Vor/ Nachteile doppel 12,doppel 15

  • Ich bin am überlegen mir eine pa zuzulegen, nun bin ich mir aber unschlüssig.

    Welche Vorteile bieten 12 Zöller zu 15 Zöllen? Ich werde wohl aufgrund von max Spl auf doppelte zurück greifen müssen.. unter anderem bin ich auf die tour-x 2152 von electrovoice gestoßen..

    Die etx-35p konnte ich mir bei meinem Händler anhören.. allerdings hab ich die Befürchtung dass diese leistungsmäßig nicht ausreichend sind... klanglich echt top..

    Doppel 12er hab ich z.b. die HK audio VT212 mkII gefunden..

    Erweitert sollen sie mit mindestens 2 doppel 18ern unterstützt werden wenn nicht sogar 4 .

    Ich bin nun im moment tatsächlich ein wenig aufm schlauch in welche Richtung man generell gehen sollte.. :?:vielleicht könntvielleicht könnt ihr ja ein wenig Licht ins dunkel bringen..

  • Beschallt werden soll ne Fläche von ca 20x20 m² mit Live Musik (Rock Bands,Punkrock, Ska rock) sowas in der Art. Aber auch psytrance,Techno Hardstyle( auf einer anderen Veranstaltung da sind die Flächen aber weitestgehend zu vernachlässigen (wenn die Anlage für die 400m² reicht))

  • Ich geben Brief und Siegel das ein 1000€ Top egal welcher Marke und 12/15" nicht ansatzweise ausreichend sein wird. Es wird in hohen Lautstärken rumplärren und überfordert sein.

    Bei einer 20m breiten Bühne fehlt es ohnehin an nötigen Nearfills oder Clusterfähigen Topteilen.

    Mit einer 60° Kiste wird das nicht ansatzweise etwas.


    Wenn das System dann in seiner Ausbaustufe, Front-PA, Nearfills, Monitoring für Bands, mehrere Bässe etc. spielt, würde ich mir einen Hersteller suchen, der das alles in seinem Produktportfolio berücksichtigt und eine entsprechende Controller-Plattform bereitstellt um alles aufeinander abzustimmen.



    Ich würde also eher zu einem Hersteller gehen, für die End-Ausbaustufe ein System zusammen stellen lassen, und dieses nach und nach kaufen.

  • Es geht tatsächlich nur darum die Front Pa zu stellen.. aber das mit den nearfills ist ein guter Hinweis.. da hab ich tatsächlich auch schon drüber mach gedacht..


    Die Bühne hat derzeitig nur eine Breite von 11 Metern. Allerdings geht die Fläche nach links und rechts der Bühne noch weiter dass man insgesamt auf ca 20 Metern kommt. Zwischen foh und Bühne sind derzeitig ca 20 Meter (vielleicht auch erst18-19 )

    Ich war auch schon am überlegen mit delay Lines zu arbeiten, allerdings habe ich da dass Problem dass dahinter ein 6x12 Meter zelt steht welches nach hinten begrenzt und ich weiß nicht in wieweit eine 4 Punkt Beschallung auf der Fläche Sinn macht... Meine Überlegung wäre gewesen vorne links und rechts je ne etx35, tourx 2152, hk vt212 und in der Mitte entsprechende (10?) Zöller als nearfills.. unter der Bühnenfläche eben die Subs entweder als mono stack oder vielleicht auch eher als Zahnlücke hinstellen.


    Ich hab nur die letzten Tage viel mir frequenzgange angeschaut und z.b. bei der tx2152 festgestellt, dass irgendwie im Hochton diese schon sehr früh abfällt. Und wollte halt hauptsächlich einfach wissen, ob dass iwie bekannte Probleme bei 15 Zöllern sind.. zu der hl hab ich keinen Frequenzgang gefunden, allerdings muss ich auch gestehen, dass ich nicht direkt nach geschaut habe.

  • MRspeaker hat imho schon den richtigen Hinweis gegeben - trenne dich von den Tops als alleiniges Ding. Du brauchst ein System, das in sich stimmig ist.



    und ich weiß nicht in wieweit eine 4 Punkt Beschallung auf der Fläche Sinn macht...

    Stell dir einmal vor, du hast die perfekte 4-Punkt Beschallung - es kübelt aus jeder Ecke genau gleich laut. Jetzt steht auf der Bühne eine Band und du stehst in der hinteren Hälfte der Fläche. Woher kommt dann der Sound? Richtig, von hinten natürlich. Für Live ist das nicht zu gebrauchen. Für Party und DJ kann es u.U. Sinn ergeben. Da du auch Konzerte beschallen willst, würde ich diesen Ansatz begraben.


    Ist die ganze Sache OpenAir? Wenn ich "Zelt" lese, gehe ich davon aus.


    Ob eine Delaylinie für eine 20m lange OpenAir Situation schon nötig ist, kann man diskutieren. Manchmal ist man gar nicht unglücklich über den Umstand, dass der Schalldruck nach hinten abfällt. Es fragt sich dann ggf. auch, wie man die Delays realisieren will. Kann man fliegen?


