COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

  • Zum Impfen, Datenschutz etc. - Spanien legt schon mal vor:


    Spanien kündigt Register für Impf-Verweigerer an

    Spanien will alle Bürger, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen, in einem Register erfassen. Das kündigte Gesundheitsminister Salvador Illa in einem Interview mit dem Fernsehsender La Sexta an.

    Jeder Bürger werde entsprechend des Impfplanes eine Einladung zu einem Impftermin erhalten. Die Impfung sei zwar freiwillig, aber wer der Einladung nicht folge, werde registriert. Das Register sei nicht öffentlich und der Datenschutz werde rigoros sein, aber die Daten würden «europäischen Partnern» zur Verfügung gestellt, betonte der Minister.

    In Spanien hatte – wie auch in anderen EU-Ländern – am Sonntag die Impfkampagne gegen Covid-19 begonnen. Für die kommenden zwölf Wochen rechnet die Regierung in Madrid mit insgesamt rund 4.6 Millionen weiteren Impfdosen, mit denen knapp 2.3 Millionen der 47 Millionen Bürger Spaniens geimpft werden sollen. Bis zum Sommer soll das Gros der Bevölkerung immunisiert sein.

  • aber selbst statt diesen 40% wurden bisher nur 11% zurückgezahlt. eine sehr große anzahl der betroffenen scheint also der meinung zu sein, dass die gemeinschaft ihre rettung bezahlen soll. so eine einstellung finde ich unerhört.

    "Rettung"?!?

    Zu in etwa identischen Kosten eines normalen Rückfluges?!?


    Ich kann ja verstehen, daß manch einer nach dem Urlaub knapp bei Kasse ist - vor allem, wenn die ausgefallenen Flüge bisher nicht von den Fluggesellschafften ausgezahlt, sondern höchstens per Gutschein "aufrechterhalten" werden.

    Aber soo richtig witzig ist das nicht, wenn immer mehr Kosten auf die Gemeinschaft abgewälzt werden.

  • "Rettung"?!?

    Zu in etwa identischen Kosten eines normalen Rückfluges?!?

    die wahren kosten für die rückflüge lagen offensichtlich bei mehr als dem doppelten preis! also unfair ist das sicherlich nicht.

    da haben sich also möglicherweise die fluggesellschaften nochmal bereichert. und wenige monate später wurden sie von uns nochmal per milliardenkrediten gerettet.


    die leute, die aus dem ausland zurückgeführt und damit tatsächlich auch gerettet wurden, zu einem geringen teil an den kosten zu beteiligen, ist aber sicher nicht übertrieben.

    wenn dann ein großer teil von ihnen nicht einsehen möchte, diese kosten anteilig mit zu finanzieren, dann habe ich dafür leider kein verständnis.

    oder hätte man sie in den ländern, die ja sämtliche grenzen geschlossen hatten, einfach zurücklassen sollen?

  • die wahren kosten für die rückflüge lagen offensichtlich bei mehr als dem doppelten preis! also unfair ist das sicherlich nicht.

    Ich habe nirgends behauptet, daß das unfair gewesen wäre.

    Ganz im Gegenteil: die Hals-über-Kopf-Aktion hat mit Sicherheit etliches an logistischem Aufwand bedeutet, der sich auch finanziell niederschlägt.

    Die "Geretteten" haben aber i.d.R. die regulären Rückflüge (irgendwann/irgendwie hätten sie ja eh nach Hause gemusst...) nicht antreten können und oftmals dafür bei den Fluggesellschaften eine Entschädigung/Gutschein bekommen.

    Der Bund fordert nur einen Teil dessen, was die Fluggäste eh hätten zahlen müssen.

  • ich habe vor ein paar tagen einen schnelltest gemacht. dazu bekommt man so ein stäbchen durch die nase geschoben, gefühlt bis kurz vor dem gehirn. das ist wirklich unangenehm, und das will sicher niemand oft erleben.

    insofern werde ich mich lieber impfen lassen.


    das leben ist niemals ohne risiko. ich hatte in meinem eigenen leben schon mehrere OPs unter vollnarkose... da gibt es ebenfalls keine 100%ige garantie, dass man wieder aufwacht. also hier gibt es ebenfalls ein risiko. ich hätte die vollnarkose sicher ablehnen können... aber zu welchem preis?

    ich werde mich jedenfalls impfen lassen, sobald ich dran bin.

