COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

  • ich finde es ja einerseits sehr löblich, dass nix abgesagt, sondern in den Zeitraum September - November geschoben wird, ich frage mich nur ob das Publikum, dass ja unter Umständen auch weniger Geld in der Tasche hat, dann gewillt ist, dreimal pro Woche zu irgendwelchen Shows zu gehen..


    Da jetzt gerade alle auf den Zeitraum spekulieren kann ich mir vorstellen, dass es im Herbst eine zweite Pleitewelle unter den Veranstaltern gibt..und damit einhergehend auch bei den Dienstleistern.



    Vielleicht wäre es klüger, als Veranstalter 2021 anzuvisieren.



  • und (gilt zumindest für NRW) es muss der Haupterwerb sein.

    Ist es das nicht, schaut man unabhängig von der Betriebsgröße, den monatlichen Kosten und egal wieviel weggebrochenen Aufträgen in die Röhre...

    da fühlt man sich langsam auch so richtig verarscht.... Bei mir ist etwa der Haupterwerb genauso groß wie der Nebenerwerb, also das Gewerbe, und so fällt einem das schon auf die Füße, da beides zusammen dann den nötigen Lebensunterhalt ergibt. Naja ich stell einfach mal einen Antrag und wenn der nicht durchkommt, muss ich mal weiterschauen

  • Das Problem besteht vor allem darin das du nicht weißt wo die Maßnahmen hinsteuern. Der Prozess ist dynamisch und schwer vorhersehbar. Es möge zwar sein das Veranstaltungen machbar sein werden aber mit Bestuhlung in 1,5m Abstand... Also Beispiel, womit diese nie rentable und praktisch durchführbar sein werden .


    Behörden haben ihr können in solchen Dingen schon oft gezeigt.

  • unsere Branche hat seit jeher ein Problem. Viele glauben, Konzerte, Partys usw. sind lustig und toll. Daher wollen auch viele als Veranstaltungstechniker arbeiten.

    Dann kommen sie auf die Idee, ich kaufe mir ein Equipment und verleihe das auch gleich mit.

    So entstehen mal über Nacht sehr viele Einmannbetriebe. Vielleicht macht noch ein Freund mit, weil er gerade arbeitslos ist.

    Von der Bank gibt es Geld (Oma bürgt ja).

    Als Jungunternehmer will man ja schnell Fuß fassen und jeden möglichen Job bekommen, die Bank ( und der Freund) wollen ja Geld.

    So wird um jeden Preis angeboten, Hauptsache es kommen ein paar € rein. Ahnung vom Ganzen ist auch (noch) nicht viel verhanden.

    Die Veranstalter merken bald, dass nur billig, mit zweifelhaften Equipment/Techniker auch nicht der richtige Weg ist.

    So wird wieder zur Bank gelaufen, man braucht ja ein amtliches Linearry und das angesagte Digitalpult, ja und auch die richtigen Movingheads....

    So verschuldet sich der Jungunternehmer immer mehr, vernünftige Preise hat er nicht, der alte LKW gibt den Geist auf, der Freund bricht sich bei der Arbeit ( Schwarzarbeit) die Hand und jetzt kommt noch das Virus!

    So hat unser ambitionierter Jungunternehmer 100.000 und mehr € Schulden, da nützt auch eine Hilfe vom Staat nix, wozu auch? Er ist eigentlich von Haus aus zum Scheitern verurteilt.

    Das Virus hat nur alles beschleunigt.

  • Dieses Thema wurde hier schon zigmal breitdiskutiert.


    Ich persönlich glaube aber; dass das hier eher mehr kleinere, überschaubare Betriebe überleben werden, als mancher Mittelständler oder gar ganz Großer.


    Genauso; wie die Veranstaltungen.

    So manches große Festival wird sterben...

  • Diejenigen kommen jetzt in den Genuss der Softhilfe. Während das solide Unternehmen den schaden so lange tragen muss bis es in die Schieflage kommt und das noch möglichst vor Dezember. Denn da läuft das Programm aus...


    Der Staat hat den Unternehmen seine geschäftliche Grundlage entzogen, somit muss er sie auch entschädigen. Die Ansicht ist nicht total blöd :rolleyes:... Denn einige Maßnahmen sind rechtlich sehr zweifelhaft und wenn dies feststeht muss der Staat die Unternehmen sowie so entschädigen. Dann kann er auch das Geld gleich durch die Tür ausschwenken.


    Die jetzige Situation ist nichts weiter wie eine Enteignung der soliden Unternehmen. Um sie dann den banken angeschlagen zum fraß vorzuwerfen.

  • Der Staat hat den Unternehmen seine geschäftliche Grundlage entzogen, somit muss er sie auch entschädigen. Die Ansicht ist nicht total blöd :rolleyes:... Denn einige Maßnahmen sind rechtlich sehr zweifelhaft und wenn dies feststeht muss der Staat die Unternehmen sowie so entschädigen. Dann kann er auch das Geld gleich durch die Tür ausschwenken.


    Die jetzige Situation ist nichts weiter wie eine Enteignung der soliden Unternehmen. Um sie dann den banken angeschlagen zum fraß vorzuwerfen.