    Im Zweifel finde ich eine gute Frontbeschallung besser, als eine halbschlaue Delay-Linie.



    Aber grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass du mit deinen Überlegungen (12" vs. 15") noch völlig am falschen Punkt stehst, was eine sinnvolle Beschallung angeht.

  • Wir hatten dieses Jahr 2 Yamaha dsr215 und 4dsr 118w..

    Das reichte mmn bis auf direkt vor der Bühne auf der Fläche aus, allerdings hatten die der mmn das Problem, dass sie im hochton mega kreischig waren.. (die dsr Waren geliehen) Aber Lautstärke technisch war es gut...

  • das vertikale Abstrahlverhalten dieser DoppelKisten ist meist sehr sehr unhomogen.

    quasi eig unbrauchbar.


    seltenst werden solche Kisten als 2,5 Wege gebaut,

    tief genug zum EinzeltreiberAbstand und zur vertikalen HörnchenAbstrahlung getrennt.


    oder halt kaum wirklich Dicke HochtomAbteile verbaut.

  • Ich mache Metal Muggen immer mit doppel 12"ern. Manchmal mit einem, meist aber mit 2 pro Seite.


    Da kommen wenigstens reichlich und knackig Tiefmitten raus.


    Und nur die Frontfläche nicht zu klein, das nimmt dem ganzen den Schub und die Richtwirkung.


    Kombination ist meiste ein Doppel 12er Top auf 2 18" Bässe. Wenn extra Spaß sein soll, dann zuzüglich URPS in der Mitte. Das gibt im Bass nochmal richtig Impuls,das können 18" er nicht.


    Das ist ein komplett anderes Klangerlebnis, als nur paar 18er mit so Mini Topteilen darauf. Das mag zwar vom Frequenzgang auch gut aussehen - das sagt aber nichts über die Impulsfreuidigkeit des Systems aus.


    Wir hatten dieses Jahr ein Konzert in einem Saal, in dem sonst auch immer derbe Rock und Metal aufgespielt wird. Und haben den ganzen Abend unsere 100db am FoH nicht überschritten. Dennoch meinten sie Betreiber hinterher, das es deutlich kräftiger war, als sonst.

  • Sagen wir mal so: Es gibt div. Gründe warum von amtlichen Herstellern im Pro-Segment nahezu keine Doppel-15er-Tops erhältlich sind.


    Doppel-12" / Doppel-10" (und mit Einschränkungen Doppel-8") hat aus div. Gründen - einer davon ist leider auch die Physik - als Best-Practice bewährt.

  • Gerade wenn ich mir die EV tourx 2152 anschaue kann ich nur schwer glauben dass es iwie Grunde gibt die Doppel 15er zu kaufen... Aber die tx sollen semi-pro Lautsprecher sein. Wieso gibt's da nur Doppel 15 und bei den RX(Qrx) nur die Doppel 12er

  • Warum das so ist, musst den Hersteller wohl fragen.

    Ich könnte mit einer riesigen, knapp 50 Kilo Box nichts anfangen...


    Das ist was für reine stand-alone Fullrange Anwendung, wo man keine Subwoofer "haben möchte" - ich denke da an die Bühne R/L-Installation, die der Dorfelektriker mal eben machen soll, wenn den alten 15/3er-"Zeck"en in der Gemeindehalle langsam die Pappen rausfallen...

    Wer vorne, mittig im Publikum sitzt, hat dann halt verloren (60°/40°-Abstrahlung) :P aber, wenn es so weit kommen musste, ist das auch egal!


    Das eben noch handliche "Besteck" für Power-Beschallung (mit Subs) bei mir sind leichte Audio Zenit ND212...

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • ich verstehe nicht warum Du Dich da so dran aufhängst... für eine Abwägung ob ein Lautsprecher für Deine Ohren gut oder schlecht klingt und für den von Dir gedachten Einsatzzweck geeignet ist oder nicht spielt der Unterschied zwischen Doppel15 und Doppel12 keine besonders große Rolle. Da gibt es sehr viele Faktoren die viel entscheidender sind, z.B. :


    Skalierbarkeit

    Abstrahlverhalten

    Frequenzgang

    Systemintegration

    Wirkungsgrad

    Handling

    Verarbeitung

    Zumietbarkeit

    Ridertauglichkeit

    Preis / Leistung
    Klangbild


    Du wirst Du auf Deine Frage hier keine für Dich zufriendenstellende Antwort bekommen, weil man diese Frage einfach nicht seriös pauschal beantworten kann. Das was Du offensichtlich hören willst (das eine ist Mist, das andere Toll, 12" verhalten sich immer so, 15" immer so) ist aus fachlicher Sicht Unsinn. Natürlich gibt es konstruktionsbedingte Unterschiede. Kleinere Membrane sind beispielsweise impulstreuer, eine größere Membranfläche kann grundsätzlich mehr Leistung erzeugen. Solche Aussagen helfen Dir aber überhaupt nicht weiter, weil ein Lautsprecher einfach viel mehr ist als die Größe seiner Membran. Diese Aussagen sind damit einfach viel zu allgemein und haben keine Bedeutung für die Frage welcher Lautsprecher für Dich besser geeignet ist.