    Durch die Nase bis zum Rachen. Das ist bei vielen Schnelltests die Abstrich-Methode. Es gibt aber auch Schnelltests, die für entspanntere Methoden zugelassen sind.
    Wobei ich das jetzt nicht soo schlimm fand. Der Tupfer dafür ist ja sehr klein und flexibel.

    Impfen lassen, wenn möglich, ist aber grundsätzlich eine gute Idee.

  • Also mal abgesehen davon, daß ich selbstverständlich finde, daß die Leute die Kosten für ihre Rückreise natürlich soweit sozial vertretbar selbst tragen sollten, weil ein Reiseabbruch und damit verbundene Kosten halt einfach zum allgemeinen Risiko einer Reise gehört und weil die Meisten von denen auch zu Zeiten abgereist sind, zu denen bereits klar war daß sowas passieren könnte:


    Daß sich da Fluggesellschaften groß bereichert haben sehe ich indes nicht wirklich. Es handelte sich überwiegend um eigens für die Rückholung gecharterte Maschinen, das ist schonmal eine ganz andere Kalkulationsbasis als bei einem Linienflug. Unter Anderem müssen die da ja auch erstmal (leer) hinfliegen.


    Außerdem war sicher im Hintergrund einiges an Mehraufwand, z.b. Lande-/Startgenehmigungen für eigentlich gesperrte Flughäfen und Lufträume zu bekommen, Ausreisevisa trotz geschlossener Grenzen beschaffen und so weiter.


    Das kostet alles auch Geld.
    Der doppelte Preis eines Touri-Linientickets ist da m.E. eigentlich ein eher günstiger Tarif.

  • Wobei ich das jetzt nicht soo schlimm fand. Der Tupfer dafür ist ja sehr klein und flexibel.

    Es gibt da eine gewisse 'Varianz', je nach Stäbchenbediener.

    Ich hatte bisher in der Nase:

    a) Die Heuschnupfenvariante.

    Es juckt ca. 10 Minuten an einer Stelle, wo man sich nicht kratzen oder mit der Zunge belecken kann.

    b) Die Homer-Simpson-Prinzip.

    "Halt die Klappe Hirn! Sonst kriegst du eins mit dem Wattestäbchen"

    c) Brenner-Basistunnelversion.

    Wir sind gleich am anderen Ende wieder raus...

    Spätestens bei c) hat man nicht das Gefühl, daß der Tupfer klein und/oder flexibel ist.

  • Ich habe nirgends behauptet, daß das unfair gewesen wäre.

    Ganz im Gegenteil: die Hals-über-Kopf-Aktion hat mit Sicherheit etliches an logistischem Aufwand bedeutet, der sich auch finanziell niederschlägt.

    Die "Geretteten" haben aber i.d.R. die regulären Rückflüge (irgendwann/irgendwie hätten sie ja eh nach Hause gemusst...) nicht antreten können und oftmals dafür bei den Fluggesellschaften eine Entschädigung/Gutschein bekommen.

    Der Bund fordert nur einen Teil dessen, was die Fluggäste eh hätten zahlen müssen.

    Interessante Einblicke bietet die Doku über den Flughafen Frankfurt, zu finden auf YouTube, ab Folge 22.

    Rutsch gut rüber, Jörg

  • Ja, da ist Varianz drin. Auch am anderen Ende des Stäbchens.

  • Daß sich da Fluggesellschaften groß bereichert haben sehe ich indes nicht wirklich. Es handelte sich überwiegend um eigens für die Rückholung gecharterte Maschinen, das ist schonmal eine ganz andere Kalkulationsbasis als bei einem Linienflug. Unter Anderem müssen die da ja auch erstmal (leer) hinfliegen.

    ok, das argument des leer fliegens und der zusätzlichen kommunikation ausserhalb bestehender verträge lasse ich in diesem zusammenhang gelten.

    an meiner grundsätzlichen kritik an den leuten, die sich weigern das zurück zu zahlen, ändert das aber nix.

  • ok, das argument des leer fliegens und der zusätzlichen kommunikation ausserhalb bestehender verträge lasse ich in diesem zusammenhang gelten.

    an meiner grundsätzlichen kritik an den leuten, die sich weigern das zurück zu zahlen, ändert das aber nix.


