Kettenzug für Lichttraverse oder andere verstellbare Abhängung

  • Dominik Herderich Danke! Anfrage an Überkopf ist raus. Hat noch jemand eine Empfehlung für Hamburg?


    niggles Wenn es das kosten muss, dann wird es das kosten. Mir fehlt schlicht der Vergleich. Da die Schule sowieso noch weitere Angebote benötigt, klärt sich das dann ja vielleicht gleich mit.


    julian knödler Die Seile werden im Angebot mit je 104€ netto berechnet. Mir fehlt die Erfahrung hinsichtlich des Arbeitsaufwands, aber ein wenig Stirnrunzeln hab ich bei dem genannten Zeitaufwand schon.

  • 100€ für so ein ‚Spielzeugseil‘ ist wohl halbwegs marktorientiert - die Firma wird da einen satten Aufschlag drauf gehauen haben.

    Wer den Krempel - der maschinell gepresst werden muss - selbst presst, der ist entweder selbst schuld oder ein ganz großer.

    Gerade in Hamburg, wo es dank des Hafens etliche Seilereien gibt, die ganz andere Kaliber pressen.


    Hier wird eher der Zeitfaktor Kosten verursachen. ‚Mal eben‘ ein paar Seile fertigen wird man sich bezahlen lassen.

  • Hier gehts nicht primär um die Herstellung von ein paar Seilen sondern um den vorschriftsgemässen Einbau einer permanenten Aufhängung über Personen in einem öffentlichen Gebäude. Da gelten in der Berechnung auch nicht die Stundensätze der VT-Bude um die Ecke sondern die vom Statiker und/oder Bauingenieur.

  • Ich behaupte ja auch nicht, dass das Angebot zu teuer wäre - ich schrieb ‚marktorientiert‘.

    Wenn man aber dank guter Planung und geschicktem Einkauf bei einem Posten (Material), der bummelig etwas über die Hälfte der Gesamtsumme ausmacht, 50% sparen kann, dann bin ich als gelernter Kaufmann da immer Fan von ;-)


    Im übrigen: gestartet war dieser Fred mit einem Austausch/Variabilität der Seillängen. Da braucht es keinen Statiker für, wenn die erstinstallation fachgerecht war.

  • Im übrigen: gestartet war dieser Fred mit einem Austausch/Variabilität der Seillängen. Da braucht es keinen Statiker für, wenn die erstinstallation fachgerecht war.

    Wir wissen nicht ob sie es war. Offenbar nicht, oder zumindest die Dokumentation entspricht nicht dem was ein Statiker guten Gewissens noch mal unterschreiben würde. Die werden ihre Gründe haben warum das alles neu soll. Nicht jeder der am Bau für scheinbare Lappalien einen saftigen Kostenvoranschlag aufsetzt ist ein Halsabschneider; oft genug kommen bei solchen Aktionen jahrzehntealte Leichen aus dem Keller die den Verantwortlichen bei einem (nie eingetretenen...) Versicherungsfall böse um die Ohren geflogen wären.

  • Wir wissen nicht ob sie es war. Offenbar nicht, oder zumindest die Dokumentation entspricht nicht dem was ein Statiker guten Gewissens noch mal unterschreiben würde. Die werden ihre Gründe haben warum das alles neu soll. Nicht jeder der am Bau für scheinbare Lappalien einen saftigen Kostenvoranschlag aufsetzt ist ein Halsabschneider; oft genug kommen bei solchen Aktionen jahrzehntealte Leichen aus dem Keller die den Verantwortlichen bei einem (nie eingetretenen...) Versicherungsfall böse um die Ohren geflogen wären.

    Ich kann gut verstehen, dass jemand alles Wesentliche selbst unter Kontrolle haben will, wenn er später auch dafür gerade stehen muss. Gerade bei Lasten über Personen will ich ganz sicher keinerlei Risiko eingehen!


    Völlig subjektiv kommt mir der veranschlagte Zeitbedarf zwar recht großzügig vor, aber da mir die konkrete Erfahrung fehlt, kann ich mir darüber kein Urteil erlauben.


    "Überkopf" hat leider kurzfristig keine Zeit, hat mir aber einen anderen Ansprechpartner empfohlen.
    Falls jemand noch einen Tipp für eine Fachfirma im Hamburger Raum hat - nur her damit!

  • Auf der einen Seite diskutiert die Branche in Deutschland über angemessene Tagessätze, (Schein-)Selbstständigkeit, Möglichkeiten flexibler Festanstellungen, viel zu billige Mitbewerber, Jobverlust durch Hobby-DJs und Garagen-Buden, Sicherheitsgefahren durch Kosteneinsparung und so weiter.

    Auf der anderen Seite wird ein vernünftiger Preis für eine (hoffentlich ebenso) vernünftige Arbeit sofort madig gesprochen und als übertrieben angesehen.


    Jup, macht nur weiter so! Wird schon schief gehen. :*

  • Ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken, dass ich nach Dumping-Angeboten suchen würde. Darum geht es absolut nicht und das möchte ich auch nicht "zwischen den Zeilen" so verstanden wissen.


    Der Ausgangspunkt meines Anliegens ist schlicht das für Hamburger Schulen gültige Vergabeverfahren, bei dem bei Aufträgen über 1.000€ drei Angebote eingeholt werden müssen. Daher habe ich - nach kurzer Skizzierung, worum es nun konkret geht - um Empfehlungen entsprechender Fachfirmen im Hamburger Raum gebeten, damit ich zügig den Boden für die entsprechende Auftragsvergabe bereiten kann.

  • Ach ja, schön hier...