    Am Ende bleibt der Tipp der hier in fast allen solchen Threads steht. Miete Dir bei der Verleihbude Deines Vertrauens verschiedene Lautsprecher zum Testen zu oder nimm Kontakt zu verschiedenen Hersteller Vertrieben von Lautsprechern die für Dich interessant sind auf. Mache ausführliche und sorgfältige Tests und lasse am Ende Deine Ohren und Deine Vernunft nach Abwägung ALLER Kriterien die für einen Lautsprecherkauf wichtig sind entscheiden.



    Viel Erfolg und beste Grüße,


    pfeiffe

  • Also wir haben ja sehr viel Coda Audio RX40 unterwegs, auch eine 60x40° Kiste, und entsprechend sehr viel Praxiserfahrung von Open Air, über Zelt bis Turnhalle, Festsaal etc....


    Wenn die Bühne 11m breit ist, sind die Tops 12-13m auseinander. Das funktioniert nicht, da klafft ein sehr großes Loch vor der Bühne.

    Das soll mit irgendwelchen anderen 10" Topteilen aufgefüttert werden bei psytrance,Techno und Hardstyle? Es ging im Eingangspost doch um max. SPL...

    Man könnte die 2x12" Tops eindrehen, dann klafft die Lücke Außen....

    Man kann sie geflogen neigen, dann ist nach 10-15m Feierabend, Man kann sie nach hinten strahlen lassen, dann ist das Loch wieder vorne....

    Man kann es drehen und wenden wie man will, es wird nicht funktionieren. Heute nicht, und morgen auch nicht, und mit dem genanntem Material noch weniger und mit 4-Punkt Beschallung auch nicht.


    Es wird für manche Band-Besucher ohrenbetäubend laut und manche werden nichts vom Gesang verstehen.


    Die 20m nach hinten sind mehr oder weniger machbar, aber nach 15m mit deutlichem Pegelabfall.

    Wenn solche Distanzen überbrückt werden sollen, und zwar laut, ist ein Flugbetrieb unumgänglich sonst fetzt es vorne den Leuten sowieso die Ohren weg.

    Dann jedoch sollten vorne potente 12" Tops alle Lücken stopfen. Daher rate ich zu einer professionellen Umgebung, gute Softwareplattform mit einheitlichem System eines Herstellers. Das wird nie zufriedenstellend laufen. Nicht bei der breite des Areals.

  • pfeife deine Antwort ist vom Prinzip her schon zufriedenstellend genug.


    Wenn ich das richtig verstehe haben weder Doppel 12 noch Doppel 15er keine richtigen vor oder Nachteile .. es kommt anscheinend immer auf den Anwendungszweck an.. würde ich jetzt behaupten...


    Dass es vor der Bühne direkt Recht still war ist mir aufgefallen... Allerdings war es 2019 nicht meine Aufgabe die Bühne zu beschallen darum hab ich mir da nicht weiter nen Kopf drum gemacht..


    MRspeaker

    Da gibt das ein Kommunikationsproblem... Die Bühnenfront ist INSGESAMT nur 11 Meter auseinander.. die Bühnenfläche beträgt 6x6 Meter + links und rechts Boxentürme von 2,5 Metern die topteile stehen "nur" ca 7 Meter auseinander.


    Wie gesagt ich wollte eigentlich keine Beratung für mein Vorhaben ..


    Aber vielleicht könnt ihr mir noch ein Tipp geben..

    Fällt es stark auf wenn die Lautsprecher nur einen Frequenzbereich bis 18khz haben und nicht bis 20 kHz hoch spielen? Was befindet sich in den Frequenzen?


  • Wie gesagt ich wollte eigentlich keine Beratung für mein Vorhaben ..


    ...


    Aber vielleicht könnt ihr mir noch ein Tipp geben..

    Ja was jetzt? Keine Beratung, nur Tipps? :/


    Zu den 20kHz: Was sich zwischen 18 und 20kHz abspielen würde, könnten nur junge Menschen mit einem völlig intakten Gehör beurteilen. Ich behaupte mal ganz provokativ, dass man problemlos auf 16kHz runter gehen kann, ohne dass jemandem etwas fehlen würde.


    Und noch ein Tipp: zeichne deine Situation mal im Massstab auf ein Stück Papier (kannst natürlich auch am PC machen). Zeichne die Bühne, die Position der Stacks und die Abstrahlwinkel der gängigen Tops.


    Zum Schluss lasse ich mich doch noch zu einer allgemeinen Aussage hinreissen; Wenn ich persönlich an eine Baustelle komme, wo ein doppel12" oder doppel10" Top mit passenden Subs steht treffe, macht das auf mich erst mal einen guten Eindruck. Stehen da allerdings doppel15" (2-Wege!) Boxen, dann muss ich zwangsläufig an Hobbybeschallung denken. Was ich in dieser Art bisher gehört habe ist nur gut, wenn einem ein grosser Teil des Frequenzsprektrums nicht so wichtig ist (Buuum-Zisch).


    Bei Mehrwege Lautsprechern mit mehr als 2 Wegen sieht das wieder anders aus.