    Dann freue ich mich jetzt auf Deine juristisch fundierte Einlassung dazu, welche Maßnahmen der unterschiedlichen Bundesstaaten "rechtlich zweifelhaft" sind, und wie die CoViD-19-Pandemie ein perfider Plan der Politiker ist, um die Banken zu bereichern.


    Komm schon.


    Ich höre.


    Bringe Quellen und Argumente.


    VG TZw


    EDIT:

    Okay, da erwartungsgemäß 30 Minuten Grillenzirpen später keine Argumente kamen, hier mal ein paar Tipps:


    § 32 Erlass von Rechtsverordnungen

    Die Landesregierungen werden ermächtigt, unter den Voraussetzungen, die für Maßnahmen nach den §§ 28 bis 31 maßgebend sind, auch durch Rechtsverordnungen entsprechende Gebote und Verbote zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten zu erlassen. Die Landesregierungen können die Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf andere Stellen übertragen. Die Grundrechte der Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 Grundgesetz), der Freizügigkeit (Artikel 11 Abs. 1 Grundgesetz), der Versammlungsfreiheit (Artikel 8 Grundgesetz), der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Abs. 1 Grundgesetz) und des Brief- und Postgeheimnisses (Artikel 10 Grundgesetz) können insoweit eingeschränkt werden.


    Müssen dann Unternehmen entschädigt werden? Nein, denn es ist höhere Gewalt. Entschädigungsanspruch haben nur die, die als positiv Getestete in Quarantäne müssen:


    § 56 Entschädigung

    (1) Wer auf Grund dieses Gesetzes als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 Satz 2 Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält eine Entschädigung in Geld. Das Gleiche gilt für Personen, die als Ausscheider oder Ansteckungsverdächtige abgesondert wurden oder werden, bei Ausscheidern jedoch nur, wenn sie andere Schutzmaßnahmen nicht befolgen können. (...)
    (2) Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. (...)
    (3) (...)
    (4) Bei einer Existenzgefährdung können den Entschädigungsberechtigten die während der Verdienstausfallzeiten entstehenden Mehraufwendungen auf Antrag in angemessenem Umfang von der zuständigen Behörde erstattet werden. Selbständige, deren Betrieb oder Praxis während der Dauer einer Maßnahme nach Absatz 1 ruht, erhalten neben der Entschädigung nach den Absätzen 2 und 3 auf Antrag von der zuständigen Behörde Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang.

    Da wir im IfSchG § 32 eine Verordnungsgrundlage haben, wären die derzeitigen Einschränkungen auf Landesebene - ganz stark verkürzt gesagt - nur rechtswidrig, wenn sie unverhältnismäßig wären, es also eine Ermessensfehlgewichtung seitens der anordnenden Behörde gegeben hätte. Checken wir doch mal die Kriterien für Verhälntismäßigkeit:

    Legitim? Ja, es gibt eine Verordnungsgrundlage,

    Geeignet? Stand ex ante: Ja, nach Meinung aller seriösen Experten und der WHO geeignet.

    Erforderlich? Siehe geeignet: Ja, auf jeden Fall. Ein Blick nach Italien oder Spanien unterstreicht das.

    Angemessen? Nun, Leben und Gesundheit von rund 20 % der Bevölkerung gegen wirtschaftliche Gewinnerzielungsabsichten... ich bin ja Pessimist, aber da vermute ich mal, dass Art. 2 GG vor Wirtschaftlichkeit geht.


    Und jetzt, ThoSchu ...?


    Beste Grüße Tobias Zw.

    - lasse Dich nie auf einen Wettkampf des Geistes mit einem Sizilianer ein -

  • Wenn sich einige Maßnahmen als Rechtswidrig erweisen, muss das Bundesland/Städte und Gemeinden die Betroffen möglicherweise Entschädigen. Es steht nicht alles auf sicheren Rechtlichen Füßen. Es ist eben "Neuland. Außerdem unterscheiden sich Maßnahmen je nach Bundesland im Detail. Es gibt sogar im Einzelfall Ausnahmegenehmigen.


    Wir werden sehen wer übrig bleibt ! Ihr werden sehen das kaum ein Cent ankommt. "Ich habe fertig"....

  • Wenn sich einige Maßnahmen als Rechtswidrig erweisen, muss das Bundesland/Städte und Gemeinden die Betroffen möglicherweise Entschädigen. Es steht nicht alles auf sicheren Rechtlichen Füßen. Es ist eben "Neuland. Außerdem unterscheiden sich Maßnahmen je nach Bundesland im Detail. Es gibt sogar im Einzelfall Ausnahmegenehmigen.


    Wir werden sehen wer übrig bleibt ! Ihr werden sehen das kaum ein Cent ankommt. "Ich habe fertig"....

    Ja, ich habe ja jetzt verstanden, dass Du das glaubst. Aber warum glaubst Du, dass Maßnahmen rechtswidrig seien? Nenne mir bitte Beispiele und begründe.


    VG TZw

  • Das lass dir von Anwälten erklären... Das ist wie bei Medizinern, man hört unterschiedliche Meinungen...

    Man kann davon ausgehen das solche Fragen noch Gerichte beschäftigen werden...


    Was auch bei kleinen Unternehmen typisch ist das sie keine Vertreterreglung haben... Ich kann euch nur raten das jetzt zu Regeln ! Ich wünsche es keinen das er erkrankt und das Unternehmen führungslos den Bach herunter geht....