    Wir diskutieren schon noch über öffentliche Gelder und Auftragsvergabe, oder?

    Hanseat wird letztlich den genauen Umfang der Ausschreibung kennen und das billigste Angebot annehmen.

    Wenn die Hängepunkte gefordert sind, werden sie angeboten, realisiert & bezahlt.

    Punkt.

    Egal, was Statik, Dokumentation oder Notwendigkeit angeht...

    Die Qualität/Qualifikation der Ausführung steht auf einem anderen Blatt...


    Wenn der Auftraggeber Aber unterschiedliche Lose in der Ausschreibung vorgibt (Material und Ausführung/Dokumentation), dann lässt sich auch im Schulbereich mit weniger Geld eine bessere Ausstattung realisieren.

    Wo eh schon jeder über die Qualität der Bildungseinrichtungen jammert...

  • Wenn die Hängepunkte gefordert sind, werden sie angeboten, realisiert & bezahlt.

    Punkt.

    Egal, was Statik, Dokumentation oder Notwendigkeit angeht...

    Die Qualität/Qualifikation der Ausführung steht auf einem anderen Blatt...

    Im Hauptberuf bin ich Lehrer, der aufgrund seines Werdegangs jede Menge Erfahrung in unterschiedlichen tontechnischen Bereichen hat. Aber hier an der Schule kennt sich niemand mit den Notwendigkeiten beim Hängen von Lasten über Personen aus, in dieser Hinsicht sind wir auf die Einschätzung einer Fachfirma angewiesen (und dieser auch irgendwie ausgeliefert 8)).


    Eine Firma hat sich den Kram vor Ort angesehen und ist offensichtlich zu dem Schluss gekommen, dass sie es für notwendig hält, Hängepunkte zu setzen. Dann ist das so. Wie in aller Welt sollten wir auch in der Lage sein, die Qualifikation der Ausführenden oder die Qualität der Ausführung zu beurteilen oder gar vorherzusehen?


    Ich hatte wohl etwas leichtsinnig gehofft, dass es hier ein paar Fachkundige gibt, die mit Leichtigkeit einige der dafür geeigneten Fachfirmen nennen könnten - ich bin immer noch auf der Suche. Das kann ja vermutlich nicht jede Firma bzw. der Auftrag ist zu klein oder uninteressant...


    Drei Angebote sind nun einmal Pflicht - und vielleicht gibt es der Schulleitung zumindest etwas Gewissheit, dass eine Lösung übereinstimmend als notwendig erachtet wird.

  • Auf der einen Seite diskutiert die Branche in Deutschland über angemessene Tagessätze, (Schein-)Selbstständigkeit, Möglichkeiten flexibler Festanstellungen, viel zu billige Mitbewerber, Jobverlust durch Hobby-DJs und Garagen-Buden, Sicherheitsgefahren durch Kosteneinsparung und so weiter.

    Auf der anderen Seite wird ein vernünftiger Preis für eine (hoffentlich ebenso) vernünftige Arbeit sofort madig gesprochen und als übertrieben angesehen.


    Jup, macht nur weiter so! Wird schon schief gehen. :*

    Ich prangere eher die eingeplante Arbeitszeit und die Mateiralkosten an ;-) Die sind, und das ist Fakt, überzogen.

  • Vielen Dank für eure Tipps. Zwei weitere Fachfirmen waren nun vor Ort:

    • Beide bieten Stahlseile mit Kauschen + neue Schäkel an.
    • Eine Firma hält neue Anschlagsschellen für notwendig, die andere nicht.
    • Beide wollen die vorhandenen Schwerlastanker nutzen. (Angefragt hatten wir "gegebenenfalls mit neuen Schwerlastankern".)
    • Als Alternative hat eine Firma zwei verstellbaren Seilhaltern für die Außenseiten angeboten, die eine flexible Einstellung der Montaghöhe erlauben würden. Für den späteren Betrieb sehe ich aber keinen Vorteil.
    • Alle Firmen würden mit zwei Kräften zur Montage kommen. Die benötigte Zeit wird unterschiedlich eingeschätzt - im günstigsten Fall würden das zwei Leute in zwei Stunden erledigen.

    Im Vergleich zum ersten Angebot liegen die eingegangenen Angebote zwischen knapp 30% in der günstigsten Variante (ohne neue Anschlagsschellen) über rund 50% (mit neuen Anschlagsschellen) bis zu rund 60% (bei der Lösung mit verstellbaren Seilhaltern).

  • ...schön, wenn die Anbieter hier also auch mitlesen... 8)

    Und lass mich raten: mit den neuen Angeboten (unter 1.000€) hast du nun also auch die freie Auswahl unter den Angeboten und kannst den Auftrag frei vergeben an das interessanteste (nicht zwangsweise das billigste oder teuerste) Angebot.

    ...und schwupps: schon kommen neue Ideen ins Spiel, wie die verstellbare Abhängung.

  • Meiner (österreichischen) Meinung nach sind 1.000 Brutto für diesen Job OK.

    Die Seile werden fertig geprüft eingekauft. Am Besten gleich doppelt so stark wie sie sein müssen. Die Montage dürfte in 2 Stunden erledigt sein. (30 Min pro Seil).

    Dazu An-Abfahrt. 2 Personen, ja, wenn es bezahlt wird.....


    Ich muss noch was los werden:

    Wenn ich mir manche Beiträge hier so lese, bräuchte man auch beim Reifenwechsel gleich noch ein Gutachten, ob jeder Schrauben/Mutter 100%ig angezogen ist (auch ob das Drehmoment stimmt). Da kann es ebenfalls um viele Menschenleben gehen..