzagentur

    aktuell gibt es von Sennheiser im preiswerten Bereich einen direkten Nachfolger für die G3

    man ahnt es bereits, G4


    hier gibt es auch wieder verschiedene Frequenzbereiche

    nachdem du drei Strecken in einem geschlossenen Raum betreibst würde ich dir das oben erwähnte E-Band nahe legen


    dies geht von 823 bis 865 MHz und der Bereich von 823 bis 832 ist anmeldefrei und legal nutzbar weil der in eine LTE Mittenlücke fällt. Da lassen sich drei (bis zu acht) mit hoher Wahrscheinlichkeit störungsfrei betreibbare Frequenzen finden und du könntest viele deiner vorhandenen Komponenten weiter verwenden,

    z.Bsp. die Antennen mit dem Verteiler, die Headsets oder Lavaliers sowieso

  • dies geht von 823 bis 865 MHz und der Bereich von 823 bis 832 ist anmeldefrei und legal nutzbar weil der in eine LTE Mittenlücke fällt. Da lassen sich drei (bis zu acht) mit hoher Wahrscheinlichkeit störungsfrei betreibbare Frequenzen finden

    Genau das würde ich nicht machen; auch die E-Band-Mittenlücke steht mittelfristig zur Disposition.

    In einer öffentlichen Einrichtung ist es zudem völlig normal dass Funkstrecken bei der BNetzA angemeldet sein müssen. mWn können die sich sogar auf Antrag von den Gebühren befreien lassen.

  • Zum Thema Umfequentierung:

    nachdem G3 nicht mehr produziert wird (seit 2017 ? ) würde ich sagen das dies von Sennheiser für die 100er nicht mehr gemacht wird



    Es kommt auf den konkreten Lagerbestand an HF-Modulen an. Wenn die alle sind, kann eine Strecke nicht mehr umgebaut werden. Dazu am Besten direkt in Barleben nachfragen, die wissen aus erster Hand, ob noch was geht.

  • Es kommt auf den konkreten Lagerbestand an HF-Modulen an. Wenn die alle sind, kann eine Strecke nicht mehr umgebaut werden. Dazu am Besten direkt in Barleben nachfragen, die wissen aus erster Hand, ob noch was geht.

    Auch wenn es möglich wäre, ist eine Umrüstung nicht empfehlenswert. Einerseits ist der Verkauf von G3 mit Neukauf von G4 wahrscheinlich in einem ähnlichen Preisbereich und dann hat man aktuelle Strecken mit einer längeren Ersatzteilversorgung gegenüber G3, andererseits spricht hier auch nichts dagegen die Dinger so lange zu nutzen, wie es möglich ist und sich dann über Ersatz Gedanken zu machen, wenn die Zuteilung der BNetzA nicht mehr verlängert wird oder konkrete Probleme durch den Netzausbau auftreten.