    Das sehe ich wie gesagt auch so. Wer verreist, muß grundsätzlich das damit verbundene Risiko tragen - und dazu gehört eben im Zweifel auch, daß man die Reise aus welchem Grund auch immer vorzeitig abbrechen und verbunden mit erhöhten Kosten zurückkehren muß.


    Es ist doch schon toll, daß die hiesigen Behörden es überhaupt hinkriegen, Gestrandeten eine Rückkehr zu ermöglichen. Härtefälle etwas abzumindern kann ich auch noch mittragen. Aber sonst?


    Wenn irgendwo am Wochenende einer mit dem Taxi heimfährt, weil der fahrplanmäßige Linienbus aufgrund einer Panne nicht kommt, dann käme auch keiner auf die Idee, daß der jetzt Anspruch auf Ersatz für den Taxipreis hat. Der soll froh sein, daß die Allgemeinheit eine Infrastruktur zur Verfügung stellt, die es ihm ermöglicht, eines zu rufen.

  • Wenn irgendwo am Wochenende einer mit dem Taxi heimfährt, weil der fahrplanmäßige Linienbus aufgrund einer Panne nicht kommt, dann käme auch keiner auf die Idee, daß der jetzt Anspruch auf Ersatz für den Taxipreis hat. Der soll froh sein, daß die Allgemeinheit eine Infrastruktur zur Verfügung stellt, die es ihm ermöglicht, eines zu rufen.

    Doch. Bei Zugausfällen genauso. :)

  • Hurra, es ist vollbracht! Einer meiner geheimsten Träume seit Beginn der Einkommensteuerpflicht wurde wahr:

    Zitat

    "Ihr persönlicher Steuersatz für 2020: 0,0%."

    Und einen Bonus in Form eines schönen Verlustrücktrags auf das wirtschaftlich sehr erfreuliche Jahr 2019 gibt's auch noch. Na, wer sagt's denn? Ich war immer schon der Meinung, dass sich einem das Leben auch in fortgeschrittenen Jahren noch als abwechslungsreich und überraschend präsentieren kann. ;(*finger

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Dat gibt fette Zinsen! (Aber ich bin schon ganz froh, dass ich mich nicht mit Berliner Finanzämtern rumärgern muss. Hier im Pott haben auch Finanzsachbearbeiter und Steuerprüfer noch einen Rest von Berufsehre.)

    Und natürlich heißt es erst mal noch abwarten. Das ist ja nur die Rohfassung; einreichen kann ich das finale Werk frühestens, wenn die Banken mal mit ihren Steuerbescheinigungen aus dem Quark gekommen sind. Und das dauert erfahrungsgemäß...


    Vorläufiger Plan 2021:

    1. Quartal - Auszahlung Überbrückungshilfe II, Novemberhilfe, Dezemberhilfe. (Sowie Rückzahlung zu viel erhaltener Soforthilfe - was muss, das muss :cursing:).

    2. Quartal - Auszahlung Überbrückungshilfe III, diverse Steuer- und GKV- Rückzahlungen/ Erstattungen.

    3. + 4. Quartal - so viel arbeiten, dass das Jahr satt im Plus endet und der Finanzminister wieder lächelt.

    Mal schauen ob's klappt. Ist schon spannend, so 'ne Pandemie.

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Vorläufiger Plan 2021:

    1. Quartal - Auszahlung Überbrückungshilfe II, Novemberhilfe, Dezemberhilfe. (Sowie Rückzahlung zu viel erhaltener Soforthilfe - was muss, das muss :cursing:).

    2. Quartal - Auszahlung Überbrückungshilfe III, diverse Steuer- und GKV- Rückzahlungen/ Erstattungen.

    3. + 4. Quartal - so viel arbeiten, dass das Jahr satt im Plus endet und der Finanzminister wieder lächelt.

    Mal schauen ob's klappt. Ist schon spannend, so 'ne Pandemie.

    Das kann ich noch toppen.

    Nachdem ich seit Jahrzehnten nie richtig krank war, und jetzt etwas Zeit ist, habe ich das alles zusammen zu einer großen Krankheit gefasst, und bin für Quartal 1+2 krank geschrieben (bzw. ...werde seien).

    In nicht voraus zu ahnender Kenntnis hatte ich erst im letzten Jahr den Tagessatz der Krankentagegeld Versicherung erhöht. Das zahlt sich jetzt aus:). Und der Antrag war auch einfacher als die ganzen staatlichen HilfenX/.